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Guten Abend!

Seit ein paar Monaten mache ich jetzt Yoga in einem YogaVidya-Stadtzentrum und ich bin sehr angetan. Die 2-jährige Lehrerausbildung interessiert mich auch.
Natürlich wird in meinen Yogastunden immer betont, dass es nicht darauf ankommt, dass man alle Asanas perfekt beherrscht. Den Kopfstand kriege ich allerdings auch nach ausdauerndem Üben noch nicht mal im Ansatz hin. Kann man denn überhaupt ein guter Yogalehrer sein/werden (und die Ausbildung bestehen), wenn man selber seinen Schülern gar nicht alle Asanas vorbildlich vormachen kann?

Über Erfahrungsberichte diesbezüglich von Yogis und Yoginis, die die Ausbildung bereits absolviert haben, würde ich mich sehr freuen.

Herzlichen Dank!

Om Shanti

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Hallo Katrin,

ich kenne viele gute Yoga Lehrer die den Kopfstand nicht beherrschen.

Mach' dir keinen Kopf.

Liebe Grüße Jyoti

Ein guter hatha-yoga Lehrer, zeichnet sich nicht durch ein speziellen âsana aus - Kopfstand ist nur ein Kopfstand, aber hatha-yoga ist w e s e n t l i c h mehr & tiefer !

Hallo Katrin,
ich habe erst am Ende meiner Ausbildung den Kopfstand kurz hinbekommen und beim Bogen die Oberschenkel nicht vom Boden hoch bekommen. Die unsportlichveranlagten Teilnehmer freuen sich über eine auch nicht so sportlichbegabte Lehrerin ;-) Es finden sich letztendlich die passenden Leute in den Kursen zusammen. Ich bin mit meinen Teilnehmern zusammen gelenkiger und ausdauernder geworden. So eine Yogalehrerausbildung ist schon alleine für einen selber machenswert :-)

Liebe Grüße,
Helma

Hallo Katrin,
zwar bin ich keine Yogalehrerin; aber ich kann den Kopfstand NUR mit Hilfe einer Wand zum hoch kommen, dass halten schaffe ich nun nach 11Jahren ohne Wand.

Also Kopf hoch!

Liebe Grüße Wuschel

Hallo Katrin,

ich stimme da Helma voll und ganz zu. Ich kann zwar den Kopfstand, wenn auch sehr wackelig, aber ich lehre ihn in meinen Kursen nicht. Die meisten Yogaschüler, die ich habe wären in meinen Augen vom Nacken her gar nicht in der Lage einen Kopfstand zu machen. Zunächst muss der Nacken und die Armmuskulatur gestärkt werden. Ansonsten sehe ich die Gefahr von Verletzungen. Meine Erfahrung ist, wenn ich Yogastellungen lehre, die ich auch nicht so toll kann, aber gut erkläre wohin die Reise gehen soll, dann sind alle sehr motiviert zu üben. Wenn ich etwas vorbildlich kann, bekomme ich zwar Bewunderung, aber ich merke auch gleich wie einige sich dann steif und ungenügend finden. Oftmals genügen schon die Vorübungen zum Kopfstand wie Delphin, Clown und herab schauender Hund.

Mach dir keine Sorgen.

Liebe Grüße
Bettina

Liebe Katrin, ich habe meine Yogalehrerausbildung bei einem Yogalehrer begonnen, der zu 80 % schwerstbehindert war und leider nach einem 3/4 Jahr verstarb. Meine Ausbildung musste ich dann anders beenden. Wahrscheinlich hätte ich nie mit der Ausbildung begonnen, weil ich gedacht hätte, ich kann die Übungen nicht gut genug. Aber so sah ich, dass es auf sehr viel mehr ankommt, wie "nur" die Übungen vorzumachen. Kannst du sie nicht vormachen, sollten die Ansagen umso präziser sein oder letztlich die Korrekturen. Die Übungen sind ja nur ein kleiner Teil auf dem Yogaweg und wir alle müssen da abgeholt werden, wo wir gerade stehen. Jeder von uns hat andere körperliche Voraussetzungen und wir haben ja gerade nur diesen einen Körper, mit dem wir arbeiten möchten. Also los und sich an den kleinen Fortschritten erfreuen, ob in den HathaYogaAsanas, in der Meditation, im KarmaYoga, im BhaktiYoga oder wo auch immer...............Das ist doch das Wunderbare, die Vielfalt. Viel Spaß dabei wünscht Parvati



parvati sagt:

