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"Fleisch darf man bald nur noch heimlich essen" - DIE WELT trägt's mit chilischarfem Zynismus

"Vegetarisch oder vegan?" So lautet heute in besseren Kreisen die Frage bei Tisch. Dass jemand Fleisch will, wird allenfalls geduldet. Auf der jüngsten Buchmesse spielten sich groteske Szenen ab.

Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch

Das feuilletonistische Segment der globalisierten Gesellschaft zog es auch jüngst wieder zur Frankfurter Buchmesse. Es versammelten sich sehr belesene und sehr schwarz gekleidete Menschen, die am Abend sämtliche Tische der gehobenen Frankfurter Gastro-Szene unter sich aufteilten. Bei so einem Verlags-Abendessen geht es sehr babylonisch zu. Und doch eint die weltweite Hochkultur die gleiche Frage: Essen Sie vegetarisch oder vegan?

Die Anwesenheit eines gemeinen Fleischfressers in der Runde wird gar nicht mehr in Betracht gezogen. Und so kommt es beim Bestellvorgang stets zum Schwur. Die Damen sind zuerst dran, und es wird ein Salätchen oder auch Gemüse geordert. Die eher lebenslustigen neigen zur vegetarischen Pizza. Der in jeder Beziehung konventionell veranlagte männliche Fleischfresser hat spätestens jetzt ein Problem.

Will er es sich mit dem weiblichen Teil der Tischrunde schon vor Beginn der eigentlichen Konversation verscherzen? Indem er beispielsweise ein Schnitzel oder gar ein gegrilltes Rumpsteak bestellt? Der Geruch gebratenen oder gegrillten Fleisches wird mittlerweile als mindestens so störend empfunden wie das Rauchen. Ein Schnitzel entspricht gefühlt einer Zigarette und ein Rumpsteak einer öffentlich zelebrierten Havanna-Zigarre.

Am Wurststand steht man verschämt wie vorm Sexshop

Man muss also schon ein sehr bekannter Autor sein, um sich einen Zwiebelrostbraten oder ein Rumpsteak zuzutrauen. Spielt man in der B-Liga, war's das. Den um Vergebung bettelnden Blick des Carnivoren beantwortet eine der sich ethisch einwandfrei ernährenden jungen Frauen am Tisch dann meist so: "Ich bin zwar Vegetarierin, aber nicht dogmatisch".

Das heißt auf gut Deutsch: "Du bist zwar eine tierquälerische und ignorante Null, aber für den Rest des Abends werde ich mich trotzdem mit Dir unterhalten, weil ich nicht nur Vegetarierin, sondern auch vorbildlich tolerant bin."

Wer dem Dilemma aus dem Weg gehen will, sollte seine Fleischeslust tagsüber heimlich stillen, beispielsweise auf dem großen Platz zwischen den Messehallen. Am "Pommes-Grill" gibt's "Rostbratwurst mit Brötchen" und einen Stand weiter "Linsensuppe mit Wursteinlage".

Unser Geheimtipp für die nächste Buchmesse: "Burrito-Bande" gegenüber von Halle 3. Dort offeriert man den "Cowboy-Bill mit saftigem Rindfleisch und hausgemachter Banden-BBQ-Sauce". Die Warteschlange war lang und bestand aus ganz vielen schwarz gekleideten Herren, die verstohlen um sich guckten, als wollten sie gerade einen Sexshop betreten.

Quelle: http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article133...

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Tags: Bhajan_Noam, vegan, vegetarisch

Kommentar von Bhajan Noam am 20. Oktober 2014 um 10:59pm

Deutsche werfen gigantische Mengen an Fleisch weg

Was für eine Verschwendung: 346 Millionen Kilogramm Fleisch landen in Deutschland jährlich im Müll. Dafür mussten umgerechnet 45 Millionen Hühner, vier Millionen Schweine und 200.000 Rinder sterben.

Foto: dpa

Der Fleischkonsum liegt in Deutschland pro Kopf bei 60 Kilogramm jährlich – davon wandern sieben Prozent in den Müll.


In Deutschland landen jährlich 346 Millionen Kilogramm Fleisch im Müll. Das geht aus dem "Fleischatlas Extra" hervor, den die Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin anlässlich des Welternährungstages veröffentlichte.

Demnach wirft jeder Endverbraucher im Durchschnitt 4,3 Kilo Fleisch und damit sieben Prozent seiner jährlichen Fleischeinkäufe weg. Die Menge entspreche über 8500 Lkw der 40-Tonnen-Klasse. Der durchschnittliche Fleischkonsum liegt bundesweit bei 60 Kilo pro Person.

Vor diesem Hintergrund wären nach Angaben der Stiftung Mästung und Tod von umgerechnet 45 Millionen Hühnchen, vier Millionen Schweinen und 200.000 Rindern vermeidbar gewesen wären. Ein schonender Umgang mit Nahrungsmitteln sei aber ein Schlüsselfaktor im Kampf gegen Hunger und Umweltzerstörung, sagte Stiftungsvorstand Barbara Unmüßig.

"Doch wir essen und verschwenden zu viel, besonders auch Fleisch", kritisierte Unmüßig. Die industrielle Nahrungsmittelproduktion trage dazu bei, dass sich die Schere zwischen denen, die verschwenden können, und denen, die nicht genug zu essen haben, immer weiter öffne.

