mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Chlorella - Mikroalge mit wertvollen Wirkstoffen

© Eskymaks - Fotolia.com

Chlorella - Die Mikroalge

Der Name Chlorella stammt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie "kleines, junges Grün". Die bekanntesten Vertreter der Chlorella sind die Süsswasseralgen Chlorella pyrenoidosa und Chlorella vulgaris. Sie unterscheiden sich nur geringfügig in der Verteilung ihrer Nährstoffe und sind daher in Bezug auf ihre Wirkung im menschlichen Organismus nahezu identisch.

Chlorella-Algen verfügen - im Gegensatz zur Spirulina und AFA-Alge - über einen Zellkern, der sie als Mikroalge auszeichnet.

Chlorella - enorm anpassungsfähig und bestens erforscht

Bei der Chlorella-Alge handelt es sich um mikroskopisch winzig kleine und sehr komplexe Einzeller, die zu den hochentwickelten Lebewesen zählen. Obwohl sie mit blossem Auge nicht erkennbar sind verfügen sie über unvorstellbare Kräfte, die ihnen das Überleben seit mehr als zwei Millionen Jahren ermöglichen - sämtlichen Veränderungen ihrer Lebensbedingungen und allen anderen Widrigkeiten zum Trotz.

Das ist wahrscheinlich ein wesentlicher Grund dafür, dass die Chlorella für die Wissenschaft derart interessant ist, dass sie heute zu den am besten erforschten Organismen zählt. So verwundert es auch nicht, dass eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien zur Verfügung steht, die die unzähligen gesundheitlichen Wirkungen der Chlorella-Alge belegen.

Ohne Vorbehandlung geringer Nutzen

Die Zellwand der Chlorella-Alge setzt sich aus drei robusten Schichten zusammen, die in dieser widerstandsfähigen Form vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden können. Daher ist es wichtig, dass die Zellwand der Chlorella während des Herstellungsprozesses schonend aufgebrochen wird. Nur so können die wertvollen Nähr- und Vitalstoffe sowie alle anderen darin enthaltenen Biosubstanzen vom Körper optimal aufgenommen werden. Je höher deren Bioverfügbarkeit ist, umso umfangreicher profitiert der Mensch vom Verzehr der Chlorella - und das nicht "nur" in Bezug auf ihr enorm entgiftendes Potential.

Keine Pflanze enthält mehr Chlorophyll

Die tiefgrüne Farbe hat die Chlorella ihrem ausserordentlich hohen Chlorophyllgehalt zu verdanken, der in dieser Konzentration bislang noch bei keiner einzigen anderen Pflanze gemessen werden konnte. Chlorophyll wird auch als das "grüne Blut" der Pflanzen bezeichnet, da es von seiner chemischen Struktur fast identisch mit dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin ist. Daher gibt es keinen besseren Nährstoff für unser Blut als Chlorophyll.

In Verbindung mit organischen Mineralien sorgt Chlorophyll dafür, dass unser Blut sauber, mineralstoffreich und vital ist. Nur in diesem Idealzustand kann das Blut sämtliche Körpergewebe optimal ernähren und gesund erhalten. Dieser Fakt lässt bereits erahnen, welchen hohen Stellenwert Chlorophyll für unsere physische und psychische Gesundheit hat. Generell gilt, je höher der Chlorophyllanteil eines Lebensmittels ist, umso grösser ist gleichzeitig auch sein gesundheitlicher Nutzen.

Chlorophyll - der Leberschutz par excellence

Die unübertroffenen Chlorophyll-Mengen der Chlorella sind insbesondere für die Leber von immenser Bedeutung, denn sie schützen die Leberzellen vor den unzähligen Giften, die tagtäglich in den Körper gelangen. Ganz gleich, ob es sich um mit Spritzmitteln belastete Lebensmittel, um Zahngifte, Schimmelpilze, Umweltgifte oder andere chemisch toxische Verbindungen handelt - Chlorophyll entgiftete sie alle und sorgt dafür, dass sie schnellstmöglich über den Darm ausgeschieden werden. 

So wirkt das Chlorophyll der Chlorella-Alge

Chlorophyll erhöht den Schutz sowie die Regenerationsfähigkeit jeder einzelnen Körperzelle. Auf diese Weise verlängert sich deren Lebensdauer, so dass der Alterungsprozess spürbar verlangsamt wird.

