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Müssen Mantras eigentlich immer auf Sanskrit sein? Kann man auch mit einem deutschen "Satz" meditieren? oder gibt es sogar deutsche oder andere Mantras?

Tags: Mantra

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 3355 X ANGESCHAUT

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Ein guter Punkt Sabine!

Yoga Nidra - Swami Jnaneshvara Bharati

Audio CD
Publisher: Tranquility Productions
Language: English
ISBN-10: 0972471901
ISBN-13: 978-0972471909
Namaste & Hari Om
liebe Sabine

Holla, jetzt ist ja endlich richtig was los auf diesem blog,
es ist schön soviele Erläuterungen und Einsichten zu lesen.
Und alle haben gleichwohl recht und ergänzen das ganze Thema
in erfrischender und aufschlußgebender weise.

Mir hat besonders dein letzter Satz gefallen, nämlich das wir nicht
unsere Liebe allein für das Mantra und dessen Wiederholung verbrauchen
sollen, sondern, das wir dadurch vielmehr zum Kerngedanken vorstoßen können.
Dieser ist, durch das Mantra, Liebe zu Guru,Gott und das Leben zu entwickeln.
Die Gnade Liebe für diese drei zu entwickeln ist sonum bonum
all der Weisheiten der Weisen aller Zeiten.
Egal ob sie mit Sanskrit ( der Göttersprache ) vertraut sind,
oder sich in anderen Sprachen und Kulturen bewegen, es geht immer
letztlich um dieses eine Thema. Weisheit ist dorthin zu gelangen,
und von dort die Arbeit aufzunehmen, um das was man/frau richtig
erkannt hat den dürstenden zu vermitteln.

Nun ist es eine Frage von Karma und Dharma, ob wir uns bei Jesus,
Buddha oder Sri Krishna Chaitanya einlogen. Es ist bedingt durch unser
Karma und das was wir im letzten Leben erkannt und gelebt haben,
wo wir in diesem Leben weitermachen und uns wohlfühlen, naturgemäß
ist es bei jedem anders, gemäß seines erworbenen karmas.

Das was uns dann erfüllt und antreibt in diesem Sinne weiter zu forschen
und zu wirken, ist dann unser individuelles Dharma,
unsere heilige Pflicht und Aufgabe.

Das wir uns hier an diesem Ort über dieses Thema austauschen ist ja schon unser gutes Karma, auch wenn wir verschiedene Aspekte und Ansätze bevorzugen, bei genauerem Hinsehen stellen wir aber fest,
der Weg ist das Ziel, wir werden durch diesen blog bereichert
und immer wieder erleuchtet, was uns persöhnlich auch weiterhilft,
in die tiefen des mysteriums der Selbsterkenntnis einzudringen.

Wie in allem Gegenwärtigen die Vergangenheit sich auswirkt,
so ist die Gegenwart in allem Zukünftigen.
Im Heute, in diesem Augenblick, im Jetzt hast du es in der Hand, das Gesicht
deiner Zukunft zu bestimmen - durch rechtes Denken, Verhalten und Tun.
Der Einsichtige weiß es, erfährt es und reicht es weiter.

In diesem Sinne
MFG
Baba Acchedya das
aus der Antwort von mk vor 6 Stunden

"Zur Erinnerung: "Am Anfang war das Wort" - davor kommt der Gedanke.... und davor der Wunsch, Begierde, Drang nach Manifestation des Ego...."


Dein Glaubensbekenntnis lautet also: Am Anfangt war das Ego!

auf Sanskrit:

अहङ्करोऽग्र आसीत् ahaṅkaro'gra āsīt


Ist das Dein Ernst?


Was für authentische Yogis am Anfang war?

छान्दोग्य उपनिषद् chāndogya upaniṣad 3.19.1

असदेवेदम् अग्र आसीत् | तत् सदासीत् | तत् समभवत् |

asad evedam agra āsīt |tat sad āsīt |tat samabhavat |

Diese Welt war am Anfang nichtseiend |dieses [Nicht-seiende] war das Seiende. |Das(selbe) entstand.

Könnte ich nach Belieben fortsetzen.

Y.
Bitte um Gnade und Nachsicht, habe den Erklaerungsversuch offensichtlich nicht deutlich genug dargelegt, ganz klares NEIN, ist nicht mein "Ernst" und da dieser Versuch zu Missverstaendnissen gefuehrt hat, mache ich den Versuch es noch verstaendlicher zu machen nochmal.

