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Heute möchte ich Gandhi verehren. Er ist ein großes Vorbild für alle Yogis und Weltretter. Hier einige Zitate aus dem Internet.

https://www.ndr.de/info/sendungen/echo_der_welt/Was-von-Gandhi-in-I...

Mahatma Gandhi ist eine der Ikonen für Frieden und Freiheit, die die Welt nicht vergisst. Vor 70 Jahren, am 30. Januar 1948, wurde Gandhi von einen hinduistischen Fanatiker erschossen. Doch während sich etwa Premierminister Narendra Modi, selber fundamentalistischer Hindu-Nationalist, gerne auf Gandhi beruft, glaubt eine der Urenkelinnen Gandhis, dass ihr Urgroßvater traurig wäre, würde er noch leben.

Die Urenkelin von Gandhi hatte ihren Urgroßvater nur selten gesehen, weil er immer so beschäftigt war. Aber an eine Eigenart von ihm kann sie sich noch gut erinnern. Ihre Brille wackelt heftig hin und her, wenn sie davon erzählt, denn sie muss dabei ein wenig kichern: "Ich habe mich bei meiner Mutter immer darüber beschwert, dass mein Urgroßvater mir so stark auf den Rücken geklopft hat, wenn wir zu Besuch waren. Das hat manchmal richtig weh getan. Aber dann hat er uns Kindern immer ein Stück Obst gegeben und uns raus zum Spielen geschickt."

Was für ein wichtiger Mann ihr Urgroßvater war, hat sie erst sehr viel später verstanden. Neelam Parikh ist in der Großstadt Bombay, dem heutigen Mumbai, aufgewachsen und hat dort studiert. Statt einem lukrativen Beruf nachzugehen, wollte sie die Ideen Gandhis umsetzen. Mit ihrem Ehemann zog sie in ein kleines Dorf aufs Land und unterrichtete dort an einer Schule. Nachmittags brachte sie Frauen das Lesen bei

Damit gehört Neelam Parikh zu den sehr wenigen Menschen in Indien, die ein Leben im Namen Gandhis führen. Würde "Bapu", also der Vater der Nation, noch leben, würde das Land sicher besser dastehen, sagt sie ein bisschen wehmütig: "Ich glaube, er wäre sehr enttäuscht, wenn er heute noch leben würde. Er hat damals alles versucht, um die Spannungen zwischen Muslimen und Hindus zu mildern. Alle Kinder haben ihn 'Bapu' genannt, die muslimischen, die Parsen, die Hindus. Er war der Vater von allen. Ich bin mir sicher, würde Gandhi das heutige Indien sehen, er würde zu Gott beten, dass er ihn von diesem Ort wegholen möge."

Mahatma Gandhi träumte nicht nur vom friedlichen Zusammenleben der Religionen, sondern auch von einem Indien, in dem die kleinen Bauern durch fairen Handel genug Geld hätten verdienen können, um zu überleben. Seine Urenkelin Neelam Parikh ist nicht nur enttäuscht, dass die Revolution von unten in ihrem Land nie stattgefunden hat. Die 84-Jährige ist auch sauer, dass die Politiker den Namen ihres Urgroßvaters missbrauchen, um politische Kampagnen zu fahren: "Heute geht es doch nur noch darum, eine Show zu machen. 'Bapu' hat die Dinge wirklich angepackt, er hat in seinem Ashram die Toiletten selber geputzt, er hat seinen Haushalt gemacht, sogar in der Küche geholfen. Es gab keine Arbeit, die ihm zu schmutzig war. Er hat alles, was er getan hat, aus tiefstem Herzen gemacht. Die Politiker von heute nehmen einen Besen in die Hand, um mit diesem Foto dann in der Zeitung zu landen. Das ist alles nicht echt!"

Nachdenklich schaut sie auf das Foto ihres Urgroßvaters, das an der Gedenkstätte angebracht wurde, und schüttelt ihren kleinen Kopf: "So wie es heute läuft, das ist nicht die Freiheit, die 'Bapu' sich vorgestellt hatte. Er wollte, dass alle genügend Arbeit haben, vor allem in den Dörfern. Die Politiker müssten heute genau dort ansetzen und den armen Menschen und Dorfbewohnern mehr Rechte geben. Aber es passiert nichts dergleichen. Im Gegenteil. Die da oben machen Politik, die bei den Menschen unten nie ankommt."