Chlorophyll stärkt überdies das Kreislaufsystem ebenso wie das Verdauungssystem. Aufgrund seiner stark basischen Wirkung trägt Chlorophyll ausserdem zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts bei.

Ferner schützen die antioxidativen Kräfte des Chlorophylls den Körper vor den Auswirkungen freier Radikale, so dass Entzündungsprozesse unterbunden und dem Entarten von Zellen (Krebs) entgegengewirkt werden kann.

Auch im Darm wirkt Chlorophyll und schützt dort vor Krebs, indem es sich mit krebserregenden Giftstoffen zu einem unlöslichen Konglomerat verbindet, das schliesslich über den Stuhl ausgeschieden werden kann. 

Doch damit nicht genug.

Chlorophyll hat noch viele weitere gesundheitsfördernde Wirkungen mehr auf unseren Organismus:

  • Es stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen und trägt zur Blutreinigung bei.
  • Es erhöht den Sauerstoffanteil im Blut und verbessert die Zellatmung.
  • Es aktiviert den Stoffwechsel.
  • Es schützt die Zellwände vor enzymatischer Zerstörung eindringender Bakterien.
  • Es normalisiert die Absonderung der Verdauungssäfte.
  • Es unterstützt sämtliche Heilungsprozesse.
  • Es wirkt harmonisierend und fördert die innere Gelassenheit.

Exklusiv in der Chlorella - Essenzen der Spitzenklasse

Die Chlorella-Alge enthält einen aussergewöhnlich wertvollen Extrakt, der sie von allen anderen Lebensmitteln unterscheidet. Chlorella pyrenoidosa enthält ihn in Form des CGF (Controlled Grow Factor) und Chlorella vulgaris als CVE (Chlorella Vulgaris Extrakt).

Diese einzigartigen Nährstoffkonzentrate beinhalten viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe in stark verdichteter Form sowie Glykoproteine - eine komplexe Verbindung bestimmter Kohlenhydrate mit speziellen Aminosäuren -, die aufgrund ihrer stark entgiftenden Wirkung die Wiederherstellung der Gesundheit hervorragend unterstützen können. Ihren unverwechselbaren hohen ernährungsphysiologischen Wert hat Chlorella nicht zuletzt diesen konzentrierten Essenzen zu verdanken.

Die Extrakte sind einzigartig

Unsere gesamten Körperzellen sind rund um die Uhr aktiv und nicht selten arbeiten sie bis zur totalen Erschöpfung. Je beanspruchter sie sind, umso mehr adäquate Unterstützung benötigen sie bei der Energiegewinnung, beim Aufbau neuer Körperzellen sowie für sämtliche anfallenden Reparaturarbeiten. CGF und CVE liefern genau diese Unterstützung - und zwar in Form eines ausserordentlich praktischen Baukastenprinzips. Die aufgrund der Überbeanspruchung fehlenden Bausteine (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) können mittels der Extrakte ganz individuell hergestellt und gezielt eingesetzt werden. Wo immer es an Unterstützung mangelt - CGF und CVE lösen das Problem. Wie bei einem (General-) Schlüssel-Schloss-Prinzip passen diese Extrakt-Bausteine einfach überall. Aus diesem Grund sind sie als Soforthilfe für die Gesunderhaltung des Körpers von unschätzbarem Wert.

So wirken CGF und CVE

Die stark verdichteten und extrem bioverfügbaren Extrakte unterstützen aufgrund ihrer individuellen Einsatzmöglichkeiten den Körper und das Gehirn auf vielfältige Weise. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkung kaum voneinander. Dennoch haben beide Extrakte ihre Wirkungsschwerpunkte. Beim CGF liegen sie eher in der Unterstützung der kindlichen Entwicklung (physisch und psychisch) sowie in der Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen. Das CVE hat sich besonders bei übermässigem Stress, zum Zwecke der Entgiftung sowie bei Krebserkrankungen hervorgetan.

Sie aktivieren die Stimulation der Makrophagen (Fresszellen) und aktivieren die T-Lymphozyten (vernichten infizierte und entartete Zellen) zur Stärkung des Immunsystems.