Moechte aber auf keinen Fall intellektuelles Badminton spielen, wollte in erster Linie zu dieser Diskussion beitragen und helfen ein Frage, die ich fuer fundamental wichtig halte, zu beantworten und zu erklaeren versuchen WARUM Mensch das Sanskrit, den Wortgehalt, nicht unabdingbar verstehen muss!

Ist letztendlich wie bei Musik, da muss Mensch auch nicht der Notenschrift maechtig sein um Musik zu "verstehen", aehnlich verhaelt es sich bei Mantren.

Speziell bei Mantren wie -OM-, -OmHrimAh-, -SoHam-, -HamSa-, -TatTwamAsi-, -AhamBrahmaAsmi-, , -JaiRamSriRam- -Om Namah' Shivaje- etc.

Ich sehe den Zusammenhang zwischen dem fuer Mantren und Sakralgesaenge verwendeten Sanskrit und den Keimsilben in den Chakren wie folgend:

Im Zeitalter der Upanishaden (750–500 v. Chr.) wurd die Weltenseele Brahman und das individuelle Selbst, Atman, als Wesenseinheit begriffen, die das wahre Wesen der Welt repraesentiert.

Dieses Eine ist im Universum als Brahman, im Einzelindividium als Atman erkennbar. Als Ziel des Lebens gilt es hier, die Einheit von Atman und Brahman zu erkennen. Atman sei staendig existent und nie von der universellen Kraft, dem Brahman, getrennt, es veraendere sich nicht.

(Die indogermanische Sprachwurzel von Atman ist im deutschen Wort „Atem“ wiedererkennbar)

Das Brahman ohne die es verhuellende Taeuschung (Illusion), das Atman ohne Unkenntniss (Ignoranz) wurden in den Upanischaden als identisch erklaert (aprthak-siddhi).

तत्त्वमस्यादिवाक्येन स्वात्मा हि प्रतिपादितः ।
नेति नेति श्रुतिर्ब्रूयादनृतं पाञ्चभौतिकम् ।। २५।।

tattvamasyādivākyena svātmā hi pratipāditaḥ -
neti neti śrutirbrūyādanṛtaṁ pāñcabhautikam -25-


Die Mahavakyas, die das darlegen sind "Kennern"sicher bekannt.

In sofern ist es NICHT das Ego aber das was als "Jiva", wahre, reine Selbst, verstanden wird.'

Somit schliesst sich der Kreis - das Individium muss nicht unabdingbar den Sinngehalt von Mantren kennen um durch die "Magie" des Klanges allein zu Erkenntniss, Offenbarung, Erleuchtung, sagen wir zu Wiedererkennis, zu Besinnung, zu gelangen und bestimmte Klaenge, "Soundeffekts" vermoegen dabei aeusserst hilfreich zu sein, das versuche ich darzulegen.

- Union Mystica -

Ganz, ganz wichtig ist zwischen Ritualgesaengen, Lobhymnen, Gebeten und echten Mantren zu unterscheiden, ich sehe im Prinzip nur das Omkar -OM- und all die Keimsilben (Bija-Mantras) als echte Mantras an.

Das ist wiederum sicher diskutabel, das sind Erfahrungswerte, die mit Sicherheit keine universelle unabdingbare Tatsache darstellen, sondern nur die Summe von zahlreichen Erfahrungen wiederspiegelen, mit denen ich versucht habe der Eingangsfragestellerin und eventuell interessierten Mitlesern, behilflich zu sein und etwas mehr Licht in das Dunkel zu bringen und die Angelegenheit zu erhellen.

Gregorianische Sakralgesaenge, Orgelmusik, klassische indische Musik, Gamelan, Quawwali (Musik der Sufis) kommen da ein gutes Stueck ran... Musik allein erklaert so manches...







Nachtrag:

Sich mit Mantras und (wenn vorhanden) deren Sinn zu befassen, ueberhaupt Studium der essentiellen Schriften, wie z.B. Upanischaden, Puranas, Gita, gute spirtuelle Literatur (z.B. Vivekananda, Aurobindo, Krishnamurti, Swami Rama und unzaehligen anderen....), im allgemmein, schadet mit Sichherheit nicht und ist wesentlicher Bestandteil der 2. Stufe "Niyama" des achtfachen Pfades, Siddhanta shravana, Svadhyaya: - Selbststudium, Studium und "hoeren" der "weisen Worte" der "Meister" .... nicht das ich hier wieder "falsch verstanden" werde.



