mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Hallo liebe Leute,
nach meiner Meditation grüsse ich die Meister mit dem " om bolo satguru shivananda..." Es gibt, so viel ich weiß, auch den Gruß an das Göttliche in mir. Kann mir jemand sagen, wie der auf Sanskrit lautet?
Liebe Grüße
Birgit

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 224 X ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Einatmen - anhalten und - om baba nam kevalam - lautlos im Gedanken 1x rezitieren - weiter atmen.

Lieber D. Jahnke,
herzlichen Dank für das schöne, klangvolle Mantra. Dennoch bin ich noch nicht zufrieden. Das Wort Baba in dem Mantra ist für mein Gefühl stark männlich geprägt. Das Göttliche in mir empfinde ich universeller, es beinhaltet männliche wie auch weibliche Aspekte. Gibt es noch etwas anderes, etwas was umfassender ausgerichtet ist?
Liebe Grüße
Birgit

Das Erleuchtete ist immer Neutrum und zeigt sich als männlich & weiblich in allen Form gekleidet. Um IHM zu begegnen, ist es hilfreich eine Form zu wählen die dem menschlichen Sinnes empfinden auch anspricht. Es ist nicht leicht dem absolut Formlosen Ehre zu erweisen - Brahman.>> om sarvam brahmamayam namah >>om tat sat

Birgit sagt:

Lieber D. Jahnke,
herzlichen Dank für das schöne, klangvolle Mantra. Dennoch bin ich noch nicht zufrieden. Das Wort Baba in dem Mantra ist für mein Gefühl stark männlich geprägt. Das Göttliche in mir empfinde ich universeller, es beinhaltet männliche wie auch weibliche Aspekte. Gibt es noch etwas anderes, etwas was umfassender ausgerichtet ist?
Liebe Grüße
Birgit

Es gibt noch eine Zeile die lautet etwa:

Jetzt noch Gruß an alle Meister:
Sarva santan aqui.

Habe keine Ahnung ob es richtig gescchrieben ist und was es genau heißt.

Doch wenn es ein Gruß an alle Meister ist, kann sich eigentlich auch jeder angesprochen fühlen.

Hallo ihr Lieben
Danke für die weiteren Möglichkeiten. Was bedeutet das Mayam hinter dem Brama? Was bedeutet das Sarva santan aqui genau und wer kennt die genaue Schreibweise, oder ist es richtig so?
Bevor ich mich auf einen regelmäßigen Gebrauch einlasse, möchte ich es möglichst klar haben.
Liebe Grüße
Birgit

mayam - bedeutet: bestehend aus. sarvam = alles, alle, vollständig... santan - ist ein Begriff der Ewigkeit. Und aqui, so geschrieben gibt es nicht im sanskrit, da es kein q im sanskrit gibt.

Birgit sagt:

Hallo ihr Lieben
Danke für die weiteren Möglichkeiten. Was bedeutet das Mayam hinter dem Brama? Was bedeutet das Sarva santan aqui genau und wer kennt die genaue Schreibweise, oder ist es richtig so?
Bevor ich mich auf einen regelmäßigen Gebrauch einlasse, möchte ich es möglichst klar haben.
Liebe Grüße
Birgit

Der sogenannte Gruß an die Meister ist kein Sanskrit sondern Hindi, oder manchmal Hindi mit einzelnen Sanskritwörtern. Er ist weniger ein Gruß als ein Segens- und Heilswunsch. Die anleitende Person spricht dabei bis "ki", die Gemeinschaft vervollständigt mit "jay!", was wörtlich Sieg oder Triumph bedeutet. Man kann es auch mit "hoch lebe der Meister xy!" übersetzen. Das "ki" ist nicht mehr als die Genetivendung im Hindi.

Solche (und ähnliche) Ausrufe mit "jay" werden in Indien häufig gebraucht, auch um jemandem ein Lob auszusprechen, aber vor allem, um Meistern, Gurus und Gottheiten Ehre zu erweisen. Ich wage es zu bezweifeln, daß es angebracht wäre, sich selbst mit einem derartigen Spruch zuzujubeln.

sanaatana सनातन heißt ewig, immerwährend (wie z.B. im sanaatana dharma).
Was hier gemeint ist, heißt "sarva santana ki"..."jay!", "alle Heiligen sollen hochleben!" (सन्त = heilig oder Heiliger)

Hallo, ja das ist es.

"sarva santana ki"..."jay!", "alle Heiligen sollen hochleben!"

Danke für den Nachweis und die Erläuterung.

Genau das meine ich.

Sind wir alle heilig?

Teils teils...

Es wird gesagt das alle Wesen dem Samadi zustreben.

Manche sind näher dran manche weiter weg.

Doch hin kommen alle am Ende.

