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Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Der Wege sind viele, besonders beim Yoga. Es ist immer wieder erhebend zu erfahren, wie Menschen zum Yoga gekommen sind. Schreibe doch darüber:

  • Wie bist du zum Yoga gekommen? Oder zu Ayurveda oder Meditation?
  • Welche Erfahrungen hast du gemacht?
  • Was war am Anfang schwer, was leicht?
  • Wer oder was hat dir geholfen?
  • Was hat sich in deinem Leben verändert?

 

Es kann eine interessante Übung sein, über seine Yoga Anfänge zu schreiben. Manchmal hilft es einem selbst, sich bewusst zu machen, warum man mit Yoga begonnen hat, und welche Wirkungen es gehabt hat. Manchmal ist das Zurückbesinnen auf seine spirituellen Anfänge eine gute Grundlage für geeignete Vorsätze.

Es ist auch hochinteressant darüber zu lesen, wie andere zum Yoga gekommen sind. Das kann dir selbst neue Anregungen für deine Yoga Praxis, für das Unterrichten von Yoga geben. Und das kann Yoga Anfänger ermutigen, überhaupt anzufangen, vielleicht durch Besuch eines Yogakurses, oder in einem Yoga Urlaub.

Lies die vielen Beiträge hier durch und lass dich inspirieren. Und schreibe selbst etwas...

Tags: Yoga, anfänger, erfahrung, erfahrungsbericht, preisausschreiben

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Namaste ihr lieben!

Ich mache seit 20 traditionelle chinesische Kampfkunst. seit über 10 Jahren unterrichte ich in meiner eigenen Schule. Meine Frau begann vor gut 2 Jahren mit Yoga. Als sie mir Übungen zeigte, war ich sehr überrascht, wie ähnlich unsere Dehnübungen aus den Wushu/Kungfu mit den Übungen des Yoga sind. Da ich immer offen für neues bin, begleitete ich meine Frau zum Yoga. Es gefiel mir sehr gut.

Vorerst dachte ich jedoch" Schuster bleib bei deinen Leisten" ....
Irgendwann kam meine Frau mit der Idee die Yogalehrererausbildung zu machen. Ich war begeistert, unterdessen hatte ich die Idee entwickelt Yoga und Kampfkunst zu verbinden. Also fuhr ich nach Bad Meinberg um am Vorbereitungskurs für Yogalehrer teilzunehmen.

Es war im letzten Winter! Die Hinfahrt war reibungslos. Bad Meinberg hat mich dann restlos überrascht. Ich kannte Satsangs aus Berlin, auch das Bahjan und Kirtansingen ist mir vertraut. Trotzdem war die Energie und die Wirkung auf mich so enorm, das ich vor Staunen kaum mehr Luft bekam!
Auf der Rückfahrt war dann Schneechaos (zumindest für die Bahn). Züge fuhren nicht oder hatten Verspätungen und ich strandete statt um 19.00 Uhr zuhause in Blankenfelde, um 23.50 in Berlin Schönefeld, wo der nächste Zug dann erst am nächten Morgen fahren sollte.
Bad Meinberg wirke - denn ich war ruhig, glücklich und gelassen. WOW! Ich regte mich nicht auf, im Gegenteil ich war einfach grundlos glücklich, genoß den Schnee und kam, dank meiner Frau die mich abholte, entspannt und zufrieden zuhause an.

Jetzt war es ganz klar für mich - Ich werde Yogalehrer! Ich gehe den Weg des Yogi! Die Welt braucht das! Jeder braucht diese Gelassenheit, dieses glücklichsein. Sicher ist das nicht der Weg für jeden, denoch kann man als leuchtendes Vorbild schon viel erreichen.

Dann kam endlich der Tag, wo meine Frau und ich mit unserem Zelt vier Wochen in Bad Meinberg campierten und die Yogalehrerausbildung erfolgreich absolvierten. (Hierzu gibt es von mir einen Text und ein Podcast - Ich wurde immer leerer ich wurde Yogalehrer-). Aber das ist ein anderes Thema.

