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Das Singen im Altersheim war wieder sehr gut. Einige alte Frauen warteten schon auf mich. Nach und nach setzten sich immer mehr Seniorinnen um mich herum. Ich war wieder einmal der Star in der Fußgängerzone des Altersheimes. Dank meiner Routine konnte ich die Senioren schnell in eine gute Laune und ins Glück bringen.

Meiner Mutter geht es zwar immer noch ganz gut. Sie war heute etwas müder als letztes Mal. Sie war sehr konzentriert beim Singen, aber sie konnten nur wenige Lieder mitsingen. Sie verfällt immer mehr in die geistige Trägheit, die durch stundenlanges Vorsichhinsitzen im Altersheim ohne geistige Anregung entsteht. Immerhin erkannte sie mich noch.

Ihre beiden Lieblingslieder erinnerte sie zum Glück. Ich spielte sie immer wieder auf der Ukulele. Zum Glück störte das anderen alten Frauen nicht. Sie kümmerten sich liebevoll um meine Mutter. Meine Mutter war sozusagen das Kind in der Gruppe. Sie war am stärksten dement und körperlich abgebaut. Jede ihrer Regungen wurde sorgenvoll betrachtet und kommentiert. Und wenn meine Mutter ein Lied mitsingen konnte, freuten sich alle.

Die Sonne schien durch die Fenster des kleinen Wintergartens, in dem wir fröhlich sangen. Mir wurde dabei warm, aber meine Mutter war zu leicht bekleidet und fröstelte etwas. So brach ich das Singen etwas früher ab und schob sie in ihr Zimmer, um sie mit einer warmen Decke zuzudecken.

Frau Trotzki erzählte ich von dem spannenden Vortrag, zu dem ich am Freitag fahre. Tara Stella Deetjen kommt nach Hamburg. Sie ist die neue Mutter Theresa. Als Rucksacktouristin kam sie nach Indien. In Benares sah sie die Leprakranken und beschloss ihnen zu helfen. Lepra ist zwar heilbar, aber den Armen in Indien fehlt das Geld für die Medikamente. Also sammelt Tara Stella Deetjen Geld in Deutschland, um damit Meditamente für Leprakranken zu kaufen und sie zu heilen.

Sie hat ein Buch über ihr Leben geschrieben (Unberührbar – Mein Leben unter den Bettlern von Benares). Darin schildert sie die grauenvollen Entbehrungen, die ihr Leben kennzeichnen. Schwierigkeiten ohne Ende, Krankheiten, Ungeziefer und Ärger mit den Behörden. Aber auch die Liebe, die sie von den Bettlern erhält. Sie führt letztlich gleichzeitig ein Leben in der Liebe und in der äußeren Armut.

In Wikipedia steht über sie: "Stella Deetjen machte ihr Abiturin in Bad Homburg. Nach einer Schauspielausbildung machte sie eine mehrmonatige Backpacker-Tour durch Indien Anfang der 1990er Jahre. In der Stadt Benares wurde sie mit Leprakranken konfrontiert und beschloss dort zu bleiben und zu helfen. Sie errichtete im Laufe der Zeit eine Straßenklinik, drei Kinderheime, ein Day-Care-Center sowie 13 non-formale Schulen in den Slums von Benares – zuerst zusammen mit freiwilligen Helfern, später mit Hilfe lokaler indischer Partner-Organisationen. 1996 wurde der gemeinnützige Verein Back to Life gegründet. Als weitere Aktivitäten wurden im nepalesischen Distrikt Mugu mittlerweile vier Geburtshäuser gebaut sowie mehrere Schulen. Auch im nepalesischen Distrikt Chitwan fördert Back to Life mehrere Schulen. In beiden Gebieten gibt es zudem soziale, landwirtschaftliche und medizinische Hilfsprojekte. Nach eigenen Angaben des Vereins erreichen die Programme mittlerweile bis zu 45.000 Menschen in Nepal und Indien, davon ca. 7.700 Schüler."

Anders als Mutter Theresa ist sie nicht Mitglied in der katholischen Kirche. Sie ist spirituell unabhängig. Sie hat nicht wirklich einen spirituellen Weg, obwohl sie Mutter Theresa noch lebend begegnet ist und von ihr gesegnet wurde. Ich wurde auf sie aufmerksam, als im Fernsehen ein Interview mit ihr gesendet wurde. Ich war begeistert von ihr. Ich merkte wie ein Lichtstrahl von ihr auf mich überging. Deshalb muss ich sie natürlich unbedingt treffen, wenn sie nach Hamburg kommt. Frau Trotzki ist auch schon ganz gespannt und wartet auf meinen Bericht.
https://www.youtube.com/watch?v=khW6Vr3DSMk&t=514s

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Kommentar von Ursula am 22. März 2017 um 5:10pm

Fühle mit allem Leid der Welt,
aber richte deine Kräfte nicht dorthin,
wo du machtlos bist,
sondern zum Nächsten,
dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.
Hermann Hesse

Kommentar

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