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Über längere Zeit schon "verwirrt" mich meine morgendliche Meditationspraxis, weil ich mit mit mir selbst "uneins" über das Meditatonsobjekt bin. Vor etlichen Jahren, als ich mit der Meditation begann, fing ich an, einfach ruhig mit der Beobachtung des Atems zu Sitzen und innerlich mit der Atmung "ein - aus - ein - aus" zu visualisieren. Oder ich habe gezählt: 01-02-03 usw., um dann bei 99 wieder von vorne zu beginnen. Die Worte oder Zahlen lasse ich dann in kurzer Entfernung vor meinem inneren Auge erscheinen. Später, bei buddhistischen Meditationen, visulisierte ich dann z.B. eine kleine Buddha-Statue in ebenso kurzer Entfernung, 10-15 cm, vor meinem inneren Auge. Es kamen noch viele andere Meditationen dazu.
JETZT: Die einfache Atembeobachtung liegt mir am meisten. Ich habe eine Einweihung in das Mantra OM NAMAH SHIVAJA bekommen, bei dem ich aber merke, dass ich es schwer der Atmung "anpassen" kann und es meiner Konzentration nicht gut tut. SO HAM lässt sich besser mit der Einatmung und der Ausatmung verbinden. Also meditiere ich "ein - aus" oder SO(ein) HAM(aus) und konzentriere mich dabei auf die Atembewegungen des Körpers. Das kommt mir sehr nahe, weil dadurch aufkommende Gedanken keine so große Macht haben. Manchmal vermischen sich die Silben vor meinem inneren Auge.
Dann habe ich einige Wochen lang "probiert", meinen inneren Blick auf das dritte Auge zu richten, also die Augen tatsächlich nach oben zu ziehen was aber auf die eine Art und Weise für mich schwierig ist. Wenn ich hingegen mein Gesicht mit dem Punkt zwischen den Augenbrauen in kurzer Entfernung vor mir visualisiere, hatte ich mehrmals plötzlich das Bild, dass ein Licht wellenförmig von meinem dritten Auge ausgeht. Ich sehe mein Gesicht dabei schemenhaft und das dritte Auge als stilisiertes Auge.
Um jetzt auf den Punkt zu kommen:
Kann ich die "Meditationsobjekte" wechseln? Also Atembeobachtung mit SO HAM oder auch "ein-aus-ein-aus"-Visualisierung, und dann mal wieder Meditation auf das dritte Auge "außerhalb" von mir visualisier(wobei ich intensive Lichterlebnisse habe, anstatt nur auf OM NAMAH SHIVAJA zu meditieren?
(diese Frage erreichte uns per Email - sie wurde anonymisiert von der Yoga Vidya Redaktion hierher gestellt)

Tags: mantra, meditation

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Es ist gut, langfristig eine "Haupt-Meditationstechnik" zu haben. Manche Aspiranten meditieren tatsächlich beständig mit einer einzigen Meditationstechnik, die sie immer tiefer führt. Andere Aspiranten brauchen etwas mehr Abwechslung in der Meditation. Jedoch gilt: Um immer tiefer in die Meditation zu gelangen, sollte man eine Haupttechnik haben.
Dir würde ich raten:
Zu Beginn der Meditation wiederholen 1-3 Minuten lang mit großer Konzentration das "Om Namah Shivaya". Einatmen "Om Namah Shivaya" Ausatmen "Om Namah Shivaya". Oder Einatmen "Om namah" Ausatmen "Shivaya".
Danach gehe zu einer Technik deiner Wahl über - die kannst du dann auch wechseln und damit experimentieren.
Am Ende der Meditation wiederhole nochmals 1-3 Minuten lang mit großer Achtsamkeit "Om Namah Shivaya" und verbinde ich so mit göttlicher Energie, bitte mit dem Mantra um göttliche Führung.
Und wiederhole im Lauf des Tages, evtl. beim Spazieren, beim Duschen, bei den Asanas für insgesamt mindestens 20 Minuten das Mantra. So hältst du die Einweihungsenergie aufrecht, und spiritualisierst den ganzen Tag.

Ich wünsche dir guten Fortschritt in der Meditation und die beständige Bewusstheit göttlicher Gegenwart.

oM Shanti
Liebe Grüße

Sukadev

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