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Die Herkunft alleine macht es wohl nicht:
Wenn ich mir indische Yogavideos anschaue, z.B. von Swami Ramdev:
https://www.youtube.com/watch?v=qhxTDaBLQ9U
dann denke ich mir, es war gut, dass die Inder selbst Yoga in den Westen exportierten. Dann können sie dort in zukünftigen Zeiten nämlich wieder entdecken, was das überhaupt war - "Yoga" ... :-)

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Ist jetzt beides nicht unbedingt mein Stil und mein Geschmack. Ich hätte wohl - unbedarft wie ich bin - das Video mit Swami Ramdev nicht mit Yoga in Verbindung gebracht. Aber wenn es den Leuten, die da mitmachen gefällt, warum nicht.

Mir ist es persönlich auch egal, ob das, was ich selbst praktiziere von irgendwelchen Puristen als "authentisches Yoga" akzeptiert wird oder nicht.

Yoga hat sich sowohl im Westen als auch in seinem Herkunftsland weiterentwickelt, es gibt eine große Bandbreite von verschiedenen Yogastilen, die überall auf der Welt mit (hoffentlich) viel Spaß an der Sache praktiziert werden.
Ein Problem sehe ich da nicht.

Im Großen und Ganzen schließe ich mich eurer Meinung an. Für mich persönlich sind verschiedene Yogastile authentisch, auch solche, die ich nicht selbst ausübe.

Ich halte es nicht für sinnvoll, den Westen und Indien gegeneinander auszuspielen, in Indien wird es aber auch gemacht. Es gibt beiderseits ein sehr breites Spektrum von Yogaunterweisungen in unterschiedlichster Qualität, und ein Re-Import hat Indien nicht nötig.

Ramana Maharshi, Ramakrishna, Vivekananda, Yogananda z.B. sind für mich höchstrangige Vertreter von authentischem Yoga, Körperübungen spielen in ihrer Tradition aber keine Rolle. Andererseits entstanden gerade im Westen rein körperbezogene Yogarichtungen, die damit die Nachfrage nach einer nicht-spirituellen Praxis bedienen. Viele Menschen machen Yoga, um gesundheitliche Beschwerden loszuwerden, um abzunehmen oder zur Entspannung. Das ist ja völlig legitim, wenn es Spaß macht und wirkt.

Was Ramdev betrifft, lehne ich seine wirtschaftlichen und politischen Ambitionen eindeutig ab, er ist auch in Indien umstritten. Das Video ist gemischt mit Werbung für die nationalistische Politik des Premierministers ("das Land sieht ihn als politischen Messias" u.a.). Dennoch ist nicht alles schlecht, was Ramdev macht. Er propagiert seine kleinen Übungen oft als Therapie gegen Fettleibigkeit und Diabetes, wie im gelinkten Video (oder gegen andere Krankheiten). Viele Inder haben Übergewicht oder Diabetes, und die meisten können diese Übungen auch ausführen. Ich wundere mich aber darüber, daß der Shivir aus dem Video unter "Fortgeschrittener Yoga und Meditations-Praxis" läuft, und bezweifle stark, daß man in einer Woche 15kg Gewicht verliert, bei 30-60 Min. täglichem Üben wie er sagt. Ich müßte dann nach 3-4 Tagen aufhören.

Hier noch ein aktuelleres Video über Ramdev:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/indischer-guru-das-milliardeng...

Entscheidend an dem Video ist, das er 1. kein Erleuchteter ist - weil von einem Heiligen gesprochen wurde. 2. Das er ein Yogâcarya ist und versteht es den Populären Yogazeitgeist und Geschäft zu verbinden. Authentisch ist er insofern, dass er hathayoga Elemente Erfolgreich mit Sauerstoff ( prânâyâma )in der Form von "Pran" (Oxygen) als Medizin eingesetzt und benutzt hat. Ähnliches wie im kriyâ yoga des paramahansa yogânanda.

Authentisches Yoga ist das Yoga was ich mache.

Und nicht das von dem ich was höre, was lese oder das ich im Video angucke.

"Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit." (ist eins der Huna Prinzipien)

Das hätte mich jetzt auch mal interessiert, was der Unterschied zwischen "heilig" und "erleuchtet" sein soll.

Bei uns (Katholiken) setzt die Heiligsprechung ja voraus, dass man nicht mehr am Leben ist, dann wird überprüft, wie man denn so gelebt hat, außerdem werden mindestens zwei Wunder gebraucht - eins für die Seligsprechung (das ist so eine Art Vorstufe) und das andere dann für die eigentliche Heiligsprechung.......

