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Lavendel gehört zu den beliebtesten Duftsträuchern überhaupt. Aus seinen Blüten werden Duftsäckchen, Badeöle und Seifen hergestellt. Und die hübsche Mittelmeerstaude kann noch mehr. Ihre Blüten sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern tun auch dem Körper Gutes.

Der violettfarbene Lavendelstrauch enthält neben ätherischen Ölen auch Linalylacetat und Linalool sowie Gerbstoffe und Flavonoide. Beheimatet ist die Heilpflanze im gesamten Mittelmeerraum.

Lavendel in der Heilkunde

Es werden vier wildwachsende Lavendelarten verwendet: Echter Lavendel, Speik-, Schopf- und Woll-Lavendel. Jede Lavendelart besitzt einen Anwendungsschwerpunkt, kann aber auch mit anderen Lavendelölen ergänzt bzw. kombiniert werden. So wird Echter Lavendel bei seelischen, psychischen oder emotionalen Beschwerden eingesetzt. Die Blüten und Stiele der anderen Lavendelarten eignen sich ideal für längerfristige Einsätze und werden häufig für Duftkissen bzw. -säckchen verwendet.

Wirkungsweise und Anwendungsmöglichkeiten

Lavendelblüten besitzen nachweislich nicht nur eine antibakterielle, sondern auch eine krampflösende, entzündungshemmende und beruhigende Wirkung. In verschiedenen Anwendungsformen (z. B. als Haut-Öl oder Salbe, Inhalations- oder Badezusatz, Tee, Kapsel, Dragee oder Tablette) werden sie daher bei

  • Unruhe oder Nervosität,
  • Einschlaf- oder Schlafstörungen,
  • Magen- und Darmbeschwerden,
  • Bauchschmerzen,
  • Blähungen oder Verdauungsstörungen,
  • Kreislaufbeschwerden bzw. -störungen eingesetzt.

Lavendelduft als wichtigste Anwendungsform

Über seinen Duft kann Lavendel seine Wirkung am besten erzielen, da nur so das volle Wirkspektrum in sämtliche Bereiche wie den Kopf, die Bronchien bzw. die Lunge und die Atemwege gelangen kann und unmittelbar und ungefiltert auf die Psyche wirkt. Der intensive und angenehm aromatische Lavendelduft hat eine beruhigende und reinigende Wirkung, die auf vielfache Weise heilsam ist. Für die innere Anwendung werden deswegen Lavendelblüten auch gerne für Duftsäckchen bzw. -kissen verwendet, wodurch der lang wirkende und milde Duft auch auf Baby und Kleinkinder beruhigend wirken kann oder Insekten abwehrt. Lavendelöl verteilt sich über Duftlampen im Raum und wird gerne für Aromatherapien eingesetzt, kann aber auch innere Unruhe, Angstzustände oder Sorgen mildern. Äußerlich wird Lavendelöl für Massagen oder Bäder eingesetzt, wodurch eine entspannende bzw. entkrampfende Wirkung erzielt wird. Auch in der Geburtshilfe wirken Lavendelbäder entspannend bzw. Wehen fördernd und können somit die Geburt einleiten.

Neben- oder Wechselwirkungen, Gegenanzeichen und Einschränkungen

Häufig wird angegeben, dass keine Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Mittel bzw. Gegenanzeichen bei der Verwendung von Lavendel bekannt sind. Dennoch sollte folgendes berücksichtigt werden:

Alle konzentrierten, ätherischen Öle können die Haut oder Schleimhaut reizen. Bei Kindern sollten bis zum zweiten Lebensjahr generell keine ätherischen Öle angewendet werden, um Atemprobleme zu vermeiden.

Allgemeines über Lavendel

Wir kennen aus (Ur-)Großmutters Zeiten die Lavendelkissen, die Wäsche duften lassen und Motten aus dem Kleiderschrank verbannen. Aber die vielfältigen Heilkräfte des Lavendels (Lavandula officinalis L.) nutzen wir viel zu selten! Erfahren Sie mehr über die Inhaltsstoffe des Lavendels und welche Wirkung ihm im Einzelnen nachgesagt wird.

Lavendel gehört schon seit Jahrtausenden zu den beliebtesten Duft-, Heil- und Schönheitskräutern. Aus dem Mittelmeerraum zu uns gekommen, ist er inzwischen winterhart geworden und kann auch in unseren Gärten gedeihen. Er wächst als Halbstrauch mit unten verholzten und oben krautigen Trieben.