Inzwischen gibt es in Indien genau 100 Milliardäre und bis zu 200.000 Millionäre. Und trotzdem sterben immer noch Zigtausende Menschen an Mangelernährung. Die Dörfer, die Gandhi und seiner Urenkelin Neelam so wichtig sind, bluten aus. Ihre Bewohner, die ihr Glück als Tagelöhner in den Städten versuchen, werden dort in der Regel ausgebeutet. Vermutlich hat Neelam Parikh Recht: Ihr Urgroßvater Mahatma Gandhi wäre ein trauriger Mann, wenn er wüsste, dass sich seine Ideale nicht verwirklicht haben.

http://www.deutschlandfunk.de/70-jahre-nach-seinem-tod-gandhis-gott...

Vor 70 Jahren wurde Mahatma Gandhi ermordet. Sein Einsatz für Gewaltlosigkeit und Freiheit speiste sich auch aus seiner Religiosität. "Die meisten Inder sehen in Mahatma Gandhi ein großes Vorbild. Er hat sich als Hindu in der Politik engagiert und zugleich die universellen Werte gelebt: Liebe und Mitgefühl, Gerechtigkeit und Wahrheit. Er sagte: Gott ist Wahrheit. Gott ist Liebe. Wir sollten uns auch heute an seiner Spiritualität und Ethik orientieren."

In Südafrika wurde Gandhi bewusst, dass er die Gesellschaft nur verändern konnte, wenn er einen authentischen Lebensstil fand, der Gott angemessenen Raum gab. 1906 gelobte er den Verzicht auf weltlichen Besitz und Selbstdisziplin in Form von sexueller Enthaltsamkeit. "Gott muss sich in jedem noch so kleinen Vollzug unseres Lebens ausdrücken. Das kann nur geschehen, wenn wir ihn umfassend wahrnehmen, realer als unsere fünf Sinne das zu tun vermögen. Eine solche Gotteserfahrung lässt sich durch nichts anderes beweisen als durch die Verwandlung, die ein Menschen in seinem Charakter erlebt, der Gottes Gegenwart wirklich gespürt hat. Solche Zeugnisse findet man hinreichend unter den Weisen und Propheten aller Länder und Glaubensrichtungen."

1907 begann Gandhi in Südafrika den Protest der Inder und Schwarzafrikaner gegen die britische Kolonialmacht zu organisieren. Dabei wurde der Begriff "Satyagraha" zu einem Kennzeichen seines politischen Handeln. Er steht für einen "gewaltfreien Widerstand", der aus der "Kraft der Wahrheit" lebt. Gandhi war sich drüber im Klaren, dass dieser Widerstand Opfer forderte. Er lehrte seine Mitstreiter, die "Satyagrahas", sich auf Gefangenschaft, Demütigungen und Schmerzen einzustellen. Enkelin Ela Gandhi erinnert sich:

"Für die Satyagrahas galten fünf Grundsätze, die ihre Aktionen letztlich zu einer spirituellen Konfrontation mit dem Bösen machten: Erstens, Satyagraha ist die Waffe der Mutigen, nicht die der Feigen. Zweitens, schlage nie zurück, gleich wie viel Leid du ertragen muss. Drittens, hasse die böse Tat, aber liebe den Feind. Viertens, zeige Entschlossenheit ohne den Gegner zu verletzen oder zu erniedrigen. Nimm dir vor, ihn mit Liebe zu überzeugen. Fünftens: Akzeptiere dein eigenes Leiden als Teil der Aktion."

Nachdem Mahatma Gandhi mit dem Prinzip des Satyagraha in Südafrika viel erreicht hatte, beschloss er 1915 nach Indien zurückzukehren. Die Verhältnisse, die er dort vorfand, erschütterten ihn zutiefst: Während sich die britische Kolonialmacht an den Natur- und Bodenschätzen des Subkontinents bereicherte, herrschte in den meisten Regionen Indiens bittere Armut. Hungersnöte quälten das Volk.

Gandhi übertrug daher das Konzept des Satyagraha auf die indischen Verhältnisse: Er gründete Zeitungen, organisierte gewaltlosen Widerstand und rief die Inder auf, die Zusammenarbeit mit den Briten zu boykottieren. Rasch gewann er Millionen von Anhängern.

"Wer in seinem Leben etwas von Gottes Gegenwart spüren will, muss seinem Glauben vertrauen. Glaube lässt sich nicht beweisen, doch er setzt auf die moralische Kraft, die diese Welt lenkt, und damit auf ein höchstes ethisches Gesetz: Das Gesetz der Wahrheit und der Liebe. Unser Glaube schenkt uns die Gabe der Unterscheidung und lässt uns alles zurückweisen, was der Wahrheit und der Liebe widerspricht. Glaube geht über die Vernunft hinaus."

