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Hallo

Ich mache jetzt seit 14 Tagen die Körperübungen. Ich nehme die 1h für vollständige Anfänger, also das Video mit den Anleitungen von Sukadev.

Jetzt hab ich paar Fragen, die mir so mal aufgefallen sind beim Üben:

1. Bauchatmung

Erstmal ne Frage zum Verständnis. Mache ich aktiv beim ausatmen den Bauch nach innen? Ziehe ich also bewusst den Bauch ein?
Je nach Antwort, kommen dann weitere Fragen von mir....:)

2. Sonnengebet

Ab wann nehme ich das Sonnengebet mit in mein Übungsprogramm?
Ich hab es schon probiert und ich schaffe es nicht richtig, das ich gleichzeitig Brust, Knie und Stirn auf den Boden halten kann. Ich bekomme bei dieser einen Stellung die Brust nicht auf die Erde, geht nicht......:(
Was mache ich dann in solch einem Fall? Und, komm ich jemals in den Genuss, das ich die Brust auf die Erde bekomme; ist es nur Übungssache?

3. Bein und Bauch zittern

Ich habe festgestellt, das meine Beine zittern, wenn ich den Schulterstand übe.
Nun würde ich mal behaupten, das es nicht an mangelnder Kraft liegen kann. Hat vielleicht jemand ne Erklärung für diese Form von Zittern?
Das selbe ist mir bei Bauchmuskelübungen aufgefallen. Der Bauch zittert, ist aber nicht ermüdend oder so. Also ich kann das auch länger halten, die Stellungen, so ist das nicht. Nur das zittern nervt dann doch.
Meine These, mangelhaftes Vertrauen zum Körper, innere Anspannung und Koordinations-Defizit. Könnte ich damit richtig liegen?

4. Wann wechsle ich zum Video, für fortgeschrittene Anfänger?
Wie gesagt, ich mache die Anfänger Übungen jetzt 14 Tage und mindestens 1mal pro Tag.

So, und nun noch was ich positives festgestellt habe....:)
Meinem Rücken ging es wohl nie besser. Ich hätte es nie für möglich gehalten, das Dauerschmerzen keines wegs zum Leben dazu gehören......
Die ersten Tage hatte ich definitiv Probleme mich zu motivieren. Aber jetzt, ist so was wie Selbstverständnis eingekehrt, so würde ich das mal nennen wollen.

Ich würde mich über Tipps und Meinungen sehr freuen.
Viele Grüße
Kai

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Namaste Kai,

finde ich super, dass du so engagiert übst und dass du auch schon die Belohnung dafür selbst erfahren hast, indem dein Rücken dir mitteilt, wie wohl er sich fühlt. Das ist doch ein phantastisches und sehr schnelles Resultat, geradezu bilderbuchmäßig, gratuliere! Das bestätigt ja auch, dass die Stellungen genau richtig sind für deinen Körper und dass du sie wohl auch sehr gut ausführst :-)).

Wie schön, dass unser Meister Sukadev so viele Anfänger-Videos gedreht hat, hast du die anderen auch schon angeschaut bzw. ausprobiert? Ich würde sie alle durchprobieren - warum? Weil die Ansagen sich (mitunter) etwas unterscheiden und meist von unterschiedlichen Yoginis ausgeführt werden. Manchmal sieht man dann die Übungen in etwas anderem Licht, vielleicht erkennst du verschiedene Details, die du bei deinem weiteren Üben dann ändern, eventuell verbessern könntest, die Kurzfilmchen von 10 oder 20 Minuten sind doch auch wunderbar für's Üben mal schnell so zwischendurch.

Nun zu deinen Fragen.
Mitunter bekommst du die Ansage: "Bauch hinaus und tief einatmen", also in dieser Reihenfolge, dann füllst du den Bauch mit Luft, und wenn dann die Luft hinausgeht, konzentrierst du dich auf das Entweichen des Luftstroms und der Bauch geht hinein. ATMEN ist ein grundlegendes Thema im Yoga, der Atem ist Prana = Lebensenergie, und wie du die steigern kannst, dazu haben die alten Meister eine ganze Wissenschaft entwickelt, das Pranayama (kommt später intensiv dran). Für Anfänger ist wichtig, dass sie lernen, sich auf die Bauchatmung zu konzentrieren und dass sie die Bewusstheit entwickeln und sich antrainieren dafür, wie der Atem fließt, wie die tiefe Atmung wirkt, was schnelle und was langsame Atmung bewirken kann (Kapalabhati und Wechselatmung).

