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Mutter Meera lehrt: Pray, relax, accept. So sehe ich das auch. Wenn ich bete, bin ich mit Gott und meinen Meistern verbunden. Sie führen mich dann. Egal was ich tue. Das ist übrigens die evangelische Position. Es kommt nur darauf an zu beten. Es kommt nicht darauf an Gutes zu tun. Letzteres ist eher die katholische Position. Gott steht über gut und böse. Laotse sagt: "Zu den Guten bin ich gut. Und zu den Bösen bin ich auch gut. Denn ich bin die Güte." So ist Gott. So ist Shiva (der Name heißt "Der Gute"). So sind die erleuchteten Meister.

Anders argumentiert sind wir aus christlicher Sicht alle Sünder. Und wir können uns nicht selbst befreien. Nur Gott oder Jesus kann uns retten. Dann können wir auch nach Herzenlust sündigen. Und so tun es ja auch die meisten Christen. Donald Trump ist als Christ das inkarnierte Böse. Und natürlich liebt Gott auch ihn und bringt ihn in den Himmel. Obwohl er wahrscheinlich erstmal eine Zwischenstation in der Hölle machen muss, damit er innerlich gereinigt wird. Wer Böses tut, erntet nach der Lehre des Yoga und des Buddhismus ein schlechtes Karma. Irgendwann begreift er, dass ihn schlechte Taten langfristig unglücklich machen. Er erlangt Weisheit und wird ein guter Mensch. Er gewöhnt sich daran ein guter Mensch zu werden, entwickelt sein Herzchakra und ist dann bereit für den Himmel. Der Himmel ist ein Zustand des Erleuchtungsbewusstseins. Dort lebt man in Gott (im Licht) und schaut Gott. Gott kann nur schauen, wer ein gereigtes Herz hat.

Wenn ich jeden Tag zu Gott oder den erleuchteten Meistern bete, werde ich geführt. Sie führen mich auf dem für mich besten Weg zur Erleuchtung. Dazu ist es manchmal notwendig negative Erfahrungen zu machen. Damit ich Weisheit erlange. Damit ich Leid verstehen kann, es selbst nicht möchte und auch andere Leidende verstehen kann. Leid führt langfristig zu Weisheit und Mitgefühl. Das meint Sai Baba.

Natürlich möchte ich nicht leiden. Da ich aber ziemlich unweise bin, gerade was Frauen anbelangt, brauche ich noch viel Weisheit. Dazu muss ich logischerweise noch viel sündigen, damit ich anschließend leide und in der Folge Weisheit erlange. Ein bisschen Weisheit habe ich schon. Deshalb verbinde ich mich jeden Tag mit meinen Meistern, mache spirituelle Übungen und lebe vorwiegend in der Ruhe. Ich verbrauche mich nicht im Stress des Lebens. Gott (die Erleuchtung) ist in der Ruhe zu finden.

Und ich lebe als Bodhisattva, als Karma-Yogi. Ich weiß, dass mich der Weg der umfassenden Liebe am schnellsten zur Erleuchtung und in ein Leben im Paradies (ins Paradiesgefühl des Lebens) bringt. Mein Herz ist schon so weit gereinigt, dass ich eine Neigung zum Guten habe. Ich tue gerne Gutes. Ich rette gerne die Welt. Ich bin mit den Herzen meiner Mitmenschen verbunden und spüre ihr Glück und ihre Liebe in mir. Ich bin energetisch über eine höhere Bewusstseinsdimension mit ihnen verbunden. Ihr Glück ist mein Glück. Wir wachsen gemeinsam ins Glück. Wer sich geistig mit mir verbindet, den nehme ich mit ins Licht. Das ist mein Versprechen als Bodhisattva.

Auch Christen werden von der Bibel angehalten Gutes zu tun. Natürlich. Aber kaum jemand tut das konsequent. Sonst würden ja alle Christen Heilige sein, zur Erleuchtung kommen und in Gott leben. Das geht nicht mal bei den Katholiken so schnell. Sie kommen erst ins Fegefeuer.

Neben der Ruhe, der Liebe, dem Beten und dem Meditieren gibt es noch einen fünften Weg zur Erleuchtung. Dieser Weg heißt genau sich selbst zu leben. Erleuchtung bedeutet Selbstverwirklichung. Wer genau sich selbst lebt, entspannt sich tief in sich selbst und ist im Einklang mit sich und der Welt.

Da ich nun mal ein spirituell unentwickelter Sünder bin, muss ich sündigen, um in Harmonie mit mir zu kommen. Nur dann fühle ich mich mit mir und in meinem Leben wohl. Einfacher gesagt: Bleib locker. Nimm die Erleuchtung nicht zu ernst. Auch ein Erleuchteter darf lachen. Auch ein Heiliger darf verrückte Dinge tun. Gott hat Humor. Sonst hätte er den Teufel nicht erschaffen. In uns allen steckt ein kleiner Teufel und der will gelebt werden. Wir dürfen es nur mit dem Teufel nicht übertreiben. Kleine Jungs dürfen etwas ungezogen sein. Das meinte Anandamayi Ma. Wenn sie im Schwerpunkt als gute Menschen leben, kommen sie trozdem ins Licht. Und so will ich es auch halten. Selbst meine ungezogenen Taten entwickeln sich bei mir immer zu einem Bodhisattva-Weg, der allen Beteiligten Glück bringt. Weil ich letztlich gar nicht anders kann als das Licht und die Liebe in die Welt zu bringen. Wenn auch manchmal über krumme Wege. Aber Gott macht alle krummen Weg gerade. Wer in der Führung eines erleuchteten Meisters lebt, der wächst langfristig immer ins innere Glück.

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