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Steve Jobs hatte im Neem Karoli Baba Ashram die Vision von Apple

Diesen Artikel habe ich leider nur auf Englisch gefunden, wenn jemand Zeit hat, darf er/sie ihn gerne übersetzen.

Steve Jobs visited Neem Karoli Baba Ashram Nainital.

Steve Jobs deeply influenced by the Indian spiritualism in 70s; Steve Jobs born February 24, 1955, visited India in 1974 as a hippie (the same hippie connection which makes many connect Steve with untidiness even now) for what he calls “spiritual retreat” and a philosophical quest. The move many psychologists, link to Jobs being adopted by foster parents right after birth; but later his biological parents(Steve jobs born as Steven Paul Jobs to an American mother and a Syrian father in San Francisco, California) happened to tie the knot and gave birth to and raised a child, Jobs’ biological sister. how he funded his India journey, by taking a job at Atari.

 

While at Cupertino Junior High School and Homestead High School in Cupertino, California, Steve, who always had inclination towards computers, used to attend after-school lectures at the Hewlett-Packard Company. After his graduation from high school in 1972, Jobs enrolled in Reed College in Portland, Oregon, but dropped out after first semester (first three months). Instead he enrolled himself in non degree Calligraphy (beautiful handwriting) classes; and stayed with friends in their hostel room. Monet skint, as he had ditched college degree, jobs used to audit classes at Reed, returned Coke bottles for food money, and didn’t refrain from getting weekly free meals at the local “Hare Krishna” temple (this is the Sunday free meal connection at Hare Rama Temple).

 

Jobs returned to California in 1974; and took a technician job at popular video games manufacturer Atari, primarily to save money for visiting India in search of spiritual enlightenment. Spending time there as a hippie in quest of eternal knowledge (experimented with psychedelics, calling his “acid” or Lysergic acid diethylamide experiences "), Jobs returned from India in the same year as a “Buddhist”; if not in practice but at least in appearance.

 

In 1976, Jobs founded Apple along with his college friend Steve Woznaik; with whom he used to attend after school Hewlett-Packard Company classes as well. According to Steve, he got the inspiration to found Apple, during his stay in India. In India, Steve visited Kainchi Ashram, in Nainital, in the state of Uttarakhand (the Ashram of Baba Neem Karoli or Baba Neeb Karori, considered a reincarnation of Lord Hanuman, a monkey God in Hinduism); and it’s where he is believed to have got the vision to create Apple.

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Tags: Apple, Ashram, Bhajan_Noam, Neem_Karoli_Baba, Steve_Jobs

Kommentar von Cornelia am 16. Oktober 2014 um 4:39pm

Und? Was willst Du uns damit mitteilen, Bhajan?
Jobs hat seine Energien zum Gründen eines zweifelhaften weltumspannenden Unternehmens befähigt, das - wie alle anderen Digital-Konzerne - zunächst der Illusion der grenzenlosen Kommunikation aufgesessen und unterdessen zur Weltmacht durch seine Überwachungsfunktion und Marktbedeutung aufgestiegen ist. Sein Laden und die anderen Player wie Google etc. verdienen daran, dass wir uns in das Netz des www verstricken, überwacht und ausgespäht werden; Cross-Media -Marketing, Virales Marketing und die dauernde optische Einzäunung unseres Geistes durch Angebote im TV und Internet, die durch die genaue Auswertung unserer unseren WWW-Suchen passgenau für jeden von uns generiert werden - das hat Jobs mit geschaffen. Wenn es eine Weltverschwörung gibt, dann hier! Zudem nimmt Apple billigend in Kauf, dass die Zulieferer ihre ArbeiterInnen ausbeuten und vergiften. Jobs selber war bestenfalls ein ambivalenter Zeitgenosse, wie die meisten so genannten "Genies" - merke: allerallermeistens sind es Männer mit riesigen Egos ...

Zu den Zustände bei Apples Zulieferern:
1. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/foxconn-erneut-se...
2. http://www.youtube.com/watch?v=KgwlZZjRC0A

Zu Jobs himself: http://www.deutschlandradiokultur.de/held-und-mistkerl-zugleich.950...

Also, was willst Du mit deinem Post mitteilen?

