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Sukadev Bretzs Blog (4,137)

Künftiges Leid sollte vermieden werden

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 15. Vers

„Menschen mit Unterscheidungskraft erkennen, dass wegen der Vergänglichkeit, neuen Wünschen und Konflikten zwischen den Eigenschaften der Natur und den Gedanken, alles leidhaft ist.“

Ein außergewöhnlicher Vers, der nicht wirklich in unsere Zeit hinein passt, wo man denkt, die Welt bringt uns Vergnügen. Und wenn wir uns nur richtig verhalten, können wir das Leben genießen. Und Aufgabe wäre es, das Leben genießen zu können. Es vielleicht so zu gestalten,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 7. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.14

„Sie haben Vergnügen oder Schmerz als ihre Frucht, je nachdem, ob ihre Ursache Tugend oder Laster ist.“

Die verschiedenen sozialen Situationen, Lebensspannen und Erfahrungen, von denen Patanjali gesprochen hat, kann man als vergnüglich oder als schmerzhaft empfinden. Und hier sagt Patanjali, je nachdem, ob wir tugendhaft oder lasterhaft gehandelt haben, sind die resultierenden sozialen Situationen, Lebensspannen und Erfahrungen entweder vergnüglich oder schmerzhaft. Dies ist ein Aspekt des… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 6. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.13

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 13. Vers

„Solange die Wurzeln verbleiben, wird das Karma in verschiedenen Formen, von sozialen Situationen, Lebenspannen und Erfahrungen, reifen.“

Solange du aus den Kleshas heraus handelst, solange du aus Verhaftungen, Wünschen – Raga, aus Abneigungen – Dwesha, aus Fürchten – Abhiniwesha, aus Ego – Asmita und aus Unwissenheit heraus handelst, solange gibt es immer wieder neues Karma. Neue Dinge, die passieren. Neues, was dir geschieht. Neue Aufgaben. Schöne,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 5. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Ausarbeitung von Karma

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 12. Vers

„Karma hat seine Wurzeln in den Kleshas, den Schmerz verursachenden Anhaftungen und wird in diesem und in künftigen Leben ausgearbeitet.“

Karma, ein wichtiger Sanskrit-Ausdruck, der sowohl Handlung heißt, als auch Erfahrungen, als auch verschiedene Aufgaben, die wir zu tun haben. In diesem Kontext ist Karma die Resultate unserer Handlungen. Solange wir aus den Kleshas handeln, kommen auch neue karmische Ursachen. Wenn du dich identifizierst, wenn du… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 4. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.11

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 11. Vers

„Die aktiven Formen der Schmerz tragenden Leiden, also der Kleshas, können durch Meditation vermieden werden.“

Meditiere regelmäßig. Dies gibt dir eine gute Grundlage. Es hilft dir, immer wieder in Kontakt zu kommen mit deinem höheren Selbst. Es hilft dir, die Einheit zu erfahren. Es hilft dir zu erkennen, „Ich bin verbunden mit allen Wesen. Hinter mir steckt letztlich göttliche Kraft und Liebe.“ Indem du das in der Meditation regelmäßig tust, können… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 3. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.10

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 10. Vers

„Die subtilen Formen der Kleshas können durch das Zurückführen auf ihren Ursprung vermieden werden.“

Die Kleshas, die Patanjali in den vorigen Versen behandelt hat, also Avidya, Asmita, Raga, Dwesha und Abhiniwesha, sind Ursachen des Leidens. Es gilt, diese Ursachen zu überwinden, und eine Technik dabei ist es, sie auf ihren Ursprung zurückzuführen. Wenn du z.B. Angst hast, kannst du feststellen, „Ja, woher kommt die Angst?“ und du wirst sehen, da…

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Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 2. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Furcht vor dem Tod

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 9. Vers

„Furcht vor dem Tod, Abhiniwesha, ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, von dem sogar der Weise beherrscht wird oder befallen wird.“

Furcht vor dem Tod. Im engeren Sinne ist es die Angst, dass der Körper verschwindet. Wenn du dich mit dem Körper identifizierst und denkst: „Ich bin der Körper“, dann hast du natürlich Angst, dass der Körper vergeht. Denn intuitiv weißt du: „Eigentlich bin ich unsterblich.“ Aber da der Körper vergeht, kommt so eine… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 1. November 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Dwesha nach dem Raja Yoga Sutra