Kurzum die vier Wochen haben mir bewiesen, das es der richtige Weg war und ist. Genau das, was ich im Yoga gefunden habe, habe ich immer gesucht. Wie gut das ich es in der Kampfkunst nie gefunden habe, sonst wäre ich nicht zum Yoga gekommen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diesen wunderbaren, spirituellen Weg gefunden habe. Seit Bad Meinberg mache ich jeden Tag meine Übungen und Meditiere. Ich studiere die Schriften und unterrichte neben der Kampfkunst - in die immer wieder Yoga mit einfließt auch reine Yogakurse. Außerdem biete ich regelmäßig Satsangs an.
Mein Leben hat sich sehr ins positive gewandelt.
Danke an alle Meister und Lehrer!
Yogi Gopala
Im Januar 1988 - vor nun mehr 23 Jahren - ich war mit meinem ersten Kind schwanger und hatte keinen Bock auf den üblichen "Hechelkurs". Eine der betreuenden Hebammen dieser Gynpraxis hatte an die Tür einen Zettel gehängt:
Yoga für Schwangere...
Kleine Göttin
Hallo,
bist du auch so eine "Extremkrankenschwester"?
Deine Erfahrungen kann ich nur bestätigen und unterstützen.
Ich wünschte mir hier von Dir viele viele Beirträge, denn du schreibst sehr bodenständig
und so manch Beitrag weckt in mir das Gefühl,
Yoga ist was für Leute auf dem Egotrip oder für Leute mit Zickerlein und Zipperlein.
Hätte ich sowas z.T. gelesen bevor mich die Neugier einer Zwanzigjährigen zum Yoga führte, hätte ich nie damit begonnen und wäre Yoga (+ Qigong+Zen) nie zum unumstößlichen Bestandteil meines Lebens geworden.

Interessieren täte mich sehr, wie du zum Beispiel einige Übungen in deine Arbeit integrierst
also bei den beatmeten Leuts, insbesondere bei denen mit diversen Grunderkrankungen. Denke da an Querschnittsgelähmte, an Muskelatropiker, - dystropiker.
Vielleicht kannst du dazu mal was schreiben.
Lieben Gruß
und Danke von der kleinen Göttin
itamaus schrieb:

Alles begann vor etwa sieben Jahren. Ich betreute beatmete Jugendliche im 12 Stunden Nachtdienst. Meist waren es weitaus mehr, als die vereinbarten Dienste. Doch das Geld stimmte und wir konnten unseren (fremdplatzierten) Kindern einiges bieten, worauf sie in den Jahren davor, durch die häufige Abwesenheit meines Mannes verzichten mussten und hofften so wieder etwas Harmonie in unser Familienleben zu bringen.

Nur mein Rücken und meine Gelenke schmerzten immer mehr und der Konsum an Schmerzmitteln nahm drastisch zu.

Eines Nachts beobachtete ich eine Kollegin, die auf der anderen Seite der Villa die Jugendlichen betreute. Sie unternahm irgendwelche komischen Verrenkungen oder harrte ewig lange in irgendwelchen (unnatürlich wirkenden) Haltungen aus.

Als wir uns später zu einer Zigarette im Hof trafen, berichtete sie mir begeistert von ihrer Yoga-Praxis, die es ihr ermöglichte am Morgen fit und konzentriert in die Uni zu gehen.

Am nächsten Morgen verpasste ich meinen Zug nach Hause. In den zwei Stunden, die ich am Bahnhof ausharren musste, durchstöberte ich den Zeitungskiosk. Mir fiel ein Buch von Anna Trökes im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße: Yoga für den Rücken. Es enthielt auch eine DVD. Ich blätterte es neugierig durch, dann stellte ich es zurück ins Regal, doch es fiel sofort wieder herunter.

Okay, dachte ich. Es ist egal ob ich die 20 Euro für Schmerzmittel oder für dieses Buch ausgebe und, wenn es hilft, tut es mir noch was Gutes. Ich kaufte das Buch.

Zu Hause, nachdem ich ausgeschlafen hatte, vertrieb ich alle aus dem Wohnzimmer, legte mir eine Decke auf den Boden und die DVD in den Player. (Das Buch hatte ich bereits auf der Zugfahrt durchgelesen). Zuerst kam ich mir ziemlich albern vor, aber die erwünschte Wirkung setzte schon nach einigen Tagen des Übens ein.

