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Antworten
Lieber Hans-Joachim,
biologisch betrachtet hast du völlig recht:
Eine Fliege hat keine Familie im menschlichen Sinn und vermutlich kein fixes Zuhause. Und ob sie verhungert, hängt schlicht davon ab, ob sie Nahrung findet.
Meine Überlegungen waren nicht biologisch gemeint, sondern symbolisch.
Die Fliege war für mich ein Bild für die menschliche Erfahrung des „Versetztseins“ – nicht eine naturkundliche These.
Vielleicht braucht es beides:
das Wissen um die biologischen Zusammenhänge
und die Frage, was uns innerlich bewegt, wenn wir uns um ein kleines Wesen sorgen.
Beides widerspricht sich nicht.
Herzlich
Hans Christian
Dein Text berührt etwas sehr Echtes – aber nicht wegen Mike.
Du fragst nach dem Weg der Fliege.
Doch in Wahrheit fragst Du nach dem Weg des Bewusstseins.
Wird sie zurückfinden?
Kommt sie je wieder an?
Hat sie etwas, das sie vermisst?
Wird sie verhungern – fern von dem, was Du „ihr Zuhause“ nennst?
Diese Fragen setzen voraus, dass es für Mike ein fixes Zentrum gibt, einen Ort, der „eigentlich“ der richtige ist. Dass sie getrennt ist von ihm. Dass sie aus einer Ordnung herausgerissen wurde.
Aber was ist geschehen?
Eine Bewegung innerhalb desselben Ganzen.
See. Auto. Acht Kilometer. Wohnort. Luft. Hunger. Orientierung.
Alles geschieht im selben Feld des Wirklichen.
Mike ist nicht „vom See getrennt“.
Der See ist nicht ihr Ursprung im absoluten Sinn.
So wie auch Du nicht aus Deinem „Zuhause“ herausfallen kannst.
Was wir Heimat nennen, ist eine Funktion.
Was wir Verlust nennen, ist eine Perspektive.
Vielleicht findet sie zurück.
Vielleicht stirbt sie morgen.
Vielleicht gründet sie acht Kilometer entfernt eine neue „Fliegenwelt“.
Aber das sind funktionale Abläufe – keine metaphysischen Dramen.
Interessant ist vielmehr:
Warum entsteht in Dir Mitgefühl?
Warum stellst Du Dir Familie, Vermissen, Verhungern vor?
Weil Du in Mike Dich selbst erkennst.
Die Fliege ist der Mensch im Kosmos.
Plötzlich versetzt.
Ohne gefragt worden zu sein.
Mit Fragen nach Herkunft, Ziel, Sinn.
Und so wie Du über Mike spekulierst, spekuliert der Mensch über sich.
Wird er zurückfinden?
Gibt es ein ursprüngliches „Paradies“?
Ist er getrennt worden?
Ist er verloren?
Vielleicht ist das „Versetztwerden“ selbst nur eine Perspektive.
Vielleicht ist es unmöglich, aus dem Ganzen herauszufallen.
Mike ist nicht außerhalb des Wirklichen.
Du auch nicht.
Ob sie verhungert oder nicht – das ist ein biologischer Vorgang.
Ob Du Dich sorgst – das ist Bewusstsein, das sich selbst im Spiegel erkennt.
Die eigentliche Frage ist nicht:
Findet Mike zurück?
Sondern:
Wohin sollte man zurückfinden, wenn alles immer schon im Einen geschieht?
Und vielleicht ist genau das der stille Trost –
dass weder Mike noch Du jemals wirklich „fern von zuhause“ sein könnt.
Das sehe ich genauso wie du aber weißt du den biologischen Zusammenhang?
1 hat die fliege eine Familie und ein Zuhause
2 kann sie zurück finden wie tauben
3 warum sollte Sie verhungern???
Lg