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Einiges über die Zahl 13 und den Freitag in anderen Kulturen

Einiges über die Zahl 13 und den Freitag in anderen Kulturen:
 
Die Zahl 13 wird in der christlichen Tradition und in vielen anderen Kulturen als Unglück bringend gefürchtet. Es gibt sogar ein Wort für die Angst vor der 13: Triskaidekaphobie. Im Judentum dagegen ist die 13 eine gute, Glück bringende Zahl. Im hebräischen Alphabet gibt es ein ständiges Spiel zwischen Buchstaben und Zahlen. Jeder Buchstabe entspricht einer Zahl oder trägt einen numerischen Wert. Es gibt im jüdischen Mystizismus eine ganze Disziplin, die Gematria (vom griechischen Wort Geometry abgeleitet), die sich damit beschäftigt, versteckte Bedeutungen in den Zahlwerten von Wörtern aufzuspüren. In der Gematria ist 13 der Zahlwert von „Liebe“ (hebräisch „ahava“) und von „Einer“ (hebräisch „echad“), was gleichbedeutend ist mit Gott im täglichen Gebet. Nach den Phasen des Lebens im Judentum ist 13 das Alter der Reife oder Verantwortung. Jungen bekommen Bar Mizwa, werden in die Gemeinde aufgenommen und verpflichtet, die Gebote des Judentums einzuhalten. Die Bar Mizwa wird oft als Familienfest mit mehreren hundert Gästen gefeiert. Religiöse Juden erbitten Gottes Segen, indem sie die 13 göttlichen Eigenschaften rezitieren (Exodus, 34:6-7). Moses Maimonides, ein bedeutender jüdischer Gelehrter des Mittelalters, hat den jüdischen Glauben in 13 Prinzipien zusammengefasst, von denen das 13. Folgendes ist: „Ich glaube mit festem Glauben, dass die Toten auferstehen werden, wenn es Gott gefällt.“

 
Kelten und Germanen

Das Mysterium des kosmischen Geschehens der Gestirne und Planeten war untrennbar mit den Gottheiten selbst verbunden, die hinter diesen Himmels- erscheinungen standen. Warum der Dreizehnte zu einer Unglückszahl wurde, hängt auch mit dem Übergang von einer matriarchalen zu einer patriarchalen Gottes- und Gesellschaftsordnung zusammen. Der alte Glaube der matriarchalen „Mondreligion“ mit ihrer heiligen Zahl 13 wurde verteufelt und diskriminiert. Damit wurde auch die 13 zur Unglückszahl.

Die keltische Woche hatte 15 Tage. Jede Woche begann mit dem Tag nach dem Vollmond und endete mit dem darauffolgenden ersten Tag des Neumondes. Und man zählte wieder 15 Tage bis zum ersten Tag des Vollmondes. Neumond und Vollmond waren vergleichsweise Festtage, wie unser heutige Sonntag. Diese beiden Festtage schlossen zwischen sich zwei 14-tägige Wochen ein. Der 15. Tag war der Mondwechsel (Wechsel = Woche). Der 2. Tag vor Mondwechsel war der 13. Tag der Urwoche. Die Mondwechsel-Wirkung beginnen bereits 2 Tage vor dem astronomischen Neumond bzw. Vollmond. Dieser Mondwechsel wirkt sich auf das Verhalten von Menschen, anderen Lebewesen und aufs Wetter aus, was mindestens seit den Kelten bekannt war.

Der 13. Tag der "Keltenwoche" war also der sogenannte "Urfreitag", an welchem die Mondkräfte besonders auf die Lebewesen einwirkten. Um derartigen Mondkräften etwas Einhalt zu gebieten, trug jeder Kelte damals einen sogenannten "torques", einen Gold- oder Silberring, um den Hals. Von der heutigen Wissenschaft wurde dieser Torques als Mondamulett identifiziert, da als Mittel der Abstrahlung, die diesen Metallen eigen ist, von hohem Wert für die Kelten war, um die Mondkräfte erträglicher zu machen. Um dem Urfreitag damals die Gefahren zu nehmen, fasteten die Kelten an diesem Tag. Dem Körper wurde der Übergang in diesen Tag erleichtert durch wenig oder gar keine Essensaufnahme. An Urfreitagen fanden keine Versammlungen statt, weder eine Jagd noch ein Kriegszug wurde da veranstaltet. Es wurde aber an diesen Tagen gerne geheiratet, da der Mond die Liebessehnsucht steigerte.

Freilich ist der heutige Freitag nicht mehr ident anzusehen mit dem keltischen Urfreitag, denn unser Kalender ist naturfern und künstlich geworden. - Die Germanen haben auch den Urfreitag als von besonderer Einwirkung auf das Liebesleben erkannt und gekennzeichnet, indem sie ihn ihrer Ehe- und Liebesgöttin Freya weihten. Von ihr hat er bis heute seinen Namen Freyatag, Freitag, beibehalten. Christlicher Mythos hat ihn, wohl um ihn jeder heidnischer Bedeutung zu berauben, zum Sterbetag von Jesus erklärt, womit er einen traurigen Rahmen erhielt.

 
(verschiedenen Quellen entnommen)

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com
 
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Tags: 13, Bhajan_Noam, Freitag, Germanen, Hebräer, Kelten, Kultur

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