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Hallo, liebe Yogis,

ich habe vor 2 Jahren mit Japa- Meditation begonnen und seither werde ich plötzlich von meiner Umgebung (Arbeitsplatz, Familie, Bekannte), scheinbar sehr negativ wahrgenommen, ziehe Streit an und werde permanent kritisiert, auch wenn ich gar keine Fehler mache
Das passiert aber auch bei Menschen die normalerweise sehr friedferrtig sind. Manchen Bekannten ist das aufgefallen und sie meinen , daß die Menschen plötzlich sehr eigenartig auf mich reagieren.
Ich nehme es seither mit Ahimsa, in Gedanken und Worten, besonders genau und reagiere möglichst gelassen, aber die Situation scheint sich dadurch alleine nicht zu bessern.
Hat jemand vielleicht eine Erklärung dafür oder Tipps wie ich mit der Situation umgehen könnte. Vielleicht sollte ich auch die Meditationstechnik ändern oder das Mantra wechseln?

lieben Dank für Eure Hilfe
om shanti

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Eigentlich kann Japa nicht zu Konflikten führen.

Hast du noch andere Veränderungen vorgenommen?

Kritisierst du Andere oder gibst du ungefragte Ratschläge?

Trägst du plötzlich eine sichtbare Mala?

Kleidest du dich nur noch in gelb oder in orange?

Welche (unbewussten) Botschaften sendest du den Menschen?

Möchtest du eigentlich nicht mehr so leben und deine Lebensumstände ändern?

Hallo,

ich kritisiere meine Mitmenschen so wenig als möglich, auch nicht in Gedanken, praktiziere also wie gesagt ahimsa so gut ich kann. Rückwirkungen und karmische Auswirkungen sollte es ja auch schon vorher gegeben haben. Ich habe meinen Kleidungsstil nicht verändert und daß ich Yoga praktiziere ist meinem Umfeld seit langem bekannt.
Die einzige Veränderung betrifft den Wechsel der Meditationstechnik von Surat Shabt Yoga, also die Meditation mit einem Mantra und einem inneren Klang, auf Japa Meditation, da Surat Shabt nicht mit Asana und Pranayama kombiniert werden soll. Yama und Niyama werden gleich definiert.

vielen Dank für die Antwort,

om shanti

Ich kann auch nur raten.
Wenn man selbst Ruhe ausstrahlt und sich wenig ärgert, nicht am Tratschen über andere beteiligt, Small Talk nicht so wirklich pflegen kann, Dinge gelassen nimmt bei denen andere aus der Haut fahren, dann kann es schon sein, dass man selbst zum Anlass des Lästerns wird und die Mitmenschen Haare in der Suppe suchen. Sie regen sich darüber auf, dass wir uns nicht aufregen und werfen uns vielleicht Gleichgültigkeit vor. Das Zwischenmenschliche kann schon sehr kompliziert sein, wenn man ein bisschen aus der Reihe tanzt.
Lass dich nicht entmutigen. Vielleicht wäre der ein oder andere gern ein bisschen wie du, und weil er es nicht kann wird er lieber aggressiv, vergreift sich im Ton oder redet hinter dem Rücken schlechtes.
Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, übe dich weiter in Gleichmut.
Lieben Gruß
Lupine

Hallo om,

in seinem Umfeld trifft man meist nur auf Zustimmung, wenn man eine Norm erfüllt, einem Ideal entspricht oder einfach nur genau so tickt, wie alle anderen. Wenn Du aber beginnst, Deine eigene Identität zu leben, Dein eigenes Ding zu machen, dann unterscheidest Du Dich u. U. massiv von den Menschen Deiner Umgebung und Du verstößt gegen ihre Interessen und Erwartungen, die diese an Dich stellen. Einige Leutchen aus Deinem bisherigen Umfeld werden sich mit der Zeit daran gewöhnen, andere werden sich für immer abwenden. Dafür werden aber neue, interessante Menschen in Dein Leben treten. Das Leben ist ein Fluß, gestalte Dein Leben, finde Dein Potential und Deine Möglichkeiten. Vielleicht ist ein Umgebungswechsel (über-) fällig?

Viel Spaß dabei und liebe Grüße
Kim

Habe gestern ein Video von Orlando Owen auf Youtube gesehen.

Er ist Amerikaner mit deutschen Wurzeln.

Er beschreibt das die Leute in USA mehr lächeln, mehr auf einander zu gehen, mehr in Kontakt sind.

Wir Deutschen sind eher reserviert und gehen wenig Risiken ein.

Ich könnte mir vorstellen das Menschen, die plötzlich immer gut drauf sind Andern auf den Keks gehen.

Ich tue mein Bestes mich von der Spießer Kultur nicht runter ziehen zu lassen.

Swami Sivananda hat gesagt: "Ihr sollt singen. Ihr sollt tanzen." Das mache ich so oft mir danach ist.