Seine grau-grünen Blätter sind schmal, fast nadelig und besonders im unteren Teil der Äste mit weißlichen Haaren filzig überzogen. Am Ende jedes Triebs steht eine Scheinähre aus 5 kleinen, (hell)blau-violetten Blütchen, die einen wunderbaren Duft verbreiten.

Seine Wiedergeburt in der Aromatherapie oder in der Duftlampe hat das Lavendelöl seiner entspannenden Wirkung auf Körper und Geist zu verdanken. Lavendel ist aber auch als Tee ein vorzügliches Heilmittel bei Angst, Nervosität, Unruhe und die körperlichen Beschwerden, die dadurch entstehen. Er besänftigt zornige Gemüter, hebt die Stimmung, gleicht innere Disharmonien aus und lindert depressive Anwandlungen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • ätherisches Öl
  • Gerbstoffe
  • Cumarine (besondere Form der Glukoside, antibiotisch wirksam)
  • Flavonoide (meist gelbe Pflanzenfarbstoffe)
  • Triterpene

Das Öl der Lavendelblüten hilft sofort

Der Lavendel (Lavandula angustifolia) aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) ist auf den kargen Kalkböden des Mittelmeerraums heimisch. Der 30 bis 100 cm hohe, ausdauernde Halbstrauch trägt graue nadelartige Blättchen. Ende Juli erscheinen die dunkelblauen bis violetten Blütenstände. Getrockneter Lavendel wird meist aus Südfrankreich importiert.

Zu medizinischen Zwecken dienen die Blüten. Sie werden entweder sofort nach der Ernte ab Ende Juli getrocknet oder zu Öl verarbeitet.

 

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Lavendels sind:

  • ätherische Öle: Linalylacetat (bis 60 %), Linalool (bis 35 %), Campfer, Cineol, Citronella, Cumarin, Geraniol
  • Bitterstoffe
  • Flavonoide

Das intensiv duftende ätherische Öl gilt als der medizinisch mit Abstand wichtigste Inhaltsstoff der Heilpflanze.
Baden Sie abends in Lavendel

Schon die alten Römer nutzten frische Lavendelblüten als beruhigenden Badezusatz. Daher kommt auch der botanische Namen: „Lavare“ heißt auf Lateinisch baden oder waschen. In der Klostermedizin hatte die Duftpflanze ab dem Mittelalter ihren festen Platz als Heilmittel gegen Schmerzen und Krämpfe aller Art. Außerdem schützten Duft-Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten die Vorratskammern und Wäschetruhen unserer Vorfahren vor Schädlingsbefall.

So wirkt Lavendel:

  • entkrampfend
  • schmerzstillend
  • blutdruckregulierend
  • entspannend
  • schlaffördernd

Den Lavendel können Sie innerlich als Tee und Tinktur anwenden. Für äußerliche Einreibungen und Wickel dient das Öl, das Sie auch als Duft- bzw. Badeöl für eine beruhigende Aromatherapieverwenden können. Wenden Sie das extrem gehaltreiche Lavendelöl niemals unverdünnt äußerlich an, sondern immer nur im Verhältnis 1:9 mit einem neutralen Öl, z. B. Mandeloder Sesamöl, verdünnt, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Das sind die Anwendungsgebiete von Lavendel:

  • Kreislaufschwäche und Durchblutungsstörungen
  • schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Gelenkschmerzen inkl. Rheuma
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Nervenschmerzen (Neuralgien)
  • nervöse Magen- und Darmbeschwerden, z. B. Blähungen
  • nervöse Unruhe
  • Erschöpfungsdepression
  • Schlafstörungen

Die Kommission E beim früheren Bundesgesundheitsamt hat den Lavendel offiziell als pflanzliches Heilmittel gegen erschöpfungsbedingte Kreislaufschwäche sowie Unruhezustände und Einschlafstörungen anerkannt.

Bei einer akuten Entzündung der Gallenblase und bei Gallensteinen dürfen Sie Lavendel nicht einnehmen, da dieser durch die Förderung des Gallenflusses die Beschwerden verschlimmert.

Anwendung von Lavendel

Besonders beliebt ist der Lavendel natürlich als Pflanze im heimischen Garten. Doch auch in der Pflanzenheilkunde hat sich der Lippenblütler einen Namen gemacht. Wie Sie die heilende Wirkung des Lavendel für innerliche und äußerliche Anwendungen aktivieren können und welche Fertigpräparate es aus Lavendel gibt, finden Sie hier.

