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Namaste,

Ich habe den Film kürzlich gesehen und bin immer noch schwer begeistert. Es ist ein Film, der Schönheit und Tiefe vereint und dabei immer leichtfüßig daherkommt, so wie die frische Brise, die ständig durch die exotischen Gärten Mysores weht.

Die Frage nach den ersten Asanas dient hier als ein roter Faden, aber im Grunde denke ich, geht es dem Regisseur v.a. darum dem Vergangenen aber auch der Vergänglichkeit seine Ehrerbietung zu erweisen, ihnen zu huldigen. Nicht umsonst beginnt der Film mit einem Bild des zerfallenen (Geburts?)hauses Krichnamarcharyas und wir hören aus den Off: "It is so difficult to find relics in India" (oder so ähnlich) während ein knatterndes Motorrad einmal quer durch das Bild fährt.
Das sind diese Szenen, in denen der gegenwärtige Moment so klar hervortritt, Modernität und Geschichte aufeinandertreffen, Indien halt.

Jeder hat ja seinen eigenen Blickwinkel auf so einen Film. Mir sind v.a. die Lehrer-Schüler-Beziehungen aufgefallen. Das Sympathische an dem Film ist, dass der Regisseur völlig unprätentiös als Lernender unterwegs ist und den Zuschauer großzügig teilhaben lässt, wann immer er Neues erfährt oder lernt. Und so lässt er sich dann auch von BKS Iyengar im Kopfstand unterweisen.

Überrascht hat mich v.a. B.K.S. Iyengar. Einmal haut er ungeduldig einem etwas tollpatschigen Schüler die Yogamatten um die Ohren und dann erzählt er von der Guru-Hölle oder dem Guru-Käfig, dem er entkommen konnte, als er selbst noch Schüler von Krishnamarcharya war, und dieser ihn zwang einen Spagatt zu machen ohne jegliche Vorbereitung. Der Iyengar verletzte sich dabei so schwer, dass er 2 Jahre eine Muskelzerrung auskurieren musste. Die alten Meister scheinen also nach modernen Gesichtspunkten eher schlechte Lehrer gewesen zu sein, ungeduldig, brutal, schnell reizbar und nur wenig schülerorientiert. Die ungeschönte Ehrlichkeit finde ich beeindruckend.

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Lieber Ratna und alle,

bitte "lass deine Geschichte rüberwachsen". Diese Sache, dass ich um die Quellenangabe bitte, hat auch damit zu tun, dass etwas gelöscht wurde, was du geschrieben hast. Es gibt also offensichtlich eine Zensur, oder? Oder hast du den eigenen Beitrag gelöscht???

Wenn du angibst, woher die Geschichte kommt, wird man vielleicht darauf vertrauen, dass wir alle (mit dem göttlichen Funken in uns) für oder gegen unser Wohl entscheiden können, ob wir deine Geschichte für wahr halten können oder besser nicht.

Namaste. Devani

Ich meine, da dieses Yoga... aus diesen Legenden bis in die heutige Zeit hinein immer noch aktuell ist und wirkt, und DAS ist, was uns zu Selbstverwirklichung führt, bestehen für mich die Legenden aus gottgegebener Wahrheit.



Devani schrieb:

........... auf das wesentliche gekuerzt - mk......
Ich schätze (den nondualistischen Philosophen (Vedanta)), der folgendes gesagt haben soll:
"Nur das ist wirklich, was sich weder verändert, noch aufhört zu sein." Ein hoher Maßstab! Welche Geschichte wird dem gerecht?

OM shanti. Devani

Liebe Devani: Danke! @all:

wollte mit den Geschichten ein Beispiel geben wie das mit Ueberlieferungen (siehe auch BG) i.d.R. so ist und ganz genau Wort fuer Wort genommen hat devani absolut recht... die wirkliche einzige Wahrheit kann nur erfahren werden und nicht ueberliefert, weil Worte, Gedanken sind, und die nur dual sein koennen um sich darzustellen...

kleine Anmerkung "Vedanta" war kein "Schriftsteller"... das ist eine Lehre/Tradition die auf den Veden aufbaut, daher Ved-anta... nachfolgend ein bisschen ueber Vedanta.... hier aus der online-Buecherei von YV.de:

Vedanta enthüllt, daß der Mensch seiner wahren Natur nach majestätisch ist. Die von Vedanta gelehrte Botschaft ist die Einheit aller Existenz.

Vedanta proklamiert die Realität des unteilbaren, innewohnenden und transzendenten Geistes. Die Materie wird nicht ausgeschlossen. Nichts wird ausgeschlossen.

..................................................

