Vor einigen Wochen bekam ich eine Anfrage eines "Weinhändlers" aus Canada, der seine angeblich deutsch sprechende Frau mit Yogastunden überraschen wollte. Er bemühte sich sogar deutsch zu schreiben, die sehr höfliche Kommunikation verlief in deutscher und englischer Sprache. Man war sich bald über Umfang und Kosten der Stunden einig und ich wurde darum gebeten, einen Terminplan aufzustellen, in den ich 12 Yogastunden für einen 6- wöchigen Deutschlandaufenthalt einfügte.
Der Mann, der sich Gregg Bowly nennt, fragte dann irgendwann nach meiner Adresse, um mir einen Scheck im Voraus zukommen zu lassen, obwohl ich ihm mitteilte, dass er die Gebühr gerne vor Ort bezahlen kann. Ich fühlte mich dabei jedoch geschmeichelt, dass mir ein so großes Vertrauen entgegengebracht wird...
Heute kam nun der Scheck. Als ich ihn öffnete, erschrak ich, denn er war um rund 2000 € zu hoch ausgestellt. Ich meldete mich sofort und fragte, ob ich den Scheck zurückschicken sollte. "Gregg Bowly" erklärte mir dann aus seinem "Urlaub" in Mexiko, dass dies ein Fehler seines Bankers in Toronto sei. Er wies mich an, den Scheck trotzdem bei der Bank einzulösen und die zuviel bezahlte Gebühr von 2000 € über MoneyGram an ihn nach Mexiko zurückzuschicken. Er würde dann für das Geld seine Tickets nach Deutschland kaufen, deshalb bat er mich, dies rasch zu erledigen.
Ich ging zuerst zur Bank, um den Scheck einzulösen. Die Dame am Schalter wollte dies auch erledigen, doch sie wurde mißtrauisch, als ich ihr den ganzen Vorgang erklärte. Der Scheck wies Ungereimtheiten auf (englischer Scheck, Währung in €...) Außerdem würde ich das Geld erst nach 3 Wochen auf dem Konto haben. So langsam kamen wir dahinter, dass es sich um einen Betrug handeln mußte. Ich wurde dann direkt noch zur Polizei geschickt, um eine Anzeige aufzugeben. Es ist für mich noch einmal gut ausgegangen, ansonsten hätte ich wohl 2000 € verloren. Die Polizei erklärte mir, dass dies ein gänges Betrugsmuster ist (besonders in der Automobilbranche).
Ich schreibe euch das alles so ausführlich, damit ihr nicht auf einen solchen Betrug hereinfallt.
Es ist für mich sehr schockierend, dass hier gezielt Betrug im Bereich Yoga ausgeübt wird, da wohl davon ausgegangen wird, dass man als YogalehrerIn an das Gute im Menschen glaubt.
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Antworten
Hallo liebe Elke,
danke, dass Du diese Erfahrung teilst.
Ich bekam im Sommer auch eine derartige Anfrage, hatte aber ein komisches Gefühl und hab dann, ähnlich wie Ursula, nicht geantwortet.
Was ich mich nun frage: Nach welchen Kriterien wählt der "Geschäftsmann" aus? Ich bin noch nicht sehr lange Yogalehrerin, habe im Januar Prüfung gemacht. Ich unterrichte zwar drei Gruppen pro Woche, habe dafür allerdings - außer in unserem Gemeindeblatt keine Werbung geschaltet und auch eine Internetpräsenz als Yogalehrerin habe ich nicht.
Eigentlich kann es ja dann nur die Internetpräsenz von Yoga Vidya sein, auf der wir alle gelistet sind.
Wäre es da nicht sinnvoll, diese Warnung an alle Lehrer von Yoga Vidya zu schicken?
Denn das war sicher kein Einzelfall.
Es ist nicht so wahrscheinlich, dass Elkes Geschichte hier von allen gelesen wird.
Darum halte ich eine Info, vielleicht auch über den Verband, für sehr sinnvoll.
Auf jeden Fall vielen Dank an Elke!
Möge er wenig Erfolg mit der Idee haben.
Liebe Grüße,
Kerstin
Hallo,
bei mir war es so ähnlich, nur ging es um einen Motorroller. Der Mann war aus England.Aber auch die gleiche Vorgehensweise mit dem Scheck.
Danke für die Info und liebe Grüße,
Frank
Liebe Elke,
ganz herzlichen dank für deine Info. Ein Herr mit dem gleichen Namen (ohne Angabe seines Wohnortes) hat auch bei mir nach privaten Yogastunden für sich und seine Frau gefragt - irgendetwas hat mich davon abgehalten, ihm zu antworten.
Nun werde ich die Mail guten Gewissens löschen. Danke!!! Ursula