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Im Haus Yoga Vidya über den Linden - Wissenswertes über die Linde

Viel Wissenswertes über die Linde

Tilia ist der alte römische Name für die Linde und auch der Gattungsname des Baums.

Die Gattung Tilia umfasst etwa 50 Arten. Von all diesen Arten werden gerade mal zwei Bäume für medizinische Zwecke verwendet: Tilia cordata oder Tilia plahyphyllos. Manchmal kommt es vor, dass die Blüten dieser Arten mit der Silberlinde verfälscht werden. Die Silberlinde kommt häufig in Alleen vor, ist aber aus arzneilicher Sicht minderwertig und auch vom Geschmack von den medizinisch gebrauchten Lindenarten abweichend. Das Verbreitungsgebiet der Linden liegt in Europa (nördlich bis Südschweden und Russland), Vorderasien, Ostasien, in den großen Waldgebieten des südöstlichen Nordamerika und in Mexiko. Es sind oft große, stattliche Bäume mit wechselständigen, meist dekorativen, herzförmigen Blättern.

Die im Gegensatz zu anderen heimischen Baumarten sehr spät einsetzende Lindenblüte ist bei uns ein Inbegriff für den beginnenden Hochsommer. Linden gehören seit alters her zu den wertvollsten Trachtpflanzen überhaupt. Im Mittelalter waren sie deshalb gebannt und durften nicht angetastet werden. Wohl aus diesem Grund fand der Baum erst relativ spät Einzug in die Arzneischränke Europas.

Die Linde hat viele sinnverwandte Namen: Bastbaum, Frühlinde, Graslinde, Sommerlinde, Steinlinde, Waldlinde oder Winterlinde sind einige dieser Namen.
Leider wurden unsere Wälder in den vergangenen Jahrzehnten immer lindenärmer, und nicht zuletzt durch die moderne Forstwirtschaft ist diese wertvolle, konkurrenzschwache Baumgattung fast völlig aus den Beständen verdrängt worden. Erst in jüngster Zeit wird der Linde wieder mehr Beachtung geschenkt.
Botanik der Linde

Die Linde ist ein stattlicher Baum, der zwischen 18 und 25 m, manchmal auch 30 m hoch wächst und zu der Familie der Lindengewächse (Tiliaceae) gehört. Der Baum hat eine breit kegelförmige, dichte Krone, später hochgewölbt-rundlich. Seine Äste befinden sich im Freistand, die tief ansetzend und schräg aufsteigend sowie strakastig sind. Im Alter sind die Äste auseinanderstrebend und im Außenbereich der Krone überhäng und meist trägwüchsig.

Die bis zu 5 cm langgestielten Blätter der Linde sind sommergrün, wechselständig, schief herzförmig bis rundlich und erreichen eine Länge und Breite von bis zu 10 cm.

Lindenblüten sind gelblichweiß, in 5 bis 11 Trugdolden vorkommend. Die Blüte ist mit einem Hochblatt verwachsen und ab Anfang Juli süßlich duftend. Später entwickeln sich die braunfilzig behaarten, meist ovalen Nüsschen (Samen), die eine sehr dünne Schale habe und leicht gerippt sind.
Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe der Linde

Die medizinisch eingesetzten Pflanzenteile des Baums sind die Blüten. Lindenblüten heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Tiliae flos. Ihre Qualität ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.
Lindenblüten enthalten bis zu 10% Schleimstoffe. Darüber hinaus sind sie reich an Flavonoiden und Gerbstoffen. Ätherische Öle und Kaffeesäurederivate sind ebenfalls in den Lindenblüten enthalten, jedoch in geringeren Mengen.
Medizinische Wirkungen

Lindenblüten gehören zu den beliebtesten pflanzlichen Arzneimitteln zur Behandlung von fiebrigen Erkältungskrankheiten. Sie können darüber hinaus sehr gut bei trockenem Reizhusten eingesetzt werden.
Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die Anwendung von Lindenblüten „bei Erkältungskrankheiten und trockenem Reizhusten.“