Wenige Wochen später verfügte ich über einige weitere Bücher, eine Yogamatte und hatte mich zu einem Kurs angemeldet, den ich allerdings schnell abbrach, weil er mich nicht ansprach. Stattdessen verlegte ich meine Übungsstunden auf die Nächte und führte immer mehr Asanas in meine Arbeit ein. Mit Begeisterung beobachtete ich, dass auch bei den Patienten die Wirkung ganz offensichtlich zu beobachten war.

Ich durchstöberte die großen Buchläden nach weiterer Literatur und stieß auf Ayurveda. Von heute auf morgen habe ich unsere Ernährung umgestellt. Unsere Kinder murrten zunächst, doch sie entdeckten schnell die Experimentierfreude und schon bald machten sie meine Asanas nach und forderten immer mehr Geschichten, die ich natürlich zu erfinden hatte. Das, was wir mit viel Kraft und großem finanziellen Aufwand nicht geschafft hatten, erledigte Yoga im Handumdrehen. Unsere Familie wuchs wieder zu einer Familie zusammen und ganz nebenbei senkte sich mein Schmerzmittelkonsum auf Null.

Schon bald beschlossen wir zurück in den Spreewald zu ziehen. Mein neuer Job war fortan so unregelmäßig, dass die Yogamatte oft zu kurz kam, was mir mein Körper sehr schnell mitteilte. Da ich zu Hause die Zeit zum Üben kaum fand, begann ich wieder (inzwischen war ich in der Altenpflege gelandet) die Asanas in meine Arbeit zu integrieren. Die SeniorInnen nahmen das Angebot dankbar an und mein Rücken wurde wieder ruhiger. Ich absolvierte einen Kurs und stellte fest, dass ich zwar die Asanas, die wir dort übten, beherrsche, aber dennoch erst am Anfang meines Yoga-Weges stehe.

 

Das alles liegt nun schon einige Jahre zurück. Unser Kleiner lebt inzwischen wieder in der Nähe seiner leiblichen Eltern. Zu Beginn diesen Jahres warf mich die 9. Fehlgeburt aus der Bahn. Ich wurde krank geschrieben, in eine Klinik eingewiesen und dort für mein Yoga und meine Meditation ausgelacht. Helfen konnte man mir allerdings dort nicht. Im Gegenteil.

Das Erste, was ich nach der Entlassung tat, war meine Yogamatte ausrollen und mir Übungsfolgen suchen, die meine Psyche mehr in den Mittelpunkt stellen. Seitdem bekomme ich von meinen Therapeuten die Rückmeldung, dass sie sich die Fortschritte nicht erklären könne. Es gab, seitdem ich wieder praktiziere, nicht einen einzigen Rückfall mehr. (Vorher in der Klinik und auch zu Hause, bekam ich die jede Woche). Meine ehemaligen Mitpatienten schauten mich oft neidisch an und wollten das Geheimrezept wissen, welches mich voran bringt, da ich Medikamente strikt abgelehnt hatte.

Einige haben inzwischen ebenfalls mit dem Üben begonnen und holen sich regelmäßig Anleitungen bei mir. Ach die Kinder der Mitpatienten kommen und übe, wenn wir uns treffen. Bei vielen ist die Veränderung spürbar.

Im Herbst werde ich die Yogalehrerausbildung beginnen und meinen Weg fortsetzen.

 

Abschließend kann ich nur sagen: Ich bin nicht zum Yoga gekommen. Yoga kam zu mir. Und das war das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist.

