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Tamas ist ein Sanskrit-Wort und heißt Finsterheit, Dunkelheit, Dumpfheit, Verblendung

Tamas gehört zu den drei Gunas, den drei Eigenschaften der Natur: Sattva – Reinheit, Rajas – Unruhe, Tamas – Trägheit, Dumpfheit, Dunkelheit, Verblendung. Tamas gibt es in der Natur und es gehört zur Natur dazu. Tamas ist das, was nach unten bringt. Tamas ist das, was dich grob macht. Tamas ist das, was dich in der Unwissenheit hält. Als spiritueller Aspirant versuchst du, weniger tamasig zu sein, dein Sattva zu erhöhen. Zunächst gilt es, Tamas, die Trägheit, die Dumpfheit und die Verblendung, zu überwinden, eventuell durch mehr Rajas, durch Aktivität, indem du dir Ziele setzt, indem du aktiv wirst, indem du einiges tust. Dann gilt es aber auch, auch über diese Aktivität hinauszuwachsen, zu Sattva zu kommen, zur Reinheit, zur Helligkeit, zur Offenheit.

Es hilft manchmal, dir bewusst zu sein: „Ah, da ist Tamas“. Anstatt zu sagen, „mir geht es so schlecht und ich bin total kaputt“, kannst du sagen: „Ah, Tamas überwiegt gerade in meinem Prana. Ah, ich erlebe gerade einen tamasigen Gemütszustand. Ah, der Energielevel ist tamasig, vermutlich werde ich auch Dinge nicht klar sehen und deshalb ist auch das tamasig.“ Daher gilt es, dich nicht damit zu identifizieren. Wenn du sagst, „mir geht es so schlecht, ich bin so kaputt“, dann bist du es, dann wird es schwierig, dort herauszukommen. Wenn du aber sagst, „Gemütszustand ist in Tamas“ oder „Energiezustand ist in Tamas“, dann kannst du da auch herauskommen. Da gilt es, den Energiezustand zu ändern, Gemütszustand zu ändern. Dann weißt du: „Ich bin nicht Tamas, ich bin in einem Gemütszustand, Gemütszustand ist änderbar.“ So also, das Konzept von Sattva, Rajas und Tamas hilft, dich weniger zu identifizieren, hilft, mehr zum Raja zu werden, zu jemandem, der nicht zum Sklaven seiner Stimmungen wird, sondern derjenige, der erkennt und letztlich auch gestalten kann. So wirst du zu jemandem, der Swaraja ist, sich selbst beherrschen kann, sich selbst steuern kann. Also, Tamas – Dunkelheit, Trägheit, Verblendung, Dumpfheit, etwas, was man als spiritueller Aspirant überwinden kann und sollte.

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Tags: Dumpfheit, Dunkelheit, Finsterheit, Tamas, Verblendung, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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