70 Jahre nach Gandhis Tod zeigt der Hindu-Fundamentalismus in Indien heute seine grausame Seite. Dabei richten sich die Aggressionen des Mobs nicht nur gegen Muslime, sondern in einigen Bundesstaaten auch gegen Christen: Kirchen brennen, Ordensleute werden ermordet. Swami Agnivesh erklärt jedoch:

"Extremistische Hindus benutzen in Indien seit der Kolonialzeit den Hinduismus, um politisch Macht zu gewinnen. Aber sie sind letztlich nur eine kleine Gruppe. Das ist nicht der wahre Hinduismus. Die Mehrheit der Hindus glaubt an einen universellen Schöpfer, nennen Sie ihn Gott, Allah, Ishwar oder wie auch immer. Vor allem aber glauben sie, dass alle Menschen zu ein und derselben Familie gehören."

http://www.sueddeutsche.de/politik/gandhi-verschmaehtes-erbe-1.3845160

Kaum ein Mensch verkörperte Gewaltfreiheit so wie Gandhi. Eine Rückbesinnung auf seine Ideen könnte Indien heute helfen - gegen religiöse Hetze und als Lebensversicherung für den multikulturellen Staat.

Sein größtes Verdienst war es, den gewaltlosen Widerstand zu einer veritablen politischen Strategie gemacht zu haben, an deren Wirkung zuvor kaum einer geglaubt hatte. Eine "alberne Nummer" - so machten sich anfangs die britischen Kolonialherren über Gandhi lustig. Winston Churchill spottete über den "halbnackten Fakir". Aber der Asket, hat schließlich bewiesen, welchen Schub die Idee der Gewaltlosigkeit entwickeln konnte. Gandhi war zu einer treibenden Kraft im Kampf gegen koloniale Unterdrückung geworden - und das ganz ohne tödliche Waffen.

Man muss Gandhi deshalb nicht gleich in den Stand eines Heiligen erheben. Sein Leben war nicht frei von Irrtümern, Gandhi hatte, wie auch ein Nelson Mandela oder ein Martin Luther King, Schwächen, machte Fehler. Er war keineswegs das vollkommene Wesen, zu dem ihn manche später verklärten. Dennoch zählt er zu den Lichtgestalten des 20. Jahrhunderts.

70 Jahre nach seinem Tod wird man sich allerdings auch fragen müssen: Was ist übrig vom Erbe des Mahatma? Und haben seine Ideen noch Zukunft? Natürlich halten die Inder ihren Übervater in Ehren. Aber wer etwas genauer hinsieht, merkt auch: Das Gedenken an den Mahatma ist mehr Ritual als gelebtes Erbe. Vermutlich haben seine Nachkommen nicht ganz unrecht, wenn sie vermuten, dass der Mahatma einigermaßen erschrocken wäre, könnte er sehen, was aus Indien geworden ist.

Rabiate Umweltzerstörungen, grassierendes Elend in den Dörfern, Hunderte Millionen Bauern, denen noch immer ein Leben in Würde verwehrt ist - all dies würde Gandhi vermutlich traurig stimmen. Wobei man fairerweise sagen muss, dass die Globalisierung vielerorts die Ärmsten vom Wohlstand ausschließt, dass sie die Kluft zwischen Arm und Reich auf allen Kontinenten immer weiter aufreißt. Regierungen, egal welcher Couleur, sind selten fähig oder gewillt, das Elend ganz unten aufzulösen.

Ob Gandhi die richtigen Antworten geben könnte, ist nicht gewiss. Wahrscheinlich aber ist, dass den radikalen Asketen der sorglose Konsum, der die Grundlagen allen Lebens bedroht, schockieren würde. Vielleicht würden schon etwas mehr Demut und Bescheidenheit helfen, um Zukunft für alle zu ermöglichen.