Sie können den Organismus im Kampf gegen Tumorerkrankungen wirksam unterstützen. 

Sie tragen zu einem gesunden Zellwachstum bei.Sie beschleunigen die Zellreparatur, was dem Alterungsprozess entgegenwirkt.

Sie optimieren die Leberzellfunktion.

Sie schützen die Leber bei toxischer Belastung.

Sie stabilisieren das natürliche Gleichgewicht der Darmflora.

Sie verbessern die Gedächtnisleistung bei Demenz.Hinweis

CGF und CVE sind als Essenzen auch separat erhältlich. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die weitaus grösste Wirkung der Extrakte im Verbund mit der komplexen Nähr- und Vitalstoffvielfalt der Chlorella-Alge erzielt wird. Daher sollte sie generell zusätzlich als Basis-Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Chlorella und ihr vollendetes Entgiftungskollektiv

Chlorella zeichnet sich durch eine Fülle an entgiftenden Inhaltsstoffen aus. Neben dem bereits eingehend beschrieben Chlorophyll enthält die Alge einen einzigartigen Mix aus zellschützenden und entgiftenden Carotinoiden (z.B. Lycopen), Glycoproteinen (siehe CGF und CVE), Glutathion - ein schwefelhaltiger Eiweissstoff - und Sporopollein - ein stark entgiftender Bestandteil der robusten Chlorella-Zellwand. Zwei weitere wichtige Bestandteile sind im Gegensatz zu den vorweg erwähnten noch eher unbekannt. Oder haben Sie schon mal etwas über Protectonien und De-Noxilipidnin gehört?

Protectonien und De-Noxilipidnin - zwei potente Entgifter

Protectonien zählen als Speicherproteine zu den Phyto-Chelatinen, die von der Chlorella selbst gebildet werden. Sie zeigen zum einen eine stark antioxidative Wirkung, die zum Schutz der Körperzellen und zur Entlastung des Immunsystems beitragen. Zum anderen gehen sie eine nicht zu lösende Verbindung mit Schwermetallen ein, die schliesslich als Komplex leicht über den Darm ausgeschieden werden. Auf diese Weise leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung des Körpers.

Eine ähnlich entgiftende Wirkung hat die Substanz De-Noxilipidnin. Sie bindet neben Schwermetallen jedoch auch noch organische Toxine an sich und neutralisiert sie beide, so dass sie für den Organismus unschädlich werden.

Chlorella als vollwertiges Lebensmittel

Bis hierher haben Sie so viele Informationen zur Wirkung der Chlorella-Alge erhalten, dass es nun an der Zeit ist, Ihnen auch die ernährungsphysiologischen Vorteile dieser Alge nahezubringen. Auch hier wird deutlich, dass wirklich jeder Mensch von der Einnahme der Chlorella-Alge als Nahrungsergänzung gesundheitlich ausschliesslich profitieren kann.

Chlorella als ausgezeichnete Eiweissquelle

Mit etwa 60 Prozent liefert Chlorella dem Körper eine aussergewöhnlich hohe Menge an hochwertigen, leicht verdaulichen Eiweissen. Ihre biologische Wertigkeit liegt zwischen 75 und 88 Prozent.Das ist ein hervorragender Wert, denn dieses Mass beschreibt, wie viel des aufgenommenen Eiweiss in körpereigenes Protein umgewandelt und somit dem Körper für sämtliche Aufbau- und Umbauprozesse seiner Zellen, und somit auch seiner Organe und Gewebe, zur Verfügung gestellt wird.

Chlorella reguliert den Kohlenhydratstoffwechsel

Die Kohlenhydrate und Fette schlagen mengenmässig nicht sonderlich zu Buche. Bei diesen Nährstoffen liegen die Besonderheiten allerdings im Detail. Chlorella beschleunigt den Transport von Glucose in die Leber und in die Muskelzellen, so dass die daraus gewonnene Energie spürbar schneller zur Verfügung steht.(siehe hierzu Studie 29 am Fussende)Dieser Fakt ist sicher nicht nur für Sportler äusserst interessant.

Darüber hinaus optimiert Chlorella nicht "nur" einen gesunden Kohlenhydratstoffwechsel, sondern verbessert ihn auch deutlich, wenn er bereits gestört ist. Beim Diabetes mellitus beispielsweise hat sich die Einnahme der Chlorella bereits bestens bewährt.