Mit Yoga bin ich um die 40 erstmals in Berührung gekommen - bei einem Fasten-Wander-Yoga-Kurs im Allgäu. Richtig angefangen habe ich dann aber erst vor zwei Jahren. Ich habe in einem Fitnessstudio verschiedene Lehrer und Stile ausprobiert. Aber das Ganze hatte für mich wenig mit Spiritualität zu tun. Die Kurse wurden zunehmend beliebter und damit auch voller, sodass ich mich eines Tages einfach nicht mehr wohl gefühlt habe und alles hinschmiss. Anfang letzten Jahres fragte mich mein Bruder, der Yogalehrer ist, ob ich Lust hätte, in Goa / Indien Yogaferien zu machen. Und da ich ohnehin großes Fernweh hatte, sagte ich kurzerhand zu - ohne zu wissen, was mich wirklich erwartet - ein Abenteuer eben :-) Wir haben dort täglich morgens 2,5 Std. Yoga praktiziert - angeleitet von Beate Cuson vom "Moveo Berlin". Bei 30 Grad Wärme und ca. 60 - 80% Luftfeuchte war das kein Spaziergang - zudem ich ewig nichts gemacht hatte. Ein kleines Handtuch auf der Matte war mein bester Freund ;-) Ich habe mein Lebtag nicht so sehr geschwitzt - aber es war eine gute und harte Schule, die von Tag zu Tag mehr ihre Wirkung zeigte. Viele intensive Gespräche mit den anderen Teilnehmern, z.T. auch Yogalehrern, haben mich inspiriert, tiefer ins Yoga einzutauchen und endlich die spirituelle Seite darin zu finden. Wieder daheim dauerte es noch vier Wochen, bis ich mich in BM zu einem Vorbereitungsseminar für die Yogalehrerausbildung anmeldete. Und das hat dann mein Leben nachhaltig verändert. Nach einer ayurvedischen Konstitutionsberatung, die ich an diesem WE noch für mich buchen konnte, habe ich meine Ernährung grundlegend umgestellt und mich mit völlig neuen Themen beschäftigt. Mein Interesse an der Symbiose aus Ayurveda & Yoga wurde immer stärker. Ich las nun alles, was mir dazu in die Hände kam. Ich hatte vor, im September eine 4-Wochen-Intensiv-Yogalehrerausbildung in BM zu absolvieren. Aber dann sagte mir meine innere Stimme, dass ich erste noch einmal nach Indien muss. Und so flog ich letzten Oktober mit der Yoga-Vidya-Reisegruppe um Sitaram nach Rishikesh, was eine unwahrscheinlich starke, spirituelle Erfahrung war und mich sehr verändert hat. Ich habe seitdem einen unbeschreiblichen Frieden mit mir und der Welt...
Über Yoga hatte ich schon öfter in verschiedenen Zeitschriften mit großem Interesse gelesen. Die dort gezeigten Übungen habe ich versucht nachzumachen aber ich hatte das Gefühl da fehlt noch was. Dann habe ich durch die gemeinsame Schulzeit unserer Kinder eine tolle Frau kennengelernt und wie sich herausstellte war sie Yogalehrerin. Immer wieder versuchte ich Zeit für einen Yogakurs aufzubringen doch leider war ich beruflich so eingespannt das es zeitlich nie reichte. Zu dieser Zeit war ich selbständig und habe mit meinem eigenen Betrieb tatsächlich 7 Tage die Woche gearbeitet vorwiegend von 12.00-23.00 Uhr. Entsprechend schlecht fühlte ich mich dann auch mental wie körperlich. Durch meine unbefriedigende berufliche Situation beschloss ich mich neu zu orientieren und hatte dadurch endlich Zeit auch mal an mich zu denken. Eine Freundin hat sich zu einem Yogakurs angemeldet und mir davon erzählt. Natürlich habe ich die Gelegenheit gleich genutzt und endlich meinen ersten Yogakurs besucht. Es war toll und ich wußte das ist es, dabei bleibe ich. Das ist jetzt 4 Jahre her. Durch Yoga hat sich in meinem Leben sehr viel verändert. Mein Rücken ist wieder gesund und mein ganze Lebenseinstellung die vorher schon da war hat sich durch Yoga positiv verstärkt. Immer wieder übe ich auch gerne am PC mit Sukadev den ich sehr schätze und immer wieder gerne höre.
Lieber Sukadev fühle dich umarmt!!!!
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...Genau genommen ist Yoga eigentlich zu mir gekommen, was für ein Glück! Vor einigen Jahren wollte ich am wöchentlichen Krafttraining im ortsansässigen Fitnessstudio teilnehmen, aber der Kurs fiel aus. Zeitgleich gab es einen Yogakurs und so war es um mich geschehen, die Freihanteln wurden durch eine Yogamatte ersetzt und ich hatte meine ersten Yogastunden. Über gut drei Jahre ging ich von da an regelmäßig einmal die Woche auf die Matte, meine Nackenverspannungen lösten sich langsam auf und es ging mir einfach gut nach den Stunden.
