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Spannende YOGA–Diskussionen aus dem Netz. Bitte interessante Funde hinzufügen! So lernt ihr etwas über die Gedanken, die Vorbehalte, die Ängste und natürlich auch die Entdeckungsfreude, die Fortschritte, die Erfolge eurer Mitmenschen und eventuell eurer Schüler kennen. So hört ihr etwas über die Vielfalt der Erlebnisse und Erfahrungen. Manches wird euch an euch selbst erinnern oder an eure Eltern, eure Partner, eure Freunde, euer Umfeld. Ich hoffe, es trägt vor allem dazu bei, toleranter, verständnisvoller und mitfühlender zu werden, den Menschen besser zuzuhören und in seinem eigenen Denken, Kommunizieren und Handeln klarer zu werden. - Dies ist ein kleiner Anfang, ich freue mich auf eure Fortsetzungen!

 

Schlumpf hat folgendes geschrieben: Und wieder hat ein katholischer Pfarrer aus dem deutschen Bibelgürtel Oberpfalz-Bayerischer Wald-Alpentäler zugeschlagen. Er warnt im Pfarrbrief vor Yoga, weil das die Annahme einer anderen Religion sei.

 

AdvocatusDiaboli: sorry, aber er hat vollkommen Recht. Yoga IST eine religiöse Praxis, die allerdings auch in Indien gelegentlich als bloße Gymnastik betrieben wird. Sie ist nicht selten, auch in deutschen VHS-Kursen, mit einer bestimmten Philosophie verbunden, man kann auch Religion sagen, die mit dem Katholizismus nicht kompatibel ist. Es ist vielleicht "uncool", wenn ein Pastor so etwas sagt, aber das ändert nichts daran, dass Yoga im Kern eine Form der "Selbsterlösung" ist, wie übrigens jede Form von Meditation, und damit mit den Christentum nicht vereinbar.

 

Mecellinius: Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder sich selber erlösen könnte. ;-/

 

Murphy: Darum gehts doch gar nicht. Der hat wahrscheinlich spitz gekriegt, dass die Leute lieber zur VHS zum Yoga reinfahren als bei ihm in der Messe oder im Pfarrgemeinderat zu hocken.

 

Zitat: Clemens Neck, Sprecher des Bistums Regensburg: "Yoga ist eine religiöse Praxis, die ihren Ursprung in hinduistischer und buddhistischer Tradition hat. Mit dem Ziel, Entspannung herbeizuführen oder Erkrankungen vorzubeugen, kann man Yoga heute im Westen auch weitgehend ohne Übernahme des weltanschaulichen Hintergrundes ausüben."

 

AdvocatusDiaboli: Also so ähnlich wie etwas womit frühe 'Christen' ein Problem hatten: wenn sie auf dem Fleischmarkt waren wussten sie das einige der Tiere als Opfertiere in diversen Tempeln einem 'Gott' geopfert wurden. Wie damit umgehen? - Rat des Paulus: nicht nachforschen, kaufen und essen. Nur wenn es einem ungefragt gesagt wurde das jenes Fleisch Opferfleisch ist nicht essen. - Übertragen auf Yoga: mitmachen wenn es blank um Entspannung usw. geht, nicht mitmachen wenn als 'religiöse' Praxis ausgeführt.

 

AdvocatusDiaboli: Aber das ändert doch nichts am Prinzip. Ich habe jedenfalls in meinem Yoga-Kurs damals massive "Missionsversuche" über mich ergehen lassen müssen, die meinen Kontakt zum Yoga ziemlich unsanft unterbrochen haben (was eigentlich schade ist). - Prinzip und biographischer Einzelfall passen leider nicht zusammen. Die katholische Landfrau, die Yoga-Kurse abhält, wird weiterhin keine Missionarsarbeit gegen ihre eigene Religion leisten... Yoga ohne Weltanschauungsgefasel ist möglich, das hat dann auch nichts mit Vereinnahmung durch die RKK zu tun. Ist halt indische Gymnastik. Dass es Yoghuretten gibt, die ihren Glauben verbreiten wollen, kann ja durchaus vorkommen.