Chlorella ist reich an entgiftenden Ballaststoffen

Die Zellwand der Chlorella enthält eine Fülle an Ballaststoffen, die zwar ebenfalls zu den Kohlenhydraten zählen, jedoch nicht verdaut werden. So gelangen sie unverdaut in den Darm und leisten dort der Gesundheit äusserst wertvolle Dienste. Sie regen die Darmtätigkeit an und sorgen für einen regelmässigen Stuhlgang. Die teilweise hohe Konzentration an Toxinen und anderen Schadstoffen, die sich in der Darmflüssigkeit befinden, werden von den Ballaststoffen aufgenommen. Sie gehen mit diesen krankmachenden Substanzen eine untrennbare Verbindung ein, so dass sie schliesslich gemeinsam über den Stuhl ausgeschieden werden können.

Das interessante Fettsäurespektrum der Chlorella

Chlorella liefert mehr als 30 Fettsäuren, die zu je einem Drittel aus gesättigten FS, ungesättigten FS und mehrfach ungesättigten FS bestehen. Sie tragen gemeinsam dazu bei, dass jede Köperzelle stabil, aber dennoch flexibel und somit gesund bleibt. Bei den gesättigten FS sind die Caprin- und Laurinsäure besonders erwähnenswert, denn sie sind in der Lage, Bakterien, Viren und Darmparasiten abzutöten.Die in hohen Mengen enthaltene Ölsäure - aus dem Bereich der ungesättigten FS - hat eine präventive Wirkung auf unterschiedliche Krebserkrankungen und kann auch vorbeugend gegen Schlaganfall und Herzinfarkt wirken.

Vitalstoffe in Hülle und Fülle

Auch bei den Vitalstoffen lässt Chlorella keine Wünsche offen. Sie enthält sämtliche wasserlöslichen Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9, Biotin, Vitamin C) und fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) im natürlichen Verbund sowie in Begleitung vieler weiterer bioaktiver Pflanzenstoffe.

An Mineralien sind Kalzium, Magnesium, Kalium und Natrium enthalten sowie die Spurenelemente Eisen, Zink, Mangan, Kupfer und Selen. Da es sich bei der Chlorella um eine Süsswasseralge handelt ist sie nahezu jodfrei. Dies kann besonders für Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, wichtig sein.

Empfehlung zur Chlorella -Einnahme

Die Chlorella-Alge ist als Pulver, in gepresster Form als Tabs oder in Kapseln abgefüllt erhältlich.

Ein relativ gesunder Mensch sollte ca. 3 - 4 g Chlorella zu sich nehmen. Bei erhöhtem Bedarf empfiehlt sich eine tägliche Verzehrmenge von ca. 5 - 10 g (oder mehr). Bei sensiblen Menschen ist es ratsam, zunächst mit einer Menge von ca. 2 - 3 g zu beginnen, um dann langsam die Einnahme bis zur gewünschten Tagesmenge zu steigern. Verteilen Sie die gesamte Einnahmemenge auf zwei oder drei Mal. So können Sie beispielsweise morgens zum Frühstück und abends zum Essen jeweils eine Hälfte zu sich nehmen oder je ein Drittel der Menge auf Ihre drei Hauptmahlzeiten verteilen.

Wichtig: Vergessen Sie nicht, über den Tag verteilt mindestens zwei Liter stilles Wasser zu trinken, damit die wertvollen Nähr- und Vitalstoffe dem Körper schnell zur Verfügung stehen und die neutralisierten oder gebundenen Toxine Ihren Körper auch ebenso schnell verlassen können.

Chlorella ist einzigartig

Chlorellas aussergewöhnlicher Gesundheitswert liegt darin begründet, dass ihre unzähligen und teilweise einzigartigen Inhaltsstoffe synergetisch wirken. Das bedeutet, sie ergänzen sich untereinander derart perfekt, dass sich ihre Wirkkräfte insgesamt potenzieren. Dadurch wird die Wirkung eines jeden einzelnen Bestandteils um ein Vielfaches höher als die Summe aller einzelnen Komponenten zusammen.