Lavendel können Sie gut im eigenen Garten bzw. im Topf auf der Terrasse oder dem Balkon ziehen. Schneiden Sie die Blüten erst, wenn sie voll aufgeblüht sind. Bewahren Sie den getrockneten Lavendel in einem fest verschlossenen Glas auf, damit sich sein Aroma nicht verflüchtigt.

Grundrezept für Lavendeltee

Überbrühen Sie 2 TL getrocknete Lavendelblüten mit 150 ml siedendem Wasser und lassen Sie den Tee zugedeckt 10 Minuten ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Trinken Sie bei innerer Unruhe 3-mal täglich 1 Tasse frischen Tee. Bei Schlafstörungen sollten Sie abends 1 Tasse Lavendeltee zu sich nehmen.

Einreibung mit Lavendelöl gegen Nervosität

Massieren Sie 2 Tropfen medizinisches Lavendelöl (siehe unten) mit den Kuppen Ihres Zeige- und Mittelfingers sanft in die Haut über Ihrem Kreuzbein direkt oberhalb der Gesäßfalte. Besonders beruhigend wirkt diese Einreibung, wenn Sie Ihre Finger in Form einer kleinen liegenden Acht bewegen. Bei Schlafstörungen sollten Sie diese Einreibung direkt vor dem Zubettgehen durchführen.

Lavendeltinktur gegen Gelenkschmerzen

Geben Sie 1 Handvoll frische Lavendelblüten und 1/4 l hochprozentigen Obstler in eine Flasche. Lassen Sie die fest verschlossene Flasche ca. 10 Tage an einem warmen Ort stehen und seihen Sie dann die Tinktur in eine dunkle Flasche ab. Tragen Sie täglich einige Tropfen der Tinktur auf die Haut über schmerzenden Gelenken auf.

Zubereitung von Lavendel

Dass es verschiedenste Anwendungen mit Lavendel gibt, ist Ihnen vielleicht bereits bekannt. Doch haben Sie es schon einmal mit einem Tee, Aufguss, Inhalation, Vollbad, Gesichtswasser oder Massage mit Lavendelöl probiert? Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Innerlich: Für einen Aufguss zum Tee eine Handvoll Lavendel mit 1 l Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie 3 – 4 Tassen täglich.

Äußerlich: Ein Aufguss eignet sich auch für Kompressen oderEinreibungen (1 gute Handvoll Lavendel auf 1 l Wasser); fürVaginalspülungen rechnen Sie nur 1/2 Handvoll Lavendel auf 1 l kochendes Wasser, das Sie nach 10 Minuten Ziehen und Abseihen auf Körpertemperatur abkühlen lassen. Gurgelwasser wird auf die gleiche Art hergestellt, es darf aber etwas heißer sein. ZumInhalieren atmen Sie den Dampf eines noch sehr heißen Aufgusses ein (1 Handvoll Pflanzenteile pro l Wasser), dem Sie zusätzlich drei Tropfen Lavendelöl beimengen.

Für ein Vollbad geben Sie einen größeren Lavendelstrauß in Ihre Wanne.

Lavendel-Gesichtswasser für einen klaren, entspannten Teint: Sie weichen zwei Handvoll Pflanzen in 1 l Weißwein ein, lassen die Flüssigkeit 2 Wochen lang dunkel unter Luftzutritt stehen und filtern sie dann ab. Lavendel-Öl zur Massage des abgespannten Gesichts: Mischen Sie 30 ml Mandelöl (etwa ein Eierbecher) mit 5 Tropfen Lavendelöl (30-ml-Fläschchen gibt es in der Apotheke).

Vorsicht: Probieren Sie Lavendelöl erst einmal aus, bevor Sie es großflächig anwenden: Vielleicht gehören Sie zu den Frauen, bei denen Lavendel, äußerlich angewandt, die Haut rötet.

Wirkungsbereiche von Lavendel

Der Lavendel wird in der Pflanzenheilkunde als sehr vielseitig angesehen. So soll er vor allem entspannend, krampflösend, antidepressiv, antiseptisch, schleimlösend, schweißtreibend, harntreibend, entgiftend, schmerzstillend und entzündungshemmend auf den menschlichen Körper wirken. Wann Sie den Lavendel auf welche Weise anwenden können, erfahren Sie hier.