Dann kam eine beruflich chaotische Zeit und ich habe mit so gut wie allen Freizeitaktivitäten aufgehört, mich immer weiter von Freunden und meiner Familie entfernt und kam überhaupt nicht mehr zu mir selbst. An den Yogastunden mochte ich nicht mehr teilnehmen, da mir während den Entspannungsphasen nur noch mehr zum Heulen war und ich auch kaum noch richtig Atmen konnte. Es kam wie es kommen musste, irgendwann ging gar nichts mehr und ich habe meinen Job – obwohl ich die Arbeit echt geliebt habe – gekündigt.
Dann kam erst einmal das große Nichts und ich wusste eigentlich gar nichts mehr. Ich wollte nichts mehr und nichts schien mein Herz noch irgendwie zu berühren. Nach einem Sommer mit unbefriedigenden Jobs hab ich mich dann mehr oder weniger über Nacht zur Yogalehrerausbildung in Bad Meinberg angemeldet. Ich saß wie schon so oft vor dem PC und suchte nach möglichen Jobs oder sonst irgendetwas und bin so auf der Homepage von Yoga Vidya gelandet. Innerhalb von drei Tagen habe ich mich dann zur Intensivausbildung angemeldet und hatte endlich wieder einen Plan. Bestimmt nicht als Yogalehrerein zu arbeiten (haha..), aber für vier Wochen abzutauchen, einen straff geregelten Tag zu haben und viel Neues zu lernen. Was danach kommen sollte wurde komplett ausgeblendet.
Im November 2009 ging es dann los und es wurde, naja, ich möchte es eine überraschende Zeit nennen. Anfangs hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mich zurechtzufinden und war sehr skeptisch, ob das wohl die richtige Entscheidung war? Hätte ich vielleicht doch lieber Urlaub in der Ferne an einem warmen Sandstrand machen sollen? Oder endlich mal nach New York fliegen, was ich immer mal tun wollte es aber (übrigens bis heute..) nie umgesetzt habe? Zweifel über Zweifel, ob es denn nie richtig gut sein würde? Was immer das auch sein sollte.
Die Yogastunden bei Vidya hatten nichts mit dem Yoga zu tun, das ich bis dahin kannte. Pranayama war recht neu für mich und ich hatte vorher nichts über Yogasutren und Patanjali gehört. Während der ersten Mediationsversuche überschlugen sich meine Gedanken und ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese monkey minds jemals verebben würden. Sehr geholfen hat mir unser damaliger Yogalehrer Frank (liebe Grüße!!). Die Stunden bei Frank haben mich geradezu überwältigt. Kaum auf der Matte, hatte ich wieder das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen und kämpfte mit den ersten Tränen. Nach einer Woche besserte es sich langsam und ich hatte nicht mehr das Gefühl, gegen etwas angehen zu müssen, sondern konnte mich besser auf die Atmung und die Asanas konzentrieren. Endgültig angekommen bin ich dann an dem Tag, als einer unserer Mityogis aus der Ausbildung Harmonium spielte und dazu sang. Danke Mark! Kann das schwer beschreiben, aber es fühlte sich so an als würde eine Last von mir genommen und von da an konnte ich es kaum erwarten abends in den Satsang zu gehen um mit anderen zusammen zu singen. Bestimmt nicht schön, eher schräg aber es war mir völlig egal. Wie sich im Laufe der Zeit herausstellte wurde alles was mit Bhakti Yoga zu tun hatte „mein Yoga“. Kaum zu glauben, dass ich während der ersten Tage der Ausbildung den Mund nicht auf bekam um zu singen, die ständigen Oms zerrten an meinen Nerven und mir wurde klar, dass ich seit Kindesbeinen nicht mehr gesungen hatte. Durch das Singen wurde meine Atmung besser und ich fühlte mich wie befreit. Die intensivste Erfahrung während der Ausbildung machte ich so dann auch nach gut 90minütigem Singen des Maha Mantras, auch hier sang und spielte wieder Mark Harmonium. Würde sagen es war einer Trance sehr ähnlich, mein ganzer Körper summte und ich fühlte mich ganz komplett und hatte das Gefühl endlich zu Hause (bei mir) angekommen zu sein. Die Ausbildung ging zu Ende - ich dachte ich könnte nie wieder auf einem Fußboden sitzen, aua – und ich war kurz vor Weihnachten 2009 wieder zu Hause. Langsam dämmerte mir, dass ich beim Yoga hängenbleiben würde. Ich hätte gleich im Anschluss nach der Yogalehreraubildung einen recht lukrativen Job in der Pharmabranche antreten können, den habe ich noch während der Ausbildung abgesagt. Da bin ich noch heute froh drüber, auch wenn mich da manchmal noch die mir so gut bekannten „Sicherheitsgeister“ plagen: „Hättest Du doch diesen Job genommen, dann hättest Du ein festes Einkommen, geregelten Urlaub und überhaupt, dann würdest Du noch dazu gehören!“ Zum Glück hab ich eine tolle Familie, die mich in meinen Plänen unterstützt und auch meine Zweifel versteht.