Namstasje!
Namaste & Hari Om
dear mk and friends

Unio Mystica
Die Einheit mit dem Himmel

Es ist super erleuchtend, den Tiefgang der Diskussion zu verfolgen.
Es wird ja immer besser und die Aussagen immer erquicklicher...
Danke für eure Zeit und Mühe.

Ja bei all den guten Gedanken kommt mir in den Sinn, das,
wer über sich selbst, sein Dasein, sein Sosein, sein Gewordensein,
sein Menschsein, das Wunderwesen, das sich ihm selbst darstellt,
nicht entzückt ist, nicht zur Anbetung seines unsichtbaren Schöpfers
und Vaters hingerissen wird, - der scheint noch dem Licht verborgen
und der inneren Erleuchtung nicht ansichtig geworden zu sein.

Der Erleuchtung ist es ja bekanntermaßen egal, wie wir sie erlangen.
Nicht egal sollte uns die innere Stimme sein, mit der Gott zu uns spricht.
Denn alles in der Erscheinungswelt spricht ja die einfache göttliche Sprache.
aber ohne einen Zeugen, da sie selbst das Zeugnis des Geoffenbarten ist.
Die göttliche Sprache ist die Gleichnissprache.
Wer die Laute versteht und erwidert, der versteht und spricht den Laut,
den Mantra, ob auf Sanskrit oder in einer ihm verständigen weise aus,
und erfährt eine innere Zufriedenheit, Verbundenheit und Einheit.

Die Sprachlaute der Völker trennen die Menschen.
Der eine Gotteslaut vereinigt alle und erhebt uns zum Verstehen.
Die Natur predigt in den Bildern der Weisheit.
Die Weisen predigen in den Bildern der Natur.
Diese Gegenseitige Übereinstimmung und harmonische Auswirkung der reinen,
einfachen und göttlichen Seele ist der unfehlbare Laut der Gottessprache.

Diese bewußte Wendung nach innen, dieses Lauschen in uns hinein,
führt zur Beherrschung der Sinne, führt zum verstehen der Göttersprache.
Sinne - Beherrschung wiederrum leitet uns zur Besinnlichkeit.
Besinnlichkeit erleichtert die Sinnerfüllung des Lebens.

Sicher, an Gott zu glauben, wirklich und wahrhaftig zweifel-los glauben,
kann nur ein Kind, eine befreite Seele, oder ein Übermensch.
Was dazwischen ist, bewegt sich zu sehr im Scheine,
zittert zu stark in der Unwahrheit und schwankt zu viel im Zweifel.
Das, was ich in Wahrheit bin, ist Gott, und da Gott die alleinige Wahrheit
in allem ist, so bin ich die Wahrheit, natürlich proportional, wenn ich Gott
in allem erkenne und mein göttliches Ich als Gottes Wesen akzeptiere.

Und zum guten Schluß ein gutes Wort der Weisheit

Die Wahrheit ist nirgends -- wo sie nicht erkannt wird.
Die Wahrheit ist überall -- wo sie erkannt wird.

In diesem Sinne
MFG
Acchedya das babaji
Namasté Acchedya,

weise Worte.
Vielen Dank für dieses Statement ;-))

Ganz lieber Gruß
Sabine
Namaste & Hari Om

dear Yogis & Yoginis

Habt Dank für eure Ermutigungen, dieser blog ist eine
wirkliche Bereicherung im schnell dahin fließenden Strom
der Zeit, wo jeder Tag oft ist schon, wie eine kleine Ewigkeit.

Friedrich Rückert, dieser in Deutschland in grauer Vorzeit
geborene Brahmane, war wie wir wissen ein Universalgenie
dem es leicht viel Sankrit zu lernen und besser noch, es richtig
zu verstehen, zu deuten und in deutsche Klangfarben zu transferieren.

Mit den Worten Gandhi's ausgedrückt ( wenn ich kein Licht mehr sah, schlug ich die Gita auf und fand immer wieder einen Vers der mich ermutigte und aufrichtete ) finde ich immer wieder bei Rückert einen
Vers, der mich ermutigt, erhebt und durchleuchtet.

Anbei zwei schöne Sankrit Übersetzungen von ihm, die meinen Mut
befeuern, mich immer mal wieder hier zu Wort zu melden,
auch wenn ich mich noch nicht, als vom Licht durchdrungen betrachte hoffentlich aber auf einem guten Weg dorthin unterwegs bin .......