Verschwendung nicht nur beim Endkonsumenten

Das Problem der Verschwendung von Nahrungsmitteln fange allerdings nicht erst beim Endkonsumenten an, erklärte Unmüßig weiter. "Wenn die industrielle Nutzung von Tieren als klimaneutraler Rohstoff für Chemie- und Energiewirtschaft angepriesen wird, dann ist das nur möglich, weil zahlreiche soziale und Umweltkosten der Massentierhaltung nicht eingepreist werden."

Die industrielle Tierproduktion belaste die Böden, das Trinkwasser und nehme für Futtermittel riesige Agrarflächen in den Ländern des globalen Südens in Anspruch, die dort für die heimische Nahrungsmittelproduktion fehlen.

Wie aus dem "Fleischatlas Extra" weiter hervorgeht, wurden 2013 in Deutschland Tiere mit einem Lebendgewicht von rund 11,2 Millionen Tonnen produziert. Nur die Hälfte bis ein Drittel davon wurde aber verspeist.

Zum Verzehr gelangten neben diversen Wurstwaren vor allem Filetstücke oder Koteletts in die Kühlregale der Supermärkte. Der Rest sei industrieller Rohstoff beispielsweise für die Herstellung von Haustierfutter, Düngemittel, Gesichtscreme oder von "Biokraftstoff" in der Energiewirtschaft.

Laut Welthungerhilfe ist die maßlose Verschwendung von Lebensmitteln auch moralisch eine Katastrophe. Denn die absolute Zahl der hungernden Menschen ist noch immer absurd hoch. Das gelte besonders in Zeiten, in denen es mehr als genug Nahrungsmittel gebe.

Laut WFP könnten sich die meisten Hungernden der Welt – Kleinbauern, Landarbeiter und Viehzüchter in den Entwicklungsländern – selbst helfen, wenn nicht rund ein Drittel ihrer Ernten zwischen Feld und Teller verloren gehen würde. In den reichen Industrieländern werden Schätzungen zufolge zwischen 20 und 30 Prozent der Lebensmittel weggeworfen.

100 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen

Syrien, der Irak, der Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, Westafrika – die Liste an humanitären Krisen ist lang. Noch immer gehen jeden Abend über 800 Millionen Menschen hungrig zu Bett; über 100 Millionen Menschen wären auf akute Nothilfe angewiesen.

Laut Welthungerhilfe gefährden vor allem Kriege, Flucht und die Ebola-Epidemie den Kampf gegen die weltweite Unterernährung. Daher appellieren Hilfsorganisationen zum Welternährungstag an die Politik ebenso wie an private Spender, weiter gegen den Hunger vorzugehen.

Dabei gibt es aber auch gute Neuigkeiten: In den vergangenen 25 Jahren sind laut Welthungerhilfe große Fortschritte erzielt worden. Der Hunger-Index ist demnach in den Entwicklungsländern seit 1990 um 39 Prozent zurückgegangen; weltweit sank die Zahl der Hungernden in diesem Zeitraum um 209 Millionen Menschen.

Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article133345055/Deutsche-werfen-gi...

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Kommentar von Hannelore/Wuschel am 21. Oktober 2014 um 8:04pm

Kommentar von Hannelore/Wuschel am 21. Oktober 2014 um 8:05pm

Mal zum Lachen!
Om Shanti

Kommentar von Bhajan Noam am 21. Oktober 2014 um 10:33pm

Aus was besteht ein Hamburger oder Cheeseburger eigentlich, wenn er nach vier! Jahren nicht verschimmelt ist? Plastik? >>> Video

Kommentar von Bhajan Noam am 21. Oktober 2014 um 11:47pm

Du hast eine Chance verpasst! Wenn der Mensch ist was er isst, dann müsste er ja mit diesen Kohlrabi ewig leben!!! ;-) Oder…? 

Bestrahlung von Lebensmitteln

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz >>> http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/03_Verbraucher/10_LMBestr... 

Um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu erhöhen oder gesundheitsschädliche Mikroorganismen in Lebensmitteln abzutöten, besteht die Möglichkeit, Obst, Gemüse und Getreide, Fleisch und Fisch zu bestrahlen. Die verwendete energiereiche Strahlung stammt von radioaktivem Material (Gammastrahlung) oder wird von Maschinen erzeugt (Röntgenstrahlung oder beschleunigte Elektronen. Die Strahlenbehandlung hat zur Folge, dass beispielsweise Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch nicht keimen oder sprossen und länger gelagert werden können. Unerwünschte Organismen (Insekten und Maden) in Getreide, Trockenobst, Gemüse oder Nüssen können durch eine Bestrahlung abgetötet und die Reifung von Obst kann verlangsamt werden. Mikroorganismen, die gesundheitsgefährdend sind, können eliminiert werden; die Keimbelastung, auch von Gewürzen, kann soweit reduziert werden, dass die Haltbarkeit der jeweiligen Produkte gewährleistet ist.

Die Strahlung besteht nicht aus radioaktiven Atomen oder Partikeln. Die Lebensmittel werden durch die Bestrahlung nicht radioaktiv. Sie kommen nicht mit der Strahlungsquelle in Kontakt, sondern werden in Containern um die Strahlenquelle herum geführt bzw. unter dem Elektronen- oder Röntgenstrahl hindurch geführt, bis sie die notwendige Dosis erhalten haben. Die nominelle Strahlendosis ist limitiert auf zehn Kilogray. Ein Kilogramm eines bestrahlten Lebensmittels nimmt bei dieser Strahlendosis die Energie von 10.000 Joule auf.

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Kommentar

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