Nach der Ausbildung war ich noch als Mithelferin für einige Wochen in Bad Meinberg. Dort konnte ich auch in die Ayurveda Ecke hineinschnuppern und habe inzwischen noch bei Leela Mata die Ayurveda Marma Massage Ausbildung gemacht. Da mein Herz einen riesen Hüpfer macht sobald es ein Harmonium hört, habe ich angefangen selbst zu üben – ähnlich dem Singen ist es noch recht schief aber mir macht es wahnsinnigen Spaß.
Inzwischen arbeite ich seit sieben Monaten als freiberufliche Yogalehrerin (in Vereinen, bei Physiotherapeuten und mit eine Organisationspsychologin zusammen plane ich gerade ein Seminare "Stressmanagement und Yoga") und habe, wie ein Freund vor kurzem ganz richtig bemerkte, genau die Schüler, die ich brauche. Hoffentlich haben meine Schüler auch die Lehrerin die sie brauchen.... Ganz oft muss ich während der Stunden an meinen Lehrer Frank und seine ruhige aber bestimmte Art des unterrichtens denken und hoffe, vielleicht auch mal ein „Frank“ für einige meiner Schüler zu sein. Ich bin sehr darum bemüht, meinen Schülern ein möglichst ganzheitliches Yoga zu vermitteln, da ich ganz fest daran glaube, dass die meisten Schüler nach einiger Zeit an viel mehr als „nur Asanas“ interessiert sind und ich so auch immer weiter lernen kann. .
Selber bin ich nach wie vor sehr neugierig auf alles was mit Yoga zu tun hat und probiere soweit es sich einrichten lässt Neues aus. Bikram war nicht so mein Ding aber Jivamukti finde ich große Klasse – mal abgesehen davon, dass ich einige Leute da viel eher als Hip denn Holy empfand. Aber die Unterrichtsstunden sind schon toll und die Lehrer, bei denen ich üben durfte, haben mich tief beeindruckt.
Für dieses Jahr plane ich nun einen Schritt weiter zu gehen und möchte die Ausbildung zur Yogatherapeutin machen. Ende des Jahres werde ich hoffentlich die Prüfung als Heilpraktikerin Psychotherapie ablegen und wenn es sein soll, dann möchte ich mich in den nächsten Jahren weiter in Richtung Körperarbeit/-therapie entwickeln.
Ganz sicher bin ich mir, dass ich Yoga Vidya immer sehr verbunden bleiben werde und immer wieder Seminare dort belegen werde. Auch wenn es schon fast abgegriffen klingt, aber ich bin meinen Lehrern und Lehrerinnen dort zu tiefst dankbar und durfte dort tolle Menschen kennenlernen. Auch heute empfinde ich mein Leben nicht als perfekt und leider viel zu selten wird mir bewusst, dass das Glück, das ich immer noch so verzweifelt suche, schon längst da ist! In den letzten 20 Jahren habe ich immer versucht alles mit dem Kopf zu lösen, alles analytisch auseinander zunehmen, zu verstehen und habe dabei mein Herz sehr vernachlässigt. Ganz langsam schält es sich aus seinem Panzer heraus und manchmal habe ich das Gefühl es schaut noch ein wenig schüchtern aber kräftig und entschlossen in den Tag hinaus. Frei nach Hermann Hesse (Gedicht „Stufen“), den ich als Jugendliche sehr gerne gelesen habe:
„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neu beginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf´um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmende Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Ich bin über den Unisport zum Yoga gekommen... Ich habe als Kind Karate gemacht, dann lange gar keinen Sport, hatte Rückenprobleme bekommen, etwas Krankengymnastik bekommen aber nicht selber regelmäßig fortgeführt. Beim Zivildienst hab ich mich verhoben - mich aber wieder nicht richtig um mich gekümmert. Mit anfang zwanzig habe ich dann regelmäßig wieder Karate betrieben und Krafttraining im Fitnessstudio - was aber dazu führte, dass ich einen Bandscheibenvorfall bekam. Ich habe schweren Herzens mit beidem aufgehört und mir selber ein Programm mit Krankengymnastischen Übungen zusammengestellt und ein bischen Bewegungsschule... Immer wenn ich drei Tage nichts machte bekam ich wieder Rückenprobleme.
