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Hallo ihr lieben yogis und yoginis -
mich quält eine frage - ich bin seit zwei jahren yogalehrerin, allerdings noch nicht am unterrichten, da es zeitlich noch gar nicht machbar wäre - nur bald würde ich unheimlich gerne einen kurs führen - dennoch quält mich die frage wie ich wirklich eine gruppe zielgerichtet unterrichte - wo holt ihr euch eure stunden her - wie geht ihr vor bei der erstellung einer wunderbaren yogastunde - wo holt ihr euch inspirationen?
ich wäre euch wirklich dankbar für ein paar gute tipps - in diesen sinne wünsche ich euch ein sonniges wunderschönes wochenende
Namaste
Nataraja ♥
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Permalink-Antwort von Jarmila am 17. Februar 2012 um 7:47pm Liebe Nataraja-
quäle dich nicht, in Yoga -Lehrer Handbuch findest du ganz hinten, ein paar Unterrichtsstunden, dann kannst du bei Yoga Vidya ein Poster kaufen, Yoga für den Rücken, Yoga für Anfänger und für Fortgeschrittene das reicht für den Anfang. Und verlasse dich auf deine Intuition. Wenn du später deinen Unterricht bereichern möchtest, findest du überall Ideen. Es gibt Yoga - Zeitungen und Yoga - Bücher. Die Videos von Sukadev können dir auch helfen. Wenn du dich entscheidest zu unterrichten, findest du den Weg und die Ideen kommen wie von alleine. Ich drücke dir die Daumen, fiel Erfolg beim Unterrichten. Ich schicke dir Licht und Liebe,
OM Namashivaya Jamuna - Jarmila
Permalink-Antwort von Peter Brose am 17. Februar 2012 um 8:00pm Hallo liebe Nataraja,
es gibt kein Universalrezept für das Erstellen von Yogastunden.
Doch Inspirationen gibt es viele.
Die erste Quelle der Inspiration für den Yogalehrer ist seine morgendliche Meditation nach der Wechselatmung. Das ist Manna für die reine, göttliche Intelligenz. Ich lasse die Stunde und das Ziel los und bekomme dafür eine Stunde und ein Ziel.
Die wichtigste Quelle der Inspiration sind die Schüler selbst. Wenn ich sie vor der Stunde frage, wie es ihnen heute geht, erhalte ich neue Impulse, die in die Stunde einfließen. Im Frühjahr zum Beispiel hacken und graben viele wieder in ihren Gärten und kommen dann kreuzlahm in die Stunde. Oder kurz vor Vollmond können manche schwer durchschlafen, kurz vor Neumond sind manche etwas nervöser, zeitweise klagen mehrere Menschen im Konzert über Kopfschmerzen - alles das lenkt den Fokus dann auf die dazu passenden Übungen.
Natürlich passe ich die Übungen immer dem Level der Gruppe an. Und sicherlich habe ich auch einen roten Faden und eine Idee, wo der Kurs landen sollte. Doch in den ersten 20 Stunden passiert nicht so wirklich viel auf der körperlichen Ebene, da ist es unerheblich, ob die Teilnehmer den Kopfstand lernen oder nicht. Sie lernen ersteinmal ihren Körper neu zu entdecken und vor allem, den Atem bewußt zu benutzen.
Es gibt Tage, da sind alle so voller Adrenalin und können das über kraftvolle Sonnengrüße sinnvoll ausagieren, um anschließend eine sanft ausgleichende Vata-Stunde zu erleben, und es gibt Tage, da fühlt sich die Mehrheit völlig ausgelaugt und läßt sich mit Pranayama und aufbauenden Asana wieder zu neuer Kraft führen.
Von den indischen Ärzten lernte ich, die Stunden nicht so voll zu packen. Lieber die Konzentration auf drei, vier Asana und diese dann mit vorbereitenden Übungen aufbauen. Da sind 105 Minuten um wie nix!
Inspirierend sind vor allem Kinder. Vielleicht hast Du mal die Möglichkeit, dort zu assistieren. So bei den 5jährigen zB., besser kann man wohl kaum lernen, sein Konzept der lebendigen Realität anzupassen.
Jeden Tag stehn die Sterne anders, nie ist etwas so wie gestern, alles fließt. Im Ayurveda wird gelehrt, daß ein Kriterium für Gesundheit die Adaptionsfähigkeit an die Veränderungen der Natur, des Lebens ist.
In diesem Sinne - bleib gesund und geschmeidig, im Kopf wie in der Wirbelsäule!
Viel Herzensliebe und Freude bei Deinen Stunden wünsche ich Dir! (Sie werden einzigartig, weil Du sie mit Liebe gibst!)
Ganz herzlich,
Peter
Permalink-Antwort von Nataraja am 18. Februar 2012 um 9:12am Vielen lieben dank für die tipps - das beruhigt mich etwas mehr - dankeschön
ich wünsche dir ein entspanntes und erholsames wochenende
NAMASTE
Nataraja
Peter Brose schrieb:
Hallo liebe Nataraja,
es gibt kein Universalrezept für das Erstellen von Yogastunden.
Doch Inspirationen gibt es viele.Die erste Quelle der Inspiration für den Yogalehrer ist seine morgendliche Meditation nach der Wechselatmung. Das ist Manna für die reine, göttliche Intelligenz. Ich lasse die Stunde und das Ziel los und bekomme dafür eine Stunde und ein Ziel.