 

Smallie: "Gefährdet sind vor allem jene Körperregionen, die für viele Menschen ohnehin zu den Problemzonen gehören: Wirbelsäule, Schulter-, Knie- und Hüftgelenke. Übungen, bei denen man sich stark zurückbeugt wie bei der Kobra und dem Aufschauenden Hund, belasten den unteren Rücken. Wer Schulterstand probt, ohne die Schultern etwas erhöht auf einem Podest abzulegen, riskiert Nackenschmerzen. Und der typische Lotussitz mit gekreuzten Beinen kann zur Qual für die Knie werden, wenn man sie mit großer Anstrengung Richtung Boden drückt. "Häufig werden beim Yoga Bänder, Sehnen und Gelenke überdehnt", sagt Ingo Froböse, der an der Sporthochschule Köln das Institut für Bewegungstherapie leitet."

 

Mirko: Hallo, dieser katholische Pfarrer ist schlau. Erst bemerkt er die Konkurrenz und dann ergreift er Gegenmaßnahmen. Sicherlich zu seinem Bedauern sind nicht alle in der katholischen Kirche so schlau wie er.

  

Fake: Das muss aber keine Taktik sein. Es kann auch ehrlich empfundene Sorge sein. Jesus sagt schließlich "Niemand kommt zum Herrn denn durch mich." Alle anderen "Heilswege" sind folglich potentielle Wege in die Hölle. Die christliche Nächstenliebe zwingt doch einen gläubigen Menschen geradezu fehlgeleitete Schäfchen auf den rechten Weg zurück zu leiten.

 

Marcellinus: Du beschreibst aber nur, dass dein besonderer Yogi das mit Religion vermischt hat. Das muss aber nicht sein. Man kann Yoga (nicht nur Hatha-Yoga) auch völlig ungläubig nehmen und sich dabei sogar in der Tradition befinden. Dir Bhagavad Gita definiert Yoga so (aus dem Gedächtnis): Gib auf die Anhaftung an Erfolg oder Nichterfolg deines Tuns und tue deine Pflicht. Diese Ausgeglichenheit des Geistes nennt man Yoga. - Wenn man will, kann man da auch den Zen drin erkennen. Zen kenne ich nur über ein Buch von Viallet, Hatha-Yoga aus einer vieljährigen Praxis, mit der ich aufgehört habe, nachdem ich meditative Zustände fast überall finden konnte: beim Laufen, auf dem Fahrrad, an der Maschine in der Produktion (Letzteres war besonders praktisch: Ich habe mal 3 Wochen im Ferien-Job im Akkord 175% gearbeitet, mit extrem niedriger Ausschussquote und war dabei so abgeschaltet, dass ich neben der Arbeit nur noch 2 Std Schlaf pro Tag gebraucht habe.) Das hat alles mit Glaube oder Religion selbst herzlich wenig zu tun, es handelt sich einfach um eine Psychotechnik. Was es allerdings gibt, sind religiöse Vorstellungen, mit denen es einige Leute leichter schaffen, sich in diese Techniken zu begeben. Der Rosenkranz ist auch nichts anderes.

 

Outsider: Du schreibst das wie immer schöner als ich. Nur zwei Einwände bzw. Ergänzungen. Zum einen kann man Yoga als Gymnastik und Psychotechnik betreiben, aber das heißt noch nicht, daß es immer gemacht wird, nicht einmal in der Mehrzahl der Fälle. Es ist gibt ein paar Prominente (Ich meine mich an Ralf Bauer zu erinnern, die das durchaus weiter fassen). Und zum zweiten wird, was wir als Psychotechnik sehen, von Religiösen nicht selten als (Ersatz-)Religion verstanden, allerdings als eine, die sie ablehnen.