" Den Menschen sollst du dich insoweit anbequemen,
Um jeden in der Art, wie er sich gibt, zu nehmen.

Nur selber jedes Art und Unart anzunehmen,
Insoweit sollst du dich den Menschen nicht bequemen."

" Gar viele Wege gehn zu Gott, auch deiner geht
Zu Gott, geh ihn getrost mit Preisen und Gebet.

Und laß dich nicht darin von denen irre machen
Die andere Wege gehn, und mach nicht irr die Schwachen."

Schön oder, wer Prosa liebt, findet bei Rückert eine Fülle von
Weisheiten des Brahmanen und diese lassen mehr als ahnen.
Verabschieden möchte ich mich heute mit einem berühmten Vers
von Rückert, der mir als praktizierender bhakti Yogist viel aussagt
über die vedische Kultur und seine Protagonisten damals wie heute.

" Ein indischer Brahman, geboren aus der Flur,
Der nichts gelesen als den Veda der Natur.

Hat viel gesehn, gedacht, noch mehr geahnt, gefühlt
Und mit Betrachtungen die Leidenschaft gekühlt.

Spricht bald, was klar ihm ward, bald um sich's klar zu machen
Von ihm angehnden halb, halb nicht angehnden Sachen.

Er hat die Eigenheit, nur Einzelnes zu sehn,
Doch alles Einzelne als Ganzes zu verstehen.

Woran er immer nur Sieht schimmern einen Glanz,
Wird ein Betkügelchen an seinem Rosenkranz. "

Da nur ein brahminisch ausgerichteter Geist die tiefe
Bedeutung der vedischen Kultur in gänze erfassen kann
wünschte ich mir mehr brahminische satvic Qualitäten
und noch mehr Anziehung und Hingabe für die Lehren der Gita.
Denn in der Gita scheint eine spirituelle Macht verborgen zu sein,
die uns helfen kann auf dem stairway to heaven voranzukommen.!

In diesem Sinne
MFG
acchedya das babaji
16. aham kratur aham yajñah svadhâham aham aushadham

mantro ‘ham aham evâjyam aham agnir aham hutam

Ich bin das Opfer, Gottesdienst, der Manen Trank, das heil'ge Kraut,
Das Opferlied, das Opferschmalz, das Feuer und die Spende ich!



17. pitâham asya jagato mâtâ dhâtâ pitâmahah

vedyam pavitram omkâra rk sâma yajur eva ca

Ich bin der Vater dieser Welt, bin Mutter, Schöpfer, Ahnherr auch,
Bin Lehre, Läutrung, heilges Om, bin Rik, Saman und Yajus auch.



18. gatir bhartâ prabhuh sâkshi nivâsah sharanam suhrt

prabhavah pralayah sthânam nidhânam bijam avyayam

Weg, Erhalter, Herrscher, Zeuge, Wohnort, Zuflucht und guter Freund,
Ursprung, Vergehen, fester Stand, der Schatz, der ew'ge Same auch.



Quelle:


Demnach sind Gita und Krshna Eins, wie alles Andere!
Nur das zu erkennen, zu begreifen faellt vielen schwer, obwohl es ganz einfach ist.
Nanmaste & Hari Om

Gott zum gruße
& alle Ehre Lord Hari.!

Wunderbar lieber mk, du zitierst ja das neunte Kapitel, Vers 16-18,
in der Tat, Gott ist in allen Dingen, Eins mit allem, nichts ist getrennt
von ihm zu sehen, er ist der wahre Zeuge im Herzen aller Lebewesen,
und er ist auf allen Kanälen und in allen Religionen gegenwärtig,
sonst wär er ja nicht der Höchste Herr .... lordy lordy

Im gleichen 9. Kap. Vers 22, finden wir eine weitere
Anschauliche Gleichung, dort heißt es.....

anasyas cintayanto mam
ye janah paryupasate
tesam nityabhiyuktanam
yoga-ksemam vahamy aham

But those who worship Me with devotion, meditating on My transcendental form -
to them I carry what they lack and preserve what they have.

