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Handys, DECT und Co. zerstören unser Endokrines System

Mobilfunk in Europa arbeitet nach dem üblichen GSM-Standard, und sendet hochfrequente, gepulste elektromagnetische Strahlung im Gigahertzbereich. Schwingung nennt man in der Elektronik „Frequenz“, die Frequenz wird in der Einheit „Hertz“ (abgekürzt „Hz“) gemessen. Wenn etwas 1-mal in der Sekunde schwingt, dann hat es die Frequenz 1Hz. Schwingt etwas 1000-mal pro Sekunde, dann sind es 1000Hz oder 1 Kilohertz (1KHz). Schwingung im Millionenbereich nennt man Megahertz (MHz), Schwingung im Milliardenbereich nennt man Gigahertz (GHz). Hochfrequente Strahlung im Bereich von 3 bis 300 Gigahertz wird generell auch als „Mikrowellen“ bezeichnet. Das Militär bedient sich der Mikrowellen, Radar und Strahlenwaffen arbeiten in diesem Frequenzspektrum. Mobilfunk reicht heutzutage an den Mikrowellenbereich heran, die Tatsache, dass das D- und E-Netz im 0,9 bzw. 1,8 Gigahertzbereich sendet, wird den Kunden werbetechnisch als Vorzug verkauft. Was dabei verschwiegen wird, ist, dass damit Telefongespräche mit Hilfe von waffentauglicher Strahlung geführt werden! Die im Gigahertzbereich angesiedelte Strahlung, derer sich der Mobilfunk bedient, wird zusätzlich noch gepulst. Bei gepulster Strahlung wird die Information nicht analog (gleich bleibend, kontinuierlich) übertragen, sondern in Pakete zerhackt. 217-mal in der Minute wird die Information gepulst, also in entsprechend 217 Pakete (Informationshäppchen) zerhackt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass gepulste Strahlung gegenüber ungepulster Strahlung ein besonderes biologisches Risiko darstellt, da sie bei Menschen eine Veränderung der Gehirnströme hervorruft. In Tierversuchen wurde ein eindeutig erhöhtes Krebswachstum festgestellt. In der Zirbeldrüse wird unter anderem die Bildung des Hormons „Melatonin“ verringert. Melatonin steuert den Tag- Nachtrhythmus bei Mensch und Tier, und schützt die genetische Information der Zellen vor Schädigungen. Fehlt Melatonin, dann treten vermehrt so genannte „freie Radikale“ im Zellsystem auf – das Krebsrisiko steigt enorm!

Siehe den Beitrag "Das Wunderwerk Zirbeldrüse - die Wichtigkeit ihrer Pflege in heutiger Zeit"

 >>> http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/das-wunderwerk-zirbeldr-se...

 

Studien über zeittypische Massenerkrankungen bei Anwohnern von Hochfrequenz-Sendeanlagen belegen auch erhöhte Raten von Leukämie, Schädigungen der Erbsubstanz, Depressionen, Schlafstörungen, Gehirntumoren und Krebs insgesamt.
Hochfrequente Strahlung, wie sie von Mobilfunksendern abgestrahlt wird, sowie die daraus resultierende Strahlenbelastung, misst man in Watt. Dementsprechend werden die gesetzlich festgelegten Grenzwerte auch in Watt angegeben.

 

Es gibt eine gemeinsame Resolution von Forschungsinstituten, Umweltorganisationen, Fachärzten und Berufsverbänden, die sich mit der gesundheitlichen Problematik von hochfrequenter Strahlung und den daraus resultieren- den elektromagnetischen Feldern beschäftigt haben. In dieser Resolution wird eine maximale Leistungsflussdichte (Strahlenbelastung) von 1 Mikrowatt pro Quadratmeter als oberster Grenzwert gefordert. 1 Mikrowatt ist 1 Millionstel Watt, oder technisch ausgedrückt: 1μW = 0,000001W. Und nun schauen wir uns einmal an, was die Regierungen so an Grenzwerten erlauben. In der Schweiz gilt ein Grenzwert von 0,1 Watt, das ist bereits das Hundert- tausendfache des Grenzwertes, den die Resolution fordert. Aber damit gilt die Schweiz noch als vorbildlich, denn bei uns in Deutschland erlauben die Gesetzgeber den Mobilfunkbetreibern des E-Netzes eine Leistungsflussdichte von sage und schreibe 9,5 Watt! Das ist fast das Hundertfache des Schweizer Grenzwertes und fast das Zehnmillionenfache des Grenzwertes, der in der Resolution gefordert wird.