 

Pyrrhon: Der Denkfehler dabei ist, dass es sich dabei nicht mehr um Yoga handelt, sobald nur die Körperübungen übernommen und praktiziert werden und auf den gesamten Rest verzichtet wird. Es ist dann lediglich Gymnastik. Genau der Rest, auf den verzichtet wird, macht das Yoga aus. - Es ist aus der Sicht der Nichtreligiösen zwar so, dass die Vermischung unterschiedlicher religiöser Lehren und Praktiken völlig gleichgültig ist. Trotzdem sind Christentum und Yoga zwei unterschiedliche Sachen. Aus der Innensicht des Christentums heraus ist das, was dieser Geistliche sagt, schlüssig. Unter dieser Voraussetzung hat er Recht. Dass das Christentum und andere Religionen absurd sind und zu Intoleranz anderen Religionen gegenüber neigen, ist allerdings wieder eine andere Sache.

 

 

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Tags: Bhajan_Noam, Netz, Yoga, Yoga-Diskussionen

Kommentar von Bhajan Noam am 12. September 2014 um 8:39am

BERLINER MORGENPOST im Gespräch mit mit Florian David Fitz (8. 9. 2014)

In seinem neuen Film "Lügen und andere Wahrheiten" spielt der Schauspieler einen Yogalehrer. Eine Form der Entspannung, der er auch privat nachgeht. Zeitweise zumindest. Ein Gespräch.

Eigentlich wollten wir ja mit der Yoga-Matte zum Gespräch kommen. Yoga, das ist ja der neue Modesport unter Schauspielern. Alle tun es. Manche, wie Ursula Kaven, schreiben sogar Bücher darüber. Und Florian David Fitz spielt in seinem neuen Film "Lügen und andere Wahrheiten", der diese Woche ins Kino kommt, sogar einen Yoga-Lehrer, der Meret Becker und Thomas Heinze anleitet. Dafür hat er sogar Lehrer-Seminare besucht. Gern hätten wir mit ihm den Hund oder die Kerze gemacht. Am Ende macht ein Schauspieler seine Übungen dann aber doch lieber allein.

Berliner Morgenpost: In "Lügen" spielen Sie den Yogalehrer recht überzeugend. Machen Sie auch privat Yoga?

Florian David Fitz: Ja, ich hab damit vor zehn Jahren angefangen. Ich mach es jetzt aber nicht so super regelmäßig.

Ist das Ihre Art, fit zu blieben, "herunterzukommen"?

Das ist definitiv eine Art, obwohl das immer sehr tagesformabhängig ist, wie sehr der innere Lautsprecher quakt. Manchmal ist da ein Spaziergang hilfreich, manchmal joggen, manchmal ein bisschen wandern. Manchmal ein Wodka. (lacht)

Wie ist das für andere, wenn ein Promi in der Yoga-Gruppe ist?

Ich merk das immer nicht, weil die Leute da immer so verschlafen und ungeschminkt aussehen. Aber die Leute sind ja dort, um bei sich zu bleiben, also lassen sie sich auch nicht von irgendwelchen Promis aus der Fassung bringen, die neben ihnen in ihren Beckenboden atmen. Also ihren eigenen.

Haben Sie eine Lieblingsstellung?

Ich mag den Ellenbogenstand und das Rad. Ich hasse den Hund. Der ist für Männer ja ziemlich unbequem und kommt hundertmal pro Yogastunde. Ich hab auch mal gern Handstand gemacht, weil der dir eine genaue Konzentration abverlangt, nicht zu viel zu wagen. Das lernt man beim Yoga fürs Leben: Sobald du zu viel Ehrgeiz hast, fällst du um.

Ist Yoga auch etwas für die Entspannung zwischendurch? Etwa im Wohnwagen, während Drehpausen?

Taschenyoga vielleicht. (lacht) Im Trailer ist doch da gar kein Platz. Außerdem muss man ja immer im abrufbereit sein, im Kostüm.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet? Haben Sie einen Kurs für Yoga-Lehrer besucht?

Ja, hab ich in der Tat. Das war ziemlich toll. Ich hab endlich ein bisschen was über Meditation gelernt.

Und könnten Sie jetzt auch Yoga-Stunden geben, als Nebenjob etwa?

Ich glaube da braucht man so ungefähr 2.000.000 Stunden Praxis, also: nein.

Wird es jetzt auch bald ein Buch geben? Das ultimative Yoga-Buch von Florian David Fitz?

Ich habe schon Ursula Karven gefragt, ob wir das zusammen machen. (lacht) Sie hat aber Nein gesagt.

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