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Aufbewahrung der Blüten

Ernten Sie die Blütenstände zusammen mit dem pergamentartigen Hochblatt am besten ein bis vier Tage nachdem sich die Blüten geöffnet haben, dann ist der Wirkstoffgehalt am größten. Lindenblüten sollten schnell und luftig getrocknet werden. Sie sind sehr licht- und luftempfindlich und müssen in gut schließenden, dunklen Gläsern aufbewahrt werden. werden. Der Gehalt an ätherischem Öl und die Wirksamkeit nimmt bei der Lagerung relativ schnell ab, deswegen ist es besonders bei Lindenblüten wichtig, sie jedes Jahr frisch zu pflücken.

 

Rezept Lindenblütentee

Für eine große Kanne Lindenblütentee übergießen sie eine Handvoll getrocknete Lindenblüten mit 1 Liter heißem Wasser - 2 Teelöffel frische oder 1 Teelöffel getrocknete Lindenblüten pro Tasse -, lassen 5 Minuten ziehen, sieben ab - und trinken so viel und so heiß wie möglich.

Lindenblütentee ist gut bei Erkältungskrankheiten und Grippe, unterstützt das Immunsystem und steigert die Abwehrkräfte. Die wassertreibende Wirkung der Lindenblüten hilft bei Blasen- und Nierenleiden, die krampflösende Wirkung lindert Magenschmerzen und Unterleibsbeschwerden sowie Kopfschmerzen und Migräne. Auch bei Husten lösen Lindenblüten den zähen Schleim, entkrampfen die Bronchien und erleichtern das Abhusten.

Den Tee süßen und seine Wirkung verstärken können Sie mit einem selbst angesetzten Lindenblüten-Honig. Geben Sie etwa 1 Tasse Lindenblüten auf 1 Glas möglichst flüssigen Honig und vermischen es sorgfältig. Schon nach 24 Stunden hat der Honig dieses Aroma angenommen!

 

Rezept Lindenblüten–Bad (nicht, wenn bereits Fieber eingesetzt hat!)

Für einen entspannenden und die Abwehrkraft steigernden Badesud übergießen sie 2 Handvoll Lindenblüten mit 1 Liter heißem Wasser, lassen 10 Minuten ziehen, filtrieren ab und geben es dem Badewasser zu.
Dieses Bad ist auch eine Wohltat bei Rheuma, für nervöse Menschen oder „überdrehte“ Kinder.

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Lindenblüten-Honig

Die Lindengewächse (Tiliaceae) haben etwa 450 Arten und sind vorrangig in den Tropen verbreitet. Von unserer heimischen Art gibt es etwa 20 - 30 verschiedene Arten. Aber auch sie mögen schwül warmes Wetter und sondern dann reichlich Nektar ab. Bereits in den frühen Morgenstunden ab 6 Uhr und abends bis 22 Uhr befliegen die Bienen die Linden. In der Literatur ist vermerkt, daß zwischen 16 und 18 Uhr der stärkste Bienenbesuch stattfindet. Die Imkerwaage zeigt diese Eigenart eindrucksvoll. Die Bienen werden von dem Geruch der Linden stark angezogen und ein Summen erfüllt die ganze Umgebung. Seit alters her wird Lindenblütentee als schweißtreibendes und fiebersenkendes Heilmittel bei Erkältung und Grippe verwendet. Eingetragener Sonnenschein - bei hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen haben meine Bienen diesen leckeren Honig eingetragen. Frisch geschleudert am 2.7. noch flüssig bis etwa Ende July - danach kann nur noch in festem Zustand geliefert werden. Das Aroma dieses Honigs ist unbeschreiblich; der intensive Geruch erfüllt den Honigschleuderraum und hat eine fast betäubende Wirkung

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DIE ÄLTESTE LIND DEUTSCHLANDS, 1250 JAHRE ALT !

Die Schenklengsfelder Linde

Die 1.250-jährige Linde

Mitten im Ort trifft man auf eine imposante Erscheinung: Eine uralte Linde; wahrscheinlich der älteste Baum Deutschlands. Die Linde wurde bereits im Jahre 760 gepflanzt und ist somit über 1250 Jahre alt.

