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Eine Nachricht aus Absurdistan: Als Vegetarier wären wir keine Menschen geworden

Die rasant zunehmenden Vegetarier und Veganer bereiten der Fleischindustrie offenbar Probleme. Und so bringt DIE WELT rasch diesen Artikel, um die Menschheit über ihre Ursprünge und ihre angebliche Entwicklung "aufzuklären". Ihre Logik baut vereinfacht darauf auf, dass der Mensch durch das zerschneiden des Fleisches mit ersten Werkzeugen Intelligenz erlangte. - Hier haben wohl die Fleischesser die Tomaten auf den Augen. Wäre es nicht so grausam und dumm, wäre es wirklich zum Lachen! - Bhajan Noam

DIE WELT - Als Vegetarier wären wir keine Menschen geworden

Fleischekel ist heute ein Ausweis von Vornehmheit. So wie früher blasse Haut. Fleischverzicht gehört in unserer egalitären Gesellschaft zu den wenigen Mitteln sozialer Distinktion, die schamlos eingesetzt werden dürfen. Nur bei den Fleischverächtern gibt es noch den sozialen Modus des verächtlich auf alle anderen Hinabschauens. Es soll sogar vorkommen, dass deswegen der Weihnachtsfrieden nachhaltig gestört wird. Man sollte über der duftenden Weihnachtsgans die Gedanken schweifen lassen in die Tiefen unserer Geschichte. Und wer die Gans tranchiert, der soll sprechen: Esset das Fleisch, auf dass ihr klug werdet.

Man kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass das Tranchieren der Weihnachtsgans in unserer Gesellschaft als grundlegende Kulturtechnik noch fest verankert ist. Immer mehr Menschen nehmen Fleisch fast nur noch in Zurichtungs- und Zubereitungsformen zu sich, in denen die Herkunft vom Tier nicht mehr zu erkennen ist. Burger oder Chicken McNuggets bestehen aus einem aromatisierten Fleischteig, der zu genormten, mundgerechten Stücken geformt wird. In der häuslichen Küche wird kaum noch etwas anderes verarbeitet als Hackfleisch oder tellergerechte Geflügelfilets.

Da mag es für manchen nicht nur eine technische, sondern auch eine mentale Herausforderung sein, der gebratenen Gans mit dem Tranchierbesteck zu Leibe zu rücken, ihr Brustfleisch vom Brustbein zu lösen und die Keulen mit geübtem Schnitt so vom übrigen Skelett zu trennen, dass ein Eindruck von Könnerschaft und Mühelosigkeit entsteht. Weder Manschetten noch Hemdbrust dürfen beschmutzt werden, wenn der Gastgeber den fetten Festvogel solchermaßen mit dem Tranchierbesteck zerteilt und portioniert.

Wo es so zugeht, ist der Prozess der Zivilisation – wir sprechen von Europa – im bürgerlichen Zeitalter angekommen. Es wird nicht mehr mit den Händen gegessen, sondern mit Messer und Gabel. Der Werkzeuggebrauch ist perfektioniert. Im Idealfall findet zwischen Braten und Esser kein Körperkontakt statt, bevor der Bissen im Mund verschwindet, der beim Kauen geschlossen bleibt und sofort abgetupft wird, sollten Fett oder Bratensaft doch einmal den Weg aus dem Gehege der Zähne gefunden haben. Es kommt vor, dass die kreatürliche Spontanität der Zunge in solchen Fällen nicht gänzlich gezügelt werden kann. Doch sofort ist die Serviette tupfend, reinigend und disziplinierend zur Stelle.

Bei aller kulturellen Verfeinerung sind im Tranchieren der Weihnachtsgans mit dem Abschneiden und Zerteilen des Fleisches mittels eines Werkzeuges die archetypischen Elemente der Technik menschlichen Fleischverzehrs noch vorhanden und erkennbar. Der Mensch konnte nur zum Menschen werden, weil er das Tranchieren lernte.

Wer es sich antun möchte und weiterlesen will: http://www.welt.de/kultur/article135576738/Als-Vegetarier-waeren-wi...

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Tags: Bhajan_Noam, Mensch, vegan, vegetarisch

Kommentar von miramuun am 29. April 2016 um 8:25pm

Das Buch Daniel

Daniel und seine Freunde am Babylonischen Hof 1,1-21

  • 1 Im dritten Jahr der Herrschaft des Königs Jojakim von Juda zog Nebukadnezzar, der König von Babel, gegen Jerusalem und belagerte es.

