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Breitwegerich - ein großartiges Heilkraut an jedem Weg!

BREITWEGERICH - ein großartige Heilkraut, das buchstäblich an jedem Weg wächst

(Plantago major) Pflanzenporträt - erstaunliche Nähr- u. Heilwirkungen


Der Breitwegerich ist ein Mitglied der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) zu welcher auch die bekannte Heilpflanze Spitzwegerich gehört. Alle mitteleuropäischen Wegericharten sind essbar.

Wuchs & Aussehen:

Breitwegerich ist eine ausdauernde Staude deren rundliche, eher derbe und ungezähnte Blätter in einer Blattrosette angeordnet sind. Sehr charakteristisch sind die sich kaum verzweigenden dicken Leitbündel in den Blättern. Beim Pflücken der Stängel hängen diese oft als Bart aus dem Stiel heraus. Bemerkenswert ist auch der große Unterschied zwischen Pflanzen an einem schattigen und feuchten Standort, zum Beispiel am Rand eines Waldweges, und solchen an einem sonnigen und trockenen Ort: Schattenpflanzen erreichen bis zu 30 cm Höhe, bilden größere und weichere Blätter, welche auch eher aufgerichtet sind, während die gleiche Pflanzenart an einem sonnigen Standort oft nur wenige Zentimeter hoch wird, da die Blätter wesentlich kleiner und ledrig-derb sind und eher flach auf dem Boden liegen. Die Blüten- und aus ihnen hervorgehenden Samenstände der Pflanze sehen aus wie kleine Antennen und wachsen aus der Mitte der Blattrosette heraus.

Vorkommen:

Breitwegerich macht sich auf Wegen breit, daher der Name: er wächst vor allem auf Trittflächen, wie mit Gras bewachsenen Feld- und Waldwegen und deren Rändern, auf Trampelpfaden und im Rasen. überall in Mitteleuropa kann man Breitwegerich finden, in den Alpen bis auf über 2200 Meter Höhe. Breitwegerich ist eine sehr vitale Pionierpflanze deren hohe Toleranz gegenüber verdichteten Böden und Streusalz oft zu Massenvermehrungen entlang von Straßen und Wegen führt.

Charakteristische Inhaltsstoffe

Hoher Gehalt an Glycoside, welche antibakteriell wirken, Gerbstoffen, Kieselsäure, Provitamin A, Vitamin C und B, Vitamin K (blutstillend), Kalium und Zink. Besonderheit: die Samen sind reich an Öl und Schleimstoffen. Der nahe Verwandte Spitzwegerich enthält die gleichen Inhaltsstoffe, allerdings produziert diese Pflanze weniger Samen, was die Ernte mühsamer macht.

Wirkung auf den menschlichen Organismus:

Der hohe Gehalt an den oben genannten Inhaltstoffen wirkt basisch und vitalisierend. Die antibakterielle Wirkung wird auch beim nahen Verwandten des Breitwegerichs, dem Spitzwegerich (Plantago minor), genutzt (Hustentee oder Sirup). Eine Besonderheit sind die extrem nahrhaften Samen: diese sind zudem reich an Schleimstoffen und quellen im Verdauungstrakt stark auf. Diese reinigende Wirkung wird vor allem beim indischen Flohsamen (Plantago ovata) genutzt, ebenfalls eine Wegerichart. Die Samen des Breitwegerichs wirken ähnlich.

Als verbreiteter Wegbegleiter der Wanderer kann er ihnen auch gute Dienste leisten, denn wenn die Füsse schmerzen und Blasen drohen, kann man die breiten Blätter des Breitwegerichs pflücken, mit einem Stein etwas platt walzen und als Einlage in den Schuh legen. Die Füsse werden es danken, denn der Saft des Breitwegerichs wirkt kühlend und wundheilend.

Auch gegen Schnitt- und Kratzwunden kann man zerdrückte Blätter des Breitwegerichs schon unterwegs auflegen und so die Heilung beschleunigen.

Als Tee wirkt der Breitwegerich gegen Husten und Halsschmerzen und kann auch Beschwerden der Verdauungsorgane lindern.