Ja, selbst in halbgöttern wie Shiva und Vishnu ist er als Zeuge anwesend und
laut Bhagavad Purana verehren sich beide in Liebe und gegenseitigem Respekt.
Und ja, Liebe-bhakti involviert einen völlig neuen Blick auf das Absolute
und einen völlig neuen Weg, es zu begreifen.
Ihre Anfänge finden sich in der Svetasvatra und Kena Upanishaden,
die das unpersöhnliche Absolute in eine persöhnliche Gottheit transformierten,
indem sie ihr Namen und Persöhnlichkeit verliehen.
In der Svetasvatra Upanishad wird diese persöhnliche Gottheit Shiva
und in der Kena Upanishad Vishnu genannt.
Allerdings war die Bhagavad Gita Upanishad die wichtigste Einzelschrift,
die die bhakti zum bestimmenden Weg machte, mit den Göttern in Beziehung zu treten.

Gelehrte aller Zeiten verweisen darauf, das die rituellen und mystischen Traditionen
des varna-ashram-dharma oder modern ausgedrückt des Hinduismus,
in Werten und Ideen wurzeln, deren Struckturen ziemlich gegensätzlich sind.

Die rituelle Tradition deutet auf die Einbeziehung der Welt und ihrer
hierarchischen Ordnungsprinzipien.
Die mystische Tradition ist orientiertauf Entsagung von der Welt
und unterstreicht Universalismus und Monismus.
Letztlich formt diese Spannung zwischen beiden den modernen Hinduismus

Zur Zeit der Bhagavad Gita kämpfen beide Ideen und Philosophien um Vorherrschaft.
Im Lichte der Gegensätze zwischen beiden Wertauffassungen erlangen Prinz Arjuna
Zweifel und Sri Krishnas Interventionen in der Bhagavad Gita höchste Bedeutung.

Lord Krishna löst hier die strukturelle Opposition zwischen beiden Polaritäten
und läßt ganz neue Praktiken entstehen, in denen diese unversöhnlichen
scheinenden Prinzipien auf wunderbare weise existieren können.

Die Bhagavad Gita belegt einen wirklich einzigartigen Platz in der religiösen
Hindu Literatur und das nicht nur, weil sie die Zweifel Arjunas am Vorabend
des Mahabharata Kampfes zerstreute, sondern auch weil es den wesentlichen
ideologischen Konflikt des Hinduismus ausräumt.

Hin und hergerissen zwischen den Anforderungen der dharma-Pflichten seiner Kaste
und der Verlockung der Entsagung, bittet er Krishna um Rat.
Lord Krishna ist hier Prinz Arjunas Wagenlenker. Sein Bildnis bringt uns die Funktion
des spirituellen Führers zum Ausdruck, vollzogen in der menschlichen Gestalt
des höchsten Gottes in diesem Kampf des dharma.
Hier erscheint uns eine neue Botschaft und zwar die Botschaft
eines liebevollen persöhnlichen Gottes, der sich seinen devotees direkt zeigt
und mit seiner Botschaft den orthodoxen Brahmanismus von innen revolutioniert.

Somit ist die Botschaft Sri Krishnas, gleichzeitig Eins und verschieden
und man könnte sagen sie ist ..........

vidya vadhu jivanam

the life and soul of all education
and the source of complete knowledge.


In diesem Sinne
MFG
acchedya das babaji
Geht ja nicht anders, wenn Mensch mal drueber ernsthaft reflektiert, wird das Ergebniss immer auf eine Aussage der Mahavakyas hinauslaufen:

prajnanam brahma (प्रज्ञानम ब्रह्म prajñānam brahma) »Bewußtsein ist Brahman«
Aitareya Upanishad 3.3 (Rigveda.)

ayam atma brahma (अयम् आत्मा ब्रह्म ayam ātmā brahma) »Dies Selbst ist Brahman«
Mandukya Upanishad 1.2 (Atharvaveda.)

aham brahmasmi (अहं ब्रह्मास्मि aham brahmāsmi) »Ich bin Brahman«
Brihadaranyaka Upanishad 1.4.10 (Yajurveda)

tat tvam asi (तत्त्वमसि tat tvam asi) »Das bist Du«
Chandogya Upanishad 6.8.7 (Samaveda)

Was Brahman, Krshna, all die anderen Namen, Bezeichnungen, Titel, bis hin zu Amon, Ra, Manitou, Jahwe, Wotan, Thor, Allah und Gott - der EINEN Erscheinungsform, die sich in Myriaden von Erscheinungen selbst verkoepert, anbetrifft, so ist es immer die gleiche Essenz, unveraenderliche, unendliche, immanente und transzendente Realitaet welche den Grund aller Materie, Energie, Zeit, Raum, Sein und Alles ueber dem physikalisch erfassbaren Universum darstellt es ist der Wesenskern aus dem ALLES hervorgeht und wieder zurueckfliesst - Einatmen, Ausatmen, Expansion, Kontraktion, Systole, Diastole von Bindu to Ojas!

