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Tags: Augenerkrankung, Makula-Degeneration
Permalink-Antwort von Haripriya am 8. Juli 2010 um 2:21pm Om namah shivaya liebe Haripriya und alle Interessierten,
hier ein paar Grundsatzinformationen zu Deiner Frage: Stark vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei der Makuladegeneration um eine ganze Gruppe von Augenerkrankungen, die mit einem Gewebeverfall des innersten Drittels der Netzhautgrube, also dem funktionellen, wichtigsten Mittelteil derselben (Makula), einhergehen.
Umkehrstellungen, die den Augeninnendruck erhöhen könnten, sollten daher auf jeden Fall unterbleiben. Auch die üblichen Augenübungen, welche zwar grundsätzlich auf die Augenmuskulatur wirken, die aber über die dadurch auf das Auge ausgeübten Zug- und Druckkräfte auch auf dessen Innenleben nicht unerheblichen Einfluss nehmen, sollten meines Erachtens besser unterlassen werden um weiteren Schaden nicht zu forcieren.
Wichtige Hintergrundinformationen für Betroffene und an der Materie Interessierte:
http://www.makuladegeneration.org/
Om shantih
Detlef
Permalink-Antwort von Haripriya am 10. Juli 2010 um 6:36pm
Permalink-Antwort von clemens am 10. Juli 2010 um 7:16pm Om namah shivaya
Präzisierung:
Durch Umkehrstellungen kann grundsätzlich zunächst "nur" der innercranielle (kopfinterne) Druck erhöht werden, was aber durchaus schon erheblichen negativen Einfluss auf das Makula-Problem im Auge haben kann, insbesondere im Fall der sog. feuchten Makuladegeneration (siehe die weitergehenden Informationen dazu im unten angegebenen link). Eine Erhöhung des Augeninnendrucks wäre erst bei Vorliegen einer Störung des Regelkreises der Produktion und des Abflusses der ernährenden Flüssigkeit im Augeninneren direkt möglich, was über weitere Mechanismen zwar indirekten Einfluss auf die Makula hätte, aber wohl schwerwiegendere eigene Probleme erzeugen würde (Glaukom; sog. grüner Star).
Namaste,
liebe Yogübende.
Hier läuft ein bißchen was durcheinander. Wir sind in unserer Alltagskultur schon so auf Detailreduktion trainiert, dass es immer wieder in unserem Denken die Oberhand gewinnt und dieses "Wenn A dann B-Denken" einsetzt.
Yoga gehört eben nicht in diese Schublade , es muss das Gesamtbild des Menschen betrachtet werden.
Ein Glaukomkranker , der mit Yoga anfängt sollte nicht als Schwerpunkt Umkehrstellungen üben, das ist richtig.Aber er/sie muss sie nicht vermeiden .
In unseren Kursen haben wir nachgewiesen, dass der Augeninnendruck ansteigt im Kopfstand aber hinterher unter das Ausgangsniveau zurückkehrt . Es würde also aus wissenschaftlicher Sicht zumindest eine Art Trainingseffekt des Abflusssystems zu diskutieren sein, was die Umkehrstellungen langfristig also eher nützlich sein lassen könnte.
Gleiches gilt für die Makuladegeneration.Einen 70 jährigen Anfänger legt man nicht die Umkehrstellungen als Schwerpunkt auf, einem langjährig Übenden sind die Umkehrstellungen energetisch so wichtig , dass er selbst dosieren kann.
Meine Empfehlung ist bei Glaukomkranken keine Stellungen inkl Kopfstand oder Skorpion zu "verbieten" (Ausnahmen sind kürzlich vorgenommene Operationen) sondern dosiert einzusetzen und mit der eigenen Befindlichkeit in Einklang bringen.
Auch eine feuchte Makuladegeneration ist kein Grund Umkehrstellungen zu meiden. Die Energetisierung der Körperheilungsprozesse tendiert immer zu einer Harmonisierung, d.h. überschüssige Flüssigkeit wird resorbiert.Der Augeninnendruck hat primär/kurzfristig erst mal keine direkte Auswirkungen auf die Makula, da zieht und zerrt nichts am Augapfel.
Wichtig ist es also ein Programm zu finden , welches dem Klienten zusagt ohne ihn zu unterfordern- und da gehören Umkehrstellungen ausnahmslos dazu . Anfänger würden also mit dosierten Umkehrstellungen arbeiten (unterstützer Schulterstand durch Kissen unterm Po, dynamisches Gleiten in den Pflug und wieder heraus ohne längere Haltephasen.
Sofern ein Yoga-erfahrener Augenarzt zur Hand ist , kann anhand des Netzhautbefundes oder Sehnervbefundes eine Kontrolle erfolgen inwieweit forcierte Umkehrstellungen (Kopfstand/Skorpion) Sinn machen.
Insgesamt bitte dafür hüten Yoga als Medikamentenpackung zu benutzen ("Nur benutzen bei folgenden Indikationen") . Deswegen haben wir bei Yoga Vidya ja den Kurs "Yoga und Auge" :-)
Ich kann momentan leider nicht weiter ausführen, da ich selbst Notdienstbereitschaft habe und fortgerufen werde aber ich werde mir den Diskussionstand morgen noch mal anschauen.
Om Shanti
Permalink-Antwort von clemens am 11. Juli 2010 um 8:45pm Namasté und herzlich willkommen bei
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