wie wirkt "yoga-üben" eigentlich auf emotionaler ebene bei euch? neben all den (vermeintlich)"guten" gefühlen, treten bei mir auch immer wieder (vermeindlich) "negative" gefühle nach intensiver yogapraxis auf... vermutlich lösen sich neben körperlichen spannungen auch immer wieder psychische blockaden.. die sich dann in kleineren bis mittelschweren traurigkeist-attacken und (ver-)zweifel(ungs)schüben äußern.... geht es euch vielleicht ähnlich? geht das bei fortgeschrittenen yogi/nis weg? wie geht mensch wohl später als lehrer damit um? (sowohl bei sich, als auch bei seinen schülerinnen?) gehen wir in der ausbildung eigentlich noch intensiver auf emotionale, psychische themen ein? ich wünsch euch allen derweil glück und zufriedenheit! freu mich immer euch alle zu sehen! lieben gruß, namaste in gassho, stefan angyo

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  • Namaste, lieber Stefan,
    auch ich kenne diese Gefühle sehr gut. Ich erinnere mich gut an mein erstes Yoga-Wochenende , dass meine Yogalehrerin in Bad Meinberg organisiert hatte. Nach 3Tagen intensiver Yogapraxis war ich so aufgewühlt, dass mir ständig die Tränen kamen. Ich habe gespürt, dass es mir gut tat die Gefühle zuzulassen. Auch jetzt geht es mir oft in oder nach einer Yogastunde so, dass ich merke wie sich in mir etwas löst und mir dann die Tränen kommen. Mir tut dann mein Innerstes richtig weh, ich kann noch nicht einmal beschreiben wo genau der Schmerz sich befindet. Ganz heftig war es als meine Mutter dieses Leben verlassen und in ihr anderes Leben gegangen ist. Ich versuche meine Gefühle zuzulassen, tief zu atmen und zu akzeptieren.

    Alles Liebe
    Om Shanti
    Gabi
    • vielen dank für eure antworten!
      konnte mit jeder etwas anfangen.
      ja, das ist wohl ein gefährlicher trugschluss, wenn mensch meint, in einer spirituellen praxis gibt es nur friede, feude eier>sic
      ich kenn das auch vom zen.. bei jeden längeren retreat muss ich mindestens einmal heulen....
      ..sich nicht mehr in emotionen zu verlieren.. nicht mehr daraus zu machen, als tatsächlich da ist (sie aber auch nicht verleugnen!).... bewusst wahrzunehemn "was ist".. "vermeintlich" negative gefühle schließlich zu transzendieren/transformieren und sich mit all diesen emotionen liebevoll anzunehmen, so das diese mitgefühl sich auf alle wesen übertragen lässt... das wirds sein!
      om shanti!
  • Om lieber Stefan,

    dieses Thema finde ich sehr wichtig,
    und du hast mich daran erinnert aus diesem Blickwinkel auch noch in der Ausbildung darüber zu sprechen.
    Genauer gehen wir in der Ausbildung unter dem Thema Stressmanagment darauf ein.
    Auf diese ganzen inneren Stressoren die uns mit und ohne Yoga das Leben schwer machen.

    Generell ist die Yogapraxis auch etwas was sensibler macht, dieses hineinspüren in den Körper läßt einfach eine Wahrhaftigkeit spüren - und leider ist das was wir spüren nicht immer positiv. Es ist normal das auch mal negative Emotionen aufkommen, tiefe Widerstände und Schmerzen im Körper. Ich kenne das selbst sehr sehr gut und habe auch immer wieder solche Schübe wo negative Emotionen begleitet von Schmerzen hochkommen. Ich betrachte sie als Reinigung und Wachstum. Gerade in der stetigen Kundalini-Praxis können heftige Gefühlsregungen auftauchen. Da möchten sich die Nadis und der emotional Körper reinigen.

    Dann schaue ich mir die Emotion an, begrüße sie als einen Teil von mir und AKZEPTIERE was ist.
    Ich denke der Yogaweg ist eine Hinwendung zu mir selbst. Ich gebe mir immer wieder selbst die Ehre mich so zu akzeptieren wie ich bin...
    Da ist die Atmung der absolute Schlüssel. Weiter atmen, in die Emotion atmen, tief atmen, durch den Mund atmen, Kapalabathi, oder was auch immer einem selbst gut tut.
    Nach meiner Beobachtung bei anderen und mir, glätten sich diese emotionale Wogen langsam aber stetig und werden nicht mehr so turbulent.... es bleibt also die Hoffnung auf Moksha.

    In diesem Sinne
    ALLes Liebe
    Janaki
  • OM, lieber Stefan,

    ich antworte mal kurz auf Deine Fragen. Yogapraxis bedeutet nicht, daß sich alles und immer nur in Wohlgefallen auflöst. Es gibt Schwankungen, wenn sich Unreinheiten und Verhaftungen lösen. Auch nach längerer Praxis gibt es diese Schwankungen. Aber man lernt besser, damit umzugehen.

    Als Lehrer geht man auf den Schüler ein, kann ihm ein Gespräch anbieten. Je nach Ausbildung kann man bestimmte Techniken anwenden. Aber als Yogalehrer ist man nicht automatisch Psychotherapeut.

    Emotional-psychische Themen werden nochmal kurz behandelt. Schwerpunktmäßig werden diese Themen aber Weiterbildungen, wie der spirituellen Lebensberater Ausbildung mit Sukadev besprochen.

    Es läuft momentan noch ein Kurs von mir: "Positives Denken und systemisches Selbstmanagement". Da gehe ich auch etwas darauf ein. Am kommenden Mittwoch ist aber die letzte Sitzung.

    Zwei einfache Techniken:
    - Eine Emotion, die Du mit Bewußtheit beobachtest wird transformiert. Deiner bewußten, liebevollen Achtsamkeit kann Negativität nicht standhalten. Den Atem und die Emotion aus einer "sicheren Entfernung" beobachten führt zur Transformation.
    - Durch bewußte Achtsamkeit auf bzw. Meditation über das Gegenteil einer Emotion oder eines Gedankens kannst Du Deinen Geist erheben. Bei Traurigkeit kannst Du über Freude meditieren, bei Angst über Mut usw.

    Wenn Du möchtest können wir mal darüber sprechen.

    Alles Gute und liebe Grüße

    OM Shanti

    Vedamurti
  • Hallo Stefan,
    ich kenne diese Gefühle auch. Zurzeit bin ich zwar eher mit Glücksgefühlen gesegnet, doch ich erinnere mich daran das ich während damaliger sehr intensiver Yogapraxis auch schon andere Gefühle hatte. Eine befreundete Yogini sagte mir damals, dass sei ganz normal, da sich genau wie du vermutet hast, Prozeese in Gang setzen, bzw. Blockaden lösen.
    Allerdings fände ich es auch sehr spannend mehr und genaueres über das Thema "Yoga und Emotionen" zu erfahren.
    In diesem Sinne
    Alles Liebe
    Om Shanti
    Jessica
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