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 8. Vers

„Dwesha, Abneigung, ist das, was aus Schmerz resultiert. Ist das, was am Schmerz haftet.“

Schmerz ist eine Information der Natur, dass etwas nicht gut für uns ist. Auf eine heiße Herdplatte zu fassen, bereitet Schmerz. Sich zu verletzen, bereitet Schmerz. Dies gibt die Information, nicht Herdplatten anzufassen und darauf zu achten, sich nicht zu verletzen und sich um eine Wunde zu kümmern. Aus dieser natürlichen Intelligenz des Schmerzes kommt Dwesha,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 31. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Das Vergnügen

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 7. Vers

„Raga ist das, was am Vergnügen haftet.“

Raga heißt Verhaftung, heißt Anziehung, heißt Zuneigung, heißt Mögen. Auf einer Ebene ist Raga eine Intelligenz, eine instinktive Intelligenz. Wir mögen das, was von der Erfahrung her Vergnügen bereitet hat. Und Vergnügen ist die natürliche Weise, wie Instinkte lernen, was gut für sie ist. Aber als spiritueller Aspirant wollen wir nicht verhaftet sein an Raga. Es ist gut, Vergnügen auch genießen zu können. Es ist… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 30. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Die Kraft des Sehens

Yoga Sutra von Patanjali, 2. Kapitel, 6. Vers.

„Asmita, Egoismus, ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens.“

Der Sehende, das reine Bewusstsein, identifiziert sich mit dem Instrument des Sehens. Instrument des Sehens ist dieser Körper, sind die Sinnesorgane und das Denken. Wenn du dich identifizierst mit deinem Körper, deinen Sinnesorganen, mit dem Denken, bist du beschränkt. Daraus entsteht Ego. Daraus entsteht alles Leid. Asmita ist ja eine der fünf Kleshas,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 29. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Yoga Sutra 2.5 - Unwissenheit

Yoga Sutra 2.5

Durch Avidya, Unwissenheit, hält man das Vergängliche, das Unreine, das Leidvolle, das Nicht-Selbst fälschlicherweise für das Ewige, Reine, Freudevolle, das Selbst. Du bist das unsterbliche Selbst. Du bist ewig, rein, voller Freude, das unendliche Selbst. Aber du hast es vergessen. Du identifizierst dich mit dem Vergänglichen, dem Unreinen, dem Leidvollen, dem Nicht-Selbst.

Was ist das Vergängliche? Zum Beispiel der Körper. Der Körper wurde geboren, er wächst,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 28. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Disziplin und Selbststudium

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 1. Vers.

„Disziplin, Selbststudium und Hingabe an Gott bilden den Kriya Yoga.“

Kriya heißt Handlung, Tat. Kriya Yoga in der ursprünglichen Wortbedeutung ist Yoga der Tat. Patanjali sagt, der Yoga der Tat besteht aus Disziplin, Selbststudium und Hingabe an Gott. Diese drei Dinge kannst du als Anfänger schon tun.

Du kannst Disziplin üben. Yoga praktizieren, Meditation üben, verschiedene Praktiken machen. Diese Praktiken helfen dir, dich zu reinigen.

Du… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 27. Oktober 2009 um 4:00am — Keine Kommentare

Ewiges Leben

Letzter Abschnitt vom Kapitel Jivanmukta in dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda.



„Der Weise lebt ewig. Er hat immerwährendes Leben erlangt.“



Auf der einen Seite natürlich leben wir alle ewig im Sinne von: Wir sind das unsterbliche Selbst. Auf einer anderen Seite überdauern unsere Gedanken auch den physischen Körper und große weise Jivanmuktas, die die höchste Verwirklichung erreicht haben, können zwar auf der einen Ebene nicht mehr als Individuum da sein,… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 26. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Geschichte von Jadabharata Teil 2

Jadabharatas Leben hat aber noch eine zweite Hälfte. Da gab es einen König, und dieser König wollte zu seinem Meister gehen. Er wollte über die Weisheit des Selbst erfahren. Aber ein König geht nicht einfach so, sondern er wurde in einer Sänfte zu seinem Meister transportiert. Da gab es vier Träger. Der eine Träger stolperte und verrenkte sich den Fuß. Nur drei Träger konnten aber die Sänfte nicht tragen. Es gab zwar noch einen vierten, den Hauptmann, der vorneweg lief, aber der war nicht dazu… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 25. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Geschichte von Jadabharata Teil 1

Ich will euch kurz die Geschichte von Jadabharata erzählen. Einer dieser Samadhi Jnanis.