Gerade was das Atmen betrifft, wäre es schon sehr gut, wenn du bald einmal unter persönlicher Anleitung eines Yogalehrers (damit meine ich auch Yogalehrerin) üben könntest, sei es in einem Yogastudio, am Besten natürlich in einem Yoga-Vidya-Studio, da du nun schon mit dieser Schule begonnen hast, oder wenn du in einem der Yoga-Vidya-Ashrams an einem Seminar zum Thema "Asanas richtig/genau/exakt" - so ähnlich heißen sie - teilnehmen könntest - Homepage, und dann "Seminare" anclicken, dafür würde ja auch ein Wochenendseminar ausreichen.

Ich muss jetzt erstmal Schluss machen, ich melde mich wieder,
schönen Sonntag und fröhliches Üben!!

Om Shanti Om (Frieden)

Viele Grüße, Devaki
Hallo Devaki

Erstmal vielen Dank.
Allerdings ist mir jetzt immer noch nicht klar, ob ich als Anfänger bei der Einatmung nachhelfen sollte oder nicht?
Ich kann mir schon vorstellen, das mit zunehmender Erfahrung, der Bauch dann von ganz alleine nach innen geht aber das ist ja derzeit bei mir nicht der Fall. Also ich meine, zumindest im Liegen geht das von alleine aber im sitzen oder im Stehen, geht das so gut wie gar nicht bei mir.
Im stehen kommt mir mein Bauch immer ziemlich fest vor, wie son aufgepumpter Luftballon. Keine Ahnung wie ich das besser beschreiben soll.....
Im stehen bekomme ich gar keine tiefe Bauchatmung hin. Und da würde ich gerne wissen wollen, wie man das als Anfänger angehen sollte?
Und nein, ich hab leider nicht die Möglichkeit einen Kurs zu besuchen, sonst wäre das ja wahrscheinlich schon alles besprochen.
Ich mache es derzeit so, wie es Sukadev immer sagt, mache es angenehm für dich. Also atme ich so ruhig und tief wie ich kann.
Ich weiß ja, das mit der Zeit Veränderungen eintreten. Und daher denke ich mir einfach mal, das ich eines Tages schon korrekt atmen werde....:)

Ja, mein Rücken geht es wirklich viel besser. Allerdings ist meine "Problemzone" die linke Schulter bis Nackenbereich.
Dort hab ich oft einen stechenden Schmerz. Und das will ich unbedingt in den Griff bekommen.
Ich hab gestern einfach mal das Video für sanfte Mittelstufe genommen. Das war schon gut und ich denke, das werde ich erst mal die nächsten 2 Wochen machen, bzw. ich machs einfach....Das Sonnengebet mache ich so gut ich kann und mit der Zeit werd ich mir den Bewegungsablauf schon angewöhnen und einprägen, so meine Hoffnung jedenfalls....:)
Mal ne Frage am Rande. Wenn jetzt bei euch son vollständiger Anfänger die 4 Wochen intensiv gebucht hat, wo steht dann solch jemand nach 4 Wochen? Wenn ich mich nicht irre, dann ist das die Yoga-Lehrerausbildung. Ist der dann Fortgeschritten oder eher noch Mittelstufe?

Das sich was tut mit meinem Körper, das merke ich ja jedes mal. Die Fortschritte sind schon erstaunlich, wie ich finde. Am Anfang konnte ich ja noch nicht mal die Vorwärtsbeuge mit gestreckten Beinen, waren immer angewinkelt.
Ich hätte echt nicht gedacht, das so schnell Fortschritte möglich sind.

Kurze Videos hab ich mir auch schon angesehen. Aber ich denke, ich bleibe erst mal bei den langen Videos. Jedenfalls solange, bis ich die Stellungen gut beherrsche. Ist doch ok oder nicht?

Und falls noch jemand auf mein Eröffnungsposting eingehen möchte, würde ich mich freuen.:)

Viele Grüße
Kai
Namaste, Kai,

zuerst einmal schöne Pfingsten für dich!

glaub nicht, ich hätte dich vergessen, hatte Antworten schon vorbereitet, aber hatte zu viel zu tun,
EHEC war hier in die Nähe gerückt.