 

Die tatsächlich abgegebene Strahlung (Leistungsflussdichte) der Mobilfunk-Sendemasten bleibt derzeit (noch!) weit unter dem vom Gesetzgeber erlaubten Grenzwert von 9,5 Watt pro Quadratmeter! Die Zeitschrift Öko-Test untersuchte mit höchst genauen Messmethoden und über ganz Deutschland verteilt die tatsächlich vorhandene Leistungsflussdichte, die von Mobilfunk-Sendemasten abgestrahlt wird. Der höchste Wert, der dabei ermittelt wurde, betrug lediglich 0,018 Watt/m2. Messungen von vielen anderen neutralen Instituten bestätigten diesen Wert. Und dieser Wert von 0,018 Watt/m2 steht in gar keinem Bezug zu den in Deutschland erlaubten 9,5 Watt/m2, und bleibt sogar noch weit unter dem Schweizer Grenzwert von 0,1 Watt/m2.

 

0,018 Watt pro Quadratmeter ist tatsächlich die gemessene höchste Leistungsflussdichte, die von Mobilfunk-Sendemasten momentan verursacht wird. Das liegt weit unter dem gesetzlichen Grenzwert von 9,5 Watt/m2, jedoch bereits um das Zehntausendfache über dem Grenzwert, den verantwortungsvolle Wissenschaftler und Fachärzte fordern. Im Vergleich zu den 0,018 Watt Strahlenbelastung, die von Mobilfunk-Sendemasten verursacht werden, strahlt Ihnen das Handy selbst, je nach Modell, die 1000 bis 10.000-fache gepulste Strahlungsdosis direkt ins Gehirn!

 

Sendeanlagen haben, je nach technischer Bauart, eine gewisse Sendeleistung. Aus der Sendeleistung resultiert dann letztendlich die in gewisser Entfernung gemessene Leistungsflussdichte. Mobilfunk-Sendemasten werden derzeit (noch!) mit einer Leistung von nur maximal 100 Watt betrieben. Das ist geradezu lächerlich, wenn man bedenkt, dass Fernseh- und Radiosender, die ja auch hochfrequente Strahlung abgeben, mit einer Leistung von mehreren Hunderttausend Watt arbeiten! Nur, Radio- und Fernsehsender gibt es, im Gegensatz zu Mobilfunk- Sendemasten, verhältnismäßig weinig, und somit ist hier die Entfernung von Sender zu Sender auch relativ groß. Es gibt Studien, die belegen, dass seit dem Erscheinen von Fernseh- und Radiosender, die ja bereits mehrere Jahrzehnte flächendeckend das ganze Land bestrahlen, die Krankheit Krebs ihren verheerenden Triumphzug begonnen hat. Aber das kümmert ja keinen, denn auch hier galt und gilt für die Gesundheitsbehörden die bequeme Ausrede: „Tut uns leid, das ist nicht reproduzierbar!“ Kommen dann noch 40.000 Mobilfunk-Sendemasten (und es werden in Bälde 80.000 sein!) dazu, die obendrein noch extrem schädliche gepulste hochfrequente Strahlung abgeben, sowie weltweite Radar-, Funk- und Satellitenbestrahlung, dann braucht es einen nicht zu wundern, wenn Depressionen, Schlafstörungen, Schädigungen des Immunsystems, Allergien sowie Krebs in jeder erdenklichen Form in einem Ausmaß auftreten, das die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Von Schäden an der Natur ganz zu schweigen!