Den Titel "Eleuchtete(r) gibt es bei uns gar nicht.
Bei Yogapad.de gibt es ein paar schräge Vögel (finde ich jedenfalls), die sich selber als "erleuchtet" bezeichnen und - gegen Zahlung einer Gebühr, versteht sich - anbieten, andere, die darauf Wert legen, ebenfalls zur "Erleuchtung" zu führen.

Wenn ich das aber richtig sehe, ist "Erleuchtete(r)" kein geschützter Titel, sondern jeder kann das von sich behaupten.

@ Dhyata. Wie unterscheidest du einen Erleuchteten von einem Heiligen? Ein Heiliger ist ein Erleuchteter.

Heilig ist dann jemand, wenn er das Heil gefunden hat, und das ist ein Erleuchteter, weil er sein wahres Selbst ( âtman ), was immer ( nitya ) Heil bleibt, erkennen konnte. Wir können über Heilige sprechen, das macht sie nicht weniger Heilig, ebenso wie wir unser Selbst vergessen haben und es dadurch nicht geringer wird.

Dhyata sagt:

Deine Aussagen "Ein Heiliger ist ein Erleuchteter" und dass er "kein Erleuchteter ist - weil von einem Heiligen gesprochen wurde" scheinen für mich auf den ersten Blick in einem Widerspruch zu stehen (Ich bin aber nicht so fit in Logik...)
Oder meinst du, dass beides nicht sein kann, wenn darüber gesprochen wurde? Das wäre ganz schön tiefsinnig! Und dann sollte man über dieses Thema Erleuchtung lieber schweigen. Dem könnte ich mich anschließen, aber über Yoga-Gurus und solche, die sich dafür halten, mache ich mir ein Bild und spreche darüber.
LG von Dhyata

Ich kann nicht definieren, was ein Erleuchteter oder Heiliger ist, ich habe Vorstellungen davon, was es sein könnte, die sich aber kundzutun nicht lohnen.

Swami Ramdev wird u.a. Baba, Yogarishi, Guru und Heiliger (saint) genannt. In seinem Fall denke ich, daß das "Heiligsein" nicht von irgendwelchen höheren Eigenschaften seinerseits herrührt, sondern in der Verehrung seiner Anhänger, die ihm zuteil wird und die er zu entfachen versteht. Er sagt das, was das Volk gerne hört, befriedigt geschickt den Nationalstolz der Inder und schlägt sich auf die Seite der Mächtigen. "Guru" ist oft nur ein Etikett, das nichts über die Qualität des Inhalts aussagt.

Sein Facebook-Info lautet:
"Official page of Swami Ramdev, the authentic, spiritual & inspiring guru of Yog & Ayurved; voice of anti-corruption Bharat Swabhiman Movement."

"Authentisches Yoga ist das Yoga was ich mache."
Dann gibt es nur authentischen Yoga, weil jeder beliebige Yoga ja von irgendwem gemacht wird.

Hier kommen wir in die Mengenlehre.
Es gibt die Menge der Heiligen.
Es gibt die Menge der Erleuchteten.

Fragen:
Gibt es eine Schnittmenge?
Ist eine Menge Teilmenge der anderen? Wenn ja, welche?
Wenn eine Menge Teilmenge der anderen ist, was ist mit den Elementen, die nicht Elemente der Teilmenge sind?

Das sind Fragen die mir als gescheitertem Mathematiker so einfallen.

@Diamir
Echt jetzt? Ich bin beeindruckt. Ohne Scheiß.
Leute, die Mathe verstehen. nabe ich immer bewundert.

Ich fand Mathe und Buchführung immer interessant.
Doch mein Herz hat dann doch mein Talent für Kommunikation, Sprache und Philosophie noch interessanter gefunden.

Wer hat den Big Bang ausgelöst? Und warum?

Mathematik ist eher eine Hilfswissenschaft für Physiker und Wirtschaftswissenschaftler und andere.

Die Mathematik hat auf jeden Fall schillernder Persönlichkeiten hervorgebracht. Man lese die Biographie von John Nash.

Ich weiß nicht so genau ob ich ihn bewundern oder bedauern soll. Eigentlich hat er beides verdient.

Nein, dann doch lieber Sinologie, Judistik und Komunikationswissenschaften.

Ein bemerkenswerter Wissenschaftler ist Jared Diamond. Bemerkenswerte Bücher hat er geschrieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jared_Diamond

Ich denke authentisches Yoga ist Yoga, das bei sich ist, bei dem man bei sich selbst ist. Sobald es zweckentfremdet wird, beispielsweise um andere für sich zu gewinnen, verliert es meiner Ansicht nach an Authentizität.

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