Chlorella versorgt Sie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, bietet jeder Zelle einen starken antioxidativen Schutz und senkt zugleich die Giftbelastung in Ihrem Körper. Damit erfüllt sie sämtliche Voraussetzungen für die Wiederherstellung einer wirklich guten Gesundheit.

Es gibt also genügend plausible Gründe dafür, dass auch Sie auf Ihre tägliche Dosis grüner Lebenskraft in Form der wundervollen Chlorella-Alge nicht mehr verzichten sollten :-)

Lesen hierzu auch unseren Artikel: Wie kann ich ohne Heilkrise entgfiten?

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/chlorella-algen-pi.html#ixzz2p...

****

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 1179 X ANGESCHAUT

Tags: Bhajan_Noam, Bio-Chlorella, Chlorella

Kommentar von Michael Yoga Vidya Aschaffenburg am 17. Oktober 2014 um 10:04am

Da ich kein Freund einseitiger Berichterstattung und Werbung bin, hier ein Bericht über die gesundheitsschädlichen Wirkungen von Algen, egal ob Blau- oder Grünalgen. Wer sagt jetzt, wer recht hat? Wer hat die bessere Beweisführung? Lest selbst und bildet Euch Eure Meinung:

Nahrungsergänzungsmittel aus Blaualgen - mehr schädlich als förderlich

Nahrungsergänzungsmittel sollen die Gesundheit fördern und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Während viele dieser Produkte weder nützlich noch schädlich sind, geben besonders Produkte aus Blaualgen Anlass zur Sorge. In zahlreichen Fällen kam es bei Konsumenten zu Beschwerden und Unwohlsein. In einer Studie des Toxikologen Prof. Dr. Daniel Dietrich von der Universität Konstanz wurden nun in Deutschland erhältliche Blaualgen-Produkte auf Verunreinigungen mit Giftstoffen getestet. Die dabei gefundenen Schadstoffe lassen sehr an der Tauglichkeit derartiger Produkte zum menschlichen Verzehr zweifeln.
Prof. Dr. Daniel Dietrich ist Leiter der Gruppe für Human- und Umwelttoxikologie im Fachbereich Biologie an der Universität Konstanz.

Die Branche für Nahrungsergänzungsmittel wirbt eifrig für den positiven Effekt von Algen-Produkten. Für die meisten Präparate werden verschiedene sogenannte Blaualgen, wie Spirulina sp. und Aphanizomenon flos-aquae (von den Herstellern oft als BlueGreen Alge vermarktet), aber auch Grünalgen wie die Chlorella sp. verwendet. Der veraltete Begriff „Blaualgen“ ist dabei allerdings irreführend, da es sich nicht um Algen und damit Pflanzen handelt, sondern um Cyanobakterien.

Die angepriesenen Wirkungen der Produkte klingen oft geradezu fantastisch und reichen von allgemeinem Wohlbefinden über ein verbessert funktionierendes Nervensystem bis hin zu einer optimierten Gehirnfunktion. Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt, gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege für die propagierte Wirkung der Algenprodukte (1). Auch ist die Werbung der Hersteller zu den Inhaltsstoffen irreführend, da die Produkte meist nur eine sehr geringe Menge an Nährstoffen enthalten.

Vielfach wird von den Herstellern außerdem der natürliche Ursprung der Produkte angepriesen, der einer genaueren Überprüfung aber nur äußerst selten standhält. „Während Chlorella und Spirulina–Produkte in riesigen künstlichen Anlagen hergestellt werden, stammen die meisten Aphanizomenon-flos-aquae-Produkte aus einem Stausee in Oregon, welcher gleichzeitig zur Tränke und zum Baden von Rindern dient und eine entsprechend hohe Bakterienkeimzahl sowie einen hohen Eutrophierungsgrad aufweist“, schildert Professor Dietrich, Umwelttoxikologe an der Universität Konstanz. Eine Studie seiner Arbeitsgruppe hat nun handelsübliche Algennahrungsergänzungsmittel auf potenziell gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe untersucht.
Verunreinigung durch Microcystine

Bestimmte Cyanobakterien-Stämme produzieren leberschädigende Giftstoffe, sogenannte Microcystine. Diese unerwünschten Bakterienstämme können als Verunreinigungen in Verbindung mit anderen Cyanobakterien auftreten. Die Microcystine wirken ähnlich wie die Knollenblätterpilzgifte leberschädigend und sind daher sehr gefährlich. Mittels ELISA und Protein-Phosphatase-Inhibitions-Assay bestimmten die Forscher daher den Gehalt an Microcystinen in den Produkten. Zusätzlich verwendete die Arbeitsgruppe Zytotoxizitäts-Tests in Zellkulturen und Massenspektrometrie zur generellen Analyse der Algenextrakte. „Tatsächlich konnten wir durch die Studie Giftstoffe in den Produkten nachweisen“, berichtet Dietrich.