Hi om :)
je nachdem welcher Linie man vom Surat Shabd Yoga folgt kann man schon
Asana üben, wenn auch von Pranayama eher abgeraten wird.
Im Surat Shabd Yoga wird der Fokus halt auf Meditation gelegt
mit der Begründung sich nicht im körperlichen zu verlieren.
Einfaches Pranayama oder einfache Übungen gelten auch noch als in Ordnung,
aber wird im fortgeschrittenen eher abgelehnt.

Ich beziehe mich im folgenden auf das Buch Der Pfad nach innen Band 3 von Kirpal Singh:
"Was Kundalini betrifft, so solltest Du ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenken, denn sie steckt voller Gefahren"
"Was die körperliche Seithe der Hatha-Yoga-Übungen betrifft, so ist es in Ordnung, ein paar einfache und leichte Übungen zu praktizieren, um die Gesundheit zu erhalten."

Ist halt eine andere Philosophie als Shivananda Yoga :)

Hatha Yoga und Surat Shabd Yoga schließt sich also nicht grundsätzlich aus,
und selbst wenn du dich auf den Beas Satsang berufst, hat Hazur Baba Sawan Singh
auch so etwas ähnliches gesagt :)
Die moderneren Meister evtl. nichtmehr so in der Form ^^

l

Kim sagt:

Hallo om,

in seinem Umfeld trifft man meist nur auf Zustimmung, wenn man eine Norm erfüllt, einem Ideal entspricht oder einfach nur genau so tickt, wie alle anderen. Wenn Du aber beginnst, Deine eigene Identität zu leben, Dein eigenes Ding zu machen, dann unterscheidest Du Dich u. U. massiv von den Menschen Deiner Umgebung und Du verstößt gegen ihre Interessen und Erwartungen, die diese an Dich stellen. Einige Leutchen aus Deinem bisherigen Umfeld werden sich mit der Zeit daran gewöhnen, andere werden sich für immer abwenden. Dafür werden aber neue, interessante Menschen in Dein Leben treten. Das Leben ist ein Fluß, gestalte Dein Leben, finde Dein Potential und Deine Möglichkeiten. Vielleicht ist ein Umgebungswechsel (über-) fällig?

Viel Spaß dabei und liebe Grüße
Kim


Hallo, stimme dir absolut zu, aber daß ich Yoga praktiziere ist meiner Umgebung wie gesagt nicht neu. Habe seit dem Wechsel der Meditationstechnik mit massiven Rückwirkungen zu tun, die ich nicht ganz einordnen kann. Habe gehofft, daß sich die Situation mit der Zeit bessert, was bisher nicht der Fall ist. Ein Umgebungswechsel, der Arbeitsplatz und Privatleben betrifft, klingt gut ist aber in der Praxis schwer umsetzbar. Außerdem habe ich auch in einer neuen Umgebung mit dem selben Problem zu tun. Wenn die Menschen spirituell sind, genieren sie sich meist wegen ihres Verhaltens und scheinen ihre Reaktion selbst nicht ganz zu verstehen.
Ich wollte nur wissen ob jemand schon einmal ähnliches gehört hat.

om, shanti


Joy sagt:

Hi om :)
je nachdem welcher Linie man vom Surat Shabd Yoga folgt kann man schon
Asana üben, wenn auch von Pranayama eher abgeraten wird.
Im Surat Shabd Yoga wird der Fokus halt auf Meditation gelegt
mit der Begründung sich nicht im körperlichen zu verlieren.
Einfaches Pranayama oder einfache Übungen gelten auch noch als in Ordnung,
aber wird im fortgeschrittenen eher abgelehnt.

Ich beziehe mich im folgenden auf das Buch Der Pfad nach innen Band 3 von Kirpal Singh:
"Was Kundalini betrifft, so solltest Du ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenken, denn sie steckt voller Gefahren"
"Was die körperliche Seithe der Hatha-Yoga-Übungen betrifft, so ist es in Ordnung, ein paar einfache und leichte Übungen zu praktizieren, um die Gesundheit zu erhalten."

Ist halt eine andere Philosophie als Shivananda Yoga :)

Hatha Yoga und Surat Shabd Yoga schließt sich also nicht grundsätzlich aus,
und selbst wenn du dich auf den Beas Satsang berufst, hat Hazur Baba Sawan Singh
auch so etwas ähnliches gesagt :)
Die moderneren Meister evtl. nichtmehr so in der Form ^^



Hallo,
gebe dir absolut Recht, gegen ein paar Asanas zusätzlich, zu der recht umfassenden Meditationspraxis, hat sicher niemand etwas einzuwenden. Habe auch schon daran gedacht wieder Surat Shabt zu praktizieren. Fühle mich aber eigentlich ganz wohl bei den Hatha -Yogis.
Die Erfahrungen die ich mit meiner früheren Meditationstechnik gemacht habe, möchte ich keinesfalls missen, da bisher nichts anderes auch nur annähernd daran heranreicht. Mir war die Technik nach einigen Jahren einfach zu anstrengend, obwohl ich Meditation liebe. Falls die Rückwirkungen, die ich jetzt erlebe nichts mit Japa zu tun haben, sondern durch das aufgeben von Surat Shabt zustande kommen, würde es mir aber einfach prinzipiell widerstreben auf diese Art zur Wiederaufnahme meiner alten Praxis gezwungen zu werden.