Om Om Om und Danke - Diamir ° Nanga Parbat

Nityananda sagt:

Der sogenannte Gruß an die Meister ist kein Sanskrit sondern Hindi, oder manchmal Hindi mit einzelnen Sanskritwörtern. Er ist weniger ein Gruß als ein Segens- und Heilswunsch. Die anleitende Person spricht dabei bis "ki", die Gemeinschaft vervollständigt mit "jay!", was wörtlich Sieg oder Triumph bedeutet. Man kann es auch mit "hoch lebe der Meister xy!" übersetzen. Das "ki" ist nicht mehr als die Genetivendung im Hindi.

Solche (und ähnliche) Ausrufe mit "jay" werden in Indien häufig gebraucht, auch um jemandem ein Lob auszusprechen, aber vor allem, um Meistern, Gurus und Gottheiten Ehre zu erweisen. Ich wage es zu bezweifeln, daß es angebracht wäre, sich selbst mit einem derartigen Spruch zuzujubeln.

sanaatana सनातन heißt ewig, immerwährend (wie z.B. im sanaatana dharma).
Was hier gemeint ist, heißt "sarva santana ki"..."jay!", "alle Heiligen sollen hochleben!" (सन्त = heilig oder Heiliger)

Lieber Nityananda,
ich bin ganz Deiner Meinung. Eine Beweihräucherung der eigenen Person ist nicht angebracht. Es geht mir um den göttlichen Kern, kann man den nicht auch als Atman bezeichnen? Jener Kern, der mehr oder weniger bewusst im Menschen schlummert, der immer im Austausch steht mit dem allumfassenden Brahman. Den möchte ich huldigen, um mich stärker mit ihm zu verbinden, um vielleicht auch ein höheres Bewusstsein entwickeln zu können.

Es gibt viel Begriffserklärungen für das Göttliche im Menschen, je nach Funktionsaufgabe - jîvâtman - ist eine, also der verkörperte Göttliche Kern - âtman - im Menschen. Als der ewige Wagenlenker in allen Menschen, ist Er sanâtana sârathi. Oder als purusha = Mensch, Geist reines Bewusstsein - transzendentes Selbst, ein vedânta Begriff als synonym für den âtman. Oder - Paramâtman - die Überseele von allem, Allgegenwärtig, Allmächtig u. Allwissend. So spricht der Erhabene in der bhagavad gîtâ: 10,21 Unter den Nachkommen der Unendlichkeit bin ich Vishnu, Unter den Lichtern die strahlende Sonne, unter den Windgöttern bin ich Marīchi, unter den Himmelskörpern bin ich der Mond. Von den großen Rishis bin ich Brigu, von den Invokationen die Eine Silbe Om, von den Weihehandlungen die Verehrung durch Mantra-Wiederholung, von den unbeweglich Dastehenden der Himālaya. Ich bin der Brihat-Sāman unter den vedischen Liedern, die Gāyatrī unter den Versmaßen. Auf unzählige weise kann das eine Göttliche Wesen verehrt werden, je nach Temperament eines Menschen.

Dem göttlichen Kern kommt man näher, indem man die Hüllen durchdringt bzw. ablegt. Alles, was zum Ego gehört, verhüllt und verdunkelt das innere Licht. Auch Namen und Worte sind Hüllen. Es ist ein sehr langer Weg.

Die verschiedenen Ehrerweisungen an die Meister am Ende einer Praxis dienen vor allem der Relativierung der eigenen Person. Es soll z.B. kein Stolz darauf entstehen, wie perfekt gerade die Asanas absolviert wurden, oder wie genial unterrichtet wurde (oder kein Neid, kein Ärger, keine Enttäuschung). Die Würdigung ist ein Dank an den Meister, Guru, die Gottheit. Jegliche Praxis kann das Ego stärken, auch wenn sie (natürlich) nicht so gemeint ist. Daher trägt der kleine Spruch am Ende auch ein wenig zur Demut und Positivität bei - so sehe ich das. Eine Flöte muß hohl, leer sein, damit sie ein funktionierendes Instrument werden kann.



Birgit sagt:

Lieber Nityananda,
ich bin ganz Deiner Meinung. Eine Beweihräucherung der eigenen Person ist nicht angebracht. Es geht mir um den göttlichen Kern, kann man den nicht auch als Atman bezeichnen? Jener Kern, der mehr oder weniger bewusst im Menschen schlummert, der immer im Austausch steht mit dem allumfassenden Brahman. Den möchte ich huldigen, um mich stärker mit ihm zu verbinden, um vielleicht auch ein höheres Bewusstsein entwickeln zu können.


Gedanke des Tages von Robert Betz

Mittwoch
24
JANUAR 2018 04. Woche
Dein liebendes, annehmendes JA zu dir selbst, zu deinen Mitmenschen, zur Welt und zum Leben auf diesem Planeten öffnet die Tür zur Veränderung dieser Welt und zur Wiederverbindung mit der Quelle.

Antworte auf diese Diskussion im Yoga Forum

RSS

© 2018   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen