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Hari Om,

in einem anderen Thread hatte ich sinngemäß gelesen:

"..... Shiva war vielleicht sauer und aus diesem Grunde hat er es so und so gemacht ...."

Ich verstehe es so, dass Shiva einer der drei Gottheiten (Erschaffung, Erhaltung, Zerstörung) ist. Ohne diese Dreieinigkeit würde der Kreislauf der Erde nicht funktionieren.

Genauso, wie das Feuer auch zerstören kann, ist Shiva die Gottheit, die etwas zum Ende bringt, damit etwas neu entstehen kann, genauso, wie der Tod zur Geburt unerlässlich ist. 

Menschliche Emotionen passen daher nicht auf Gottbeschreibungen (auch wenn sie in Geschichten häufiger so vorkommen).

Sehe ich das so richtig, oder sollte ich meine Sichtweise korrigieren?

Om Shanti
Peter

Tags: Dreieinigkeit, Shiva, Zerstörung

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Ja, das siehst du so richtig. Shiva zerstört, gerade weil er das Leiden bekämpfen möchte. Sein kosmischer Tanz ist ein Tanz der Freude und nicht weil er schlecht gelaunt ist. Es kann nichts neues Enstehen ohne das vorher das alte zerstört wurde. So funktioniert halt die Natur.
Auch der Buddha erkannte das. Im Buddhismus spricht man ja von der Vergänglichkeit aller Dinge.
OM Namah Shivaya :-)

ich denke, eine kleine Änderung der Sichtweise würde dem Gesamtbild besser gerecht werden. Die sogenannten "Götter" sind nichts anderes als Aspekte in uns selbst. Genau genommen sind wir die "Götter" - aber wer würde sich schon als Gott bezeichnen wollen. Ich denke, wenn wir die Natur betrachten und das, was sie "herstellt", dann wird jeder nicht umhin kommen zu sagen, dass alles, was die Natur herstellt göttlich ist. Also auch die Menschen, denn sie sind ja Teil der Natur - richtig?
Und die menschlichen Emotionen sind eben die diesen Aspekten zugrundeliegenden Emotionen. Die Trennung zwischen göttlich und menschlich ist eher eine willkürliche (vielleicht ein Ausfluss des menschlichen Egos). Da sind so einige Dogmas im Denken der "Menschlichkeit", die diese Trennung aufrecht erhalten und nähren. Interesssanterweise sind die Wissenschaften schon einen Schritt weiter und haben diese willkürliche Trennlinie schon ein gutes Stück weit aufgelöst. Ich glaube das ist nur noch nicht "angekommen".

Die Korrektur wäre also so zu verstehen, dass wenn wir als Menschen über Gott Shiva (oder einen anderen dieser netten Wesen) sprechen, dann sprechen wir eigentlich über einen Aspekt von uns selbst in der 3. Person. Aber warum so komplex denken und reden? Wäre es nicht einfacher das "Kind" direkt beim Namen zu nennen? Das erfordert nur ein kleines bißchen umdenken, aber es müssen Dogmen fallen gelassen werden. Weg von "der andere ist verantwortlich" hin zu "ich bin verantwortlich". Schaffenskraft ist etwas göttliches und wir sind daher Schöpfer.

Viel Spaß beim Träumen mit Brahma
Hamsa
Ich fühle mich im Tantra gut aufgehoben und für mich hat Shiva eine andere Bedeutung, Shiva bedeutet für mich pures Bewusstsein. Für den Vedanta Anhänger ist das Brahman.

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