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Hallo, guten Abend!

Befinde mich zur Zeit noch selbst in der Ausbildung zur Yogalehrerin. Anfang des Jahres ist meinem Bruder eine Schizophrenie diagnostiziert worden.

Ich habe ihm schon CD´s mit PME gegeben, nach denen es ihm auch teilweise besser ging, die er jedoch auch nur beiläufig nutzt.

Ich würde ihm gern mit einigen Übungen (er ist extrem unbeweglich geworden, auch durch ständigen Medikamentenwechsel) helfen, weiß aber nicht, welche denn förderlich für seine gesamte Entwicklung sein können oder ob Yoga überhaupt geeignet oder eher kontraproduktiv hierfür ist.

Ob die Diagnose stimmt, oder ob es sich evtl. "nur" um eine Angststörung mit einer dadurch ausgelösten Psychose handelt, die Ende letzten Jahres ausbrach, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.

Was kann ich noch tun, um ihm zu helfen, habe schon in Meditationen versucht, ihm positive Energie zu schicken. Zeitweise geht es ihm ganz gut, man merkt fast nichts, er ist jedoch sehr in sich gekehrt und hat kaum Kontakt zu anderen Personen und redet auch extrem wenig. Nach sportlicher Anstrengung ist er so müde, dass er nur noch schläft und kaum wieder zu sich kommt. Jedoch hängen diese Zustände wohl sehr mit der Verschiedenartigkeit der Medikamente zusammen, die er einnimmt bzw. einnahm.
Hierbei handelt es sich um die Üblichen wie Risperidon, Diazepam und so weiter...Im Moment hat er gerade eine sehr niedrige Wirkstoffdosierung und es geht ihm so gut, dass er allein Motorrad fährt.
Ich würde ihm gern zusätzlich zu seiner Behandlung in der Reha für psych. Kranke helfen, wieder auf die Beine bzw. zu einem lebenswerteren Leben zu kommen. Sport macht er schon ab und zu im Fitnessstudio, ist danach aber wie gesagt total fertig...

Ich danke euch schon jetzt für eure Tipps!!!

Namaste Steffi

Tags: angst, angststörung, psychotherapie, schizophrenie

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Namaste Steffi,

naja, es gibt ja verschiedene Arten der Schizoprenie und es kommt echt auf den Einzelfall und die Konstitution des Betroffenen an.

Bei mir wurde einmal eine ähnliche Diagnose gestellt (schizotype Störung als Folge eines burnouts und mobbing), da die Symptome z.B. Angststörung, Psychose etc. doch sehr ähnlich sind bzw. ineinanderlaufen. Die Ärzte bewerten das ja auch unterschiedlich. Jeder Mensch / Fall ist ja auch anders!!! Wie auch immer.

Mir hilft bzw. hat Yoga, Ayurveda (Ernährung, Massagen) und Reiki (Energiearbeit) bisher sehr geholfen. Vor allem die Verbindung mit dem Göttlichen und die Tiefenentspannung (Yoga Nidra) sowie die Wechselatmung. Auch Mantra singen und der Satsang im allgemeinen.

Es ist aber wirklich so, dass es nur wirklich konstant hilft bzw. es einen Fortschritt gibt (z.B. aus der Zurückgezogenheit oder Angst herauszukommen), wenn man regelmässig am Ball bleibt und jeden Tag "etwas" macht.

Vielleicht gibt es ja bei Euch in der Nähe einen Ayurveda Arzt? Der könnte auch helfen mit Ernährungsumstellung bzw. Massagen. Und / oder ein Yogatherapeut kann auch gut helfen und ein leichtes Yogaprogramm zusammenstellen.

Es gibt ja auch Selbsthilfegruppen zu Deinem Thema, die nach meiner Erfahrung auch etwas helfen können, weil man sieht, dass man damit nicht allein ist. Man sollte jedoch versuchen, sich bald davon zu lösen, um weiter zu kommen. Da ist der Yogaweg mit Sicherheit eine mehr als gute Alternative ! :-))

Ansonsten erstmal mit 2 täglich Tiefenentspannung bzw. Yoga Nidra anfangen und dann mit leichten Asanas und Meditation weitermachen. Am Besten in einer vertrauensvollen Gruppe mit guter Anleitung und einem unabhängigen Lehrer / Berater mit dem man über die Erfahrungen, die man macht, reden kann.

Reden ist da überhaupt sehr, sehr wichtig, damit man Sicherheit in seinen Gefühlen und Wahrnehmungen bekommt. Auch wenn man die Sprache vielleicht fast ganz verloren hat, sie kommt langsam wieder, wenn die Chemie zwischen Lehrer / Berater / Therapeut stimmt und das Vertrauen ins Leben sich langsam wieder aufbaut.

Bitte nicht vergessen, ich habe hier von meinen eigenen (langjährigen) Erfahrungen berichtet und diese sind ohne Gewähr, wirken aber bei mir (zum Glück!! :-)))

Alles Gute für Deinen Bruder und Dich!

