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Hallo liebe Yoga-Übende,

ich habe eine Frage zum Yoga (Hormonyoga) bzw. Atemtechnik und hoffe, dass mir
jemand weiterhelfen kannst. Ich praktiziere seit ca. 1,5 Jahren Yoga, was mir
in vielerlei Hinsicht sehr hilft. Da ich aber auch hormonolle
Probleme habe, versuche ich auch seit längerem immer mal wieder
Hormonyoga zu praktizieren. Immer wenn ich das jedoch tue,
kann ich nicht mehr schlafen. Ich weiß mittlerweile, dass das
mit der Bhastrika-Atmung zu tun hat, denn dasselbe passiert
mir auch, sobald ich die Feueratmung (Kapahlabhati) im Yoga mache, die ja ähnlich ist
- ich kann dann 1-2 Nächte darauf nicht mehr richtig schlafen, fühle mich
regelrecht aufgeputscht (vielleicht weil zu viel Energie
produziert wird?), weshalb ich die Feueratmung eigentlich auch schon
immer weglasse.
Mache ich etwas falsch u. wenn ja, wie kann ich das abstellen?
Denn ich mache Yoga großteils auch für die Verbesserung der Schlafqualität u.
das Gegenteil möchte ich ja nun nicht erreichen....
Was das Hormonyoga angeht, so überlege ich nun, es vielleicht mal mit
Luna Yoga zu versuchen, wo es ja meines Wissens keine Bhastrika-Atmung gibt.

Für eine kurze Antwort wäre ich sehr dankbar!

Namasté
Cendri

Tags: Bhastrika, Feueratmung, Schlaflosigkeit

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Om liebe Cendri.

Ich meine die Bewußtheit und Konzentration ist ausschlaggebend für die Wirkung.
Du solltest beim Üben in deinem Körper sein in dem du ihn spürst, und dann mit Bewußtheit und Konzentration üben.

Besonders morgens üben. Und sehr wichtig ist, da die Kapalabati (Bastrika) Übung aktivieren wirkt, dass du, mindestens 20 Min. Wechselatmung täglich übst, zur Harmoniesierung und Reinigung der Energiekanäle(Nadis) wo das Prana durchströmt. (Prana (Lebensenergie) sollte harmonisch fließen.
Wechselatmung vor dem Schlafengehen wirkt beruhigend, und hilft ins Gleichgewicht wieder zu kommen nach dem Alltag, da die Sonnen- und Mondenergie harmonisiert wird.

Namaste
Rafaela
Liebe Cendri und liebe Yogi(ni)s,

vereinfacht ausgedrückt: Energie = Ojas + Tejas + Prana.

Du hast nicht zu viel Energie, sondern ein Ungleichgewicht zwischen Ojas, Tejas und Prana.

Prana ist die essenzielle und nützliche Form von Vata. Du kannst nicht schlafen, weil Du von diesen
zwei Pranayama-Übungen ein Vata-Übersteuerung bekommst.

Hier mehr zu diesem Thema http://mein.yoga-vidya.de/group/vatayoginis

Namaste, Frieden, Licht und Liebe

Yogi108
Namaste, lieber Yogi108,

so wie ich es gelernt habe von Sukadev, gibt es zwei Formen von Energie. Die materielle Energie, sie ist ohne Bewußtsein, und die spirituelle Energie, sie besitzt Bewußtsein.
Prana, Tejas und Ojas entstehen aus den feineren, und energetischen ausprägenden fünf Elementen. Sie entwickeln eine Dynamik, die der Aspekten der Doshas entspricht, die unter den Begriffen Vata, Pitta und Kapha bekannt sind.

Prana ist spirituelle Lebensenergie. Prana ist verfeinertes Vata, sie ist die primäre Lebensenergie, die subtile Kraft der Luft, die die Grundlage von allen körperlichen und geistigen Funktionen ist. Prana ist die Voraussetzung für die Entwicklung höherer Bewusstseinszustände.

Tajas ist leuchtende Energie. Kundalini ist auch die erhöhte Energie des Tejas, das zentrale innere Feuer, Ursache für alle inneren Wandlungsprozesse. Steigt die Energie hoch, beschleunigt sich die spirituelle Entwicklung. Tejas ist feinstoffliche Essenz von Pitta, die innere Strahlung, die subtile Energie des Feuers, über die wir Eindrücke und Gedanken verdauen. Tejas ist für die Entfaltung einer verfeinerten Wahrnehmung und Unterscheidungskraft zuständig, ohne die eine geistige Entwicklung nicht stattfinden kann,

Ojas - die feinstoffliche Essenz aller Dhatus, Körpergewebe. Ojas ist sublimiertes Kapha, die subtile Kraft des Wassers, unsere vitale Energie-Reserve, die Essenz von verdauter Nahrung, Eindrücken und Gedanken. Innerlich fördert es Stille durch Kraft und unterstützt dadurch das geistige Wachstum.

Da Prana ein verfeinertes Vata ist, wird dieses Prana aufgespeichert. Ist das Vata, die Antriebsenergie aus dem Gleichgewicht, dann hilft die Wechselatmung. In der Hatha Yoga Pradipika wird gesagt, dass die Wechselatmung ein Zuviel von irgendeinem Dosha reduziert. Die Wechselatmung wird auch Nadi Sodhana, Reinigungsübung für die Nadis genannt. So kannst man auch Amas (Unreinheiten) in den Nadis, den feinstofflichen Energiekanälen mit dieser Übung reduzieren. Laut Raja und Hatha Yoga verhilft Wechselatmung zu geistiger Ruhe, Aktivierung beider Hirnhälften. Sie verstärkt Konzentration, Gedächtnis und Intuition.

Auch Asana die länger gehalten werden hamoniesieren das Vata. Besonders die Vorwärtsbeuge, der Drehsitz und der Pfau reduzieren ein Übermaß eines Doshas laut Hatha Yoga Pradipika.

Was meinst du dazu?

Liebe Grüße
Rafaela
Liebe Cendri und liebe Yogi(ni)s,

ich empfehle Dir die Bücher von Frawley:

http://mein.yoga-vidya.de/group/vatayoginis/forum/topics/buchempfeh...

Namaste, Frieden, Licht und Liebe

Yogi108

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