Sie können Lavendel nutzen innerlich als Tee bei

  • Anspannung, Verspannungen,
  • nervöser Erschöpfung,
  • schmerzhafter Menstruation,
  • Venenleiden,
  • Spannungs- und Menstruationskopfschmerzen, Migräne,
  • Herzklopfen,
  • Schlafstörungen,
  • Blähungen, Darminfektionen, Verstopfung

und äußerlich als Kompresse, Einreibung, Inhalation oder Gurgelwasser bei

  • Brustdrüsenentzündungen (Stillen),
  • Prellungen,
  • Gicht, Rheuma,
  • Erkältungskrankheiten, Bronchitis,
  • Ekzeme, Akne.


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Energetische Wirkung von Lavendel

Lavendelduft reinigt die Aura, er löst energetische Blockaden und Stauungen auf. Er öffnet die Chakren und regt sie zur harmonischen Tätigkeit an. Auch Marma-Punkte und Akupunkturpunkte können mit Lavendel behandelt werden, man reibt sie dazu kreisend mit ein wenig ätherischem Öl ein. 

Zur Aura-Behandlung kann man über dem Kopf Lavendelbüten zwischen beiden Händen fein zerreiben, diesen "Blütenstaub" lässt man in die Aura rieseln und anschließend kann man mit den Händen die Aura fächernd bearbeiten.

Lavendelöl wirkt besonders auf Sahasrara und Drittes Auge. Öfter mit etwas ätherischem Öl kreisend massieren. Auf Qualität achten, nur Bio-Lavendelöl verwenden. 

Reinigen, Klären und Aufladen von Bergkristall

Bergkristall wird durch Lavendelöl positiv beeinflusst. Einen Tropfen Lavendelöl in eine Schale Wasser geben, verrühren und dann den Bergkristall darin reinigen und zugleich energetisch aufladen. Lavendel zieht hochschwingende, lichtvolle kosmische Energien an.  

- Bhajan Noam -

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Tags: Anwendung, Bhajan_Noam, Geist, Körper, Lavendel, Lavendelöl, Seele

Kommentar von Bhajan Noam am 5. November 2014 um 8:06am

Provence: Lavendelfelder in Gefahr - Die spinnen, die Eurokraten!

SPIEGEL Sonntag, 07.09.2014

Lavendel ist kein chemisches Produkt! NEIN zur REACH-Reglementierung!

Eine neue EU-Direktive verlangt für Lavendelprodukte künftig Warnhinweise wie bei chemischen Giften. Die französischen Lavendelbauern fürchten um ihre Existenz und wehren sich. Sind die lila Felder in der Provence bald Geschichte?

Mitten in der romantischen Landschaft der Provence prangen Protestschilder. Zwischen den zarten lilafarbenen Blüten des Lavendels knallt es einem plötzlich rot und mit Ausrufezeichen entgegen: "Lavendel ist kein chemisches Produkt!" oder "Nein zur REACH-Regelung!". Die Bauern und Lavendelproduzenten in der Provence proben den Aufstand. Sie fürchten um ihre Existenz. Und den Bösewicht haben sie in Brüssel ausgemacht: Die EU-Kommission.

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Rund 1500 Anbaubetriebe stellen im Südosten Frankreichs Lavendelöl her. Blaues Gold, nennen sie es dort. Das Kilo bringt mehr als hundert Euro. Millionen von Touristen kommen jedes Jahr in diese ganz besondere Region. Für viele von ihnen sind Provence und Lavendel Synonyme.
Seit Jahrhunderten kultivieren Landwirte die Pflanze dort. Viele Menschen schwören auf ihre schlaffördernde Wirkung, ihr Öl soll Keime und Pilze abtöten und der Geruch Motten vertreiben.

Der echte Lavendel wächst erst in über 600 Metern Höhe. Sein Öl ist besonders teuer und wird vor allem in der Medizin und der Parfumherstellung eingesetzt. In den tieferen Ebenen wächst die Mischform Lavendin - sie bedeckt inzwischen rund drei Viertel der Anbaufläche. Ihre Essenzen gehen in die Waschmittelproduktion, in Seifen und Lufterfrischer, die getrockneten Blüten finden sich in Duftsäckchen.