Om Shanti

Diana

Liebe Lini und liebe Yogi(ni)s,

was war der Auslöser?

Bevor Dein Bruder Medikamente einnahm, wie war sein Verhalten bzw. welche Symptome hatte er.

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108
Hallo Steffi,

mir ist gerade noch eingefallen zu dem Thema Erschöpfung, die Du hier beschreibst:

Dein Bruder sollte unbedingt seinen Stoffwechsel überprüfen lassen. Die o.g.Medikamente (vor allem Risperdahl) tun dem Körper (vor allem der Leber und den Nieren) nicht wirklich gut. Auch die Schildrüsenwerte und Blutwerte sollte er einmal "gründlich" durchchecken lassen. Heilpraktiker können auch als Co-Behandlung bei Einnahme von Psycho-Medi´s ganz gut unterstützen. Und falls man die Medikamente irgendwann einmal absetzen sollte , ist auch eine Entgiftung sehr ratsam (z.B. Heilpraktiker). Alles in allem aber auch eine langwierige Geschichte je nach Verlauf.
Viel Glück!
Om Shanti
Diana
Hallo Yogi 108!

Es war so, das der Auslöser wohl ein Gespräch mit einem Motorrad-Kollegen war, der ihn anging oder wohl auch bedrohte. Warum oder wie das war, habe ich bis heute nicht herausbekommen.
Danach hatte er unheimliche Angst, Schweißausbrüche in bestimmten Situationen und eine Art Verfolgungswahn. Einmal als wir Sonntags spazieren gingen, drehte er sich bei den kleinsten Geräuschen um und dachte, das jemand mit einem Motorrad hinter ihm her wäre und ähnliche Sachen. An sich ist er immer schon ein in der Familie eher ruhiger Vertreter gewesen, erst recht als seine Ex-Freundin vor 10 Jahren tödlich verunglückte, danach hat er fast gar ncihts mehr gesprochen. Leider wollte er auch keine Therapie machen, trotz aller Unterstützung, er dachte, dass er es so schafft. Vielleicht hängt auch Vieles noch damit zusammen... Er Hörte Stimmen, machte den Fenseher extrem leiser, nahm alles sehr stark wahr, total empfindlich sozusagen.
Er hat sich danach immer in sich gekehrt und vieles mit sich selbst ausgemacht, obwohl er mit jedem aus der Familie die Möglichkeit gehabt hätte, über alles zu reden.
Ansonsten weiß ich als Symptome nur diese Schweißausbrüche, extreme Probleme mit der Haut (trocken, Schuppig, an manchen Stellen auch punktuelle Neurodermitis o.ä.. deshalb war er auch beim Hautarzt, wonach es auch ein bißchen besser wurde. Ansonsten ist diese Unbeweglichkeit, wowohl sprachlich als auch körperlich für mich ein Hauptsymtom, diese Trägheit und Energielosigkeit. Wie geschrieben, im Moment geht es ihm ein bißchen besser, aber ich weiß nicht, an welcher Stelle man ansetzen sollte/könnte?!

LG Steffi

und auch Diana: Danke für deine persönlichen Schilderungen!!!



yogi108 schrieb:
Liebe Lini und liebe Yogi(ni)s,

was war der Auslöser?

Bevor Dein Bruder Medikamente einnahm, wie war sein Verhalten bzw. welche Symptome hatte er.

Namaste, Frieden, Licht, Mitgefühl und Liebe

Yogi108

Hallo Steffi,

ok, jetzt wo Du geschrieben hast, was wohl die Ursache ist, würde ich als ersten Schritt auf jeden Fall eine Therapie empfehlen.

Sorry, wenn ich das so schreibe, aber den meisten Männern fällt es ja sehr sehr schwer Hilfe anzunehmen. Leider, leider eine Menge falscher Stolz.

Ich würde an Deiner Stelle dennoch versuchen, dass Du Deinen Bruder von einer "tiefenpychologischen Therapie" überzeugen kannst. Auf die Dauer fährt er damit besser. Die körperlichen Symptome, die Du alle genannt hast, sind definitiv ein Hilfeschrei seiner Seele. Ein Therapieverzeichnis Deiner Umgebung bekommt Dein Bruder entweder beim Hausarzt oder der Krankenkasse.

Parallel zur Therapie auf jeden Fall zum Ayurveda Arzt :-). Gibt es hier im Forum auch irgendwo einen Link mit Adressen. Musst Du mal schauen.

Der Weg ist das Ziel und dieser kostet nun mal leider Mut, Zeit und Geld, aber wenn man wirklich gesund werden möchte (das ist natürlich die Voraussetzung, dass "Dein Bruder" diese Einsicht hat) dann schafft er das auch. Das geht nun mal nur mit Hoch´s und Tief´s, wie das Leben eben so ist.

LG,

Diana

P.S. Ich habe auch eine Therapie gemacht, es war manchmal hart, manchmal aber auch lustig. Im Grossen und Ganzen hat es geholfen mich zu stabilisieren und das ist das Wichtigste :-)))

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