Religiöse Hetze ist das gefährlichste Gift, das den sozialen und politischen Frieden Indiens bedroht. Deshalb wäre eine Rückbesinnung auf die Versöhnungsgedanken Gandhis eine Lebensversicherung für den multikulturellen Staat, der schon in wenigen Jahren das bevölkerungsreichste Land der Welt sein wird.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 325 X ANGESCHAUT

Kommentar von D.Jahnke am 30. Januar 2018 um 2:35pm
Es gibt Zeiten, wo es darauf ankommt eine andere Vorgehensweise zu praktizieren, denn alles hat seine Zeit mit ihren Erfordernissen des entsprechenden Handelns.
Kommentar von Vishnuprem am 5. Februar 2018 um 8:42am

hallo balashakti,

mich würde interessieren aus welcher quelle deine informationen sind,
mir ist bewusst das gandhi auch schattenseiten hatte, sie seine biographie
was frauen angeht etc.
deine aussagen sollten schon belegt werden wenn du sie ins forum bringst.

om shanti
vishnuprem

Kommentar von Nils Horn am 5. Februar 2018 um 11:43am

Ich halte das für Fake News. Aber es ist mir auch egal, ob sie stimmen. Bei Wikipedia wird Gandhi ausführlich besprochen und es gibt dort einige Kritikpunkte. Deine Informationen sind nicht darunter.
1. Kein Mensch ist perfekt. Jeder macht Fehler. 2. Natürlich versuchen negative Kräfte alle postiven Vorbilder der Menschheit zu zerstören, Das ist bei Mutter Theresa, bei dem Dalai Lama und natürlich auch bei Swami Sivananda zu beobachten. 3. Mein Weg ist es selbst zu denken. Wenn etwas falsch war, dann wird es benannt. Ich übernehme das Positive. 4. Gandhi ist einer der wichtigsten Vorbilder der Menschheit. Es ist wichtig ihn in Ehren zu halten und zu verehren. 5. Gandhi lebte nach den Prinzipien des Yoga wie Gewaltlosigkeit, Liebe, Frieden, Wahrheit und Selbstdisziplin. Und das ist sehr gut.

Die große Frage bei Gandhi sind nicht seine Fehler. Die große Frage ist, ob ein Yogi politisch handeln sollte oder nicht. Da gibt es zwei Fraktionen. Die Mehrheit hält sich von der Politik fern und einige engagieren sich. Ich vertrete den Weg des Karma-Yoga und des Bodhisattva. Ich wünsche eine Welt der Liebe, des Friedens und des allgemeinen Glücks. Deshalb engagiere ich mich als Yogi auch politisch. Gandhi ist dabei für mich ein großes Vorbild.

Kommentar von Nils Horn am 5. Februar 2018 um 11:43am
Kommentar von Diamir am 5. Februar 2018 um 5:45pm

Egal was seine Kritiker sagen: Er ist einer der wahrhaft großen Männer, die mir bekannt sind.
Sich das Garn für seine Kleidung selber spinnen. Das hat Größe.

Ich war in Indien in einer kleinen Stadt.
Dort war ein Denkmal im Zentrum.
Es war kein Ghandi Denkmal.
Es war für einen Mann aus der Kaste der Unberührbaren.
Er hatte für die Unberührbaren Verbesserungen erwirkt nachdem er durch ein Stipendium studieren konnte in England.
Kennt jemand seinen Namen?

Kommentar von Vishnuprem am 8. Februar 2018 um 9:46am

bis jetzt gibt es als quellenhinweise einen blog der
scheinbar ziemlich wütend auf gandhi ist und es gibt wikipedia ;)

ich denke wikipedia ist vertrauensvoller weil von vielen gepflegt
auch menschen die kritisch mit themen umgehen
den blog halte ich persönlich nicht für sehr vertrauenerweckend
es wird immer befürworter einer sache eines menschen geben
und es wird immer seine gegner geben
in meditation kann man es wohl am besten lösen ...
im moment sein und selbst versuchen seine ideale zu leben

om shanti
vishnuprem

Kommentar von Diamir am 8. Februar 2018 um 12:11pm

So spricht ein großer Yogi über andere Menschen.

Kommentar von Diamir am 9. Februar 2018 um 8:53am

Kommentar von Balashakti am 9. Februar 2018 um 10:32am

Indien hat eine eigene Wikipedia-Seite in Hindi und erklärt das Gleiche und es gibt auch viele andere Links in Urdu ,Telegu und Hindi die beschreiben das Ghandi von den Bankern kontroliert wurde.Und es gibt Tonnen von anderen englischen Links .. Die Geschichte wiederholt sich, zuerst als Tragödie, dann als Farce.Genau wie in Deutschland.

Kommentar von Diamir am 10. Februar 2018 um 2:28pm

Man muss sich entscheiden zwischen recht haben oder geliebt werden. Beids geht nicht.

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