Heilwirkung:

abschwellend,
adstringierend,
blutreinigend,
blutstillend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
Husten,
Bronchitis,
Keuchhusten,
Asthma,
Halsentzündung,
Appetitlosigkeit,
Verdauungsschwäche,
Magenschleimhautentzündung,
Durchfall,
Würmer,
Blasenschwäche,
Wunden,
Geschwüre,
Mückenstich,
Wunde Füsse,


Sammeltipps:

Das konzentrierte Vorkommen entlang von Straßen, Wegen und Pfaden erleichtert die Suche nach Breitwegerich sehr. Allerdings ist es ratsam, möglichst naturbelassene und eher einsame Orte aufzusuchen, um unbelastetes Gemüse ernten zu können. Hierfür bieten sich ruhige Wald- und Wiesenwege an. Zu Hause angekommen sollte das Sammelgut gründlich gewässert werden, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen.

Verwendete Pflanzenteile und Erntezeit:

Blätter und junge Blütenknospen (April - September)
Breitwegerich wird in Indien, China und Südbrasilien als Blattgemüse angebaut. Bei uns ist dieses Gemüse hingegen kaum bekannt. Die Blätter und Blütenknospen zeichnen sich durch einen angenehmen Pilzgeschmack aus.

Samen (August - Oktober)
Reife Wegerichsamenstände sammeln und trocknen. über einer großen Schüssel die Samenstände abreiben, um so die Samen abzulösen. Zur Trennung von Samen und Spelzen worfeln sie die Masse im Freien und blasen die feinen Spelzen aus bis auf dem Boden der Schüssel nur noch die kleinen Samen zurückgeblieben sind. Die Samen sind sehr nahrhaft und schmecken nussig.


Rezepte:

Wegerichgemüse (Blätter, junge Blütenknospen)
Fein gewürfelte Zwiebel in Pflanzenöl dünsten, mit Gemüsebrühe ablöschen und das in feine Streifen geschnittene Blattgut hinzugeben. Mit Pfeffer, Salz, Muskat und Knoblauch würzen, auf Wunsch mit Sahne, Zitronensaft und einer Prise rohem Zucker verfeinern. Garzeit: 20 Minuten, kleine Flamme

Russischer Wegerichsalat (Blätter)
Drei Teile junge Wegerichblätter, ein Teil Brennnesselblätter. Die Blätter kurz abbrühen und in feine Streifen schneiden. Eine kleine Zwiebel würfeln und zu den Blättern geben. Dressing: Saurer Rahm mit Salz, Pfeffer und Apfelessig abschmecken und frisch geriebenen Meerrettich (Menge nach Belieben) hinzufügen.

Wegerichreis (Blätter, junge Blütenknospen)
Wegerichgemüse wie oben beschrieben zubereiten und unter weich gekochten Natur- oder auch Basmatireis unterheben.

Wegerichmus (Samen)
Reife, leicht geröstete Samen mahlen und im Frühstücksbrei mitkochen oder

Wegerichbrot (Samen)
in den Brotteig geben.

Wegerichbutter (Samen)
Reife, leicht geröstete Wegerichsamen mahlen und zu gleichen Teilen mit Biomargarine mischen, auf Wunsch leicht salzen. Wegerichbutter schmeckt ähnlich wie Erdnussbutter und ist ein wertvoller Brotaufstrich.

(Quellen: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/breitwegerich.htm +http://www.iknews.de/2012/07/20/schatze-der-natur-breitwegerich-pla...)

Siehe auch meinen Artikel über Spitzwegerich: http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blog/list?q=Spitzwegerich



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Tags: Bhajan_Noam, Breitwegerich, Heilkraut, Rezepte, Sammeltipps

Kommentar von mk am 5. Juli 2014 um 10:24pm

Hildegard von Bingen schreibt: "Spitzwegerichnaeht selbst die zerissensten Wunden wie mit Goldfaeden zu"!
Ein super Hustensaft: Spitzwegerichblaetter, Schicht um Schicht mit braunen Kandis/Rohrzucker in einen irdenen Topf (innen glasiert!) geben, mit einem pergament Papier (Butterbrotpapier) abdecken, darauf ein gut passenden Holzdeckel, mit Stein beschweren und etwa 60 cm eingraben 6-8 Wochen "ziehen" lassen.... Ergebiss, nach abseihen, fast ein Wundermittel gegen alle boesen Hustenarten! Sagenhafte Ergebnisse! Auch bei der Wundheilung, bei Schnittwunden, Schuerfwunden 1A! Kann ich durch eigenen Erfahrungen nur bestaetigen!

Die starken "Sehnen" der Breitwegerichblaetter heraus gezupft und zu einem "Knaeuel" zusammengerollt ins Ohr gestopft (natuerlich NICHT ins Innenohr!!!) , wirken sehr gut bei Ohrenschmerzen und Entzuendungen!

Kommentar

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