Es ist Akshara. "ohne Zerstoerung, das was ewig ist, ohne Anfang und ohne Ende" die Verschmelzung der Kombination von Atman und Paramatman.

Brahman ist reines Sat-Chit-Ananda (Sein-Bewusstsein-Glueckseligkeit)

"arvam khalvidam brahma" - (wahrlich, alles ist Brahman)

– Chandogya Upanishad (2.14.1) -


"Von Sinnesbanden unbeschraenkt, erglaenzt es wie durch Sinneskraft. Es traegt das All, und unberuehrt geniesst es jede Eigenschaft. Ist in und ausserhalb der Welt, fest und beweglich, Ardschuna, so fein, dass niemand es gewahrt. Es ist zugleich entfernt und nah. Zerteilt durchdringt die Wesen es und bleibt in Wahrheit ungeteilt. Erhaelt ihr Sein durch seine Kraft, schafft und zerstoert sie unverweilt. Das Licht der Lichter heisst man es, das jenseits allen Dunkel thront, Erkennen und Erkenntnisziel; in jedes Wesens Herz es wohnt."

– Bhagavad-Gita (13.14-17) -


-Hari Om tat sat-

Die heutige Wissenschaft, Astrophysiker bestaetigen das mit primordialer Nukleosynthese, oder Ylem, schon Aristoteles "kratzte" an der Idee "Hyle" (ὑλῆ ) herum, das Brahman, Sri Krshna, Vshnu, Shiva, Shankara, Rama, Lakshman, Shatrughana, Lakshmi, Durga, Kali, Mahishvara und all die Myriaden von Goettern, Goettinen, Nebengoettern, in allen Geschoepfen und Geschoepften offenbart sich dieses Eine, Wahre durch sich selbst, d.h. entdeckt sich selbst immer wieder, durch seine ureigensten Offenbarungen, Ras lila!


Letztendlich jedoch, laeuft jeder verbaler Versuch das Unerklaerliche zu erklaeren auf: "neti neti (नेति नेति) »Nicht so, nicht so oder nicht Dies, nicht Das!« hinaus...

Wir Menschenkinder unterliegen all zu oft der Neigung uns von den dualen, gegensaetzlichen Erscheinungsformen, der primaeren Naturkraefte (Prakriti-Tamas, Rajas, Sattva), immer und immer wieder an der Nase herumfuehren zu lassen, ist aber genau genommen auch nur Rasa Lila.

Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram...Jai Ram, Sri Ram, ja, jai Ram, Jai Ram, Sri Ram....namo, namaha, namo..!


Namastasje!
Namaste & Hari Om

dear prabhu

Mantras auf Sanskrit.!

Jai Ram, Sri Ram, Jai Jai Ram,
Sri Govinda-Hari Nam

Recht so, bei neti neti , liegen wir völlig auf einer Linie.

Wir können mit unserem bedingten Verstand das letzte Geheimnis
der Natur Gottes nicht gänzlich erfassen und deshalb wird auch im
Brhan-Naradiya-Purana gesagt, daß im Kali Yuga,
( dem gegenwärtigen yuga oder Zeitalter ) wo die Menschen kurzlebig,
langsam in spiritueller Verwirklichung und ständig von verschiedenen Ängsten
verfolgt sind, das beste Mittel zur spirituellen Verwirklichung
das Chanten der heiligen Namen des Herrn ist.

harer nama, harer nama, harer namaiva kevalam,
kalau nasty eva, nasty eva nasty eva, gatir anyatha.


In diesem Zeitalter des Streites und der Heuchelei ist das einzige Mittel
zur Befreiung das Chanten der heiligen Namen Gottes.
Es gibt keinen anderen Weg, keinen anderen Weg, keinen anderen Weg.

Jai Ram, Sri Ram, Jai Jai Ram

Alle diese Mantras auf Sanskrit, sind wie Du schon richtig gesagt hast,
nur ein Vehicke, die alle auf das Eine hinweisen, dies Eine Unveränderliche
hat im laufe der Menschheitsgeschichte viele Namen, Mantren und
Bezeichnungen erfahren und alle Religionen haben sich bestens daran
abgearbeiter. Auch die jnanis, yogis und bhaktas der vedischen Tradition
aus dem arya-varta lande haben ihre vielfältigen Kommentare und Erklärungen
dazu gegeben, um uns zu helfen den roten Faden wieder auf zu nehmen.