Kommentar von Bhajan Noam am 16. Oktober 2014 um 10:47pm

Liebe Cornelia, ob Frauen oder Männer wir sind alle Genies und Arschlöcher. Manche sind es im Kleinen und manche trauen sich, ihr Leben total zu leben, und sind beides im großen Stil. Ich will nicht mehr mitteilen, als oben in dem Artikel steht. Ich finde es zum Beispiel interessant, dass Steves Vater Syrer ist oder war (das wusste ich nicht). Also jemand mit einem syrischen Vater wurde in einem Land (USA), dass Syrien schon lange gerne platt gemacht hätte, wenn Putin es nicht bisher verhindert hätte, ein äußerst einflussreicher Mann. Ist es mit den Juden nicht ähnlich, sie sind in vielen Ländern in der Kultur, im Bankwesen und auch in der Politik sehr einflussreich, obwohl sie überall Feinde haben und eigentlich niemand sie wirklich versteht und mag. Steve Jobs hatte einige geniale philosophische Reden gehalten, war aber zugleich ein knallharter Geschäftsmann. Er war ein großer Beatles-Fan, daher auch Apple (die ehemals eigene Plattenfirma der Beatles). Er war wie diese spirituell sehr interessiert. Er war ein wirklich genialer und kompromissloser Designer. Ich schreibe gerade auf einem Apple. Er mag ein großes Ego gehabt haben, das ist aber wichtig auf dem spirituellen Weg. Wer sein Ego noch nicht gelebt hat, wie soll er es loslassen. Das ist eine unmögliche Forderung im Yoga.

Es gibt keinen besonderen Grund, warum der Artikel dort oben steht und ich hatte keine Botschaft mit ihm bezweckt. Gründe und Botschaften sollte sich jeder selbst suchen. Du hast zum Beispiel mindestens einen gefunden. ;-) Liebe Grüße, OM Shanti ***

Kommentar von Cornelia am 17. Oktober 2014 um 3:53pm

@ Bhajan: Dafür machen Putin und seine wild gewordene männliche Soldateska die Krim und das Donezk-Becken platt und führen Europa an den Rand eines Krieges. Gott bewahre uns vor allen Genies und Helden!

Zum Thema Syrien empfehle ich die Lektüre von Rafik Schamis "Die dunkle Seite der Liebe". Dort liest man von heil-losen Männern, die offenbar ob ihrer politischen und sozialen Machtlosigkeit so leiden, dass sie ihre Familien mitleiden lassen müssen. Da wird von oben nach unten durchgetreten. Am Ende trifft es immer die Frauen und Kinder. Wieviel Schmerz und Lieb-Losigkeit muss in diesen Männern im Irak, Syrien, Afghanistan etc. sein, dass sie ihn in ihren Familien weitergeben? Ander kann man sich die Gräuel nicht erklären. Und bei Putin und seinesgleichen ist dieselbe Dynamik am Werk.
Ich bete um das Wachstum von Liebe und Vergebung in diesen Männerherzen. Jaya Mata Kali!

Kommentar von Bhajan Noam am 17. Oktober 2014 um 5:05pm

Moment, Moment, Moment……!!! Wir müssen erst einmal eine gemeinsame Verständnisebene finden. Wer ist bitte wild geworden…? Hängst Du etwa noch am Tropf der Mainstream-Medien, oder wie kommst Du zu einer solchen Aussage? Entschuldige bitte, aber wache auf! Putin ist der Mensch, der bisher einen dritten Weltkrieg verhindert hat. Und das nicht durch "wild gewordene Soldateska" sondern durch seine äußerste Besonnenheit und Klugheit. 

Du musst Dir schon ein paar Nächte oder Tage um die Ohren hauen und Dich jenseits von ARDZDFBILDFRZZEITSPIEGELTAZUSW… Informationen - und zwar Qualitätsinformationen - aus dem Netz zu fischen. Das ist harte Arbeit, das ist erschreckend, das ist äußerst beunruhigend, das wird Dein Gehirn umwälzen, das wird Dir den geliebten Boden unter den Füßen wegreißen, das wird bekannte Sicherheitsmechanismen zum Einsturz bringen, aber das ist notwendig - und unumgänglich. Ich denke, dass Du das schon ansatzweise getan hast.

Was Du über Syrien schreibst, geschieht in Wahrheit weltweit, überall. Die Liebe fehlt sehr - und dennoch ist sie überall. Auch in scheinbar verrohten Männern. Und auch Frauen müssen nach der Liebe in ihren Herzen suchen.

Ich lasse Dir und allen, die es lesen wollen, hier ein Kapitel aus meinem Buch "WELTGESCHICHTE" folgen. Dieses Kapitel kann, für sich genommen, vielleicht nicht komplett verstanden werden, dennoch ist es ausreichend, um in das Thema "Gewalt", die in uns allen ist, vielleicht ganz neu oder tiefer reinzuspüren.