 

Nicht viel besser schaut es bei den schnurlosen Festnetz-Telefonen (DECT-Telefone) aus, die ja heutzutage, zusätzlich zu den Handys, zu jedem modernen Haushalt gehören. Mittlerweile arbeiten diese Telefone auch mit hochfrequenter, gepulster Strahlung und, was die Basisstation anbelangt, stets im Dauerbetrieb! Bei einem schnurlosen DECT-Telefon bekommt der Mensch die Strahlung dauerhaft ab, weil die Basisstation nicht nur während eines Telefonates gepulste Daten zum Mobilteil sendet, sondern immer – ununterbrochen! Ist solch eine Basisstation in der Nähe von Menschen platziert, was ja allerorts der Fall ist, dann liegt die Strahlungsbelastung weit über der, die im Umkreis von einigen Metern um große Mobilfunk-Sendemasten vorhanden ist! Gegen Mobilfunk- Sendemasten gibt es derzeit massenweise Proteste seitens der betroffenen Bürgerschaft, bei den DECT-Telefonen handelt es sich, wohlgemerkt, um die gleiche Strahlung – Wir haben also unsren eigenen Sendemast in unserer Wohnung!

 

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Tags: Bhajan_Noam, Handy, Mikrowellen, Sendeanlagen

Kommentar von Aurelia am 23. September 2014 um 12:26am

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir zwischen einer Sensibilisierung der inneren Sinne und einer Sensibilisierung der äußeren Sinne unterscheiden. Während es ein Segen und eine Bereicherung auf dem spirituellen Weg bedeutet, wenn sich die inneren Sinne sensibilisieren, ist es fast immer mit Problemen oder gar mit Krankheit verbunden, wenn man auf äußere Sinnesreize hypersensibel reagiert. Das betrifft nicht nur Elektrosmog, sondern auch die ganz „normalen“ Sinneswahrnehmungen. Daher ist es auf dem yogischen Weg so wichtig, sich in Pratyahara zu üben. Denn leider kann es geschehen, dass sich die Chakras frühzeitig öffnen, bevor man in der Lage ist, die äußeren Sinne vollständig zu beherrschen und nach innen zu ziehen, und da tritt dann eine dramatisch verstärkte äußere Sinneswahrnehmung ein. Umgekehrt könnte vermutlich eine konsequente, ganzheitlich orientierte Yoga-Praxis dazu beitragen, gegenüber äußeren Reizen weniger sensibel zu reagieren. Aber die persönliche Konstitution dürfte hier auch noch eine Rolle spielen.
Ein Yogi, der seine Chakras zu inneren Wahrnehmungsorganen herangebildet hat, wird den Elektrosmog auf „höherer“ Ebene wahrnehmen und erkennen, ohne ihm durch die äußeren Sinne ausgeliefert zu sein.