Liebe Katrin, ich habe meine Yogalehrerausbildung bei einem Yogalehrer begonnen, der zu 80 % schwerstbehindert war und leider nach einem 3/4 Jahr verstarb. Meine Ausbildung musste ich dann anders beenden. Wahrscheinlich hätte ich nie mit der Ausbildung begonnen, weil ich gedacht hätte, ich kann die Übungen nicht gut genug. Aber so sah ich, dass es auf sehr viel mehr ankommt, wie "nur" die Übungen vorzumachen. Kannst du sie nicht vormachen, sollten die Ansagen umso präziser sein oder letztlich die Korrekturen. Die Übungen sind ja nur ein kleiner Teil auf dem Yogaweg und wir alle müssen da abgeholt werden, wo wir gerade stehen. Jeder von uns hat andere körperliche Voraussetzungen und wir haben ja gerade nur diesen einen Körper, mit dem wir arbeiten möchten. Also los und sich an den kleinen Fortschritten erfreuen, ob in den HathaYogaAsanas, in der Meditation, im KarmaYoga, im BhaktiYoga oder wo auch immer...............Das ist doch das Wunderbare, die Vielfalt. Viel Spaß dabei wünscht Parvati

Bei dem Yogastil, der bei Yoga Vidya unterrichtet wird, macht die Lehrerin/ der Lehrer keine Asanas vor.

Die Asanas werden nur angesagt.

Es ist ausdrücklich nicht erwünscht, das die Asanas vom der Lehrerin/ vom Lehrer vorgeführt werden.

Darum spielt die Fähigkeit die Asanas auszuüben bei der Yoga Vidya Grundreihe keine Rolle.

Du kannst also jahrelang Yogalehrerin sein, ohne das eine Schülerin/ein Schüler dein Unvermögen den Kopfstand zu machen überhaupt bemerkt.

Möge die Kraft mit dir sein - Diamir

Liebe Katrin,

ganz klare Antwort: natürlich kannst Du eine (tolle) Yogalehrerin werden auch ohne den Kopfstand zu beherrschen.
Mein Ausbilder sagte damals: Ein Yogalehrer soll seine Schüler nicht durch die eigenen Grenzen limitieren.

Entscheidend ist doch, dass Du die Asanas verstehst und sie anleiten kannst; Hilfestellungen und Korrekturen machen kannst.

Ein wunderbares Beispiel, dass das geht war für mich Wolfgang Kessler, der aufgrund starker Rückenprobleme Asanas selbst eigentlich gar nicht meht oder nur sehr eingeschränkt vormachen kann. Aber seine Stunden und Ausbildungen sind immer wieder ein Genuß.

Lass Dich nicht aufhalten - wenn es Dich zum Yoga zieht, hat das etwas zu bedeuten.

Viel Spaß

Jürgen

Kopfstand kann (oder kann nicht) jeder... ich denke das ist nicht tragisch.

Vielen lieben Dank für all die ermutigenden und angenehm relativierenden Berichte!
Ich werde nächstes Jahr mit der Ausbildung beginnen...:-)

Liebe Katrin,

warum möchtest du die Königin der Asanas schon nach ein paar Monaten Yoga beherrschen ;)
Du hast noch viel Zeit zum Üben. Eine Asana ist wie eine Meditation, übe und du wirst Fortschritte machen. Gehe behutsam mit der Asana um. Es ist nicht immer einfach einen erfahrenen Yogalehrer zu finden, der einem den Kopfstand richtig beibringt. Ich persönlich habe den Kopfstand erst richtig in einem Iyengar Seminar gelernt.
LG Sven

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