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Ich gehe momentan durch die Verse der Bhagavad Gita und beginne heute mit dem ersten Vers des sechsten Kapitels.
Krishna, der Lehrer, spricht zu Arjuna, dem Schüler, und damit zu uns allen:
„Wer die ihm auferlegte Aufgabe erfüllt, ohne an den Früchten seiner Handlungen zu hängen, ist ein Sannyasin und ein Yoga; nicht der, der ohne Feuer und untätig ist.“
Yoga heißt, voller Enthusiasmus zu sein. Yoga heißt, tätig zu sein. Natürlich, Yoga heißt auch, seine Yogaübungen zu machen, zu meditieren, heißt auch, sich immer wieder bewusst zu machen, dass hinter allem die eine kosmische Wirklichkeit steckt. Yoga heißt aber auch, seine Aufgaben erfüllen. Und so überlege immer wieder: „Was ist meine Aufgabe hier?“ Und er sagt auch, „ohne Verhaftung“, also, ohne an den Früchten der Handlungen zu hängen und ohne an der Handlung selbst zu hängen. Ich weiß, das hast du jetzt schon oft gehört, mindestens, wenn du schon diesen Podcast eine längere Zeit anhörst. Es ist ja das Hauptthema der Bhagavad Gita: „Erfülle deine Aufgaben, sei nicht verhaftet, mache es voller Enthusiasmus!“ Ich möchte dir heute mehrere Dinge ans Herz legen, für heute oder für die ganze Woche oder für morgen. Überlege zunächst: „In welcher Situation bin ich gerade? Was ist meine Aufgabe? Was kann ich daran lernen? Wie kann ich daran lernen? Und wie kann ich meinen Enthusiasmus in diese Aufgabe hineinbringen? Wie kann ich meine besonderen Fähigkeiten, meine besonderen Talente hineinbringen? Wie kann ich die Aufgabe so erfüllen, dass mein inneres Feuer dort hineingehen kann?“ Mehrere Sachen sind dabei noch besonders zu beachten. Wenn du überlegst, „was ist meine Aufgabe“, ist es auch gut, mal einen Schritt weiter zurückzugehen. Manchmal kommt man zu schnell zum Schluss und denkt: „Das muss ich jetzt so und so tun und ich sollte es so und so tun und wenn ich es nicht so und so mache, dann passiert die und die Katastrophe.“ Aber oft überschätzen wir unsere Aufgabe und manchmal ist es gut, mal einen Schritt zurückzutreten. Du kannst auch überlegen: „Angenommen, ich wäre jetzt ein äußerer Beobachter, ich wäre z.B. jemand, den ich um Rat fragen würde, der mit meiner Situation zunächst mal nichts zu tun hat. Angenommen, ich erzähle ihm diese Situation. Was würde er denken, was hier meine Aufgabe ist, was hier meine Verantwortung ist? Was würde jemand Unbeteiligtes, wenn er dort hineinblicken würde, schließen, was ich machen kann, wie ich daran wachsen kann? Und angenommen, ich würde mir selbst raten in dieser Situation, welche Talente würde ich mir empfehlen, die ich dort einsetze? Was könnte ich für Enthusiasmus dort hineinbringen? Wie kann ich dabei Zugang zu meinem inneren Feuer bekommen?“ Überlege darüber und vielleicht kommst du zu dem ein oder anderen Schluss. Oder du kannst auch sagen, eine andere Möglichkeit: „Angenommen, ich hätte hier eine besondere Aufgabe. Welche wäre sie? Angenommen, ich könnte hier mit Enthusiasmus und innerem Feuer dort rangehen. Wie würde ich das tun? Angenommen, ich hätte diese Aufgabe erledigt und dabei viel Kraft und Energie gespürt. Wie hätte ich sie gemacht?“ Überlege, vielleicht kommst du zu guten Schlüssen.

Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Alltag, Bhagavad, Enthusiasmus, Gita

Kommentar von Dieter Jahnke am 27. September 2011 um 7:41am
om jai jai jai,
ja - ein Erwachter unser Tage sagte: Der Alltag ist das Abenteuer
Dieter om

Kommentar

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