Bhajan Noam - WELTGESCHICHTE…wird in diesem Buch geschrieben - 10. Kapitel

10. BARONS DRITTE LEKTION BEI LEA –

      PHANTASIE IST IMMER DER BEGINN      

 

Am Morgen hatten Lea und Baron gemütlich und ausgiebig gefrühstückt. Danach machten sie einen kleinen Spaziergang und kauften einige notwendige Dinge ein. Zurückgekommen forderte Lea Baron auf, ihr in den L&L zu folgen, denn sie hatte beschlossen, gleich heute eine weitere Lektion ihres Unterrichts folgen zu lassen. Sie sah, dass in dieser Nacht und seit ihrer letzten Lektion eine große Reinigung und neue Öffnung in Baron geschehen war. Das sanfte Strahlen in seinem Gesicht, das schon in den Bergen begonnen hatte, hatte an Klarheit und Intensität zugenommen. Aus seinen Augen war alles Stumpfe,  alles Verschlossene, waren die „Seelenbarrieren“ fast gänzlich verschwunden. Und er schien bereit zu sein für sein nächstes, intensives Abenteuer. Lea war es, und sie wusste, auf was sie sich einließ.

 

Beide ließen sich im L&L im Meditationssitz nieder und gingen in die Stille. Lea fiel wie immer sofort in tiefe Meditation und Baron gelang die innere Beobachterrolle diesmal ebenfalls rasch. Seine Schulung und sein eigenes Bemühen brachten erste Früchte. Nach zehn Minuten kostbarer Stille kündigte sie an, sie wolle nun einige grundsätzlichen Gedanken äußern, um ihn in das heutige Zusammensein einzustimmen. Sie bat ihn, er solle ihr entspannt und mit geschlossenen Augen, weniger mit dem Kopf, mehr mit dem Herzen, zuhören.

 

„Bewusst praktizierter Sex, mit Achtsamkeit empfangener und erlebter Sex ist eine Form von zunächst körperorientierter Meditation. Sobald wir uns aber in der Weise auf Sex einlassen und  immer bewusster mit den Energien umgehen, spürsamer geben und empfangen, kunstvoller und liebevoller in Austausch treten, befinden wir uns schon auf dem Weg zu höher schwingenden Ebenen. Tantra nutzt die ganze Bandbreite der Energien, der Schwingungen zur Unterstützung jener Menschen, die bereit sind für diesen spirituellen Weg. Tantra klammert nichts aus, sondern erkennt alles als einen natürlichen Ausdruck des kosmischen Spiels an. Tantra wirkt sehr spielerisch und ist es auch. Dennoch ist Tantra eine Wissenschaft, eine intuitive Wissenschaft und eine hohe Kunst, die den Menschen dienen möchte, sich zu erkennen, sich weiterzuentwickeln und alles Unwirkliche, alle Missverständnisse, alle Prägungen mehr und mehr abzustreifen. Tantra ist die Wissenschaft von der Natürlichkeit und die Kunst, dem Menschen einfache Wege aufzuzeigen, natürliche Methoden zu geben, mit denen er zuletzt die Stufe der  höchsten Wirklichkeit erlangen kann. Tantra sagt, dass es fünf Entwicklungsstufen im Sex gibt. Zuerst ist Sex Selbstzweck. Dann ist Sex Verbindung. Als Nächstes reift er zu Liebe heran. Danach hebt er uns in die wache Bewusstseinsebene, Sex wird zu Präsenz. Und am Ende der Entwicklung ist er unser Sprungbrett ins Namenlose, ist er Transzendenz, ist er pures Sein. Sex ist für Tantriker diese eine ewige Energie, die sich durch unser ganzes Leben, durch unseren gesamten Werdungsprozess hindurch höher und höher, weiter und weiter entfaltet. Mit wachsender Reife verfeinert sich Sex von Stufe zu Stufe ganz  allmählich zu kosmischer Bewusstheit. Bei allem aber, von der ersten bis zu letzten Stufe, spielt Phantasie die wesentliche Rolle. Phantasie ist immer der Beginn von allem Neuen, von jedem großen Aufschwung. Als erstes beflügelt uns immer die Phantasie, dann folgt der Mut zu unserem nächsten Schritt nach oben. Phantasie ist verspielte Intelligenz, die uns auffordert, die Dinge leicht anzugehen. Jede Handlung, ja schon beim Denken, sollten wir mit Leichtigkeit beginnen. Mit Leichtigkeit, mit Verspieltheit und mit Freude sollten wir unser Leben genießen als einen puren Tanz der Energien! Wenn wir spielerisch, ohne Zwang, ohne  Verbissenheit denken, handeln – leben!, stellt sich Phantasie, stellt sich die Inspiration von alleine ein. Phantasie verträgt keine Schwere. Sie braucht den weiten Raum, Freiheit, Freude und Beschwingtheit als Nahrung. Schwere ist tödlich für sie. Da uns Sex, wie ich vorhin begann, durch unsere gesamte Entwicklung hindurch begleitet und trägt, oder weit mehr noch, da wir Verkörpe-rung dieser großen und großartigen Energie sind, sollten wir ganz besonders im Sex spielerisch, phantasievoll und daraus resultierend achtsam und liebevoll sein. Verspieltheit entwickelt Sensibilität in uns. Wir werden empfindsamer für unsere eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer, unserer Partnerinnen und Partner in diesem großen Lebensspiel, das eigentlich ein Liebesspiel sein sollte. Empfindsamer geworden werden wir wie von selbst auch friedvoller und liebevoller. Wenn wir aufgehört haben uns selbst zu ver-letzen, wird es uns unmöglich sein, andere zu verletzen. Denn es ist ja unsere eigene Verletztheit und Selbstvernachlässigung, die uns aggressiv gegen über dem anderen, dem Spiegelbild, macht. Liebe aber fordert Achtsamkeit, und Liebe fordert Hingabe. In Liebe versunken, beginnen wir letztlich die Große Einheit zu ahnen, nach der wir uns alle aus tiefster Seele sehnen. Und jetzt ist es kein weiter Weg mehr“. 