"Lavendelöl hat Zehntausende Leben gerettet"

Doch damit - so fürchten die Hersteller - könnte es bald vorbei sein. Ab 2018 müssen sie sich einer neuen EU-Regel beugen. Die REACH-Direktive geht davon aus, dass im Lavendelöl Stoffe enthalten sind, die als gesundheitsgefährdende Chemikalie anzusehen sind und vor denen gewarnt werden muss. Öl-Destillerien müssen demnach künftig wie Chemiewerke kontrolliert werden. Die Hersteller fürchten steigende Kosten und dass Warnhinweise auf ihren Produkten die Verbraucher abschrecken könnten. Zudem könnten zumindest Parfumhersteller ganz auf andere Produkte ausweichen.

Der Verband der Hersteller, APAL, findet die neuen Regeln zu hart. "Lavendel wird seit Tausenden Jahren verwendet," sagt Ehrenpräsident Francis Vidal. "Wir haben noch nie von einem ernsthaften Problem gehört. Im Gegenteil: Lavendelöl hat Zehntausende Leben gerettet."
Die Bauern kämpften jetzt um ihr Überleben, resümiert Vidal und prophezeit eine düstere Zukunft: "Die Konsequenzen wären, dass die Plantagen in kürzester Zeit ruiniert sind und der Lavendel aus der Region Provence verschwindet." Seine Sorgen formulierte er auch in einem Brief an Präsident François Hollande und andere Politiker. Sein Verband hat eine Onlinepetition ins Leben gerufen, die am Sonntag bereits mehr als 16.000 Menschen unterschrieben hatten.

Auch die Europäische Kommission hat erkannt, dass es schwierig ist, ein Produkt als chemisch einzuordnen, dessen Inhaltsstoffe von der Menge der Sonnenstrahlen und dem Erdboden abhängen, in dem es wächst. Ähnliche Produkte, wie etwa Wein, würden zwar auch nicht unter die Chemikalien-Direktive fallen - dafür aber durch die Lebensmittelüberwachung streng kontrolliert. Nach einem Treffen mit Lavendelproduzenten soll es nun in diesem Herbst womöglich angepasste Vorschläge geben.

ler/AP

Kommentar von Bhajan Noam am 6. November 2014 um 3:05pm

Neuigkeiten: 


Die unkrautfreie Blütenpracht des Lavandin wurde bislang mit der chemischen Keule erhalten. Die Felder wurden auf Deibel-komm-raus hemmungslos gespritzt. Nun hat man auch in Frankreich festgestellt, dass Pestizidrückstände den Weg vom Feld ins Trinkwasser finden. Der Schadstoffpotpourri führt zunehmend dazu, dass die Herren der Schöpfung ein Zeugungsfähigkeitsproblem bekommen. Da der Staat von Steuerzahlern lebt und nicht von lavendelblauen Landschaften, wurde rigoros die erlaubte Dosis an Pestiziden reduziert. Diese führt dazu, dass die Felder zukünftig nicht mehr so wie aus dem Ei gepellt aussehen werden und dass wohl auch das eine oder andere schmucke Feld zukünftig mit Getreide bestellt wird. Gesundheit hat Vorrang.

Quelle: http://www.belair-villas.com/tipps/TIPP018-Lavendel.htm

Kommentar von Bhajan Noam am 6. November 2014 um 3:13pm

http://www.arteverde.at/duftmanufaktur/naturduefte

Wissenwertes über den Lavendel

Impressionen der Arte Verde Lavendelreise
 Bei dieser Reise konnten wir interessantes Insiderwissen über den Lavendel erfahren. Die nächste Duftreise geht im Mai 2013 in die Südprovence ans Meer. 

Wildsammlung

Herkunft des Pflanzenmaterial der Destillateurin Roselyne

50 % ihrer Öle stammen aus biologischem Anbau, 50 % aus wildgesammelten Pflanzen der Haute Provence und Umgebung, in einer Höhe von 400 – 1500 Metern. Sie betreibt nachhaltige Wildsammlung, d.h., sie lässt bewusst die schönsten Pflanzen stehen, damit sie sich vermehren können. Für eine Wildsammlung braucht man das Einverständnis der Grundeigentümer.

Roselyne erzählt uns über ihre Arbeit und von den Schwierigkeiten mit den Gesetzen bezüglich Wildsammlung und daß die Bestimmungen für ätherische Öle immer schwieriger werden. Sie erarbeitet gemeinsam mit einigen Interessenten in privater Initiative einen Kriterienkatalog für vernünftige Wildsammlung für 284 Heilpflanzen, weil es immer mehr Wildsammler gibt. Leider gibt es trotz mehrmaligem Ansuchen von Regierungsseite her keine finanzielle Unterstützung dafür - die Wildsammlung hat von staatlicher Seite keine Priorität.