    2 Und der Herr gab König Jojakim von Juda sowie einen Teil der Geräte aus dem Haus Gottes in Nebukadnezzars Gewalt. Er verschleppte sie in das Land Schinar, in den Tempel seines Gottes, die Geräte aber brachte er in das Schatzhaus seines Gottes.

    3 Dann befahl der König seinem Oberkämmerer Aschpenas, einige junge Israeliten an den Hof zu bringen, Söhne von königlicher Abkunft oder wenigstens aus vornehmer Familie;

    4 sie sollten frei von jedem Fehler sein, schön an Gestalt, in aller Weisheit unterrichtet und reich an Kenntnissen; sie sollten einsichtig und verständig sein und geeignet, im Palast des Königs Dienst zu tun; Aschpenas sollte sie auch in Schrift und Sprache der Chaldäer unterrichten.

     5 Als tägliche Kost wies ihnen der König Speisen und Wein von der königlichen Tafel zu. Sie sollten drei Jahre lang ausgebildet werden und dann in den Dienst des Königs treten.

     6 Unter diesen jungen Männern waren aus dem Stamm Juda Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja.

     7 Der Oberkämmerer gab ihnen andere Namen: Daniel nannte er Beltschazzar, Hananja Schadrach, Mischaël Meschach und Asarja Abed-Nego.

     8 Daniel war entschlossen, sich nicht mit den Speisen und dem Wein der königlichen Tafel unrein zu machen, und er bat den Oberkämmerer darum, sich nicht unrein machen zu müssen.

     9 Gott ließ ihn beim Oberkämmerer Wohlwollen und Nachsicht finden.

    10 Der Oberkämmerer sagte aber zu Daniel: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch die Speisen und Getränke zugewiesen hat; er könnte finden, dass ihr schlechter ausseht als die anderen jungen Leute eures Alters; dann wäre durch eure Schuld mein Kopf beim König verwirkt.

    11 Da sagte Daniel zu dem Mann, den der Oberkämmerer als Aufseher für ihn selbst sowie für Hananja, Mischaël und Asarja eingesetzt hatte:

    12 Versuch es doch einmal zehn Tage lang mit deinen Knechten! Lass uns nur pflanzliche Nahrung zu essen und Wasser zu trinken geben!

    13 Dann vergleiche unser Aussehen mit dem der jungen Leute, die von den Speisen des Königs essen. Je nachdem, was du dann siehst, verfahr weiter mit deinen Knechten!

    14 Der Aufseher nahm ihren Vorschlag an und machte mit ihnen eine zehntägige Probe.

    15 Am Ende der zehn Tage sahen sie besser und wohlgenährter aus als all die jungen Leute, die von den Speisen des Königs aßen.

    16 Da ließ der Aufseher ihre Speisen und auch den Wein, den sie trinken sollten, beiseite und gab ihnen Pflanzenkost.

    17 Und Gott verlieh diesen vier jungen Leuten Wissen und Verständnis in jeder Art Schrifttum und Weisheit; Daniel verstand sich auch auf Visionen und Träume aller Art.

    18 Als ihre Zeit zu Ende war und man sie vor den König bringen musste, wie er es bestimmt hatte, stellte sie der Oberkämmerer dem Nebukadnezzar vor.

    19 Der König unterhielt sich mit ihnen und fand Daniel, Hananja, Mischaël und Asarja allen anderen überlegen. Sie traten also in den Dienst des Königs.

    20 Sooft der König in Fragen, die Weisheit und Einsicht erfordern, ihren Rat einholte, fand er sie allen Zeichendeutern und Wahrsagern in seinem ganzen Reich zehnmal überlegen.

    21 Daniel blieb im königlichen Dienst bis ins erste Jahr des Königs Kyrus.

          aus: Einheitsbibel

Ist es nicht an der Zeit, uns von einem vordiktierten barbarischen Essens- und auch  Opferkult zu befreien  und eine friedvolle Essenskultur zu leben.

aum

miramuun

Kommentar von Jyoti am 30. April 2016 um 10:18am

Ja,das ist es wohl!

Kommentar

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