Die wichtigste Quelle der Inspiration sind die Schüler selbst. Wenn ich sie vor der Stunde frage, wie es ihnen heute geht, erhalte ich neue Impulse, die in die Stunde einfließen. Im Frühjahr zum Beispiel hacken und graben viele wieder in ihren Gärten und kommen dann kreuzlahm in die Stunde. Oder kurz vor Vollmond können manche schwer durchschlafen, kurz vor Neumond sind manche etwas nervöser, zeitweise klagen mehrere Menschen im Konzert über Kopfschmerzen - alles das lenkt den Fokus dann auf die dazu passenden Übungen.
Natürlich passe ich die Übungen immer dem Level der Gruppe an. Und sicherlich habe ich auch einen roten Faden und eine Idee, wo der Kurs landen sollte. Doch in den ersten 20 Stunden passiert nicht so wirklich viel auf der körperlichen Ebene, da ist es unerheblich, ob die Teilnehmer den Kopfstand lernen oder nicht. Sie lernen ersteinmal ihren Körper neu zu entdecken und vor allem, den Atem bewußt zu benutzen.
Es gibt Tage, da sind alle so voller Adrenalin und können das über kraftvolle Sonnengrüße sinnvoll ausagieren, um anschließend eine sanft ausgleichende Vata-Stunde zu erleben, und es gibt Tage, da fühlt sich die Mehrheit völlig ausgelaugt und läßt sich mit Pranayama und aufbauenden Asana wieder zu neuer Kraft führen.
Von den indischen Ärzten lernte ich, die Stunden nicht so voll zu packen. Lieber die Konzentration auf drei, vier Asana und diese dann mit vorbereitenden Übungen aufbauen. Da sind 105 Minuten um wie nix!
Inspirierend sind vor allem Kinder. Vielleicht hast Du mal die Möglichkeit, dort zu assistieren. So bei den 5jährigen zB., besser kann man wohl kaum lernen, sein Konzept der lebendigen Realität anzupassen.
Jeden Tag stehn die Sterne anders, nie ist etwas so wie gestern, alles fließt. Im Ayurveda wird gelehrt, daß ein Kriterium für Gesundheit die Adaptionsfähigkeit an die Veränderungen der Natur, des Lebens ist.
In diesem Sinne - bleib gesund und geschmeidig, im Kopf wie in der Wirbelsäule!
Viel Herzensliebe und Freude bei Deinen Stunden wünsche ich Dir! (Sie werden einzigartig, weil Du sie mit Liebe gibst!)Ganz herzlich,
Peter
Permalink-Antwort von haripriya-rāmani हरिप्रिय रामनी am 18. Februar 2012 um 1:23pm Lieber Peter, es ist einfach herrlich, einfach wunderschön, wie du das beschrieben hast.
Du sprichst mir aus dem Herzen. So, wie du es beschreibst, mache ich es auch immer.
Irgendwann fühlt man sich als Kanal und das göttliche fließt durch uns hindurch.....
Om shanti und lichtvolle Grüße von Haripriya
Peter Brose schrieb:
Hallo liebe Nataraja,
es gibt kein Universalrezept für das Erstellen von Yogastunden.
Doch Inspirationen gibt es viele.Die erste Quelle der Inspiration für den Yogalehrer ist seine morgendliche Meditation nach der Wechselatmung. Das ist Manna für die reine, göttliche Intelligenz. Ich lasse die Stunde und das Ziel los und bekomme dafür eine Stunde und ein Ziel.
Die wichtigste Quelle der Inspiration sind die Schüler selbst. Wenn ich sie vor der Stunde frage, wie es ihnen heute geht, erhalte ich neue Impulse, die in die Stunde einfließen. Im Frühjahr zum Beispiel hacken und graben viele wieder in ihren Gärten und kommen dann kreuzlahm in die Stunde. Oder kurz vor Vollmond können manche schwer durchschlafen, kurz vor Neumond sind manche etwas nervöser, zeitweise klagen mehrere Menschen im Konzert über Kopfschmerzen - alles das lenkt den Fokus dann auf die dazu passenden Übungen.
Natürlich passe ich die Übungen immer dem Level der Gruppe an. Und sicherlich habe ich auch einen roten Faden und eine Idee, wo der Kurs landen sollte. Doch in den ersten 20 Stunden passiert nicht so wirklich viel auf der körperlichen Ebene, da ist es unerheblich, ob die Teilnehmer den Kopfstand lernen oder nicht. Sie lernen ersteinmal ihren Körper neu zu entdecken und vor allem, den Atem bewußt zu benutzen.
Es gibt Tage, da sind alle so voller Adrenalin und können das über kraftvolle Sonnengrüße sinnvoll ausagieren, um anschließend eine sanft ausgleichende Vata-Stunde zu erleben, und es gibt Tage, da fühlt sich die Mehrheit völlig ausgelaugt und läßt sich mit Pranayama und aufbauenden Asana wieder zu neuer Kraft führen.
Von den indischen Ärzten lernte ich, die Stunden nicht so voll zu packen. Lieber die Konzentration auf drei, vier Asana und diese dann mit vorbereitenden Übungen aufbauen. Da sind 105 Minuten um wie nix!
Inspirierend sind vor allem Kinder. Vielleicht hast Du mal die Möglichkeit, dort zu assistieren. So bei den 5jährigen zB., besser kann man wohl kaum lernen, sein Konzept der lebendigen Realität anzupassen.
Jeden Tag stehn die Sterne anders, nie ist etwas so wie gestern, alles fließt. Im Ayurveda wird gelehrt, daß ein Kriterium für Gesundheit die Adaptionsfähigkeit an die Veränderungen der Natur, des Lebens ist.
In diesem Sinne - bleib gesund und geschmeidig, im Kopf wie in der Wirbelsäule!
Viel Herzensliebe und Freude bei Deinen Stunden wünsche ich Dir! (Sie werden einzigartig, weil Du sie mit Liebe gibst!)Ganz herzlich,
Peter
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