Zusätzlich fanden die Wissenschaftler in cyanobakteriellen Produkten auch Verunreinigungen durch generell reizende Komponenten, welche beim Konsum zu Durchfall und Unwohlsein führen können. „Bei diesen reizenden Komponenten handelt es sich zwar nicht um Microcystine, die Stoffe sind aber noch nicht klar identifiziert. Dementsprechend kann man über die Kontaminationswege nur spekulieren“, erklärt Dietrich. Während die Wirkung der reizenden Komponenten zeitlich eher begrenzt ist, kann die regelmäßige Einnahme von Produkten mit Microcystinen aber permanente Auswirkungen haben. „Unter anderem können diese Produkte zu einer fortlaufenden Schädigung der Leber, der Nieren und eventuell sogar des Gehirns führen“, erklärt Dietrich. Derzeit sind die Nebenwirkungen und unerwünschten Wirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln auf Cyanobakterien-Basis für Konsumenten jedoch sehr schlecht dokumentiert. „Bekannt sind bis jetzt lediglich klinisch nachweisbare Leberschäden, Diarrhö, allgemeines Unwohlsein und Schwindel“, berichtet Dietrich. Tatsächlich hat bereits die Stiftung Warentest diese Produkte als riskant eingestuft (2), während die Weltgesundheitsorganisation Microcystine als möglicherweise krebserregend bezeichnet hat (3).
Unvollständige Prüfung der Produkte
Seine Arbeitsgruppe testet Algen-Nahrungsergänzungsmittel auf toxische Inhaltsstoffe, insbesondere auf Microcystine.

Dass speziell cyanobakterielle Nahrungsergänzungsmittel überhaupt zum Verkauf angeboten werden können, liegt vor allem an mangelnden Tests. Die Produkte unterliegen nicht den gleichen strengen Prüfungen wie Arzneimittel, bevor sie auf den Markt kommen. Die Hersteller haften zwar für die Unbedenklichkeit der Produkte, doch ist durch den häufigen Direktvertrieb eine lückenlose Überwachung durch die zuständigen Behörden nicht möglich. „Die Mittel werden, wenn überhaupt, nur sehr rudimentär getestet und die Tests beschränken sich meist nur auf einen recht ungeeigneten Nachweis von möglicherweise vorhandenen Giftstoffen und Verunreinigungen“, so Dietrich. Dabei wird die schädigende Wirkung oft nicht festgestellt.
Branche reagiert auf Studie

Dass die produzierenden Firmen der Nahrungsergänzungsmittel nicht gerade begeistert sind über die Aufklärung der Beschwerden, ist naheliegend. Deswegen versucht die Branche ihr Möglichstes, um sich gegen die Anschuldigungen zu wehren. „Die Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller versuchen die Veröffentlichung unserer Daten mit rechtlichen Schritten zu unterbinden, was ihnen bis jetzt noch nicht gelungen ist“, berichtet Dietrich. Die Veröffentlichung der Studie ist ein herber Rückschlag für die Unternehmen und könnte sinkende Einnahmen bedeuten.
Gibt es Alternativen?

Eine Alternative zu den Algen-Nahrungsergänzungsmitteln gibt es laut Dietrich nicht. „Es braucht auch keine Alternativen, denn diese Nahrungsergänzungsmittel sind, außer dass sie zum finanziellen Wohlergehen der Hersteller führen, für den menschlichen Stoffwechsel und zur Zufuhr von Vitaminen und Spurenstoffen völlig unnötig“, fügt er hinzu. Bei einer richtigen und ausgewogenen Ernährung bekommt der Körper alles, was er braucht. „Den wöchentlichen Bedarf an notwendigen Vitaminen und Mineralien können wir mit ein paar Früchten, Fruchtsäften und dem Konsum von Pilzen, Gemüse und Fisch mit Leichtigkeit decken“, schließt Dietrich.
Ein Beitrag von:
Logo Region BioLago
Anna Weiß - 29.07.2013
© BIOPRO Baden-Württemberg GmbH