Ein sicherer Hafen scheint mir deshalb die Lehre der Bhagavad Gita,
weil Sie versucht uns alle mitzunehmen und zu erheben, egal welcher
Traditionfolge und Sampradaya wir uns anheim gegeben haben.

Ein kleines Beispiel mag dies verdeutlichen
Gita 9. Kapitel ( das vertraulichste Wissen )
Vers 22-23-24-25-26-31-

Dem aber, der nur mich verehrt,
Der mir zu dienen stets bereit,
Gewährt ich nicht vergänglichen,
Nein, ew'gen Gutes Sicherheit.

Der, welcher andern Göttern dient,
Der dient in höherm Sinn mir auch,
Wenn er es ganz von Herzen tut,
Weicht er auch ab vom richt'gen Brauch.

Denn jedes Opfer gilt ja mir,
Und jedes Opfers Herr bin ich,
Doch kehren sie zur Welt zurück,
Weil sie nicht wahrhaft kennen mich.

Zu Göttern geht, wer sie verehrt,
Zu Ahnen, wer sie ehret, ein,
Zu Geistern, wer den Geistern dient,
Zu mir, wer mich verehrt allein.

Wer mir mit fromm-ergebnem Sinn,
Blatt, Blüte,Frucht und Wasser gibt,
Von dem nehm gern ich dieses an,
Wenn er mich über alles liebt.

Bald wird er reinen Herzens dann,
Und geht zum ew'gen Frieden ein,
Denn niemals wird, das glaube mir,
Wer mir vertraut, verloren sein.

Hari Om tat sat

Ist es nicht letztendlich so, das wir gemäß unseres karmas,
bei einer dieser Sampradayas einlogen und oder hängenbleiben,
weil sie uns vertraut und überaus verständlich erscheint,
und weil wir wohl in unserer letzten Inkarnation
dort aufgehört haben uns zu verwirklichen.

Was meint der Pandit,
lieg ich damit falsch oder richtig.?

In diesem Sinne
MFG
acchedya das babaji
werter acchedya das babaji,

erhebe im Namen des ehrwuerdigen Priya Nath Karar bekannt als Sri Yukteswarji Giriji Maharaji, der Guru von Paramhansa Yogananda, aus der Guruparampara die letztendlich auf Haidakhan oder Herakhan Mahavatar Babaji zurueckfuehrt, Einspruch zu dem allgemein verbreiteten Irtum ueber die Yugas und (Mah'ischvara sei Dank!) befinden wir uns NICHT mehr im Kali Yuga, sonden im Dwapara Yuga!

Bitte nimm folgenden Text zur Kenntniss:

Sri Yukteswar's introduction to The Holy Science includes his explanation of the Yuga Cycle – revolutionary because of his premise that the earth is now in the age of Dwapara Yuga, not the Kali Yuga that most Indian pundits believe to be the current age.[4] His theory is based on the idea that the sun “takes some star for its dual and revolves round it in about 24,000 years of our earth – a celestial phenomenon which causes the backward movement of the equinoctial points around the zodiac.”[1] The common explanation for this celestial phenomenon is precession, the ‘wobbling’ rotating movement of the earth axis. Research into Sri Yukteswar’s explanation is being conducted by the Binary Research Institute.

He further states that:

The sun also has another motion by which it revolves round a grand center called Bishnunavi which is the seat of the creative power Brahma, the universal magnetism. Brahma regulates Dharma the mental virtues of the internal world. When the sun in its revolution round its dual come to the place nearest to this grand center the seat of Brahma (an event which takes place when the autumnal equinox comes to the first point of Aries) Dharma the mental virtue becomes so much developed that man can easily comprehend all, even the mysteries of Spirit.[1]

In The Holy Science, Sri Yukteswar concludes that we are currently in the beginning stages of Dwapara Yuga, which began around 1699 A.D. This now puts us in the year 310 Dwapara according to Sri Yukteswar. Thus, we are moving closer to the grand center, and will pass into Treta Yuga around the year 4099 A.D.[1]

..........