Kommentar von Bhajan Noam am 23. September 2014 um 9:47am

Man kann sich so leicht im Allgemeinen verlieren. Der Yogaschüler lernt Ekagrata, den einsgerichteten Geist. Kontemplieren wir also wieder über das Handy oder Mobile, wie es im englischsprachigen Raum heißt! "Handlich" und "mobil erreichbar" suggerieren uns diese beiden Begriffe. Allem, was uns von der Werbung als bequem dargestellt wird, sollten wir sehr skeptisch gegenüber sein. Die Hersteller wollen uns etwas verkaufen, sie werden uns nicht die negativen Seiten ihrer Produkte auflisten. Die Hersteller haben hoch dotierte Psychologen in ihren Werbeabteilungen, ich nenne sie Schwarzmagier, weil sie ihre Kunst nicht zum Wohl der Menschheit einsetzen. Ich weiß, wovon ich schreibe, ich hatte ein Semester Werbepsychologie in meinem Studium.  Handy: nun, handlich ist das Handy, doch was macht es mit unserem Kopf? Die Auswirkungen beschreibt der Artikel und das sind belegte Tatsachen. Mobil: immer erreichbar und ebenso jeden von überall erreichen können Tatsächlich sind die meisten von uns seelisch so vereinsamt, dass wir über die äußeren Kontakte diese Leere ständig überspielen müssen. Es sind Reflexe, die uns eine zeitlang scheinbar psychisch gesund erhalten, in Wahrheit halten sie uns gerade mal funktionstüchtig in diesem kleinen Rahmen, den wir "unser Leben" nennen. Ich empfehle jedem, sich der Leere einmal mutig zu stellen. Vielleicht ist da ja gar keine Leere, vielleicht erscheint sie uns anfangs nur als solche. Vielleicht ist da ja viel mehr - ein ganz neues Universum, dass es zu erfahren und zu erleben gilt! Das innere Universum ist genauso unendlich wie das äußere. Und in Wahrheit: nur hier sind wir tatsächlich und ständig mit allen und allem verbunden. Hier erleben wir die wirkliche und ewige Verbundenheit. Und plötzlich wird uns die äußere Hetze nach Kontakten, nach Beziehungen ziemlich lächerlich vorkommen. Endlich bleiben wir, wo wir immer waren: in uns, im Ganzen, in der Einheit. - Der Mensch erschafft sich sein eigenes Gift, aber er kann auch die Heilung erzeugen. Dieses Beispiel zeigt, dass Heilung ein Loslassen und Vertrauen ist. Gifte entstehen aus Unglaube und Vereinsamung durch Selbstbezogenheit. Surrogate sind stets Gifte, das Echte ist immer heilsam. Seid mutig, wählt das echte Leben, schmeißt die Handys weg oder benutzt sie im minimalsten Rahmen! Bleibt im Hier und Jetzt! Seid "handlich" für eure Lieben, eure Familie und behaltet stets einen beweglichen Geist! ***     

Kommentar von Bhajan Noam am 23. September 2014 um 10:02am

Eine Buchempfehlung dazu: "Traumfänger" von Marlo Morgan

Kommentar von Bhajan Noam am 23. September 2014 um 4:12pm

Nein, so schlimm sieht es dort nicht aus.

Kommentar von sabine am 23. September 2014 um 6:49pm

Es gab und gibt schon immer Menschen, die telepathisch kommunizieren.
Bhajan Noam hats oben schon erwähnt - mir kams auch sofort in den Sinn (soviel zu Telepathie) ;)

Das Buch Traumfänger von Marlon Morgan.

Ich kenne eine Frau die Elektrosmog hört. Schlafen geht nur wenn sie ihr Zelt einpackt und ein paar
Kilometer entfernt in ein kleines Tal fährt. Hat viel versucht dagegen zu tun, aber sie ist zu offen.
Mittlerweile ist die ganze Familie ausgewandert.

Vor einiger Zeit hatten wir in einem sehr großen Teil von München totalen Stromausfall. Ziemlich
frühmorgens schon. Ich bin aufgewacht und ALLES WAR ANDERS!
Gewusst bewusst hab ichs nicht aber der Moment war wie eine Offenbarung in welch
dichtgewebten Spinnennetz wir uns mittlerweile bewegen....

Kommentar von Thomas N. am 23. September 2014 um 9:34pm

Keine Einwände, nur zwei Anmerkungen:
Bei den DECT-Telefonen gab es vor ein oder zwei Jahren einen Generationswechsel, die alten Geräte sind inzwischen in Deutschland verboten, sie senden m.W. auf nun anders genutzten Frequenzen. Diese alten Geräte erzeugten tatsächlich einen sehr hohen Elektrosmog.
Eine andere, hier noch nicht erwähnte Gefahr stellen die sich explosionsartig vermehrenden WLAN-Geräte dar. Und da gilt leider: mit jeder neuen Gerätegeneration wird es schlimmer. Außerdem sind sie durch die hohe Verbreitung von DSL-Zugängen und VoIP-Telefonen (die ebenfalls einen Internet-Anschluß erfordern, auch wenn der Kunde selbst keinen braucht) inzwischen geradezu flächendeckend aktiv. Zudem haben heute schon immer mehr neue Elektrogeräte aller Art auch WLAN, häufig sogar ohne dass es der Kunde merkt.
Om Shanti.

