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Trishna als Durst ist ganz natürlich und du hast Durst und den Durst musst du auch stillen. Aber dieser Durst wird auch zum Verlangen und dieses Verlangen wird zur Gier. Zum Leben gehört auch dazu, Wünsche zu haben, gehört auch dazu, Verlangen zu haben. Es gibt auch gewisse sattvige, reine Verlangen. Aber wenn die Verlangen sehr stark werden, dann führen sie zum Leid. Und so gibt es viele Schriften, die sagen, dass Trishna etwas ist, was dich ins Leid stürzt. Du solltest dich nicht von Trishna, von Gier, beherrschen lassen. Auf eine gewisse Weise sind Raga und Dwesha, Mögen und Nicht-Mögen, bestimmte Hinweise, was eventuell gut für dich sein könnte und eventuell auch nicht. Du kannst sagen, auch Trishna, Gier für etwas, Verlangen nach etwas, könnte heißen, dass du dem nachgehen kannst. Aber du solltest kein Sklave werden von Trishna. Manchmal kann ja auch Trishna, ein gewisses Verlangen, etwas Gutes sein.

Aber oft kann Trishna dich in Schwierigkeiten bringen. Yoga heißt auch Freiheit, Yoga heißt Moksha und Kaivalya. Es gibt das große Moksha, das große Kaivalya, die letztliche Befreiung, die Erfahrung der vollständigen Freiheit, die Erfahrung der Einheit. Aber es gibt auch die kleine Freiheit und die kleine Freiheit heißt auch, frei zu werden von der Sklaverei von Trishna, von Gier und Verlangen.

Werde dir manchmal bewusst, wann du handelst als Sklave von Trishna. Und dann stoppe dort und sage: „Warum will ich Sklave sein? Ich will kein Sklave sein, ich will Raja sein, ich will Herrscher sein.“ Und dann überwinde Trishna. Manchmal hilft es schon, wenn du dir dessen bewusst wirst, dass du es erreichen willst. Manchmal brauchst du auch Hilfe, es gibt auch sehr tamasige Trishnas, das wären dann die Abhängigkeiten von Alkohol, von Drogen und vieles andere. So viele Süchte gibt es, so viele Süchte sind Ausdruck von Trishna. Und manchmal braucht man professionelle Hilfe, um sich davon zu lösen. Bei manchem reicht das Erkennen: „Ich bin unter der Sklaverei von Trishna und ich will das nicht, ich werde es überwinden.“ Bei manchem musst du verschiedene psychologische Tricks anwenden und bei manchem brauchst du professionelle Unterstützung.

Trishna, also erstmal Durst und ein gewisser Durst ist ganz gesund. Trishna heißt auch Verlangen. Ein gewisses Verlangen kann auch wieder gesund sein. Aber Sklave zu werden von Trishna im Sinne von Gier, ist Eintritt in Tapa, in Leiden. Überwinde Trishna, insbesondere die Sklaverei von Trishna, erfahre Ananda, die höchste Freude.

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Tags: Durst, Gier, Trishna, Verlangen, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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