Schicke dir jetzt Teil 1

5.6.11
Muskelzittern beim Halten der Asanas.

Da gibt es verschiedene Meinungen, wie das einzuschätzen und wie damit umzugehen ist. Nach meinem Eindruck herrscht die Ansicht vor, dass damit eine Grenze der Belastbarkeit erreicht ist, doch es gibt auch die Meinung, dass Muskelzittern lediglich anzeige, dass der Energiefluss verstärkt eingesetzt habe oder dass Zittern ein Zeichen dafür sei, dass Blockaden aufgelöst würden. Dazu siehe die sehr aufschlussreiche Diskussion unter diesem Link.

http://mein.yoga-vidya.de/forum/topics/muskelzittern-beim-laengerem

Generell gilt für den Yoga wie für Anderes: nichts übertreiben!! Die Erfahrung zeigt ja immer wieder, dass das Zittern bei regelmäßigem Üben irgendwann von selbst verschwindet. So würde ich das Zittern in gut aushaltbarem Maße ins Üben integrieren – also ständig die eigene Leistungsgrenze angemessen /ein wenig überschreiten. Damit erhält der Körper seine optimale Herausforderung.

Fortsetzung folgt!

Om Shanti und Grüße von Devaki
Hallo Devaki Erika-Ha

Vielen lieben Dank für die Erklärungen.
Ich hab mir das ja schon gedacht, das ich beim ausatmen den Bauch einziehn sollte. Anders geht das ja bei mir auch gar nicht....:)
Ich hab gestern mal ne Kombination von Tiefeinentspannung und Meditation gemacht, aber im liegen.
Inspiriert von Sukadev, ich bleib jetzt solange sitzen, bis ich platze.....:)
Hab ich gestern also mal was ähnliches gemacht. Hab mich hingelegt und meine Atmung war mal wieder völlig daneben. Unruhig und flach. Bauch war angespannt, die Ausatmung zittrig und der Einatmen-Reflex kam fast sofort nach dem aus Atmen.
Hab dann so gelegen und dachte, gut, ich stehe nicht eher auf, bis ich vollkommen entspannt bin. Wenn ich das nicht schaffe, muss ich ins Pflegeheim......:)
Und, natürlich habe ich es geschafft. Hat aber doch bestimmt ne Stunde gedauert. Aber als ich dann so ganz zufrieden mit mir und der Welt war, wollte ich gar nicht mehr aufstehen.....
Ich hatte dann den ganzen Abend, bis zum einschlafen, eine vollkommen ruhige Atmung, auch beim stehen und laufen.
Ziel ist für mich, das zu kultivieren. Genauso möchte ich immer atmen, bis es mir zur Gewohnheit geworden ist.
Ich hab mir nämlich über die Jahre hinweg, eine Atmung angewöhnt, wo ich oft die Luft anhalte. Ich bin überzeugt, dass das noch von meiner Angststörung stammt.
Aber, ich weiß ja das es geht, ich muss nur beharrlich sein....:)

Viele Grüße
Kai
Yoga-Vidya: Pranayama - Atemübungen

Grundatmungsarten

Bauchatmung (Zwerchfellatmung) - für das tägliche Leben.
Technik: Einatmen - Bauch hinaus; Ausatmen - Bauch hinein. Gleich lang ein- und ausatmen (ca. 3-4 Sek.)

Vollständige Yoga-Atmung - bei anstrengender körperlicher Bewegung; immer, wenn mehr Sauerstoff benötigt wird; bei Asanas und fortgeschrittenem Pranayama.
Technik: Einatmen - Bauch hinaus und Brust ausdehnen; Ausatmen - Brust hinein und Bauch hinein. Wichtig: Bewegung sollte fließend sein. Ausatmung doppelt so langsam wie Einatmung



Hari Om, lieber Kai,

du bist ja wirklich sehr umtriebig und kreativ, da hattest du gestern in der Tat ein tolles Erlebnis. Hast du wunderbar hingekriegt,
hört sich an, als sei der Atem anfangs wirklich beängstigend holprig gewesen, du wirst noch ein Atemspezialist werden *g*. Es klappt auch bestimmt weiterhin mit dem Atmen so, wie du dir das vorgenommen hast - wenn man es soooo sehr will wie du! Alles Gute dafür!

Ich glaube, deine noch ausstehende Frage zum Sonnengebet hat sich inzwischen wohl erledigt. Im Yogalehrerhandbuch wird der Beginn damit in die 2. Stunde gelegt, viele YL üben anfangs auch nur Teilausschnitte.

Knie - Brust - Stirn - hast du Fortschritte gemacht? Bestimmt, wie ich dich jetzt hier kennen gelernt habe :-)). Für manche Leute geht Stirn überhaupt nicht, dann dürfen sie auch Kinn auflegen.