Quellen:
1. BgVV und BfArM warnen: Nahrungsergänzungsmittel aus AFA-Algen können keine medizinische Therapie ersetzen (08/2002, 21.03.2002)
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV)
2. Algenpräparate: Die grüne Gefahr (11.02.2011), erschienen in test 02/2011
3. „Chemical hazards in drinking-water - microcystin-LR”, WHO Guidelines for Drinking-water Quality, 2003

Weitere Informationen:
Universität Konstanz
Prof. Dr. Daniel Dietrich
Fachbereich Biologie
Universitätsstraße 10
78464 Konstanz
E-Mail: daniel.dietrich(at)uni-konstanz.de

Kommentar von Bhajan Noam am 17. Oktober 2014 um 10:52am

OM lieber Michael, Danke für Deinen Kommentar zu dem Artikel über "Chlorella". Dein Kommentar besteht aus einem Artikel von BioLago und BIOPRO, die ein Network bzw. Unternehmen sind, die für die Pharmazie und Chemiekonzerne arbeiten. Sie haben verständlicherweise kein Interesse an der Verbreitung von alternativen Heilmitteln. Entsprechend müssen auch deren Bewertungen solcher Mittel ausfallen. - Ich sage damit nicht, dass nicht alles auch kritisch begutachtet werden soll. Nur müssen die Begutachter neutral sein!

Es ist wahr das nicht alle Algenprodukte der Gesundheit zuträglich sind. Ich würde zum Beispiel niemals Spirulina von Hawaii kaufen, dafür ist mir Fukushima zu nah. BIOCHLORELLA hingegen sind Süßwasseralgen, und um diese geht es hier, sie werden in Frankreich biologisch gezüchtet und sind meines Wissens vollkommen unbedenklich. Ich selbst nehme sie seit etwa zwei Jahren und sie tun mir sehr gut.

Ich möchte alle bitten, sich immer genau zu informieren und darauf zu achten, woher bestimmte Bewertungen kommen, welche Interessen da vertreten werden. Das gilt natürlich stets für beide Seiten, also auch für die sog. Alternative. Auch da ist natürlich längst nicht alles grün, was grün bezeichnet wird. Das Internet bietet uns zum Glück die Möglichkeit, von überall Informationen zu beziehen, was aber auch zu Verwirrung führen kann. Wie überall braucht man etwas Übung darin, die Dinge zu unterscheiden und richtig einzuordnen. Das ist ein Lernprozess, aber dafür sind wir hier auf dieser Erde. OM Shanti *** 

Kommentar von Michael Yoga Vidya Aschaffenburg am 17. Oktober 2014 um 3:51pm

OM lieber Bhajan, ja, schwieriges Thema. Versteh mich bitte nicht falsch, auch ich bin ständig am Schauen, wie ich meine Gesundheit verbessern kann und las aus diesem Grund auch schon den einen oder anderen Artikel über Algenpräparate. Aber halt wie gesagt die Pro UND Contra Artikel. Ich habe immer wieder Mühe zu entscheiden, welche Seite da wohl recht hat und nicht immer ist der Selbstversuch für mich das Mittel der Wahl. Du hast natürlich Recht: Man sollte immer schauen, woher ein Artikel kommt. Du verlangst hier ja neutrale Begutachter. Ich sehe die Neutralität aber in dem von Dir geposteten Artikel ebenso wenig. Auch die Bio-Nahrungsmittelergänzungsindustrie hat ihre Lobby. Nur weil es Bio und angeblich gesund ist heißt ja noch lange nicht, dass da lauter niedliche, kleine Familienunternehmen mit Haus auf dem Land etc. dahinterstehen, die die Produkte herstellen. Die meisten Nahrungsmittelergänzungsmitteln werden industriell hergestellt und machen Milliardenumsätze.

