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Meerrettich kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden: Bei Erkältungskrankheiten oder Infektionen der Harnwege ist er ebenso beliebt wie zur Unterstützung des Immunsystems. Seit dem Mittelalter ist die Schärfe eine beliebte Speisewürze, um das Essen verträglich zu machen, denn Meerrettich regt auch Galle und Magen an. Im Winter lieferte er wichtiges Vitamin C. Aber der Meerrettich kann weit mehr: Er wirkt gegen Pilze und Bakterien (also auch bei Blasenentzündung) und auch die meisten Insekten meiden ihn. In Süddeutschland wird der Meerrettich wegen der antibiotischen Eigenschaft auch oft „das bayerische Penicillin“ genannt. Ähnlich angesehen ist das japanische Gegenstück zu Meerrettich, der Wasabi. Für Geschmack und Heilwirkung verantwortlich sind die Senföle. Auf der Haut löst die gute Durchblutung eine Hautrötung aus und wirkt auf die Muskeln entspannend. 

 

Antibiotische Wirkung:

Viele Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütengewächse produzieren als Fraßschutz Senfölglycoside (Glucosinolate). Der scharfe Geschmack und die reizende Wirkung des Meerrettichs auf die Schleimhäute sind durch diese Senföle bedingt. Diese flüchtigen Substanzen werden durch Enzyme aus Glucosinolaten (hauptsächlich Sinigrin) gebildet. Die Glucosinolate und das Enzym Myrosinase sind zunächst in getrennten Zellen gespeichert. Werden die Zellen aufgebrochen, wie durch Insektenfraß oder bei Verarbeitung der Wurzel, mischen sich die Glucosinolate mit dem Enzym und es werden Senföle gebildet (vor allem Allylisothiocyanat). Sie schützen den Meerrettich vor Fraßfeinden und lösen auch beim Menschen starken Tränenfluss aus. Der scharfe Geschmack der Senföle regt die Verdauung an und steigert die Durchblutung der Schleimhäute. 

Die Senföle sind fettlöslich und werden gut vom Körper aufgenommen. Sie sind sehr reaktiv und können an Proteine binden (kovalente Bindungen). Auf diese Weise wird die Aktivität der Enzyme von angreifenden Bakterien gehemmt. Die Senföle sind daher für die antibiotische Wirkung von Meerrettich mitverantwortlich. 

Außer den Senfölen haben auch die Flavonoide (Flavon, Quercetin) antibiotische Wirkung. Diese Inhaltsstoffe wirken gegen grampositive und gramnegative Erreger sowie verschiedene Pilze. Man konnte zeigen, dass die antibiotisch wirksamen Substanzen auch in den menschlichen Organismus aufgenommen werden können: Nach dem Verzehr von 10-25 g Wurzel waren in 1-3 Stunden Substanzen im Harn nachweisbar, die das Wachstum des Bodenbakteriums Bacillus subtilis, des Darmbakteriums Escherichia coli und den Eitererreger Staphylococcus aureus hemmten.

 

Antioxidative Wirkung:

Senföle und Flavonoide (Flavon, Quercetin) haben außerdem einen antioxidativen Effekt: Sie können nicht nur Radikale abfangen, sondern auch hochreaktive Verbindungen, wie sie bei Bestrahlung durch UV entstehen, in unschädliche Verbindungen überführen. Meerrettich wirkt daher einer Veränderung der Erbsubstanz DNA entgegen (anti-mutagen). 

Wirkung gegen Krebs - Glucosinulate und deren Abbauverbindungen, die Isothiocyanate und Thiocyanate, wirkten im Tierversuch gegen Speiseröhren-, Magen-, Brust-, Leber- und Lungenkrebs. Ausschlaggebend für die Wirksamkeit ist neben der jeweiligen Substanz der Zeitpunkt der Verabreichung. Nur wenn das Isothiocyanat oder Thiocyanat vor der krebsauslösenden Substanz gegeben wurde, konnte eine Hemmung der Krebsentstehung beobachtet werden. Senföle lösen den "programmierten Zelltod" (Apoptose) aus und bewirken so das Absterben von Tumorzellen.

 

Entkrampfende Wirkung: 

Wurzelextrakte des Meerrettichs zeigten im Tierversuch eine direkte entkrampfende (spasmolytische) Wirksamkeit an der glatten Muskulatur (z.B. im Magendarmtrakte, den Gefäßen und Bronchien).

 

Wirkung bei Rheuma und Entzündungen:

Meerrettich wird als Counterirritans bei Rheuma und Entzündungen eingesetzt. Das bedeutet, dass man durch die reizende Wirkung einen Gegenreiz zu den vorhandenen Schmerzen setzt. Das kann ähnlich wie die Akupunktur zu Schmerzlinderung und Reduktion der lokalen Entzündung führen.

 

QUELLE: http://www.phytodoc.de/heilpflanzen/meerrettich

 

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Tags: Bhajan_Noam, Heilwirkung, Meerrettich

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