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Die Augen sind der Spiegel und somit das Tor zur Seele, so sagt schon ein altes Sprichwort. Tatsächlich sind sie noch viel mehr als das, denn kein anderer Muskel wird im menschlichen Körper so oft benutzt wie die Augenmuskulatur. Die Augen beherbergen auch die einzigen Muskeln im Körper, welche sich nicht bewusst kontrollieren lassen. Das ist einer der Gründe, warum viele Pokerspieler eine Sonnenbrille tragen, um ihren Blick zu verstecken, der sie verraten könnte.

 Über unsere Augenmuskulatur, die direkt mit dem präfrontalen Cortex verbunden ist (der präfrontale Cortex empfängt sensorische Signale und steht in korrelativem Zusammenhang mit der Integration von Gedächtnisinhalten und emotionalen Bewertungen), rufen wir Erinnerungen und Informationen ab und stellen uns Zukünftiges vor. Die Augen lassen uns Bilder, Töne und Gedanken abrufen und bewegen sich je nach Gedankengang auch in eine andere Blickrichtung. Das kennen wir aus der Remphase im entspannten Schlafzustand, wenn die Augen unter dem Lid sehr schnell hin und her bewegt werden.

 

Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Blickrichtungen:

Augen wandern nach oben oder unten = ein Visualisieren

Wenn du also vor deinem Gegenüber stehst und dabei erkennst, wie sein Blick nach rechts oben wandert, dann wird ein Bild aus der Erinnerung abgerufen.

Wandert der Blick nach links oben, so wird ein Bild imaginiert, also eine Vorstellung kreiert.

Wandert ihr Blick nach links unten, (oftmals auch ein schneller Blickwechsel von links und rechts unten), zeigt dir, dass sie in einem inneren Dialog ist. Ihre Aufmerksamkeit ist deshalb eingeschränkt und du könntest nun also einen Moment pausieren, bevor du weiter sprichst.

Wandern die Augen nach rechts unten, sind wir meistens im Gefühl. Gefühle brauchen meist 2-3 Sekunden, bis sie entstehen und abgerufen werden können.

Augen in der Mitte = Töne werden vorgestellt

Stehen die Augen links in der Mitte, so wird ein Geräusch, ein Ton oder eine Stimme auditiv imaginiert, also vorgestellt.

Gehen die Augen hingegen zur rechten Mitte, so wird eine gehörte Erinnerung abgerufen, wie z.B. das aktuelle Lieblingslied.

Die Augen verraten uns ebenso, ob das Lächeln, das uns entgegengebracht wird, echt oder unecht ist. Bei einem unechten lachen machen die Augen nicht mit. Es sind keine Fältchen um die Augen herum zu sehen und die Lippen sind meist angespannt. Bei einem echten Lächeln hingegen sind klar die Fältchen rund um die Augen zu erkennen. Die Mundwinkel sind dabei nach oben gezogen und die Lippen sind entspannt.

Das Betrachten der Augen unseres Gegenübers gibt uns eine ziemlich genaue Vorstellung, was in ihm/ihr vor sich geht.

Autor: Rabbi David Kraus

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Tags: Augen, Bhajan_Noam, Seele, Sprache

Kommentar von markus am 23. Oktober 2015 um 12:35am

Hat schon jemand Shaktipat über die Augen erfahren?

Kommentar

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