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Namaste liebe Hatha-Yoga-Begeisterte:
Meine von Yoga Vidya inspirierte Yoga-Praxis zusammengefasst auf meiner Homepage mit Youtube-Links:
www.freilandyoga.com
Dort gibt es ca. 30 Yoga-Übungsfolgen („Vinyasas“) im Freien, in schöner Landschaft und mit Musik, sowie weitere „Yoga-Mixe“ von Asanas mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad (vom „Anfänger-Level“ über zum Teil variierte „Mittelstufe“ bis zu „selbst kreierten“ Stellungen).
Falls ihr ähnliche Videos kennt, würde mich die Adresse derselben sehr interessieren! Vielleicht habt ihr Lust, ähnliche Videos (oder Fotos) von eurer Praxis zu machen und zu teilen. Ein Austausch würde mich sehr freuen!
Om Namah Shivaya von Markus

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Die Mondkrähe http://youtu.be/ceowWhBHQPU
… ist eine meiner Lieblingsvinyasas! Sie enthält u. a. 3 wichtige Grundstellungen: Schulterstand (Sarvangasana), Pflug (Halasana) und sitzende Vorwärtsbeuge (Paschimottanasana). Diese 3 lassen sich gut miteinander verbinden und man kann diese Folge dann mehrmals wiederholen. Im Video wird dabei der Schulterstand variiert.
Zu einer schwierigeren Stelle, dem Übergang vom Kopfstand zur Seitkrähe, habe ich ein schönes Lehrvideo von Celest Pereira gefunden :
https://www.youtube.com/watch?v=T-3HmxGEXQg&list=PLnfVayS2KTTJE...
Ich muss jedes Mal lachen, wenn ich ihren Erklärungen folge.
Okay jetzt auf die Matte...

http://youtu.be/0QLK44QiVhY

Den Kriegspfad verlassen
Dieses Video wurde an einer einsamen, sonnigen und friedlichen Stelle im Wald aufgenommen. Nur Vogelgezwitscher war zu hören. Es war eine herrliche Stimmung!
Früher, als ich noch keine grauen Haare hatte, hätte ich mich wohl gefragt: Was sucht dieser Mann auf dem Waldboden? Früher fand ich „New-Age-Musik“ kitschig und früher hätte ich die Beschwörungsformel „Om Shanti“ mit dreimaliger deutscher Übersetzung als etwas „dick aufgetragen“ empfunden.
Nicht zuletzt durch meine Yogapraxis versuche ich heute, den allgemeinen Kriegspfad zu verlassen und mir dämmert: Gegen den Wahnsinn und gegen die Gewalt (drinnen und draußen) kann ich nur eines tun: Mich selbst auf den Frieden (der hierzulande glücklicherweise in jedem Stück Natur jedem frei zugänglich ist) einzustimmen.
Yoga hilft mir dabei, den Frieden in mir zu schätzen (und vorher erst mal zu finden, oder wieder zu entdecken).
Om Shanti, Shanti, Shanti – Frieden, Frieden, Frieden

Sivananda Yoga unter einem Kirschbaum in Blüte

Jede(r) Yogaübende, der oder die eine „Mittelstufenstunde“ in der Sivananda-Tradition besucht hat, kennt die

12 Grundstellungen der „Rishikeshreihe“ :

1 Kopfstand  (Shirshasana)  2 Schulterstand (Sarvangasana)   3 Pflug (Halasana)   4 Fisch (Matsyasana)

5 Sitzende Vorwärtsbeuge (Paschimotthanasana)   6 Kobra (Bhujangasana)  

7 Heuschrecke (Shalabhasana)   8 Bogen (Dhanurasana)   9 Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)

10 Krähe (Kakasana)   11 Stehende Vorwärtsbeuge (Pada Hastasana)   12 Dreieck (Trikonasana)

Zur korrekten Aussprache der Sanskritnamen

Spätestens in meiner Ausbildung zum Yogalehrer bei Yoga Vidya in Bad Meinberg wurde mir klar, wie abgerundet diese Rishikesh-Übungsfolge ist: Die einzelnen Asanas bilden hier eine harmonische und abgestimmte Einheit, in der nichts fehlt. Auch die Reihenfolge ist sehr durchdacht (oder besser sehr erprobt) und ermöglicht einen „Fluss der Energien“ beim Üben. Bis heute bildet diese Reihe das Grundgerüst meiner täglichen Yogapraxis.

