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Religiöse Themen sollen immer mehr aus der Öffentlichkeit verschwinden, so auch der Weihnachtsmarkt

"Ein Weihnachtsmarkt in Berlin wurde in diesem Jahr in „Wintermarkt“ umbenannt. Der religiöse Bezug soll aus dem Namen verschwinden, um alle Bevölkerungsgruppen mit einzubeziehen." Das schreibt Bild am Sonntag. Das ist leider auch meine Erfahrung. Unser bisher wunderschöner Weihnachtsmarkt in Villingen (Schwarzwald) hat kaum noch Lichterschmuck und mittlerweile ebenfalls die Beleuchtung "Weihnachtsmarkt" eingebüßt. - Die BZ (Berliner Zeitung) schreibt: "Der Wintermarkt in der Bergmannstraße folgt einem Trend, der in Kreuzberg sogar politisch vorgegeben wird. Weihnachtsmärkte auf öffentlichen Straßen und Plätzen sind nicht erwünscht, weil sie religiöse Symbole zeigen. So will es die große politische Mehrheit aus Grünen, Linken, Piraten und SPD.

In Friedrichshain-Kreuzberg wird es in diesem Advent noch weitere Märkte geben, die sich vom Christfest abkoppeln, z. B. den „Kultur-Wintermarkt“ in der Prinzenstraße 35–38 und den “Naschmarkt” in der Markthalle am Marheinekeplatz. - „Ich spüre eine Tendenz zur Antireligiosität im Bezirk“, sagte CDU-Fraktionschef Götz Müller. Er hatte sich mit seinen Parteikollegen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Anfang des Jahres bereits vergeblich gegen einen Änderungsantrag der Piraten gestemmt, die das Wort „Religion“ aus dem Kriterienkatalog für bürgerliches Engagement im Bezirk streichen wollten. Möglichst einmal im Jahr vergibt der Bezirk an verdiente Bürger eine Ehrenmedaille für „herausragendes Engagement  in Gesellschaftsbereichen wie zum Beispiel Jugend und Familie, Kultur, Soziales, Sport, Umwelt, Entwicklung, Innovation, Wirtschaft und ein friedliches Miteinander“. Religion wird seit Februar da nicht mehr geführt. Ein Skandal, fand die CDU und informierte die Kirchen. 

Die Stadt Lüdenscheid gibt offiziell bekannt, dass ihr Weihnachtsmarkt jetzt Wintermarkt heißt. Ohne Kommentar nennt Rüttenscheid  seine weihnachtlichen Lichter "Winterbeleuchtung". Ebenfalls kommentarlos und offensichtlich ohne Widerspruch heißt auch der Weihnachtsmarkt am Münchener Flughafen bereits seit 1999 "Wintermarkt". Und so könnte ich endlos weitermachen mit Hannover, Bad Cannstadt, Beckingen im Saarland… Popkultur und Wirtschaft werben schon lange mit Seasons's Greetings. 2004 begann der „War on Christmas“ in den USA. Das, was viele US-Amerikaner heute als den „War on Christmas“ bezeichnen, begann 2004: große US-Konzerne erteilten ihren Mitarbeitern das Verbot, ihren Kunden „Merry Christmas“ zu wünschen, stattdessen war nur noch das neutrale „Happy Holidays“ (Fröhliche Feiertage) gestattet. Ein wütender Aufschrei ging durch das ganze Land, das „Merry Christmas“ erlangte eine neue, trotzige Bedeutung. Und wenn Amerikaner empört sind, so rufen sie nicht nur nach Boykott, sondern setzen diesen sofort in die Tat um. Nachdem der konservative TV-Sender FOXNews die Namen der Konzerne öffentlich machte, mussten diese zurückrudern und das erteilte Verbot wieder zurücknehmen.

Bewahrt bitte eure Tradition, kappt euch nicht selbst eure Wurzeln und lasst sie von niemandem antasten. Spielt nicht das Spiel der "Grauen Männer" aus Politik, Industrie und Banken, die alles egalisieren wollen, die nur Kommerz kennen, deren Seelen von Geld und Macht erdrückt wurden. Es ist nicht egal, ob man etwas so oder anders nennt. Alles hat seine eigene Schwingung, die uns prägt. Man kann etwas leichthin als Nostalgie abtun, aber man wird irgendwann die Leere in sich spüren.

Ich wünsche euch allen eine gesegnete und friedvolle, Advents- und Weihnachtszeit!

- Bhajan Noam -

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

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Tags: Bhajan_Noam, Weihnachtsmarkt

Kommentar von jailakshmi am 7. Dezember 2014 um 10:04am

... "ist doch nur dem dümmlichen gehorsam ihrer eigenen ärmlichen inneren welt geschuldet" ... so wunderbar drückte es der comedian dieter nuhr (sah ich gestern auf rbb) aus ... "ärmliche innere welt" ist mein zusatz ... er meinte parteien und andere obrigkeiten ... aloha jailakshmi

Kommentar von Rainer am 10. Dezember 2014 um 3:15am
Vielleicht stecken die "geflügelten Jahresendfiguren" hinter dem "Wintermarkt" ? - Deshalb: Im Namen der Engel: Für Weihnachten !
Rainer

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