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Om namo Shivaya ihr Lieben,

ich interessiere mich für das Seminar Tattwa Shuddi in Bad Meinberg. Bin aber noch hin- und hergerissen.
Hat bereits jemand Erfahrung damit?
So wie, hat es ihm/ihr auf dem spirituellen Weg geholfen, gab es Schwierigkeiten, wie lange hat man es gemacht, wann soll man es besser nicht machen.

Das würde ich mich wirklich interessieren.
Im Netz habe ich leider nichts darüber gefunden, ausser die Seminarbeschreibung von Yoga Vidya.

Vielen lieben Dank.

Micki (weiblich) :-)

Tags: Erfahrungen, Shuddi, Tattwa, mit

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Hari Om, Micki,

vor einige Jahren habe ich den Kurs Tattwa Shuddhi mitgemacht und noch in Bad Meinberg begonnen, täglich zu praktizieren -- Begeisterung, resultierend aus dem Gefühl -- nein der Gewissheit --, hier genau das richtige gefunden zu haben. So etwas ist wohl nicht selbstverständlich. Ich selbst habe das zuvor nur noch einmal erlebt, ebenfalls bei einer Praxis aus den Tantras. Diese Art Übungen scheinen also für mich zu passen, insbesondere hat es eine gewisse Schönheit mit den tantrischen Werkzeugen zu arbeite: Mantra, Yantra, Mandala also mit innerem Klang und inneren Bildern. Für dich kann es sich aber auch ganz anders darstellen, und so kann ich auf keinen Fall sagen: "gehe hin und mache es".

Nalini Sahay's Unterricht ist anspruchsvoll. Das was sie Unterrichtet ist anspruchsvoll, absolut kein Einsteiger-Mainstream-Wellness-Yoga. Dieser und ähnliche Übungswege (z.B. der tantrische Kriya Yoga) sind für Menschen, die deutlich den Wunsch spüren "Hatha Yoga ist das Fundament, das Fundament ist gelegt, ich möchte weiter, ich möchte das ganze Haus, das auf diesem Fundament errichtet werden kann." Wenn du Nalini noch nicht begegnet bist und wenn du Zweifel hast, ob dieser Weg der richtige für dich ist, könnte es nützlich sein, zuvor ein anderes, kleineres Seminar bei ihr zu belegen, um Sie selbst, ihre Art zu unterrichten kennen zu lernen und ein Gespür für die Yoga-Lehre der Bihar School of Yoga allgemein zu bekommen.

Dann deine Frage nach den 'Früchten' und Gegenindikationen. Nach einem Jahr täglichen übens ohne Unterbrechung, hatte ich Gelegenheit mit Nalini über die Praxis zu sprechen. Sie bestätigte mir einige Erfahrungen mit dieser Übung und sagte mir, dass es nun genug sei. Ich war zwar zunächst nicht überzeugt, stellte aber kurz darauf fest, das sie recht hatte -- es war an der Zeit etwas anderes zu machen. Aber auch dies muss nicht für jeden in gleicher Weise gelten.

Definitiv kann ich bestätigen, dass es möglich ist, mittels dieser Übung tief liegende Spannungen zu lösen. Was aber nicht immer ohne Schmerzen (schmerzliche Emotionen) und ggf Tränen abgeht, die am Ende einer Sitzung allerdings immer aufgelöst werden. Ein gewisses Mass an Disziplin ist erforderlich, insbesondere, wenn man z.B. im Berufsleben steht und das Üben mit anderen Pflichten in Einklang bringen muss.

Aber wann sollte man es nicht machen? Meiner Meinung nach, wenn man sich vorbehaltlos prüft und zu dem Ergebnis kommt, dass einer dieser Faktoren zutrifft:
Ich habe bisher keine Erfahrung mit Meditation oder habe nicht selbstständig und regelmäßig meditiert; ich bin neugierig auf etwas Aufregendes, Unbekanntes; Ich habe Interesse, etwas über eine selten unterrichtete Technik zu erfahren; Ich mache es trotz der Furcht, nicht das Richtige gewählt zu haben; ich weiß, dass meine Zeit und Disziplin nicht hinreichen, um für einen gewissen Zeitraum regelmäßig zu Praktizieren; ich fürchte mich vor schmerzlichen Begegnungen mit meinen dunklen Seiten.

War ich nach diesem Jahr frei von allen Samskaras, habe ich Moksha erfahren? Nein. Dieses Üben ist eine Etappe auf einem sehr viel längeren Weg. Eine Etappe, die ich nicht missen möchte. Ich bin dankbar, dass ich diese Technik erlernen und für mich nutzen durfte und momentan sieht es so aus, als ob ich die Praxis für eine gewisse Zeit wieder aufnehmen werde -- eine neue Runde auf dem Karusell ;-)

Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben.

Hari Om
und herzliche Grüße

Bharata

Namasté liebe Micki,

es gibt das sehr aufschlussreiche Buch "Tattwa Shuddhi" (auf Deutsch), das ich mir hier bestellt habe:
http://www.yoga-anandaverlag.de/tattwa-shuddhi

Ich habe die darin beschriebene Übung eine Zeitlang gemacht, wenn auch nicht mit absoluter Regelmäßigkeit, so dass ich mich bezüglich Erfahrungen lieber zurückhalte. Auch weiß ich nicht, wie Nalini Sahay die Übungen praktiziert, da es besonders für den Alltag auch Variationsmöglichkeiten gibt.

Ich hoffe, dass ich bald wieder mehr in die Übung einsteige, habe aber auch noch andere Meditationspraktiken, und auch das Hatha Yoga möchte ich nicht vernachlässigen. So wird Tattwa Shuddhi wohl immer nur eine von mehreren Übungen für mich sein.

Om Shanti
Aurelia

Hari Om, Aurelia,

das Buch von Swami Satyasangananda ist tatsächlich sehr gut. Dennoch wäre meine Empfehlung für jeden, der Tattwa Shuddhi (oder auch andere fortgeschrittene Übungen) ernsthaft praktizieren möchte, im Rahmen eines Kurse, also in der Praxis unter Anleitung, die Techniken zu erlernen.
Das Buch ist dann eine ausgezeichnete Referenz, um im Nachhinein, z.B. nach einer Phase ohne Praxis, das eine oder andere Detail noch einmal nachschlagen zu können und auch, um in Ruhe das Verständnis der Hintergründe und Wirkungsweisen zu vertiefen.

herzliche Grüße
Bharata

Lieber Bharata,

das sehe ich im Grunde genauso. Ich dachte nur, das Buch könnte zur Information für die Fragestellerin auch von Interesse sein, bevor sie das Seminar mit Nalini Sahay besucht.

Ich selbst habe leider noch kein Seminar zu Tattwa Shuddhi besuchen können. Da ich in andere, sehr tiefenwirksame Meditationstechniken initiiert bin, die ich teilweise seit einigen Jahrzehnten praktiziere, weiß ich auch nicht, ob es sinnvoll wäre, noch eine Technik in meine regelmäßige Praxis mit hinzuzunehmen.

Herzliche Grüße
Aurelia

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