Mit meiner Vorliebe fürs „Flow-Yoga“ stellte sich mir dann allerdings eines Tages die Frage: Wie kann ich diese 12 Asanas unter Beibehaltung ihrer Reihenfolge fließend miteinander verbinden, ohne dabei die Matte zu verlassen und ohne mich „umzusetzen oder umzulegen“? Der Übergang vom Kopfstand zum Schulterstand über den Hund war die erste Entdeckung, die ich in einer Yogastunde machte und von da an praktizierte. Der Übergang von der sitzenden Vorwärtsbeuge in die Bauchlage zur Kobra, war dann das zweite „Problem“, das ich (wie in diesem Video) springend löste. (auch über den Kopfstand lässt sich dieser Übergang bewerkstelligen:  freilandyoga 6 YV Flow mit Skorpion und Pfau )

Auch wenn ich die einzelnen Asanas in der Regel länger als im Video halte (um die „energetische Wirkung“ der Stellungen zu spüren), achte ich doch immer auf fließende Übergänge beim Üben. Dadurch ist die Rishikeshreihe für mich noch mehr zu einer echten Einheit verschmolzen und ich liebe sie einfach <3

Auf den Seiten von Yoga-Vidya gibt es viele Tipps und Tricks zum Erlernen und Üben der Reihe: Yoga Video Yogastunden

Schön anzuschauen und mit anderen Übergängen ist die Yogasequenz mit Katja: Yoga Vidya Grundreihe

Vor schöner Kulisse wird sie von Yenny Peace demonstriert:

Yoga with Yenny: Sivananda Yoga - basic sequence

Hector Teran zeigt die einzelnen Stellungen in sehr fortgeschrittener Weise und insbesondere seine Heuschrecke ist sehenswert! 

Om Namo Bhagavate Sivanandaya

 

Der Letzte Stand
Umrahmt von 2 Giganten der Standfestigkeit, übe ich hier verschiedene Standhaltungen. Die Windräder sind dabei perfekte Vorbilder: Egal, wie turbulent es „oben“ in der Luft rotiert (also egal wie sehr der Geist beschäftigt ist): die feste Erdung, der feste Stand und die absolute Ruhe bilden die Grundlage für alle (geistige) Bewegung.
Anfang und Ende der Übungsfolge ist deshalb Shiva Nataraja: Der ruhende Pol im Flammenkreis, das reine Bewusstsein als Urheber des gesamten Universums.
Allerdings können philosophische Gedanken dieser Art zu Kopflastigkeit führen und so die Ausführung erschweren: Deshalb gilt: Weniger denken beim Üben!
Meine drei bodenständigen Einsichten aus dem „Letzten Stand“ lauten:
1. Nach Beendigung dieser Sequenz weiß man zu schätzen, dass man zwei Beine zum Stehen hat …
2. Standfestigkeit ist nicht immer leicht …
3. Wenn ich Perfektion in den einzelnen Asanas anstrebe, dann falle ich in der Regel schon am Anfang um! Es geht also eher um den gerade vorliegenden „letzten Stand“ und weniger um die Vollendung im Detail und in der Zukunft. Drei Mitstreiter, die dieses Prinzip verstanden haben, demonstrieren es hier (allerdings in einer anderen Sportart).
Gruß an den standfesten und ruhenden Pol in allen Wesen: Om Namah Shivaya!