Die Sonne, die Blumen, der Ganges, der Sandelholzbaum, die Obstbäume, die Kühe - sie alle lehren die Welt praktische Vedanta. Sie leben, um der Menschheit in uneigennütziger Weise zu dienen. Die Sonne läßt Ihr Licht genauso über der Hütte eines Bauern erstrahlen wie über dem Palast eines Maharajas. Die Blumen verströmen ihren Duft an alle, ohne etwas dafür zu erwarten. Das kühle erfrischende Wasser des Ganges wird von allen getrunken. Der Sandelholzbaum verströmt seinen Duft auch an den Mann, der ihn mit der Axt umschlägt. Die Sonne, die Blumen, der Ganges, der Sandelholzbaum, die Obstbäume, die Kühe - sie alle lehren die Welt praktische Vedanta. Sie leben, um der Menschheit in uneigennütziger Weise zu dienen. Die Sonne läßt Ihr Licht genauso über der Hütte eines Bauern erstrahlen wie über dem Palast eines Maharajas. Die Blumen verströmen ihren Duft an alle, ohne etwas dafür zu erwarten. Das kühle erfrischende Wasser des Ganges wird von allen getrunken. Der Sandelholzbaum verströmt seinen Duft auch an den Mann, der ihn mit der Axt umschlägt.

Quelle:

von Swami Sivananda - der "Rest" recht interessant...

Hintegruende: Vedanta ist neben Samkhya eine der bedeutendsten Philosophie-Schulen Indiens und bedeutet im Wort eigentlich soviel wie "Ende der Veden".. Uebrigens war urspruenglich das Studium der Veden und das Befolgen der Rituale als Voraussetzung fuer das Studium des hoeheren Wissens, des Vedanta, angesehen. Nur wer so gereinigt war und den hoeheren Kasten angehoerte, durfte den Vedanta studieren. Was dem Geist der Veden wiederspricht, der Priesterkaste (Brahmanentum) jedoch guetlichst Genuege tat...Spaeter wurde die vorgeschriebene vorbereitende Reinigung des Schuelers anhand vedischer Rituale, durch Elemente des Bhakti-Yoga ersetzt, siehe auch Buddhismus - der den "mittleren Pfad" lehrte, der a.) fuer ALLE zugaenglich sein sollte, und b.) keine aufwendigen, kostspieligen Rituale forderte, sonder ganz simple Schritte, auch Armut, Demut und Aufrichtigkeit etc. lehrte.

Aber egal ich denke das es hierfuer vielleicht eine eigene Beitragsreihe eroeffnet werden sollte, da diese Abschweifung, vom eigentlich Thema abgeht...oder "atmet G_tt in ALLEM"?

Lieber mk und alle,
lese deine Antwort erst jetzt. Hatte mich verschrieben; "Ich schätze den nondualistischen Philosophen (Vedanta) Shankaracharya, der folgendes gesagt haben soll:
"Nur das ist wirklich, was sich weder verändert, noch aufhört zu sein."
Und wollte damit ausdrücken, dass das, was wir als wahr oder wirklich verstehen, häufig sicher nicht die Wahrheit oder die Wirklichkeit ist. Maya verschleiert vieles und wir sind bemüht zu entdecken, also die Decke, die alles verdeckt, zu lüften. Wir sind Menschen; wir können irren. Und vielleicht, wenn ich dir folge, sind wir oft auch nicht in der Lage, zu verstehen, zu begreifen. ". . . weil Worte Gedanken sind und die nur dual sein können . . ." Du verweist auf die Erfahrung. Ich würde von Meditation sprechen.
Danke für die Infos über Vedanta. Sehr schön! Habe ich auch mal lernen müssen.

"Atmet G tt in allem?", fragst du. Klar doch. Gott ist alles und in allem. Also auch im Atem. Alles ist "EINS".
Und der Film: "Der atmende Gott." ist doch auch auf der Suche nach den wahren Ursprüngen des Yoga. Und wenn Krishnamacharya seinen Kindern bei der Gartenarbeit aus den Veden rezitiert und erzählt hat, dann hat er sie doch darauf vorbereitet, zu erkennen, was wahr ist. In all seinem Bemühen hat er sie auf die Erleuchtung vorbereitet, auf jeder Ebene.
Schon toll.
Namaste. Devani

Auf DVD ist der Film seit 01. Januar 2012 zu leihen und zu kaufen.

Liebe Leute,

habe in einem Geschäft nachgefragt, um die DVD: "Der atmende Gott" zu kaufen. Sie haben im Internet bei ihrem Anbieter nachgeguckt und mir gesagt, dass der Film ab Herbst in den Laden kommt.

OM Shanti und herzlichen Gruß von Devani

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