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Butter bei die Fische (wie der Hamburger so sacht...) zu Sukadevs Aufzählung prominenter Vegetarier

Vegetarismus als einer der Kulte in der Natur-Reform-Bewegung nach 1900


Hola zusammen,
beim Stöbern im Internet nach Vegetariern stolperte ich in diesen Artikel hinein und fand das Thema dann wieder so schön, dass ich es nicht lassen konnte, ihn mit hierher zu bringen. Gesamttext unten als Anlage. Für uns hier gilt es am Schluss nur noch herauszufinden, wer von diesen Promis nun tatsächlich Vegetarier (und vielleicht auch noch Yoga-Enthusiast??) war (:-)). Liebe Grüße, Om Shanti Shanti Shanti, Devaki

Auszug aus einem Artikel zur Ausstellung:

Monte Verità
(...) "Berg der Wahrheit" - das ist schlicht ein Hügel bei Ascona, dessen weihevoller Name auf die lebensreformerischen Freigeister und Siedler von 1911 zurückgeht. Innerhalb kurzer Zeit avancierte der Tessiner Monte Verità zum Refugium für Vegetarier und Naturapostel, Licht- und Lufthütten-Verfechter, Anarchisten, Textil- und Alkoholabstinenzler. Hier erprobte Rudolf von Laban mit seinen Münchner Tanzschülern neue Lebens- und Kunstkonzepte, entdeckte Mary Wigman inmitten der Natur "das himmelstürzende Jauchzen im tänzerischen Sprung", tummelten sich Eurythmie-Anhänger, Theosophen, Okkultisten, Spiritisten, Sexualreformer, Künstler und Lebenskünstler.

Ascona mit seiner "Bergidylle" wurde zum Umschlagplatz der Subkulturen und alternativen Moden - und ließ sich, ähnlich der Schwabing-Definition Franziska zu Reventlows, als Zustand deuten. Ihr Münchner Viertel hatte die schillernde "Gräfin" liebevoll-ironisch "Wahnmoching" genannt und meinte "eine geistige Bewegung, eine Richtung, einen Protest, einen neuen Kult ..."

Bezeichnenderweise zog es gerade die Münchner Freigeister und Kaffeehaus-Bohemiens immer wieder nach Ascona und auf den Monte Verità. (...)

Den regen Austausch zwischen den Paradiessuchern beider Orte dokumentiert jetzt die Münchner Monacensia in der Ausstellung "Freie Liebe und Anarchie. Schwabing - Monte Verità. Entwürfe gegen das etablierte Leben". Ulrike Voswinckel, die Kuratorin der Schau, bietet mit den thematisch arrangierten Fotografien, Büchern, Briefen und wunderbaren Wandzitaten einen aufschlussreichen und höchst unterhaltsamen Einblick in die Geschichte dieses Reformmodells, das Aussteiger aller Couleur faszinierte.

Sie alle kamen hierher: Erich Mühsam, der schriftstellernde Anarchist, Otto Gross, der Psychoanalytiker und Künder der sexuellen Befreiung, Oskar Maria Graf, die Reventlow, Maler wie Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky und eiserne Vegetarier. Der Dada-Schriftsteller Hugo Ball charakterisierte sie 1916 als schafblöde Naturmenschen, die Gras wie Nebukadnezar aßen und wallende Matratzenbärte herumtrugen. Jene Aufbruchstimmung, die Sehnsucht vieler Großstadtmüder und Sozialkritiker nach einem ahistorischen Paradies, verlor sich spätestens 1920.

Monacensia München - "Freie Liebe und Anarchie: Schwabing - Monte Verità"; Katalog; Eintritt frei (Mo.-Fr.); 1. Juli-13. November

Tags: Freiluft-Anhänger, Großstadtmüde, Licht, Luft, Naturreform-Modell, Sozialkritiker, Vegetarier, Verità, Wald

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