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Tratak dürfte den meisten bekannt sein. Eine Kriya-Reinigungsübung, z.B. das Starren auf eine Kerze. Dadurch, dass immer mehr Menschen durch ihre Tätigkeit am PC mit den Augen ehe mehr starren, als umherblicken, kommt es wohl dazu, dass die Augen bei einigen PC- Süchtlingen permanent tränen.Bei denen wäre dann Tratak wohl eher schädlich? Trotz regelmäßiger Augenübungen, die die Vorraussetzung für Tratak schaffen. Wie seht ihr es und gibt es einen Augenarzt unter euch, der dazu Stellung nehmen könnte?
Lieben Gruß von Petra Rattay

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Namaste,

du gehst von falschen Voraussetzungen aus,Petra. Gerade in der PC-Zeit hat die Tratak Übung ihren Sinn- noch mehr als vordem! Bei der PC-Arbeit sind der Geist/die Augen im "Monkey-Modus": Verfolgen von Filmen, suchen nach Informationen, berufsbedingt Tabellen erstellen, einkaufen etc etc. Verhaftung an "geistlosem" (nicht abwertend gemeint-oder nur ein bißchen ;-) ) in 99,9%der Fälle.

Bei der PC-Arbeit führen die Augen ständig Mikrobewegungen aus (Sakkaden) , bunte bewegte Bildchen zwingen zu einer ständigen Fixationsänderung, Textzeilen müssen bei schlechtem Kontrast/Farbverhältnis ständig mit Suchbewegungen im Leseverhalten fixationsüberprüft werden:Mit einem Wort -hier leisten die Augen brachiale Arbeit .

Gerade die Tratak-Übung führt hier Geist und Körper wieder zusammen: Achtsamkeit, Ausdauer nur dem einem Objekt gegenüber . Nach dem Augenschluss die Visualisierung des Objektes als geistige Reflektion des Sehvorganges und die Einbettung in den Energiefluss.

Dies harmonisiert die Körperfunktionen mit dem geistigen Prozess.Die körperlichen Voraussetzungen werden gestärkt: die Tränendrüsenfunktion wird angeregt, der Tränenfilm wird qualitativ besser/belastbarer . Die Augenmuskeln erhalten eine Übung in der Zielfixierung ohne informatorische Ablenkung. Augenmuskelungleichgewichte geringerer Art (Phorien) werden ausgeglichen.

Kurz und gut: Tratak-nie war es wertvoller als heute :-)

Clemens
Namaste,
interessante Frage. Meine erste Reaktion war: Ohn nein. Bloss nicht. :)
Danke auch an Clemens für die schöne Ausführung.

Ich als (ehemaliger/saison) Bildschirmvielarbeiter habe mir in der Kindheit einen schönen Augenschaden zugezogen. Stundenlang vor einem Fernsehr gehangen und Computerspiele gezockt. Später dann täglich bis zu 10h Arbeit am Rechner. Durch die Falchbildschirme ist schon eine deutliche Besserung eingetreten. Ich kann nur zu diesen Geräten raten. Wer heute noch mit Röhre unterwegs ist, der tut sich in meinen Augen (Wortwitz) keinen Gefallen.

Nach dieser abschweifung komme ich zu meiner Einleitung zurück. Bloss nicht Tratak aufgeben. Alle Yoga Augenübungen (Besonders auf den Daumen/Wand scharf stellen) können sehr viel in der Prävention leisten. Ich könnte mir nämlich vorstellen das jemand der regelmässig an diese Übungen von seinem Yogalehrer in Worten und Praxis erinnert wird am Computer, wenn die Augen schmerzen eine kleine Pause einlegt. Die Bewegungen findet die er benötigt. Blinzelt. Und dann weiterarbeiten kann. Besser wie ohne Blinzeln starr stunden lang auf den Monitor glotzen. Ich sehe es in jeder Klasse Azubis die ich betreue. Bei jeder Schulung. Es wird nicht geblinzelt. Die Augen trocknen aus.

Tratak kann so viel schönes uns positives bewirken. Für mich eine der wunderbarsten Einführungen in die Meditation (neben Gehmediation in der Natur). Ich bin durch meine Kindheit sehr auf Kerzen und Weihnachten im positiven Konditoniert. Ich rieche die Kerze und gelange noch heute in eine sehr ruhige Stimmung. Empfange viel schöne Energie. Es tut mir sehr gut. Auch die Konzentrationsübung tut mir gut. Und im Alltag ist es mir eine kleine Erinnerung gelegentlich Pause zu machen ... und manchmal halte ich in meinen Klassen eine längere Ausführung "wie der Arbeitsalltag schmerzfrei gestaltet werden kann"

om shanti
Danke dir Clemens, das hast du sehr anschaulich beschrieben! Die Idee kam nicht von mir, eine Teilnehmerin, sie arbeitet in der Augenklinik, meinte Tratak sei in der heutigen Zeit kontraindiziert.
Ich selbst liebe Tratak, aber eher wegen der anderen Wahrnehmung, die diese Übung auslöst.
OM Shiva Petra

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