Ein aktuelles Thema: Religion und Humor

8699529465?profile=originalAnekdote von Hamed Abdel-Samaddeutsch-ägyptische Schriftsteller und Politologe

Vor vielen Jahren war ich noch ein sehr gläubiger Muslim. Ich war befreundet mit einem deutschen Theologie-Studenten in Augsburg, der Religionslehrer werden wollte. Er hat mir folgenden Witz erzählt: 

Ein Metzger aus Bayern kommt in den Himmel. Petrus stoppt ihn an der Pforte und durchsucht seine Tasche. Er entdeckt darin eine Weißwurst und fragt erstaunt: Was ist denn das? Das ist meine Nahrung, ich kann ohne sie nicht leben, antwortete der Bayer. Petrus weigert ihm den Eintritt bis er in Erfahrung bringt, was das sei. Petrus fragt Jesus ob er dieses längliche Zeug identifizieren kann. “Nein, Petrus, frag doch meine Mutter. Sie war häufiger auf dem Markt als ich”. Petrus fragt Maria ob sie dieses Ding kennt. Sie nimmt’s in die Hand und tastet daran vorsichtig. “Gesehen habe ich es nicht, aber irgendwie fühlt es sich an wie der Heilige Geist!” sagte Maria. 

Ich war schockiert als ich den Witz hörte. Wie kann ein gläubiger Christ, der auch noch Religionslehrer werden wollte, so einen Witz über die heiligsten Figuren des Christentums machen? Und wenn er so sarkastisch mit seiner eigenen Religion umgeht, wie würde er dann mit meiner umgehen?

Ich habe ihn danach gemieden. Ich hatte Angst vor dem Einfluss der Freiheit auf mich, verbarrikadierte mich hinter meinem Glauben und wurde immer radikaler! 

Lange Rede, kurzer Sinn:

Satire ist eine wunderbare Sache. Sie greift Ängste an, die man gerne verstecken will. Sie reißt die Masken von alten und neuen Mythen herunter, relativiert Götter und Kultfiguren, und somit befreit sie uns. Deshalb sind Diktatoren wahnsinnig humorlos und reagieren mit Gewalt auf Satire! Denn unsere Angst ist ihre Herrlichkeit!

Heute bin ich nachträglich für jeden dankbar, der mich früher durch Satire oder Kritik am Islam provoziert hatte. Heute kann ich über alles lachen, was humorvoll ist. Heute verstehe ich den alten Freund aus Augsburg: Erst die Freiheit macht es möglich, dass man gläubig sein kann und trotzdem über seine Religion lacht!

(Quelle: Handelsblatt)

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Kommentare

  • Der Luther wieder! 

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  • Der Optimist sagt: "Das Glas ist halb voll." - Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb leer." – Der Rationalist sagt: "Das Glas ist doppelt so groß, wie es sein müsste." - Und Jesus, der Wasser zu Wein gemacht hatte, sagte: "Herr, lasse den Kelch an mir vorübergehen!"  - Bhajan Noam

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  • Ein Rabbi möchte gerne wissen, was sein Sohn später von Beruf wird. Deshalb legt er auf den Tisch eine Flasche Wein, ein Bündel Geld und das Wort Gottes. Er denkt bei sich: "Nimmt er das Geld, dann wird er sicher Bankier, nimmt er das Wort Gottes, so wird er ein frommer Rabbi. Und wenn er den Wein nimmt, dann ist er sicher eine Künstlernatur, liebt Literatur, Musik, Frauen... "

    Der Rabbi versteckt sich im Raum und wartet, bis sein Sohnemann nach Hause kommt. Dieser sieht Geld, Wein, Bibel, überlegt nicht lange und nimmt alle drei Dinge. Der Rabbi fasst sich verzweifelt an den Kopf und denkt: " Oh mein Gott, er wird katholischer Priester!"

  • Der Pfarrer fragt in der Sonntagsschule: "Was müßt ihr zuerst tun, damit eure Sünden vergeben werden?" Ein kleiner Junge antwortet brav: "Zuerst sündigen, Herr Pfarrer..."

  • @ Cornelia: Vielleicht ist das eine Buch für Dich:

    http://www.randomhouse.de/leseprobe/Platon-und-Schnabeltier-gehen-i...

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    Aus der Widmung: 

    Gewidmet dem Andenken
    an unseren philosophischen Großvater

    GROUCHO MARX

    Er brachte unsere Überzeugungen in einem Satz auf den Punkt:

    "Dies sind meine Prinzipien; falls sie Ihnen nicht gefallen, ich habe auch andere."