Er war in einem früheren Leben ein König gewesen, namens Bharata. Ein sehr gerechter, rechtschaffener König. Er hat sich dann am Ende seines Lebens in eine Einsiedelei zurückgezogen, um viel zu meditieren und hat sein Königreich seinem Nachfolger hinterlassen. Eines Tages kam im Fluss, als er gerade meditierte, ein Rehkitz vorbeigeschwommen, dass um sein Leben kämpfte. Bharata hat dann das… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 24. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Die Lebensweise von Jivanmuktas

Swami Sivananda schreibt in seinem Buch „Göttliche Erkenntnis“:



„Samadhi Jnani und Vyavahara Jnani

Die Lebensweise von Jivanmuktas oder Weisen ist nicht gleich. Der eine Weise lebt fürstlich. Bhagiratha lebte so. Ein anderer lebt wie ein Bettler. Der eine Weise ist immer in Meditationsstimmung. Er arbeitet nie. Er spricht nie. Er lebt immer zurückgezogen. Jada Bharata lebte so. Ein anderer Weiser lebt in einer hektischen überbevölkerten Stadt. Er stürzt sich in den Dienst. Er… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 23. Oktober 2009 um 3:30am — 1 Kommentar

Das Doppelbewusstsein eines Jivanmukta

Swami Sivananda schreibt:

„Ein Mensch, der bis zum Hals im Wasser steht, hat eine doppelte Erfahrung. Sein Kopf ist der Sonne ausgesetzt, und der Körper ist im kalten Wasser. Er empfindet sowohl Hitze als auch Kälte.“ – Doppelbewusstsein.



In Indien, insbesondere in Rishikesh, kann es im Sommer extrem heiß werden. Temperaturen von 45 Grad sind keine Seltenheit, aber der Ganges, der gerade aus dem Himalaya kommt, hat auch im Sommer nicht mehr als ein paar Grad Celsius. Also…

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Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 22. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Kennzeichen eines Vollkommenen 2

„Die wahre Größe eines verwirklichten Yogis kann nicht beschrieben werden“, schreibt Swami Sivananda. „Seine Augen sind heiter und fest, seine Handlungen vollkommen heilig, seine Sprache ist süß und knapp, inspirierend und beeindruckend. Seine Haltung ist hochherzig, seine Berührung ist reinigend, sein Blick ist barmherzig, seine Gesten sind erleuchtend. Er hat Wissen um das alles, er hat intuitives, transzendentales Wissen und klare Einsicht in das Herz aller Dinge und aller Wesen. Man erfährt… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 21. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Kennzeichen eines Vollkommenen 1

Swami Sivananda schreibt in seinem Buch „Göttliche Erkenntnis“:



„Ein Jivanmukta, ein lebendig Befreiter, hat zu Lebzeiten die Verwirklichung erreicht. Er lebt in der Welt, er ist nicht von der Welt. Er weilt immer in der ewigen Wonne des höchsten Selbst. Er ist eins mit Gott.

Der Jivanmukta, der vollerblühte Jnani, der die höchste Erkenntnis hat, ist voll reiner Liebe, Mitgefühl, Barmherzigkeit, außerordentlicher Liebenswürdigkeit und verborgener Kraft und Stärke. Liebe und…
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Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 20. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

Jivanmukta – ein lebendig Befreiter

Ich will etwas lesen aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Jivanmukta“.



Jivanmukta ist ein lebendiger Befreiter, der das verwirklicht hat, was wir irgendwann verwirklichen wollen.



Es ist eine gute Sache sich öfters Gedanken zu machen, wie ein Jivanmukta ist. Das ist auch häufig eine Frage. Mit anderen Worten: Wie werde ich sein, wenn ich Moksha erreicht habe?



Ich weiß nicht, ob ihr darüber schon einmal nachgedacht habt: Wie… Weiterlesen

Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 19. Oktober 2009 um 3:30am — Keine Kommentare

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