 

„Das war heute ein langes Vorwort“, endete Lea fröhlich lachend, „Du musst es nicht alles verstanden haben, es reicht vollkommen, dass du zugehört hast. Alles Gehörte, ob bewusst oder unbewusst aufgenommen, geht nicht verloren. Doch jetzt: Carpe diem! Heute wird das L&L dein Spielzimmer sein – und ich bin dein passiver Spielpartner. Oder dein Spielzeug.  Spiele aber haben Regeln, sonst wären sie nichts weiter als tödliches Chaos. Du wirst die Regeln heute herausfinden. Deine Phantasie wird das Spiel kreieren und ebenfalls dessen Regeln“.

 

Baron schaute zunächst hilflos drein. Er hatte nicht damit gerechnet, heute selbst die Initiative ergreifen zu müssen. Zu sehr schon hatte er sich in Leas Gegenwart in die passive Rolle eingefügt. Aber er wusste auch, dass es nicht darum ging nachzudenken, sich etwas auszudenken, sondern spontan zu handeln, sich wach der Energie des Augenblicks zu stellen. So ließ er seinen Körper einfach zur Musikanlage wandern, weil es ihn dort hinzog. Ihm fiel sogleich eine CD von David Garrett in die Hand. Wie oft wohl hatte er sie in seinem „früheren Leben“ schon gehört! Er legte sie ein und programmierte nur dieses einzige Stück ein: Air von Johann Sebastian Bach. Dann legt er sich mit dem Bauch mitten auf das große Oval ihres Liebeslagers und breitete seine Arme weit aus. Er bat Lea, sie möge sich Rücken an Rücken obenauf  legen und sich von seinem Körper tragen lassen, sich dahingleiten lassen. Hoch über den Wolken. Mit ihm, Baron, der jetzt Gwaihir war. – Er empfand Leas Gewicht so leicht wie eine Feder. Sie breitete ebenfalls ihre Arme aus – und so wurden sie zu dem großen, vierflügeligen Zaubervogel Roq. 

 

Ihr beider Atem war unmerklich sanft und eins geworden, ein warmer Aufwind hob sie höher und höher empor. Weit unter ihnen verschwamm die Landschaft, hoch über ihnen näherten sich die Silbersterne in engelgleichem Glanz. Baron überkam eine nie gekannte Freude und zugleich eine nie gekannte Traurigkeit. Er wollte lachen, und er wollte schluchzen, doch in ihm war nur Stille, waren nur lautlos perlende Tränen.

 

Das Stück war zu Ende, doch Barons Geist hatte schon lange vorher die Musik verloren. Er fühlte nur dieses zarte Einssein mit Lea und diese silbern flirrende Weite, in die hinein sich beide weiter und höher und freier… freier ausdehnten, als er es sich je hätte erträumen können. Seine Tränen liefen ungehemmt und er wollte nie wieder, nie wieder zurückkehren, eine vage Angst flammte auf.

