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Die schwerelosen Steine am Yam Kineret (See Genezareth)

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Tags: Bhajan_Noam

Kommentar von Bhajan Noam am 22. Februar 2011 um 9:46pm
Dann kennst Du vielleicht auch diese Zeilen über Rabbi Israel von Rizin:

Zum Wort der Schrift "Aus Ackererde mache mir einen Altar, machst du mir aber einen Altar aus Steinen, baue sie nicht zugehauen ein, denn hast du dein Eisen über ihnen geschwungen, hast du ihn enrweiht", sprach der Riziner: "Der Altar aus Ackererde, das ist der, Gott über alles gefällige, Altar aus Schweigen. Machst du aber einen Altar aus Worten, dann seien sie nicht gehauen und gemeißelt, denn mit den stolzen Künsten entweihst du ihn." Leila Tov, Bhajan ***
Kommentar von Bhajan Noam am 23. Februar 2011 um 9:25am
Fortsetzung >

Vergiss nicht, dass hier ein Volk in seiner Gesamtheit eine tiefgreifende und alles umwälzende Gotteserfahrung gemacht hatte und mithin zu Priestern des Höchsten geweiht wurde. Am Sinai wurde Religion in ihrer ursprünglichsten Bedeutung und lichtvollsten Auswirkung im Innersten des Menschen selbst geboren – und sie begann, ihn von hier aus in einen Gottgleichen zu verwandeln.

Die Söhne Aharons, Nadab und Abihu, wurden nicht von einem zürnenden, rächenden Gott getötet, sondern hatten die Kraft des Rituals unterschätzt und sich durch Eigenkreation selbst im spirituellen Feuer getötet. Das ist hinduistischen Priestern, tibetischen Lamas und auch Schamanen nichts Fremdes. Gott ist neutral, er schenkt seine unendliche Kraft allen Wesen in gleicher Weise. Wie diese sie nutzen, liegt in ihrer freien Entscheidung. In ihrem Zentrum stehend, können wir diese Kraft als grenzenlose Freude in uns erleben, in ihre Peripherie uns begebend, erfahren wir sie als Leiden, Krankheit und Tod. Und nur so lernen wir scheinbar.

OM Shanti, Shalom, Peace Bhajan ***
Kommentar von Bhajan Noam am 23. Februar 2011 um 9:26am
Lieber Eduard!

Die jüdische Religion ist kein Spielplatz. Das Ereignis am Sinai war und bleibt in seiner Art einmalig und zeigte sich in den folgenden Jahrtausenden in seiner Auswirkung als die gewaltigste und bedeutendste Zäsur in der bereits Millionen Jahre währenden, geistigen Evolution der Menschheit. Hier wurde ein völlig neues Erziehungsprogramm in die Wege geleitet, unter Zuhilfenahme einer bis dahin nicht gekannten, ungeheuer starken, erleuchtenden Kraft.

Die Rituale im Tempel (zuvor schon in der Stiftshütte ausgeübt) waren gewaltig in ihrer Wirkung, vielleicht nur vergleichbar mit unserer heutigen Atomkraft, die einerseits im (geträumten) Idealfall segensreich, jedoch genauso todbringend sich auswirkt. Es kommt darauf an, wer sich ihrer und mit welcher Absicht bedient. Den Schriften entnehmen wir, dass die heilige Bundeslade für Feinde des Volkes Israel, aber auch für Unbedachte unter den Priestern eine krankmachende bis tödliche Wirkung hatte – und eine überaus segnensreiche für all jene, die sich an die höhere Ordnung und ihre Gesetze hielten.

Fortsetzung folgt >

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