Beim Unisport habe ich dann einen Tai Chi Kurs gemacht, wegen der etwas sanfteren Bewegungen als beim Karate... im Semester darauf habe ich mal beim Yoga reingeschnuppert und habe wider Erwarten meinen Sport entdeckt. Zunächst habe ich lediglich meine Krankengymastikprogramm um einige Yogaübungen erweitert, aber zunehmend wurde es ein Yogaprogramm. Vor allem das achtsame hineinspüren in den Körper hat mir sehr viel gebracht. Durch Yoga habe ich eine viel bessere Körperwahrnehmung und Selbstaufmerksamkeit bekommen. Ich registriere viel schneller wenn ich eine ungünstige Körperhaltung habe, wenn ich meine Schultern verspanne etc. Auch bei der Ernährung merke ich schneller wenn ich satt bin, was mir gut tut und was nicht.
Tja, nach zwei, drei Semestern Unisport-Yoga habe ich dann einen Kurs im Yoga Vidya Stadtzentrum Bremen gemacht und gemerkt, dass diese Form von Yoga mir sehr gut tut. Schließlich habe ich im letzten Sommer die vierwöchige Yogalehrerausbildung gemacht und unterrichte jetzt meine ersten eigenen Schüler.
Mein Bandscheibenvorfall ist kaum ein Problem mehr, nur wenn ich länger nicht praktiziere fängt mein Rücken an sich zu melden. Ich muss sagen, dass durch meine jetzt nicht einmal drei Jahre währende Yogapraxis sich mein leben auf allen Ebenen verbessert hat. Ich bin gesünder, sportlicher, ausgeglichener und fröhlicher als jemals zuvor in meinem Leben.
Durch Bücher - erst durch eine Atemübungen aus einem Yoga-Buch aus den 50igern, das ich mit 16 Jahren las.
Dann das kleine blaufe Heft von Paramahamsa Yogananda über Gedankenkontrolle und positive Affirmationen.
Die Erfahrung mit dem Pranayama veränderte meine Sinneswahrnehmung in der Art, das ich ein farbiges Überdimensionales Fabelwesen sehen konnte, der Körper sich leichter anfühlte, als waere er nicht von dieser Welt..
Später an der Uni kam das Buch Yoga für alle Lebenstufen - etwa ein halbes Jahr später eröffnete das erste Yoga Center in Frankurt, das damals noch nicht Vidya hiess, sondern einfach "Yoga-Center". Die Übungen und vor allem die philosophischen Aussagen in den Büchern schienen sehr vielversprechend. Jedoch wurde in den alten Büchern für Pranayama immer zu einem Lehrer geraten, man solle die Übungen nicht ohne Anleitung durchführen, hiess es.
Da ich hauptsächlich an Pranayama interessiert war suchte ich also nach einem Lehrer - ich war bereit - und da kam er.
Das hatte vom ersten Interesse bis zum ersten Kontakt nur ca. 5 Jahre gedauert. Was dann kam dürfte Standard sein: Yoga geübt ca. 1 Jahr, Yoga-Lehrer-Ausbildung mitgemacht (2Jahre), Yoga unterrichtet - bis zu 2 Jahre Zentrumsmitarbeit, Dann wieder weniger im Center und zurück in den Pflege-Beruf - mit weniger Yoga weitergelebt.
Verschiedene Versuche mit Power/Astanga-Yoga, Hot Yoga und Progressive Yoga folgten.Zuletzt wieder beim Vidya-Yoga angekommen, da es Stress am ehesten ausgleicht.
Es war ein grauer Novembertag 2008. Mit dem Fahrrad fuhr ich gegen den Wind bei Nieselregen zum Kopierladen. Meine Vorlagen legte ich in den Kopierer, wählte die gewünschte Anzahl an Kopien und drückte die Starttaste. Und während das Gerät Seite für Seite vervielfältigte, hatte ich Zeit mich im Laden umzuschauen. Zwischen allerhand Broschüren entdeckte ich das Ausbildungsverzeichnis von Yoga Vidya. Ich begann darin zu blättern und las mir die Informationen über die 2-jährige Yogalehrerausbildung genauer durch. Ich erninnerte mich an die schönen Erfahrungen, die ich während des Studiums bei einem Yogakurs gemacht hatte. Seitdem hatte ich mich aber nicht mehr damit beschäftigt. Nun witterte ich aber eine Gelgenheit. Die Ausbildung sollte in meiner Stadt stattfinden, gar nicht weit von meiner Wohnung. Der Termin passte auch. Fast wäre mein Wunsch aber nicht in Erfüllung gegangen. Als ich nähmlich den Infoabend besuchen wollte, stand ich vor verschlossenen Türen. Das Yogazentrum war umgezogen. So fuhr ich zurück nach Hause und fand die neue Adresse heraus. Wieder aufs Rad und neuer Versuch. Diesmal konnte ich eintreten. Es dauerte nicht lange und ich merkte, dass ich am richtigen Ort mit den richtigen Menschen angekommen war. Die Entscheidung war schnell gefällt: Ich wollte die Ausbildung machen. Heute freue ich mich über meine spontane besonders. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich durch die Ausbildung gewonnen habe, sind eine Bereicherung meines Lebens, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Mir ist klar, dass ich mich am Anfang eines spannenden Weges befinde. So bin ich vorfreudig, was und wer mir noch alles begegnen wird. Mit Hand, Herz und Hirn will ich mich den kommenden Herausforderungen stellen.