Wollte nur wissen ob jemand schon ähnliches gehört hat

liebe Grüsse

om, shanti


om sagt:


Joy sagt:

Hi om :)
je nachdem welcher Linie man vom Surat Shabd Yoga folgt kann man schon
Asana üben, wenn auch von Pranayama eher abgeraten wird.
Im Surat Shabd Yoga wird der Fokus halt auf Meditation gelegt


Hallo liebe Yogis,


möglicherweise hat das Ganze aber auch ganz andere Ursachen. Werde es jetzt einige Zeit mit Maitri Bhavana bzw Metta - Meditation versuchen und auch rund um die Uhr diesen Zustand der Liebe, der auf das Wohlergehen und Glück aller Wesen ausgerichtet ist, aufrechterhalten. Vielleicht kann ich dadurch eine Besserung der Situation bewirken.


Danke euch auf jeden Fall für eure Unterstützung und guten Ratschläge


om shanti
mit der Begründung sich nicht im körperlichen zu verlieren.
Einfaches Pranayama oder einfache Übungen gelten auch noch als in Ordnung,
aber wird im fortgeschrittenen eher abgelehnt.

Ich beziehe mich im folgenden auf das Buch Der Pfad nach innen Band 3 von Kirpal Singh:
"Was Kundalini betrifft, so solltest Du ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenken, denn sie steckt voller Gefahren"
"Was die körperliche Seithe der Hatha-Yoga-Übungen betrifft, so ist es in Ordnung, ein paar einfache und leichte Übungen zu praktizieren, um die Gesundheit zu erhalten."

Ist halt eine andere Philosophie als Shivananda Yoga :)

Hatha Yoga und Surat Shabd Yoga schließt sich also nicht grundsätzlich aus,
und selbst wenn du dich auf den Beas Satsang berufst, hat Hazur Baba Sawan Singh
auch so etwas ähnliches gesagt :)
Die moderneren Meister evtl. nichtmehr so in der Form ^^



Hallo,
gebe dir absolut Recht, gegen ein paar Asanas zusätzlich, zu der recht umfassenden Meditationspraxis, hat sicher niemand etwas einzuwenden. Habe auch schon daran gedacht wieder Surat Shabt zu praktizieren. Fühle mich aber eigentlich ganz wohl bei den Hatha -Yogis.
Die Erfahrungen die ich mit meiner früheren Meditationstechnik gemacht habe, möchte ich keinesfalls missen, da bisher nichts anderes auch nur annähernd daran heranreicht. Mir war die Technik nach einigen Jahren einfach zu anstrengend, obwohl ich Meditation liebe. Falls die Rückwirkungen, die ich jetzt erlebe nichts mit Japa zu tun haben, sondern durch das aufgeben von Surat Shabt zustande kommen, würde es mir aber einfach prinzipiell widerstreben auf diese Art zur Wiederaufnahme meiner alten Praxis gezwungen zu werden.

Wollte nur wissen ob jemand schon ähnliches gehört hat

liebe Grüsse

om, shanti

Hallo liebe Yogis,

vielen Dank für die vielen aufmunternden Worte und konstruktiven Ideen.

Was mich in den letzte Jahren immer wieder beschäftigt, ist warum so vielen hochspirituellen Menschen so viel Leid widerfahren konnte, was ja nach der Karmalehre eigentlich nicht möglich sein sollte.
Jesus wurde ans Kreuz genagelt, Buddha vergiftet, Gandhi erschossen, hochspirituelle tibetische Lamas verfolgt und gefoltert, um nur einige Beispiele zu nennen.

Kann es möglich sein, daß wenn man versucht, in einer dualen Welt, nur den positiven Pol zu leben, also Liebe, Freude, Gleichmut, Glück, Zufriedenheit verkörpert, das Negative dann von Außen zuschlägt?

Hoffe weiterhin, daß wenn ich Liebe und Frieden verkörpere, mich auch in einer liebevollen und friedlichen Umgebung wiederfinde

om shanti

*Der Tod beendet dieses Drama.
Darum ist der Tod für einen Erleuchteten nichts Negatives sondern ein Durchgang zu einer anderen Situation."

Ein zentraler Gedanke im Surat Shabd Yoga ist: "Sterbe jeden Tag
und nehme dem Tod damit die Bitterkeit, damit am Lebensende nichts als Süße übrig bleibt"

:)
Ich wünsche Dir viel Liebe Freude und Erfüllung weiterhin :)

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