Kontrolliert biologischer Anbau

Am Plateau de Valensole treffen wir den Bio-Bauern Christian
Er betreibt seit 5 Jahren Bio Anbau, um aromatherapeutische Pflanzen zu schützen. Für ihn ist es eine „geistige Orientierung“, seine Familie behandelt ihre Erkrankungen mit Homöopathie.

Für ihn besteht der Unterschied zwischen konventionellem und biologischem Anbau darin, dass er wegen dem Fruchtfolgewechsel mehr Zeit kalkulieren muss. Für die Umstellung - eine Konversions- oder Reinigungsphase der Böden - auf Bio-Bewirtschaftung muss 3 Jahre kontrolliert biologisch angebaut werden. Anschließend kann das Bio-Zertifikat beantragt werden.

Pflanzzeiten

Soweit als möglich werden die Mondphasen berücksichtigt.
Gepflanzt wird im Winter - je nach Witterung - November bis Februar.

Ein Problem sind die Beikräuter im Lavendelfeld – in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung muss händisch mit einer Harke gejätet werden, dann wird 5 – 7 x jährlich in den Zwischenräumen maschinell geeggt. Wenn Beikräuter keine ätherischen Öle enthalten, sind sie beim Destillieren unproblematisch; wenn es jedoch Duftpflanzen sind, verfälschen sie die Ölqualität, wenn sie mitgeerntet werden (z.B. Wermut).

Düngen

gedüngt wird mit eigenem Lavendelstroh aus der Destille; es wird nicht gemulcht, weil eine zu große Menge Stroh nötig wäre.

Schädlingsbekämpfung

Diese geschieht erstens durch sorgfältigen Wechsel der Fruchtfolge und durch gute Bodenpflege. Dazu wird vor einer Neubepflanzung ein Jahr lang Getreide angebaut, dafür eignet sich Hartweizen für diese Gegend am Besten. Oder man pflanzt Leguminosen wie Erbsen und Linsen. Raupen werden mit biologischen Mitteln bekämpft.

Durch alle diese Maßnahmen entsteht ein Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen. Sobald man ein Jahr Pause einlegt, verschwinden die Zikaden, kommen aber leider über die konventionell bewirtschafteten Nachbarfelder wieder zurück.

Kriterien für das “AOC” Gütesiegel bei Lavendel fein

AOC (Appellation d’Origine Contrôlée = kontrollierte Herkunftsbezeichnung) ist ein Schutzsiegel für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, wie z.B. Lavendelöl, Olivenöl, Käse, Wein etc.

Voraussetzung für die Erteilung des AOC- Schutzsiegels für Lavendelöl ist die Einhaltung gewisser Kontrollbestimmungen.

Der Lavendel muss

  • in einer Höhe von mindestens 800 m wachsen
  • aus Population stammen
  • aus einer Region der Hochprovence kommen
  • vor der Destillation geschnitten und 2 Tage getrocknet werden (traditionelle Methode)
  • etc.... der Kriterienkatalog ist lang

Das Lavendelöl wird einer chemisch-physikalischen Analyse sowie einer olfaktorischen Prüfung unterzogen.

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Kommentar von Bhajan Noam am 6. November 2014 um 3:29pm

In 1100 m Höhe, mitten im ‚Lavendelland’ und nicht weit von dessen Hauptstadt Sault, lebt Familie Fra ganz biologisch. Angebaut werden ca. 90 ha Lavendel, der besichtigt werden kann.

Ziel der Landwirtsfamilie ist es, den nachfolgenden Generationen ein sauberes, schadstofffreies Stück Land zu hinterlassen. Wussten Sie, dass Schafe die Felder unkrautfrei halten? Im April und Mai, vor der Lavendelblüte, überrascht es deshalb nicht, zwischen den Lavendelbüscheln die wolligen Tiere umherstreifen zu sehen. Im Sommer wird der reife Lavendel gemäht und zu hundertprozentig biologischem, ätherischem Öl verarbeitet. Wer im Hochsommer zur Erntezeit (Mitte Juli bis Mitte August) da ist, kann die wunderbar duftenden Dünste des Destillierbetriebs riechen und sehen. Verkauf vor Ort.

Les Grangions
D 34

84400   LAGARDE D'APT 
T. 04 90 75 01 42
T. 06 61 80 25 23

Kommentar von Bhajan Noam am 6. November 2014 um 6:34pm

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