Der Legende nach wurden die vier einzelnen Stammteile der Linde, die einem gemeinsamen Wurzelstock entspringen, von einem Blitzschlag gespalten. Diese Erzählung ist aber eher fragwürdig. Es ist wahrscheinlicher, dass der Kern des Stammes mit der Zeit verfault ist, was sich auf die Äste jedoch nicht nachteilig ausgewirkte, da sie ihre Nahrung aus der Rinde des Baumes sogen. Der Umfang der vier Stammteile beträgt rund 18 m, damit ist die Linde der Baum mit dem größten Umfang Deutschlands. Die Krone des Baumes weißt einen Durchmesser von fast 25 Metern auf.

Die Linde wird von einem äußeren und einem inneren Steinring umgeben. Der äußere ist ca. 50 cm hoch und hat mehrere Durchgänge. Zwischen den zwei Steinringen befindet sich ein Gerüst mit mehr als 80 Balken. Dieses Balkengerüst stützt die schweren Äste der Linde. Es ist anzunehmen, dass der Baum schon vor Jahrhunderten abgestützt wurde, da die waagerecht wachsenden Äste ein enormes Gewicht entwickeln können.

 

Ein durch das Balkengerüst gestützter Ast

Zwischen den vier Stammteilen befindet sich eine Freifläche mit einem großen Stein in der Mitte. Dieser hat die Aufschrift „Gepflanzt im Jahre 760“. Diese Zahl stimmt mit der Errichtung der Kapelle zu Ehren des Schutzheiligen von Schenk-lengsfeld, Ritter St. Georg, überein. Damit dürfte das Anpflanzen der Linde verbunden gewesen sein. Die Bepflanzung an sich wurde aber nicht beurkundet.

Die Linde diente im Mittelalter und zeitweise auch noch bis ins 19. Jahrhundert als Gerichtslinde. Die dort abgehaltenen Rügegerichte wurden von der Gemeindevertretung abgehalten und dienten dazu Feld- und Waldfrevler zu verurteilen. Diese wurden unter der Linde an den Pranger gestellt, an dem sie eine oder mehrere Stunden, teilweise auch einen ganzen Tag verbringen mussten, je nachdem wie schwer ihr Vergehen war.

 

„Gepflanzt im Jahre 760“

 

 Dr. J. Hörle¹beschrieb die Schenklengsfelder Linde wie folgt:

 „…es ist die wundervolle Dorflinde von Schenklengsfeld, fast die einzige im Umkreis von Hersfeld, die noch ‚gemauert und geleitet‘, wie es der uralte Rechtsbrauch fordert, auf unsere Tage gekommen ist. ‚Gemauert und geleitet‘ – das heißt: eine niedrige Mauer umgrenzt den kreisförmigen Platz soweit die Baumkrone reicht und schafft so den heiligen Bezirk, in dem das Recht, die ehrwürdige Grundlage menschlichen Zusammenlebens und -wirkens ‚geteidigt‘ wird. Auf der Mauer stehen starke Pfosten und tragen mit ihrem Gebälk die breit und tief heruntergezogenen Äste des starken vielhundertjährigen Baumes, derart, dass das Gezweig, kunstvoll in das Pfostenwerk hineingeflochten, zusammen mit dem dichten Ast- und Blätterdach eine geschlossene Laube bildet, die Gerichtslaube, umhegt und gegen das Wetter geschützt und doch nach uraltem germanischem Brauch ein Gericht unter Gottes freiem Himmel.“

 

 

(Quellen: http://www.docjones.de/wirkstoffe/linde + http://www.kraeuterweisheiten.de/linde.htmlhttp://www.bienenhonig-shop.de/lindenhonig.php + http://www.schenklengsfeld.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=97354)

Seiten des Lebens. www.bhajan-noam.com


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Tags: Bhajan_Noam, Linde, Lindenblüten-Honig, Wissenswertes

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