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Bhagavad Gita, 6. Kapitel, 9. Vers:
„Wer Wohltäter, Freunden, Feinden, Gleichgültigen, Unparteiischen, Hasserfüllten, Verwandten, Rechtschaffenen und Sündern im selben Geist begegnet, ist vortrefflich.“
Hier spricht Krishna über eine tiefe Weisheitslehre, die auch Jesus z.B. in der Bergpredigt beschreibt. Jesus sagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deinen Nächsten als dein Selbst.“ Er sagt auch, „liebe deine Feinde“, um ganz klar auszudrücken, der Nächste ist nicht nur der, mit dem du gut zurechtkommst. Der Nächste ist auch nicht nur dein Nachbar. Gut, der Nächste ist natürlich der, mit dem du direkt zu tun hast und egal, wer es ist, begegne allen im Geist der Liebe. Du musst natürlich unterschiedlich vorgehen gegenüber verschiedenen Menschen und je nach Situation musst du mit Menschen anders umgehen. Mit dem einen freundlicher, mit dem anderen etwas strenger, mit dem einen etwas, man kann sagen, enthusiastischer, mit dem nächsten etwas ruhiger usw. Menschen sind unterschiedlich und natürlich muss man die Unterschiedlichkeit der Menschen anerkennen, würdigen und kann daraus auch unterschiedlich handeln. Aber der Geist, aus dem heraus du mit allen Menschen zusammenkommst, aus dem heraus du mit anderen Menschen umgehst, der sollte der gleiche Geist sein, nämlich der Geist der Liebe und des Verständnisses. In jedem Menschen ist das gleiche unendliche Selbst, jeder Mensch ist ein Kind Gottes, jeder Mensch entstammt letztlich aus dem gleichen Urmenschen. Wir alle haben ähnliche Neigungen, ähnliche Gene, ähnliche Samskaras, wie auch immer du es ausdrücken willst. In unterschiedlicher Ausprägung, dennoch sind wir alle ähnlich. Und aus diesem Geist der Verbundenheit, der Einheit, der Gleichheit, und letztlich der Liebe und des Verständnisses heraus, kann man immer wieder handeln. Und dazu hilft es auch, zu probieren, andere zu verstehen. Versuche, gerade zu überlegen, mit wem wirst du es heute noch zu tun haben oder eben morgen zu tun haben? Und versuche, diesen Menschen zu verstehen. Versuche, ihm in Liebe zu begegnen. Auch wenn du zum Teil dich natürlich auch zur Wehr setzen musst. Wenn du einen Gerichtsprozess zu führen hast, musst du natürlich deinen Standpunkt vertreten. Aber auch wenn du deinen Standpunkt vertrittst, halte dabei den Geist der Liebe und des Verständnisses aufrecht.
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Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Gleichheit, Jesus, Krishna, Liebe

Kommentar von Sportsman777 am 10. Oktober 2011 um 6:46pm
Hallo, danke für die schöne Erklärung. Mir gefällt besonders der Vergleich zum Gebot von Christus. Die Bhakti-Yoga-Sutren von Narada sollen ja ein ganz gutes Trainings-Programm für dieses Krishna/ Christus-Bewusstsein sein (unterscheiden sich die beiden letzten Endes?). Ich habe auch schon 2 Interpretationen dazu, die ich noch lesen möchte.
Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, Narada´s Bhakti-Sutren einmal auf Sanskrit zu Vertonen.

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