Kommentar von sabine am 24. September 2014 um 10:36am

Ja, das Gefühl fand ich auch gut :)
Es war so herrlich still - ohne dieses Summen...

Kommentar von sabine am 24. September 2014 um 1:40pm

@ Manfred

Interessanter Bericht. Ja, so gings der Frau wohl auch. Soviel ich weiß
leben die jetzt ziemlich in der Pampa in Norwegen, Schweden oder so...

@ Vishnuprem

Djembe find ich gut :)
Mir fällt grad ein wie sich damals das Kabel vom Telefon immer verwurschtelt hat
und ich dann immer auf dem Stuhl oder noch höher auf dem Tisch stand und das Telefon aushängen und -drehen ließ...

Kommentar von Bhajan Noam am 24. September 2014 um 5:52pm

 Liebe Sabine, eine kleine Information zur "Handy-Pampa" Norwegen. Norwegen war neben den USA eins der ersten Länder, das den Mobilfunk einführte. Die Nutzung war schon sehr ausgeprägt, als in Deutschland noch kaum einer das Handy kannte. Entsprechend "gut" ist auch die Netzdeckung. Als erstes Land führte es das schnellere LTE-Netz schon 2009 ein.

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Auszug aus einer kirchlichen Internetseite (mehr hier) http://pfarrerverband.medio.de/pfarrerblatt/index.php?a=show&id...

Derzeit läuft ein weiterer Ausbau des Mobil- und Kommunikationsfunks in Deutschland, nachdem die Versteigerung der benötigten Frequenzen im Mai 2010 weit über 4 Mrd. Euro in die Staatskasse gespült hatte. Die Weichen für das mobile Hochgeschwindigkeitsbreitbandnetz namens LTE (»Long Term Evolution«) sind gestellt: Noch viel schneller und kräftiger wird damit gefunkt werden; zehnmal so rasch wie bisher soll das Internet aufs Smartphone kommen! LTE hebt sich durch deutlich verbesserte Leistungsstärke auch bei Stabilität und Anwenderfreundlichkeit von den bisherigen Technologien ab. 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigt sich überzeugt: »Die Regierung hat die Risiken durch die Nutzung weiterer Mobilfunk-Frequenzen so gut wie nicht geprüft« – so Bernd Rainer Müller, Experte für elektromagnetische Strahlung beim BUND. Ihm zufolge ist es ein Skandal, dass eine derart massive Nutzung neuer Frequenzbereiche verkauft wurde, »ohne dass vorher eine Belastung für Gesundheit und Umwelt ausgeschlossen wurde.«

Die LTE-Technologie ist mit ihrer starken Leistung ein enormer Energiefresser – das wird trotz aller Begeisterung für die »Energie-Wende« einfach hingenommen! Wolfgang Boos weiß: »Je mehr und je schneller Daten übermittelt werden, desto mehr Energie ist notwendig.« Nach der Atom-Katastrophe in Japan setzt man gerade in Deutschland mehr denn je auf Energie- bzw. Stromsparen. Aber LTE darf ungeniert blühen. Dabei hat schon eine Studie der Technischen Universität Chemnitz aus dem Jahr 2007 nachgewiesen, dass die Funknetze in Deutschland prekäre Energiefresser darstellen: Der Fortschritt beim Klima-Schutz durch die Solarenergie-Nutzung wird schon bisher vom zunehmenden Ausbau der Netze komplett aufgezehrt – so Dr. Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit. Wohin wird da erst die neue LTE-Technologie führen, die der Bewältigung noch steigender Datenvolumen dienen soll?

»Sehen Sie Ihre Freunde, während Sie mit ihnen sprechen, und machen Sie Anrufe, wie Sie sie noch nie gesehen haben. Von iPhone 4 zu iPhone 4 über Wifi«, warb die Telekom in einem Flyer zur gleichen Zeit, als die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), das Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation (WHO), ihre Warnung »possibly carcinogenic« für Handy-Telefonate ausgab.