Dann verabschiede ich mich erst mal. Vielen Dank, dass du dich so auf den Atem konzentriert hast, so bin ich wieder zu Yesudian vorgestoßen, danke!! (Den habe ich ausgelagert) - Und übe weiter so engagiert!

Om Namo Narayanaya

Liebe Grüße, Devaki.

Hallo Devaki

Vielen Dank für deine Mühe, ich finde das echt toll....:)
Die normale Bauchatmung übe ich eigentlich den ganzen Tag.
Das ist schon ein erstaunliches Gefühl, wenn sich der Bauch entspannt. Wie gesagt, ich hatte diese Entspannung seit Jahren nicht. Wahrscheinlich sogar noch nie.....
So konsequent wie gestern, mache ich das aber nicht immer, also das mal bitte nicht glauben.
Auch muß ich zugeben, das ich schon am Anfang auch mal gegrübelt habe, weil ich das ja nicht gewöhnt war. Das der Bauch vollkommen entspannt ist, das kam mir am Anfang auch durchaus unnormal vor...:)
Ich meine, ich hab tatsächlich kurz vor der Entspannung ein richtiges ziehen im Bauch. Ich denke, da haben sich dann alle Muskeln vollständig entspannt oder?
Alle Sinne verändern sich irgendwie komplett. Die Wahrnehmung ist ganz anders, wie ich finde.
Sehr oft habe ich es dann, das Farben irgendwie anders wirken, kräftiger und plastischer. Abgefahren ist das auf jeden Fall......:)

Und, oh ja, ich will sehr.....
Ich hab doch nichts zu verlieren. Wenn ich wieder nichts mache, dann erwartet mich höchst wahrscheinlich wieder meine Angststörung. Aber da es mir jetzt seit knapp 6 Monaten echt gut geht und durch Yoga noch viel besser, werde ich nicht aufhören. Das wäre ja auch irgendwie unklug.....
Und das geht ja immer weiter. Wen ich schon auf den spirituellen Weg bin, dann will ich auch herausfinden, ob das alles stimmt was man uns sagt.....:)

Das Sonnengebet habe ich zwar versucht aber habs dann doch erst mal nicht weiter geübt. Ich werde das aber auf jeden Fall bald mit in mein Programm aufnehmen.
Die letzten Tage muß ich aber zugeben, das ich weniger gemacht habe. Also keine ganze Stunde mehr am Tag. Sondern hab es auf 20 Minuten reduziert.
Komischer weise merke ich das aber auch. Mir tut wieder öfter mal der Nacken weh.
Da ich auch öfter mal im Gelände MTB fahre, werde ich verstärkt den Rücken und Nacken trainieren.
Wie ich gesehen habe, gibt es von Sukadev sogar spezielle Rückenstunden.
An dieser Stelle auch mal ein großes Danke an Sukadev, das er das alles so toll macht und mir auch immer wieder Mut gibt, durch seine Vorträge.

Viele Grüße
Kai
Hallo Kai,

ich finde die Antworten von Devaki ganz toll.

Ich möchte noch auf deine andere Frage eingehen.

Mal ne Frage am Rande. Wenn jetzt bei euch son vollständiger Anfänger die 4 Wochen intensiv gebucht hat, wo steht dann solch jemand nach 4 Wochen? Wenn ich mich nicht irre, dann ist das die Yoga-Lehrerausbildung. Ist der dann Fortgeschritten oder eher noch Mittelstufe?

Bei einer 4 Wochen intensiv Yogaleher Ausbildung kommt ein Transformationsprozeß in gang. Zunächst mal ist man von der (äußeren) Welt entfernt. Der ganze Tagesablauf ist so ausgerichtet, dass man immer mit Yoga sich verbunden fühlt und ist. Das ist sehr wichtig, so kann der Geist konzentriert bleiben und vermag sich auf etwas Höheres einzustellen. Und die YLA ist dahingehend aufgabaut dass wirklich in der Zeit eine schrittweise Öffnung statt findet, auf der man nach der YLA weiter aufbaut. Die Erhöhung der Energie in der Zeit hilft über Grenzen hinaus zu wachsen. Zwar ist die YLA sehr anspruchsvoll und anstrengend aber die Gruppenenergie trägt einen auf seinem Weg. Und die Freude eine ganz besondere Zeit im Leben zu erfahren hilft auch mal durch eine Reinigungsphase gut durchzukommen.

Nach der YLA ist man einen riiesen Schritt weiter gekommen auf seinen spirituellen Weg.

Viele Grüße
Rafaela

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