 

Und da brach es schon aus ihm heraus – barst es aus tiefsten Schichten, die bloß lagen, offen wie Höllentore! Dort hatte es auf Erlösung geharrt: Das entfesselte Tier! – nackte, blindgeborene, abgrundschwarze Aggression! Und das Tier wollte Lea, die schöne Lea zerstören, ihr Gewalt antun, sinnlose Gewalt in seinem Rasen, es wollte, jaaa es wollte, nein es musste sie töten, sie vernichten, es für alle Ewigkeiten auslöschen, dieses grelle, peinigende Licht des Lebens…

 

Mit schwarzen Blitzen war tödlicher Hass in seine allzu tiefe Liebe gefahren! Kalt brennender Wahn, der ihn zu überwältigen drohte, nein, sich seiner schon bemächtigen hatte! Wahn, der seine Nerven und Adern durchschoss! – Dieser winzige, noch bewusste Anteil von Barons Verstand… was sollte er tun, was konnte er tun, was durfte er tun …? Wie konnte er sich und Lea, vor allem Lea, vor allem sie! noch vor sich, vor diesem Abgrund seines Mörderherzens retten? Er zwang sich mit letztem Willen, er zwang sich, liegen zu bleiben! Er zitterte vor gestautem Hass, er bebte vor unbeherrschtem Zorn… Seine größte Feindin, sein scheinbar ahnungsloses Opfer lag reglos und entspannt auf seinem Rücken! Er betete zu einem Gott, den er hasste, den er verhöhnte, den er verlachte. Er betete, er betete, er betete trotzdem. Etwas erinnerte ihn an den Beobachter, er sollte Beobachter sein, er sollte kühl betrachten… und er hasste ihn, er hasste diese Bewusstheit, er hasste diese Liebe, diese grausame, zärtliche Liebe, er wollte den Taumel, er wollte den Tod!  

 

Und zugleich kroch in ihm die entsetzliche Angst hoch, dass sie alles wusste, alles spürte, natürlich alles wusste, natürlich alles spürte… und dass es nie wieder, niemals wieder zwischen ihnen so sein würde! – Da endlich löste sich der Schrei, der Eine Schmerzensschrei aus tiefer Nacht! Da rissen die Ketten, die geschmiedeten Schmerzensketten, da sprangen die Schlösser des Eisensarges und entließen das lebendige, warme Kinderherz!  Er schrie und schrie und schrie… Er wusste nicht wie lange, wie viele Folterstunden, wie viele Klagewochen, wie viele Höllenleben… er wusste nichts!

 

Als er sich seiner wieder bewusst wurde, hielt ihn Lea, die starke Lea, fest in ihren Armen. Und sie schaute ihm unverwandt und so voller Zärtlichkeit in die Augen, in die tränenverschwommenen Augen, die vom bitteren Salz kalt brannten und jetzt vor Süße erblinden wollten! Er schloss sie und ließ sich halten und es war solche Dankbarkeit in ihm, solche Liebe, dass er nur Eines wollte, dass er nur leben, ja total leben wollte, frei leben…

 

Und ganz plötzlich erkannte er, dass es gar keinen Hass gibt, nicht in ihm, nirgendwo, in niemandem, es gibt nur Liebe, Liebe, die fließt und Liebe, die nicht fließt, Liebe, die leidet und sich endlich befreit, Liebe, die gewalttätig ist, Liebe, die heiß den frostigen Boden durchstößt, Liebe, die blühen will, weil sie blühen muss, weil es ihre Aufgabe ist, ihr ganzer Zweck, Liebe, die nicht weiß, wie man es sanfter tut, unschuldige Liebe.

 

Baron fühlte sich frei, frei und unendlich weit, leicht und alle Zeit – alle Schönheit, alle wahre Zärtlichkeit, alle nicht danken müssende Dankbarkeit, alle nichts beweisen müssende Liebe. Alles nichts wissen wollende Wissen war in ihm erkannt. Jetzt. Hier. Er verstand. Ein wenig. Und er umarmte Lea, und mit Lea sich selbst und die ganze Welt. 

 

„Du hast DAS SPIEL in dir gefunden, und du hast DIE REGELN entdeckt. Lieber Baron, jetzt bist du frei, ich lasse dich gehen oder bleiben, ich lasse dich immer mich lieben, überall, in jedem, denn da ist nur Liebe. Und du wirst nie wieder wirklich leiden“.

 

© Bhajan Noam 2014

 

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