In Deutschland war immerhin schon Anfang 2010 bekannt geworden, dass über ein Drittel der Hausärzte von einem Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und gesundheitlichen Beschwerden ausgehen. Verschiedene Ärzte-Initiativen haben über die Jahre ihre Besorgnis deutlich geäußert – nicht zuletzt mit Blick auf die gegenwärtigen und künftigen Folgekosten funkstrahlenbedingter Erkrankungen für die Gesellschaft. Im »Freiburger Appell«, den weit über 1000 Ärztinnen und Ärzte unterzeichnet haben, heißt es: »Wir beobachten in den letzten Jahren bei unseren PatientInnen einen dramatischen Anstieg schwerer und chronischer Erkrankungen … Aufgrund unserer täglichen Erfahrungen halten wir die 1992 eingeführte und inzwischen flächendeckende Mobilfunktechnologie und die seit 1995 käuflichen Schnurlostelefone nach DECT-Standard für einen der wesentlichen Auslöser dieser fatalen Entwicklung.« Auch aus der Bundesärztekammer kam eine mahnende Stimme: Prof. Andreas D. Kappos, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer, wies Ende 2008 darauf hin, dass selbst die eher beschwichtigenden Ergebnisse des »Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms« nicht alle Bedenken bezüglich der Gefährdung durch elektromagnetische Felder ausgeräumt hatten: »Dies betrifft insbesondere die Langzeitwirkungen, deren Bedeutung für die Gesundheit des Menschen aus methodischen Gründen zurzeit epidemiologisch nicht abzuklären ist.« In Anbetracht der vielen noch offenen wissenschaftlichen Fragen bezüglich der gesundheitlichen Bedeutung einer möglicherweise lebenslangen Exposition mit den Strahlen kann laut Kappos nur zur Vorsicht aufgerufen werden: »Gerade langfristige Wechselwirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder mit dem menschlichen Organismus sind noch weitgehend ungeklärt und vermutlich auch nicht in unmittelbarer Zukunft zu erforschen, da sich die Expositionsbedingungen ständig verändern.«

Anfang 2011 wurde eine Langzeitstudie veröffentlicht, die ihrerseits die Berechtigung von Besorgnis und Kritik angesichts des laufenden Weiterbaus der Mobilfunk-Technologie untermauerte. Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren zeigte sich bei den 60 Teilnehmern eine signifikante Aktivierung des adrenergen Systems nach Installation einer örtlichen Mobilfunksendeanlage im bayerischen Rimbach. Die Werte der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin stiegen in den ersten Monaten nach dem Einschalten des GSM-Senders signifikant, während die Werte der Vorläufersubstanz Dopamin nach Beginn der Bestrahlung erheblich absanken. Der Ausgangszustand wurde auch nach anderthalb Jahren nicht wieder hergestellt. Einschlägige Werte bedeuten einen signifikanten Hinweis auf die nicht regulierbare chronische Schieflage des Stresshaushalts, so die Autoren der Studie, Prof. Dr. Klaus Buchner und Dr. Horst Eger: »Die Effekte unterliegen einem Dosis-Wirkungs-Zusammenhang und zeigen sich weit unterhalb gültiger Grenzwerte für technische Hochfrequenzbelastung. Chronische Dysregulationen des Katecholaminsystems sind von erheblicher gesundheitlicher Relevanz und führen erfahrungsgemäß langfristig zu Gesundheitsschäden.«

Auszug aus: http://pfarrerverband.medio.de/pfarrerblatt/index.php?a=show&id...

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Kommentar von Bhajan Noam am 24. September 2014 um 6:02pm

3 Kommentare zu dem oben auszugsweise übernommenen Artikel

Artikel komplett: http://pfarrerverband.medio.de/pfarrerblatt/index.php?a=show&id...

