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Geschichtsunterricht für Yogis: Autogenes Training - Brisantes über Prof. J. H. Schultz, den Entwickler der Methode

Warum alte Geschichten ausgraben? Von einem Yogi wird gefordert, sich seines Denkens, Redens und Handelns bewusst zu werden, auch seiner eigenen Geschichte. Er soll erforschen: wo komme ich her, wo gehe ich hin, was ist meine wahre Natur. Dazu werden ihm verschiedene Methoden gegeben, wie Kontemplation, Meditation und als Vorbereitung dazu Asanas, wie auch Atem- und Entspannungsübungen oder z. B. Autogenes Training. Ihm wird empfohlen, Weisheitsbücher zu lesen und zu einem Lehrer oder Meister zu gehen. Ob lebende oder schon verstorbene Lehrer/Meister, sie strahlen eine Kraft aus, und von diesem Energiefeld kann der Schüler profitieren. Ihm wird aber auch gesagt, niemals unkritisch einem Lehrer/Meister und seinen Methoden gegenüber zu sein. Denn letztlich bleibt er immer in der eigenen Verantwortung. Dazu gehört ein waches Betrachten und Hinterfragen der Geisteshaltung und der Lebensweise des Lehrers/Meisters. Viele sind durch ihre Blauäugigkeit den übelsten Scharlatanen aufgesessen.

In Deutschland haben wir, durch unsere Geschichte bedingt, noch dazu eine spezielle Situation. Hier sollten wir hinterfragen, welcher braunen Ursuppe später in der BRD und DDR oft "respektable" Doktoren, Professoren und politische Persönlichkeiten entstiegen sind. Können wir grundsätzlich die Lehre vom Lehrer trennen? Letztlich muss es jeder selbst für sich entscheiden. Der weltbekannte Prof. J. H. Schultz soll hier als Beispiel dienen. Der folgende Text ist Wikipedia entnommen.    

Johannes Heinrich Schultz (* 20. Juni 1884 in Göttingen; † 19. September 1970 in Berlin) war ein deutscher Psychiater und schulenunabhängiger Psychotherapeut. Weltberühmt wurde Schultz durch die Entwicklung des Autogenen Trainings.

Der Sohn eines Theologen studierte Medizin in Lausanne, Göttingen (wo er Karl Jaspers kennenlernte) und Breslau. 1907 promovierte er in Göttingen. 1908 nach seiner Approbation war er dort zunächst in der Poliklinik der Medizinischen Universitätsklinik tätig, ab 1911 in der Universitätshautklinik in Breslau, im Paul-Ehrlich Institut, Frankfurt/M., in der Nervenheilanstalt Chemnitz und schließlich in der Psychiatrischen Universitätsklinik in Jena unter Otto Binswanger, bei dem er sich 1915 habilitieren konnte. Ein erster Versuch 1912 war an Protesten jüdischer Patienten wegen seiner antisemitischen Äußerungen gescheitert.

Im Ersten Weltkrieg führte er ein Genesungsheim in Belgien; 1919 wurde er a.o. Prof. für Psychiatrie und Nervenheilkunde in Jena, ab 1920 Chefarzt und wissenschaftlicher Leiter von Heinrich Lahmanns Sanatorium Weißer Hirsch bei Dresden. 1924 ließ er sich als Nervenarzt in Berlin nieder.

1925/26 war er Mitglied des Gründungskomitees für den ersten Allgemeinen Ärztlichen Kongress für Psychotherapie, Vorstandsmitglied der am 1. Dezember 1927 gegründeten Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie, ab 1928 Fachbeirat ihrer Verbandszeitschrift sowie ab 1930 mit Arthur Kronfeld (und Rudolf Allers in Wien für den Referatenteil) Schriftleiter des nun Zentralblatt für Psychotherapie genannten Verbandsorgans; 1933 Vorstandsmitglied der DAÄGP unter Matthias Heinrich Göring, dem Vetter des Reichsmarschalls. Ab 1936 leitete er unter diesem als Vizedirektor das Deutsche Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie sowie die Poliklinik mit Zuständigkeit für die Ärzteausbildung. Zu den Geldgebern der Forschung, wie Leistungsfähigkeit zu erhöhen sei, gehörte der Reichsarbeitsdienst und die Luftwaffe. Ab 1933 verfasste Schultz mehrere Beziehungsratgeber.

Schultz durfte kein Mitglied der NSDAP sein, da er in erster Ehe mit einer Jüdin verheiratet gewesen war, trat aber 1933 dem NSKK bei, das 1935 in der SA aufging. Er war Anwärter im NS-Ärztebund.

Schultz propagierte 1940 die „Vernichtung“ behinderter Menschen („Euthanasie“). Auch fällte er durch seine Diagnosen „Todesurteile“ gegen Hysterikerinnen. Er befürwortete ferner die Erlaubnis der Ehescheidung von "einer solchen Bestie".

Schultz war im Rahmen seiner Tätigkeit am Göring-Institut direkt an der Verfolgung homosexueller Männer beteiligt (siehe auch Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus). Schultz war der Meinung, es gebe erbliche und heilbare Homosexualität. An dem Institut wurde einerseits versucht, Homosexuelle zu „heilen“, andererseits leitete Schultz eine Kommission, die „Verdächtige“ zum Geschlechtsverkehr mit Prostituierten zwang, um „festzustellen“, ob sie homosexuell seien. „Schuldige“ wurden in Konzentrationslager überstellt.

Nach 1945 traf er sich weiter mit Werner Heyde, einem versteckt lebenden führenden Gutacher in der T4-Aktion. Schultz arbeitete als Nervenarzt in Berlin. 1956 war er Herausgeber der Zeitschrift Psychotherapie und Ehrenmitglied der DGPT. 1959 gründete er die Deutsche Gesellschaft für ärztliche Hypnose.

- Wikipedia -

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Tags: Autogenes-Training, Bhajan_Noam, Euthanasie, Geschichte, Schultz

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