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Verschiedenen Menschen haben verschiedene Meditationserfahrungen. Es gibt keine gemeinsame Erfahrung für alle. Es kommt auf das Temperament, die Art des Sadhana, den Ort der Konzentration und diverse andere Faktoren an. Manche hören Melodien in den Ohren. Manche sehen Lichter. Manche erfahren Ananda, spirituelle Wonne. Manche haben sowohl Prakasha (Klänge) als auch Ananda. In der Meditation kann man die Erfahrung machen, dass man sich von seinem Sitz erhebt. Manche machen die Erfahrung, dass sie in der Luft schweben oder fliegen.

Wenn du in intensiver Meditation die Erfahrung von einem Schimmer des Selbst machst, wenn du in der Meditation ein strahlendes Licht siehst und spirituelle Visionen von Engeln, Erzengeln, Rishis, Munis, Devatas und andere außergewöhnliche spirituelle Erfahrungen hast, lasse dich davon nicht erschrecken. Halte sie nicht irrtümlich für Geister. Nimm solche Erfahrungen dankbar an, freue dich darüber, überbewerte sie jedoch nicht. Gib dein Sadhana nicht auf. Strebe weiter. Harre fleißig aus. Beseitige einen Schleier nach dem anderen.

Aspiranten sind begierig darauf, bald spirituelle Erfahrungen zu machen. Sobald sie sie erhalten, erschrecken sie. Sie sind schrecklich beunruhigt, wenn sie über das Körperbewusstsein hinausgehen. Sie haben ständig einen hintergründigen Zweifel darüber, ob sie wie­derkommen werden oder nicht. Warum sollte man sich fürchten? So lange Karmas wirksam sind, wirst du in jedem Fall zurückkehren. Und wenn du dauerhaft in einem höheren Bewusstseinszustand verankert bist, spielt es in Wirklichkeit keine Rolle, ob du zum Körperbewusstsein zurückkehrst oder nicht.

Alle unsere Versuche sind hauptsächlich darauf ausgerichtet, über dieses Körperbewusstsein hinauszugehen.

Wir sind gewöhnt an bestimmte Begrenzungen. Wenn diese Begrenzungen plötzlich weg­fallen, haben wir das Gefühl, dass keine feste Basis mehr da ist, auf der wir stehen könnten. Das ist der Grund, warum wir uns fürchten, wenn wir über das Körperbewusstsein hinausgehen. Es ist eine neue Erfahrung. Mut ist notwendig. Tapferkeit ist eine unerlässliche Voraussetzung.

Manchmal werden dich niedere Geistwesen stören. Sie haben vielleicht hässliche grimmige Gesichter mit langen Zähnen. Verscheuche sie mit deinem starken Willen. Befiehl ihnen: „Verschwinde“. Sie werden weggehen. Sie sind Elementargeister. Sie schaden dem Sadhaka in keiner Weise. Dein Mut wird dabei geprüft. Wenn du ängstlich bist, kannst du in der Meditation nicht weiter voranschreiten. Schöpfe Kraft und Mut aus dem Atman im Inneren, der unerschöpflichen Quelle. Du wirst auch sehr guten Geistern begegnen. Sie werden dir bei deinem Vorankommen helfen.

Einige der Visionen, die du in der Meditation wahrnimmst, sind deine eigenen materia­lisierten Gedanken; andere sind reale objektive Visionen.

Wenn dein allgemeiner Gesundheitszustand gut ist, wenn du physisch und geistig fröhlich, glücklich und stark bist, wenn der Geist friedvoll und gelassen ist, wenn du in der Meditation Ananda erfährst und wenn dein Wille stark, rein und unwiderstehlich wird, kannst du an­nehmen, dass du Fortschritte in der Meditation machst und dass alles in Ordnung ist.



Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
für den spirituellen Weg


Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten
Auszüge aus Werken von Swami Sivananda

Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:

yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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