freilandyoga im Sommer
Aus dem Haus – ins Freie raus
Offne Türen – Weite spüren
Frischer Duft in klarer Luft
Laufen, Atmen, Yoga üben
Den Geist belüften, den trüben
Bewegung im Fluss – purer Genuss
Neu belebte Bekanntschaft - mit der schönen Landschaft
Neben den alltäglichen Sachen
Irgendwas Schönes machen

freilandyoga im Winter
Ich bleib zu Haus – ich geh nicht raus
Draußen ists kalt – drin bleib ich halt
An wen richten sich jetzt meine Sonnengrüße?
An den Ofen vielleicht, der jetzt wärmt meine Füße
Statt über die Dunkelheit lamentieren
Einfach vorm Ofen praktizieren
Egal wo und egal wann: Yoga üben kann
Man im Winter wie im Sommer
Trotzdem: Hoffentlich bald wieder komm er !

Die dynamische Schildkröte als Sinnbild fürs Hatha-Yoga.
Hatha-Yoga ist für mich der harmonische Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. In dem Flow versuche ich, diesen Wechsel auszudrücken: Dabei bilden Karnapidasana (http://mein.yoga-vidya.de/photo/karnapidasana) und die einbeinige Krähe die beiden Pole: Karnapidasana steht für Rückzug (man hört und sieht nichts mehr in der Stellung) und die einbeinige Krähe für kraftvolle Anspannung. Auch Kurmasana (die Schildkröte) und Titibasana (die Feuerfliege https://www.youtube.com/watch?v=wLC-DAx5h2I ) bilden ein Gegensatzpaar: Obwohl sie fast gleich aussehen (was die Anordnung der Körperteile betrifft), hat man in der Schildkröte (im Idealfall wie bei Indrayani: http://mein.yoga-vidya.de/video/kurmasana-die-schildkr-te-f-r-fortg...... ) maximalen Kontakt zum Boden (man fühlt sich erdverbunden), in Titibasana dagegen stützen nur noch die Hände auf, was einige Kraft erfordert und eher feurig (daher wohl der Name?!) wirkt. Der Wechsel zwischen den zurückgezogenen und den nach außen gerichteten Asanas erfolgt in ruhigen und gleichmäßigen Bewegungen. Man kann die dynamische Schildkröte zeitlich kompakt üben (wie im Video), oder man kann insbesondere die entspannenden Asanas (viel) länger halten. Am Anfang und am Ende (als Alpha und Omega im Yoga) steht bzw. liegt Shavasana (http://mein.yoga-vidya.de/photo/shavasana-3 Dank an Wüppe56 für das tolle Foto!)
Om Tat Sat <3

Mein Lieblings-Satsang-Lehrer Muni hat mal gesagt: „Du redest immer nur mit dir selbst, auch wenn du mit anderen redest“. Meine Diskussion hier hat mich überzeugt  lol 

Suuuuper!

freilandyoga 34 Yoga Mix 5:
Variationen einiger Asanas aus der Rishikeshreihe
Wenn du die folgenden Grundstellungen sicher beherrschst („prepared for all things“), dann kannst du sie zum Beispiel so variieren:
Schulterstand und Pflug: lassen sich gut kombinieren!
Fisch: hebe die gestreckten Beine vom Boden ab und verstärke so die Weitung des Brustraumes
Schiefe Ebene: setze einen Fuß auf das andere Bein und erhebe dich einbeinig in die schiefe Ebene
Die seitliche Variante ergibt den Seitstütz (Vasishtasana)
Bogen: umfasse einen Fuß und bilde eine halben Bogen im Stehen (stehender Seitbogen)
Krähe: strecke die Beine in der Krähe („Titibhasana“)
Ein Bein strecken, anderes Bein im halben Lotus (Eigenkreation)
Stehende Vorwärtsbeuge: hebe die Fersen vom Boden und balanciere auf den Zehen

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