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"Das Bedürfnis nach spiritueller Erfahrung ist groß" - Veranstaltung: Spiritueller Sommer 2014 - ein Rückblick

Spiritueller Sommer 2014 in Südwestfalen

Den Alltag hinter sich lassen, Ruhe, Entschleunigung, neue Wege gehen - das waren die Schlagworte des Spirituellen Sommers 2014. Die Besucher sollten Orte und Aktivitäten entdecken können, an und bei denen der hektische Alltag in weite Ferne rückt und Ruhe einkehrt. Das konnte eine spirituelle Wanderung auf einem historischen Weg bei Kirchhundem sein, eine E-Bike-Tour auf dem Mythenweg bei Schmallenberg-Ebbinghof oder ein Spaziergang gepaart mit Yoga auf einer Berghöhe im Sauerland. In Eslohe-Kückelheim konnte man auf dem Franziskusweg wandern, der an Franz von Assisi erinnert. Oder man konnte durch den Klostergarten in Arnsberg-Oelinghausen streifen - alles das sind Kleinode in der südwestfälischen Landschaft.

Die Kirchenbänke werden leerer, der Spirituelle Sommer aber boomt - wie passt das zueinander? "Auch wenn sich viele Menschen von der Kirche abgewandt haben, ist das Bedürfnis nach spiritueller Erfahrung groß", sagt Susanne Falk, "auch die Kirchen haben das erkannt und bieten neue Formen an. Für die Menschen ist es faszinierend, dass wir mit dem Spirituellen Sommer Grenzen zwischen Religionen und Kulturen überschreiten."

Vom 04. Juni bis 07. September führte der „Spirituelle Sommer 2014“ die Menschen wieder auf Berghöhen und an Quellen, in Kirchen und Moscheen und zu den vielen anderen kraftvollen und besonderen Orten Südwestfalens. Er lud ein zu Momenten der Stille und der Langsamkeit, zu innerer Einkehr, zur Begegnung mit sich selbst und anderen. Über 250 Veranstaltungen und Orte in ganz Südwestfalen boten ihren Gästen spirituelle Erfahrungen in der Begegnung mit der Natur, in katholischer und evangelischer Tradition, aber auch erste Eindrücke von der Spiritualität des Islam und des Buddhismus. Das Angebot umfasste Konzerte, Kunstinstallationen, Wander- und Pilgerangebote, Motorradtouren, Meditation und Gebet, Tanz, Führungen, Vorträge, Gespräche, Ausstellungen und vieles mehr.
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Zu den herausragenden Angeboten zählte eine musikalisch-literarische Reihe mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Zugänge zum Thema Spiritualität und besondere Orte in Südwestfalen eindrücklich zusammenbrachten. Ein weiterer Höhepunkt war die grenzübergreifende Kunstinstallation „Wege durch Zeit und Raum“ der Künstlerin Gabriele Schulz in den evangelischen Kirchen in Raumland und Gleidorf.
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Gemeinsam mit den Akteuren an den einzelnen Orten erfreuten sich die Veranstalter über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. „Spiritueller Sommer“ und „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ wurde getragen von einem starken Netzwerk von Akteuren aus Tourismus, Kultur- und Heimatarbeit, von Initiativen aus Kirchen, von muslimischen Gemeinden und Vertretern weiterer religiöser Gemeinschaften. Mit hohem ehrenamtlichen Engagement und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Förderer trugen sie dazu bei, dass Menschen hier Heimat fanden und die Gäste Südwestfalen neu für sich entdeckten.
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Feierlicher Abschluss des „Spiritueller Sommer 2014“ in Südwestfalen

P. Cosmas begrüßt die Gäste der Abschlussfeier
Meschede / Schmallenberg. Mit dem „Spirituellen Sommer 2014“ und über 250 Veranstaltungen im Sauerland und in der Region Siegerland-Wittgenstein präsentierte das Regionale Projekt „Wege zum Leben. In Südwestfalen.“ von Juni bis September die große Vielfalt spiritueller Angebote in der Region. Alle Gäste und Freunde des mittlerweile dritten „Spirituellen Sommers“ konnte wieder ein umfangreiches Programm geboten werden.