“The position of the world in the Dwapara Sandhi era at present (A. D. 1894) is not correctly shown in the Hindu Almanacs. The astronomers and astrologers who calculate the almanacs have been guided by wrong annotations of certain Sanskrit scholars (such as Kullu Bhatta) of the dark age of Kali Yuga, and now maintain that the length of Kali Yuga is 432,000 years, of which 4994 have (in A D. 1894) passed away, leaving 427,006 years still remaining. A dark prospect! And fortunately one not true.”


* “The Eternal Father God Swami Parambrahma is the only Real Substance, Sat, and is all in all in the universe.”

* “Man possesses eternal faith and believes intuitively in the existence of a substance, of which the objects of sense – sound, touch, sight, taste, and smell, the component parts of this visible world – are but properties….The Eternal Father God, the only substance in the universe is, therefore, not comprehensible by man of this material world, unless he becomes divine by lifting his self above this creation of Darkness Maya.”

* “In this way when man understands by his Parokshajnyan the nothingness of the external world, he appreciates the position of John, the Divine personage who witnessed Light and bore testimony of Christ after his heart’s love, the heavenly gift of Nature, had become developed. Any advanced sincere seeker may be fortunate in having the Godlike company of some one of such personages who may kindly stand to him as his Spiritual Preceptor, Sat Guru, the Saviour. Following affectionately the holy precepts of these divine personages, man becomes able to direct all his organs inward to their common center – Sensorium Trikuti or Sushumnadwar, the door of the interior – where he comprehends the voice, like a peculiar knocking sound the Word Amen, Aum, and the God-sent luminous body of Radha, called John in the Bible.”

* “When all the developments of Ignorance are withdrawn, the Heart being perfectly clear and purified no longer merely reflects the Spiritual Light but receives or manifests the same, and thus being consecrated and anointed becomes the Sannyasi or Christ the Saviour.”

* “Through this Saviour, the Son of man becomes again baptized or absorbed in the stream of Spiritual Light and coming above the creation of Darkness Maya, enters into the spiritual world and becomes unified with Abhas Chaitanya or Purush, the Son of God, as was the case with Jesus of Nazareth. This is the state when man is saved for ever and ever from the bondage of Darkness Maya.”




Mir ist dieses Buch seit den 70gern bekannt, kaum einer moechte diesen Umstand wahrhaben, wobei es ein riesen Glueck ist, das dieser Berechnungsfehler einst gemacht, und auf anraten Lahiri Mahasaya's, dem Guru Yukteswars, dann durch Sri Yukteswarji berichtigt wurde!



.....................................................

Mit deinem Verweis auf die Sampradyas und durch unsere Konditionierung bedingtes einloggen liegst du sehr wohl richtig, dastimm ich dir zu, nur das geschieht allerdings auf der, durch das Karma vorbestimmten Schiene. Die letztendlich und (Mah'ischwara sei Dank!) nicht unumgaengliche Realitaet darstellt, sondern nur ein Schine ist, die nicht unabaenderlich gefahrenwerden muss!

Folgender Auszug (aus deinem Beitrag)..bestartigt das:

...."Es wird jedoch hier, ich res=zitiere nochmal:
Zu Geistern, wer den Geistern dient,
Zu mir, wer mich verehrt allein.

Wer mir mit fromm-ergebnem Sinn,
Blatt, Blüte,Frucht und Wasser gibt,
Von dem nehm gern ich dieses an,
Wenn er mich über alles liebt.

Bald wird er reinen Herzens dann,
Und geht zum ew'gen Frieden ein,
Denn niemals wird, das glaube mir,
Wer mir vertraut, verloren sein."..


Hari Om tat sat

(Diese Schloka hat mich heute Morgen zu Traenen geruehrt...!, '(Ram', Ram', Ram', Jai Ram)



...irgendwo, ich weiss leider nicht mehr genau wo, meine es war in der "Autobiographie eines Yogi" wird bestaetigt, das der, der im "Strom des heiligen OM" (wieder) getauft wurde von seinem Karma befreit wird!

Wer weiss, wer weiss was Johannes der Taeufer damals am Jordan machte, ob die "Taufen" tatsaechlich im Jordan stattfanden.... was das Baden im Ganges oder anderen "heiligen Fluessen" wirklich auf sich hat, ist nicht alles was in den Schriften steht als "bare Muenze" (not to be taken literally!) zu nehmen, oft ist der Kern der eigentlichen Aussage verhuellt...


-Om- hara, hara mahadev' - kashi vishvanata ganga"!


Namastasje!

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