Hallo,
ich habe mir angewöhnt abends regelmäßig zu meditieren, seit etwa 2-3 Monaten. Gestern abend ist mir etwas besonderes aufgefallen:
So etwa nach 15-20 Minuten bemerkte ich meine Müdigkeit (war schon recht spät), weil ich fast nach hinten zurückgekippt wäre. Ich überredete mich noch ein paar Minuten weiterzumachen, und nach ein paar Sekunden veränderte sich etwas vor mir.
Normalerweise nehme ich den Raum in dem ich sitze wie eine "schwarze Teigmasse" wahr. Gestern war es auch noch kalt dazu, und darin saß ich dann.
Nachdem ich mich noch einmal zurechtgeruckelt hatte, bemerkte ich wie sich vor mir ein hellerer Raum auftat, die "Teigmasse" wich zu den Seiten und ich hatte den Eindruck in einen dreieckigen, nach oben hin spitz zulaufenden Raum hineingerutscht zu sein, der nicht sonderlich groß aber heller war. Die Ränder waren dunkelbraun.
Das erste Wort das mir spontan in den Sinn kam war "Kirche", später war es ein hölzerner Schiffsbug in dem man drin steht. So etwa (nur dunkler): Schiffsbug

Da war es heller, einen Tick wärmer und freundlicher. Das ganze hielt nur ein paar Sekunden an, dann schob sie die kalte, schwarze Teigmasse wieder vor meinen Augen zusammen und ich bemerkte, wie ich in meinem kalten Wohnzimmer saß.

Ich glaube, ich kenne solche Erfahrungen schon von früher, habe sie aber nie als etwas besonderes wahrgenommen.

Meint ihr, ob es sich dabei einfach um ein Abrutschen in den Schlafmodus oder um eine Meditationserfahrung gehandelt hat?

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Antworten

  • Liebe Lupi,
    es schön, dass du dich für die Meditation interessiers, und daran arbeitest und fragst wie du weiter kommst. Bleibe ohne Unterbrechung kondinuierlich bei der Meditation. Aber ganz wichtig zu deiner Meditationspraxis ist die (tägliche) Praxis von Asana und Pranayama, Japa (Mantrawiederholung). Erst dann wenn dein Körper durch Asana die Energie der Meditation auch gut tragen kann, und durch Pranayama dein Geist Ruhe findet, oder es geschied das du dich nicht mehr so sehr mit deinem geistigen Aktivitäten idendifizierst, dann wird sich auch deine Meditation weiter vertiefen und ein Teil von dir werden.

    Liebe Grüße
    Rafi

  • Liebe Rafaela,
    vielen Dank für deine Antwort. Mit der "Gewohnheit" hast du etwas angesprochen, was mir wichtig erscheint. Ich nehme den Raum in dem ich sitze als schwer, kalt und dunkel wahr, bin also noch sehr in meiner Sinneswahrnehmung verhaftet. Und die Sinneswahrnehmungen rufen dann gleich die "passenden" Gedanken und evtl. auch Gefühle hervor. Ich werde auf diese Verbindung beim nächsten Mal besonders achten.
    Wenn ich der Definition von Sukadev folge, dann waren diese 3-4 Sekunden tatsächlich eine echte Meditationserfahrung, da ich es tatsächlich sehr schade fand, als sich der Vorhang wieder zuschob.
    Danke für den Buchtipp und die Impulse,
    Viele Grüße
    Lupi

  • Liebe Lupinie,

    ich meine es war eine Meditationserfahrung. Du warst sehr entspannt, und das Sein hatte die Möglichkeit entweder in das Unbewußte (Schlaf) zu fallen, oder in eine bewußte geistige Wachheit, die bis in die gedankenfreie Bewußtheit führen kann. Das Ziel der Meditation ist, völlige geistige Sille mit reiner Bewußtheit das mit Wonne im Geschehen verbunden ist, und Freude nach der Meditation. Um diese ständigen tiefen Meditationen zu erreichen muss der Geist davor gereinigt sein.
    Die "schwarze Teigmasse" kann ich nicht gut Nachempfinden. Wichtig ist für dich, dass du dich damit nicht idendifizierst, sondern lass es geschehen, und gebe keine Energie rein in dem du daran denkst. Sei dir des Beobachters der beobachtet bewußt. Der wirkliche Beobachter ist unser Selbst völlig frei von Gedanken, keine idendifikation, nur Stille, gedankenlose Wachheit, Wahrnehmung.
    Du kannst auch mal bei deiner Meditationssitzungen, wenn du dieser "schwarzen Masse" wahrnimmt, dir bewußt werden, ob dein Geist/Verstand Gedanken produziert, vielleicht haben diese Gedanken diese schwarze Masse genährt, und dann ist daraus eine Gewohnheit geworden, so dass du in deinen Meditationen immer wieder diese Masse vor deinen Augen hast. Dann wäre es gut deinen Geist sanft und strickt auf etwas lichtvolleres auszurichten, z.B beobachtest du deinen Atem, bittest um Führung und Segen, wiederholst ein Mantra...
    Du schreibst, dass in deiner Meditationserfahrung die Masse ein Tick wärmer und freundlicher wurde, ich vermute, dein Geist/Verstand war in der Zeit durchlässiger und sehr aufmerksam.

    Sukadev sagte uns immer, wenn eine Meditatonserfahrung mit Freude und Leichtigkeit verbunden ist, dann war es eine echte Erfahrung.

    Es gibt ein sehr gutes Buch von Swami Sivananda das ich dir empfehlen kann "Übungen zur Konzentration und Meditation" (12 Euro). In diesem Buch werden viele Meditationserfahrungen geschildert.

    Und noch ein Link für die Meditationspraxis: http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/tag/Meditation-Podcast/

    Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden, und konnte dir hilfreiche Impulse geben.

    Liebe Grüße
    Rafaela

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