Ein Kommentar von Stephan Schall / 25.05.2013 
Grüßgott Die Schriften von Pfarrer Thiede genießen in den Zirkeln der Mobilfunkgegner hohes Ansehen. Darüber hinaus aber rufen sie Befremden hervor. Denn die weltlich harte wissenschaftliche Faktenlage rechtfertigt es, Pfarrer Thiede als Angstschürer zu tadeln. Und Angst, das ist unstrittig, kann Menschen tatsächlich krank machen. Nahezu alles deutet derzeit darauf hin, dass Mobilfunk keine biologisch unerwünschten Nebenwirkungen hat, wenn überhaupt, dann nicht von Sendemasten, sondern von körpernah benutzter Funktechnik (Handys). Dieses Restrisiko wird derzeit verantwortungsvoll erforscht (z.B. Cosmos-Studie). Dennoch warnt Pfarrer Thiede regelmäßig vor Funk. Als Respektsperson nährt er damit irrationale Ängste, die kürzlich einen sensiblen Menschen sogar in den Tod trieben. Ich meine diese dunkle Seite des Warnens darf nicht weiter ignoriert werden, sie gehört mitten hinein in die Diskussion, die von Mobilfunkgegnern immer wieder neu angefacht wird. Verantwortungsbewusst vorsichtig Bedenken äußern ja, mit irrationalen Argumenten unbegründete Ängste wecken oder schüren nein. Das ist meine Meinung.
Ein Kommentar von Bernd Walther / 23.01.2014 
Ich glaube nicht, dass die mobile Telefonie uns noch lange zur Verfügung stehen wird. Sowohl die ressourcelichen als auch die ökonomischen Grundlagen werden dafür bereits innerhalb der nächsten 7 Jahre (bis 2021) nicht mehr vorhanden sein. Verschiedene Schlüsselressourcen des modernen Industriezeitalters wie z.B. die konventionelle Erdölproduktion oder seltene Erden, haben ihr Fördermaximum bereits überschritten und gehen nun sehr bald in die sehr steile und nicht aufhaltsambare Depletion über. Hierdurch wird auch das auf exponentiellen Wachstum basierende Fiatgeldzeitalter praktisch über Nacht zuende gehen. Wir alle werden deshalb Zeugen eines einzigartig umfassenden und raschen Niedergangs von moderner Zivilisation sein, wie er noch niemals zuvor in dieser Dimension zu beobachten war. Viele werden nicht ertragen können, dass ihr Traum vom ewigen Überfluß, Wachstum und Wohlstand nur eine trügerische Illusion war.
Ein Kommentar von Dr. med. Markus Kern / 26.02.2014 
Herr Schall ist ein durchaus bekannter Kritiker von Mobilfunkkritikern (im Netz gibt er sich den Namen „Spatenpauli“). Wenn er Herrn Prof. Dr. Thiede hier als „Angstschürer zu tadeln“ wagt, dann beweist er damit nur, wie wenig er die rationale Argumentation des Theologen und Ethikers zu würdigen weiß, auf die er ja auch mit keiner Silbe eingeht. Schalls vollmundiger Satz „Nahezu alles deutet derzeit darauf hin, dass Mobilfunk keine biologisch unerwünschten Nebenwirkungen hat…“ wird eindrucksvoll widerlegt durch Thiedes ein Jahr nach diesem Aufsatz erschienes Buch „Mythos Mobilfunk. Kritik der strahlenden Vernunft" (München 2012). Hier geht es keineswegs um irrationale Ängste, sondern um rationale Befürchtungen, die sehr wohl begründet sind. Der „Internationale Ärzteappell“ (2012) dokumentiert, dass viele industrieunabhängige Ärzte und Wissenschaftler diese Technik als gesundheitsschädigend einstufen. Als Arzt bin ich für die klugen, mit zahlreichen Fußnoten untermauerten Ausführungen von Professor Thiede – übrigens auch in seinem neuesten Buch „Die digitalisierte Freiheit. Morgenröte einer technokratischen Ersatzreligion“ (2013) – sehr dankbar. Und ich wünsche mir entsprechende Aufmerksamkeit für das gern tabuisierte Thema unter Pfarrerinnen und Pfarrern.
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Kommentar

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