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Hildegard von Bingen - Mystikerin und Freigeist


Hildegard von Bingen wird am 17. Sept. 1098 als zehntes Kind einer Adelsfamilie geboren und mit acht Jahren in ein Kloster übergeben. Jahre später wird Hildegard die Äbtissin eines neu eingerichteten Frauenklosters auf dem Rupertsberg bei Bingen. Sie ist Chefin und Managerin dieser Anlage. Eigentlich reicht dieser Job aus, um einen Menschen Vollzeit zu beschäftigen, aber Hildegard engagiert sich darüber hinaus noch in vielen anderen Bereichen.

Schriften zwischen Mystik und Heilkunde:

Die größte Bedeutung hat Hildegard zweifelsohne als Mystikerin und Schriftstellerin. 32 Jahre lang schreibt sie mit Mönch Volmar ihre Visionen auf. Es entstehen Bücher über Gott, seine Schöpfung und den Menschen.

Ihre Thesen hören sich zum Teil selbst für heutige Menschen, revolutionär an. Wenn Sie zum Beispiel von der Weiblichkeit Gottes spricht.

Ihre schriftstellerischen Fähigkeiten beschränken sich nicht nur auf ihre theologischen Anschauungen und Visionen sondern beinhalten auch naturwissenschaftliche Arbeiten. Ihre Schriften zu den Fischen im Rhein gelten bis in die Neuzeit als die besten.

Sie plädiert für ein maßvolles Leben mit genug Schlaf, Essen und Freude, ganz im Gegensatz zu anderen Ordensleuten die nur ein Leben in Askese als gottgefällig sehen.

Hilfreich ist ihr bei der Versorgung von Kranken der gut sortierte Klostergarten und ihre Kenntnisse über sämtliche Heilpflanzen und ihre Anwendungen.

Eine weitere Leidenschaft Hildegards ist die Musik. Sie komponiert verschiedene Messgesänge und öffnet ihr Kloster dazu der Allgemeinheit.

Überzeugte Ordensfrau und Freigeist:

Bemerkenswert ist, dass sich die Schwestern bei kirchlichen Hochfesten in ihrer Kapelle zum Gebet ohne Tracht, mit offenen Haaren und festlich gekleidet treffen. Hildegard verstößt damit gegen klösterliche Konventionen, bekommt auch Schwierigkeiten, bleibt aber ihrem Motto treu.

Nie hält sie mit ihrer eigenen Meinung hinter dem Berg. Sie steht in einem regen Briefwechsel mit den Mächtigen ihrer Zeit und macht auch auf Missstände bei Priestern und Bischöfen aufmerksam.

Streitbar bis ins hohe Alter:

Noch mit 80 Jahren, kurz vor ihrem Tod, ficht sie einen theologischen Kampf mit dem Mainzer Ordinariat aus. Hier meint man Hildegard bestrafen zu müssen weil sie einen aus der Kirche ausgetretenen Mann auf dem klösterlichen Friedhof begraben ließ. Über Wochen zieht sich der Vorgang hin, schließlich erreicht Hildegard tatsächlich, dass der Mann auf dem Friedhof bestattet bleiben kann. Vorsorglich lässt sie aber seine Grabstätte unkenntlich machen damit er nach ihrem eigenen Tod nicht doch noch umgebettet wird.

Am 17. September 1179 stirbt sie 81-jährig in ihrem Kloster.

Quelle: https://www.domradio.de/radio/sendungen/anno-domini/mystikerin-und-...

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Tags: Bhajan_Noam, Freigeist, Hildgard-von-Bingen, Mystik, Mystikerin

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