Ich halte es da am liebsten so, wie es in den letzten Sätzen des von mir geposteten Artikels steht: "Eine Alternative zu den Algen-Nahrungsergänzungsmitteln gibt es laut Dietrich nicht. „Es braucht auch keine Alternativen, denn diese Nahrungsergänzungsmittel sind, außer dass sie zum finanziellen Wohlergehen der Hersteller führen, für den menschlichen Stoffwechsel und zur Zufuhr von Vitaminen und Spurenstoffen völlig unnötig“, fügt er hinzu. Bei einer richtigen und ausgewogenen Ernährung bekommt der Körper alles, was er braucht. „Den wöchentlichen Bedarf an notwendigen Vitaminen und Mineralien können wir mit ein paar Früchten, Fruchtsäften und dem Konsum von Pilzen, Gemüse und Fisch mit Leichtigkeit decken“, schließt Dietrich." --- Hinter diesen Sätzen kann ich auch kein wie auch immer geartetes Ansinnen von Pharmazie- und Chemiekonzernen erkennen.

Wobei man auf den Fisch nach meinem Geschmack auch verzichten kann :-) ...

Ich für meinen Teil werde weiter forschen, lese auch weiter Artikel und Forschungsergebnisse aller Seiten und versuche für mich so neutral wie möglich zu bleiben. Und auch Deine Artikel werde ich gerne weiterhin lesen und verfolgen :-) (und halt auch gegebenenfalls hin und wieder kommentieren)! Liebe Grüße, om shantih...

Kommentar von Bhajan Noam am 17. Oktober 2014 um 5:27pm

Der Artikel bietet ja keine Marke an, sondern er berichtet über die Vorzüge eines pflanzlichen Produktes, die es von Natur aus besitzt und die erforschbar sind (natürlich immer nur zu einem geringen Teil, denn Gottes Schöpfung ist letztlich unerforschlich). Algen werden in Japan, in China, in Nord- und Südamerika und auch früher an europäischen Meeresküsten als gesundes Nahrungsmittel genutzt. Das ist also nichts ungewöhnliches und Jahrhunderte oder Jahrtausende erprobt. 

Mit neueren Methoden speziell aufgeschlossen können den Algen noch andere Stoffe für die Gesundheit entnommen werden. Sie sind dadurch ein hochwertigeres Nahrungsmittel. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden sie schon seit Urzeiten als Heilmittel eingesetzt und nach Studien in Japan ist deshalb die Brustkrebsrate dort so niedrig, weil die Japaner die größten Verzehrer von Meeresgemüse sind.

Um es nochmal zu sagen und eine Marke zu nennen, ich benutze BIO Chlorella von der Firma GSE und fühle mich damit auf der gesunden und sicheren Seite. 

Und noch ein letzter Satz: Sich informieren ist wichtig und wunderbar, aber bitte nicht dabei im Kopf hängen bleiben. Nahrung geht durch den Magen und wir haben auch ein Bauchgefühl.

Liebe Grüße, Bhajan ***

 

Kommentar von Surya am 17. Oktober 2014 um 9:41pm

Hallo Bhajan Noam,
ich danke Dir für den wunderbaren Artikel über die Wirkungen der Chorella Algen.
Ich nehme nur die von der Schweizer Firma Deesse schon seit vielen Jahren und bin davon überzeugt dass ich mir damit nur Gutes tue. Ich vertraue dieser Firma. In der Schweiz sind die Gesetze einiges strenger als in Deutschland und es wird nach Schweizer Richtlinien produziert und ich weis auch wo die Algen herkommen. Die Firma ist da sehr offen zu ihren Kunden. Es kommt zum Beispiel auch darauf an wie diese Tabletten gepresst werden. Sind sie größer, ist der Druck zu hoch und viele Wirkstoffe gehen dabei kaputt. Wie Du schon geschrieben hast, ich kann die wohltuende Wirkung spüren.

Om namah shivaya

Kommentar von gleis24 am 18. Oktober 2014 um 4:56pm

auf jeden Fall ist für die Zellgesundheit und die Arbeit Mitochondrien die Ernährung ein wichtiger Faktor.

Wenn ich die empfohlene Verzehrmenge von den Algen mit meiner praktisch täglichen Portion Spinat (500g) vergleiche sehe ich bei den Inhalts-, wie Makro- wie Mikronähstoffen keine nennenswerten Vorteile der Algen gegenüber Spinat.

Kommentar

Sie müssen Mitglied von mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen