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Hallo liebe Yoga-Vidya-Community :)

Ich habe eine ältere Frau in meinem Yoga-Anfängerkurs, die nichtmal in der Lage is wenige Minuten auf dem Boden/Matte zu sitzen. Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Sie ist 50 Jahre, hat nie Sport getrieben, ist aber vollkommen gesund (also kein Bandscheibenvorfall, etc.). Sie ist etwas übergewichtig, aber es ist nicht zu extrem. Ich wollte einige Übungen auf dem Boden machen, ganz lockere, aber sie kann nicht mal auf dem Boden sitzen! Das hat mich sehr erstaunt und ich habe ihr dann natürlich Kissen/Bänkchen gegeben, aber für die Übungen geht das ja nicht. Habt ihr irgendeine Idee wie ich mit dem Fall umgehen kann? Ich will ja nur leichte Sitzeübungen machen, z.B. Fersen/Zehen ranziehen im Sitzen (also wirklich keine anstrengenden Bewegung, die Flexibilität erfordern).

Ich bin gespannt auf eure Antworten und wie ihr mit solchen Extremfällen in euren Kursen umgeht =)

Viele Grüße

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Liebe LadyMegala,
ich leite zwar keine Kurse,aber vielleicht kann ich Dir helfen.Also ich kann arthrosebedingt in den Knien auch keinen Fersensitz,kann aber auf dem Boden sitzen.Deine Kursteilnehmerin sollte also immer wieder üben,es klappt schon noch.Für den Anfang könnte Sie doch Übungen auf einem Stuhl machen.
Viele Grüße Micki

Beginne mit den Extremitäten in Bewegung mit ihr die Ein und Ausatmung analog zu über. Es gibt doch soooo viel mehr im hatha-yoga als nur pashcimottânâsana o.padmâsana. Alles auf dem Stuhl natürlich; Beine einzeln oder zusammen usw......mit der Zeit könnte mehr daraus werden. yoga heißt in ersten Linie Individualität & Universalität. vrksâsana auf dem Stuhl also.....im Sitzen usw....

Ja so sehe ich es auch.Wie ich gestern schon sagte.ich kann viele Übungen auch nicht so ausführen wie im Original,ich mache sie dann so gut ich kann oder wandele Sie ab.Mal geht es besser,mal schlechter,hängt von verschiedenen Dingen ab.

Liebe LadyMegala,
spontan fallen mir viele Übungen ein die in der Bauchlage oder in der Rückenlage ausgeführt werden können. Oder üben im Stehen wie Baum, Vorbeuge, Drehvarianten und Rückbeugen im Stehen. Stuhl und Hocker sind weitere Möglichkeiten.
Die Vielfalt der Atemübungen und Meditationen, oder die Unterstützung des Fersensitzes durch Unterlagen zwischen Spann und Boden und Beinen und Gesäß.
Schwierig wird es wenn bestimmte Übungen ausgeführt werden sollen, leichter wird es wenn die übende Person liebevoll betrachtet und du aus dem Meer der Übungen die möglichen auswählst.
Der Einzelunterricht oder eine Gruppe mit Personen mit ähnlichem Hintergrund kann dabei hilfreich sein.
Viel Freude dabei
Gopala

Hallo, sag mal, warum genau kann sie denn nicht sitzen? Hat sie Schmerzen in den Knien, Hüften oder sind einfach die Beinrückseiten zu kurz, dass es zu anstrengend ist, aufrecht zu sitzen...? Ist ohne genaue Infos ein bisschen schwer, Dir einen Tip zu geben.
Grundsätzlich muss ich auch sagen, dass nicht jeder für Gruppenunterricht geeignet ist, sonder vielleicht erst einmal ein bisschen Einzelunterricht benötigt. Verstehe natürlich auch, dass das oft eine finanzielle Frage ist...
Hast Du ihr schon Hausaufgaben gegeben? Je nach Einschränkung?
Viele Grüsse,
Julia

Vielen Dank für Eure tollen Tipps =). Werde auf jeden Fall ein paar leichtere Dehnübungen für die Rückseiten machen. Ich hoffe, dass die Dame dann auch ein bisschen zu Hause übt und sich bemüht... Puh... also es ist schon eine Aufgabe als Yogalehrer sich in die Situation der Schüler zu begeben; für mich ist ein Spagat ganz einfach und ich springe in den Skorpion :D . Aber es gibt echt viele Menschen, die sich kaum bewegen können, das erstaunt mich immer wieder..... Wir als Yogalehrer haben echt noch eine großes Ziel vor, Yoga weiterzuverbreitern, dass alle bald beweglich(er) sind =).

Viele Grüße

Wenn sie soo steif ist, würde ich sie lehren, ihre Muskeln erst einmal zu aktivieren, bevor sie sie dehnt, damit sie sich nicht verletzt, - ausserdem geht das Dehnen dann viel leichter! Hab Dir einen Artikel angehängt, vielleicht magst Du mal reinschauen. Ist allerdings auf Englisch...

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Liebe LadyMegala,
mit großem Interesse habe ich Deine Frage und die Diskussionen zum Thema „Fersensitz nicht möglich“ gelesen. Erst war ich ein wenig erschrocken darüber, dass eine Schülerin mit 50 Jahren als „ältere Frau“ bezeichnet wird (sorry). Da es mir bei meiner ersten Yogastunde ähnlich ging, möchte ich Dir ein wenig Mut machen. Ich bin 58 Jahre alt und habe vor ca. 2 Jahren begonnen, Yoga zu praktizieren. Auch mir viel es damals sehr schwer, im Fersensitz oder im Schneidersitz zu sitzen. Ich hatte als Jugendlicher zwar mal etwas Judo gemacht, aber danach 35 Jahre lang keinen Sport getrieben und war entsprechend „steif wie ein Brett“. Dank Yoga und Sport (Rückengymnastik, Pilates…) bin ich in den letzten 2 Jahren wesentlich beweglicher geworden. Vorwärtsbeugen sind mittlerweile gar kein Problem mehr, selbst der Lotussitz gelingt mir nach entsprechender Vorbereitung während der Yogastunde. Nur bei den Rückbeugen habe ich noch leichte Probleme, das Rad z.B. könnte besser aussehen, da macht sich wohl doch das „hohe Alter“ bemerkbar. Du schreibst, dass für Dich ein Spagat und der Skorpion ganz einfach ist, aber es doch viele Menschen gibt, die sich kaum bewegen können. Ich denke, dass es den meisten älteren Menschen durch regelmäßiges (achtsames) Praktizieren gelingen wird, ihre Beweglichkeit erheblich zu verbessern. Bei mir war es so!!! Ich praktiziere 2 bis 3 mal pro Woche und hoffe, dass ich mein nächstes Ziel, die Taube und Spagat, in den nächsten Monaten / Jahren auch noch erreiche.
Ich hoffe, Dir als Yogalehrerin etwas Mut gemacht zu haben, auch „ältere Menschen“ zu unterrichten und den Yoga weiter zu verbreiten.
Viele Grüße aus Essen
Rüdiger

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