     

  • Der ist gut !!! ;-)))

    Jesus bahnt sich seinen Weg durch die Menschenmenge. Am Boden liegt eine Frau. Die Masse tobt:" Steinigt die Sünderin! Steinigt die Sünderin!" Jesus hebt beschwichtigend die Arme: "Ruhe, wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!" Im gleichen Moment fliegt ein Stein aus der Menge gegen den Kopf der Sünderin. Genervt dreht sich Jesus um: "Mutter, halt Du Dich da bitte raus!"

  • Drei Gründe dafür, dass Jesus Italiener und keinesfalls Jude war:

    1. Nur ein Italiener wohnt bis 30 bei seiner Mutter.

    2. Nur ein Italiener kann seine Mutter für eine Jungfrau halten.

    3. Nur eine Italienische Mutter meint, dass ihr Sohn Gott sei.

  • Eine christliche und eine jüdische Frau treffen sich in einem Restaurant. Die christliche Frau erzählt voller Stolz, dass ihr Sohn gerade eine Ausbildung zum Priester absolviert.

    „Wir setzen sehr viel Hoffnung auf ihn – er ist so talentiert“, sagt sie.

    „Was genau meinst du?“ fragt die jüdische Frau.

    „Na ja, wenn er wirklich gut ist, kann er Bischof werden.“

    „Ist das das Höchste, was er werden kann?“ erwidert die jüdische Frau.

    „Na ja, wenn er überdurchschnittlich gut ist, kann er auch Kardinal oder sogar Papst werden!“

    „Und das ist dann das Höchste, was er werden kann?“ fragt die jüdische Frau weiter.

    „Was willst du denn, was er wird? Etwa Gott?“ entgegnet die christliche Frau scharf.

    „Warum denn nicht?“ fragt die jüdische Frau. „Einer von unseren Jungs hat es geschafft!“

  • Drei Juden wetteifern darum, wer von ihnen am besten lügen kann. 
    Der erste sagt: "Der Messias wird kommen."
    Der zweite entgegnet: "Die Toten werden auferstehen."
    Kopfschüttelnd warnt der dritte: "Leise, Gott hört euch!"
    Darauf die beiden: "Du hast gewonnen!"
  • Ich habe was Interessantes zum SCHNABELTIER gefunden. Der Titel des Artikels lautet:

    Gott hat Humor!

    http://www.zeit.de/online/2008/20/schnabeltier-genom-sex

    Und aus dem Artikel hier ein SEHR WITZIGER Auszug:

    " Auch auf die Geschichte der Geschlechter wirft die Genomanalyse ein neues Licht. Nicht nur haben Schnabeltiere erstaunlich viele Chromosomen, auf denen im Erbgut das Geschlecht festgeschrieben ist. Auch zeigen die Analysen, dass das bei Säugern für die Männlichkeit verantwortliche Y-Chromosom sich offenbar doppelt so schnell zu einem genetischen Müllhaufen entwickelt als bisher gedacht. Bei Säugetieren wird das Geschlecht durch das X- und das Y-Chromosom festgelegt, wobei ein XX-Paar für ein Weibchen und ein XY-Paar für ein Männchen sorgt. Aus dem Vergleich des Schnabeltier-Erbgutes mit dem anderer evolutionäreer Linien ergab sich jetzt: "Die Sex-Chromosomen der Säugetiere und des Menschen in der Evolution sind sehr jung, nämlich nur 166, anstatt der bisher angenommen 330 Millionen Jahre", sagt Jennifer Graves, Co-Autorin der Nature -Studie.

    Große Bereiche des Y-Chromosoms haben sich im Laufe der Jahrmillionen durch Mutationen verändert. Viele Gene gingen verloren, was blieb war nutzloser Erbgutschrott. Von fast 1000 funktionsfähigen Genen auf dem X-Chromosom, sind es heute auf dem Y-Chromosom nur 86. Die Herren der Schöpfung hören es vielleicht nicht gerne, aber: Das kleine Stückchen Mann im Erbgut ist recht simpel strukturiert. Noch schlimmer: Die Verwandlung von Genen in Genmüll geht anscheinend viel rasanter vonstatten als bisher gedacht: Eben nicht in 330 Millionen Jahren, sondern doppelt so schnell."

    Da frage ich mich doch: Warum hat Gott all diese Gene im männlichen Erbgut ausgeschaltet? Ein Spaß?

    Om namah shivaya!

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