Bei der Abschlussveranstaltung am 7. September in der Abtei Königsmünster in Meschede kamen Akteure, Förderer, Organisatoren und Freunde des Projekts noch einmal zusammen, um im Rahmen einer kleinen Matinée eine erste Rückschau auf drei ereignisreiche Monate zu halten. Erstmals wurden Veranstaltungen, Orte und Menschen ins Visier des Fotografen Klaus-Peter Kappest genommen.

In Form einer beeindruckenden Multivision zeigte er seine Sicht auf spirituelle Orte und Momente in der Region. Klaus-Peter Kappest fokussiert in seinen Fotografien die natürlichen Kompositionen von Licht, Schatten und Farbe. Mit seiner einfühlsamen Bildsprache und der offenen Interpretation des Themas Spiritualität berührte er die Gäste der Veranstaltung auf besondere Weise.

Projektleiterin Susanne Falk resümiert in ihrer Begrüßung, dass etwa über 85 Prozent der angebotenen Veranstaltungen stattgefunden haben. Das Angebot umfasste Konzerte, Kunstinstallationen, Wander- und Pilgerangebote, Meditationen, Tanz, spirituelle Führungen, Vorträge, Gespräche, Ausstellungen, besondere Gottesdienste, Rad- und Motorradtouren und vieles mehr - und war damit überaus facettenreich aufgestellt.

„Der Spirituelle Sommer 2014 hat wieder viele Menschen bewegt – und zwar äußerlich wie innerlich“, so Susanne Falk . Die ersten Rückmeldungen zeigen, dass die meisten Veranstaltungen auch über die lokalen Grenzen hinaus viele Besucher und Besucherinnen angezogen haben. Besonders freut die Organisatoren und Akteure auch die vielfach geäußerte Anerkennung für die hohe Qualität der einzelnen Angebote.

Dass Südwestfalen sich mit diesem von der Basis aus entwickelten Projekt wieder von einer ganz neuen Seite zeigen konnte und für seine Gäste, aber auch für die Einheimischen manche überraschende Entdeckung bereitgehalten hat, begeisterte Initiatoren, Förderer, Akteure und Gäste gleichermaßen.

So wundert es nicht, dass das regionale Angebotspotenzial zu einem ebenfalls erfolgversprechenden Tourismussegment für die Destinationen Sauerland und Siegerland Wittgenstein ausgebaut werden soll. So wurde die touristische Vernetzung in diesem Jahr vorangetrieben und erstmals ein Flyer mit Pauschalnageboten realisiert.

Weitere Produkte und Angebote, auch touristischer Art, die auch ganzjährig und selbstständig genutzt werden können, werden derzeit in Zusammenarbeit mit den Touristikern der Region sowie externen Beratern entwickelt. Weiterhin wird eine wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch die FH Südwestfalen, unter Leitung von Prof. Susanne Leder, den Entwicklungsprozess dieses touristischen Pilotprojektes belegen können.

Viele Menschen haben den „Spirituellen Sommer 2014“ als etwas sehr besonders wahrgenommen und hoffen auf einen kommenden im nächsten Jahr. Nicht anders die Organisatoren: „Die Vorzeichen sind gut“, so Mitinitiator Theo Richter, Dekanatsreferent im Dekanat Hochsauerland Mitte, „jetzt werden wir die Erfahrungen aus diesem Jahr auswerten und alles dafür tun, dass Südwestfalen auch 2015 wieder einen Spirituellen Sommer erlebt!“

Zusammengestellt von Bhajan Noam; Quellen: WDR und verschiedene Internetartikel
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Tags: Bhajan_Noam, Kirchen, Meditation, Moscheen, Spiritualität, Spiritueller_Sommer, Yoga

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