Om Shanti

York

im Juli 2008 hat mich meine Freundin mit zum Yoga genommen. Sie war zu dem Zeitpunkt schon fast 1 Jahr dabei und eigentlich wollten wir nur einmal pro Woche zusammen einem schönen Sport nachkommen, danach gemütlich essen und reden. Aber bereits die erste Stunde hat sich für mich wie nach Hause kommen angefühlt. Nach der Probestunde entschloss ich mich dazu, Yoga von der Pike auf zu lernen, machte einen Anfängerkurs und kaufte mir viel Literatur zu dem Thema.
Die meisten Asanas fielen mir auf Anhieb leicht. Es war als erinnere sich mein Körper an die Übungen und machte diese mit einer gewissen Leichtigkeit. Ich erinnerte mich auch wieder an Szenen aus meiner Kindheit.
Wenn ich mit meinen Eltern zu Mittag aß, saß ich stets kreuzbeinig auf dem Essstuhl und meine Eltern ermahnten mich stets doch eine vernünftige Position zum Essen einzunehmen. Da ich aber trotzdem gerade saß, gaben sie es irgendwann auf und ließen mir meine eigenartige Sitzweise. Ich bin ein Kind der ehemaligen DDR , so dass ich ohne spirituelle Einflüsse und entsprechendes Wissen aufgewachsen bin. Und doch waren unter den ersten Dingen die ich mir nach der Wende gekauft habe, 3 Buddhas aus Edelstein und ein Buch über Ayurveda. Damals war ich 14 Jahre alt.
Seit dem Sommer 2008 ist Yoga für mich Bestandteil meines Lebens, mit mehr oder weniger Intensität im Sadhana. Die Philosophie aber ist stets präsent in meinem Geist. Ich weiß, dass meine Hauptaufgabe auf diesem Weg darin besteht mich dem Raja-Yoga und dem Bhakti zu widmen, was mir als sehr autonomen und strukturiert handelnden Menschen allerdings am schwersten fällt. Die Kontrolle mal abzugeben und mich an entscheidenden Punkten des Lebens vertrauensvoll an Gott zu wenden, fällt mir nicht leicht. Zumal mir beigebracht wurde, mich nur auf mein Handeln verlassen zu können.
Ich habe in den letzten Jahren einen sehr vereinnahmenden Job bekommen, der meiner zunehmend yogisch geprägten Denkweise manchmal zuwiderläuft und mich teilweise an den Grenzen meiner Wertesysteme bringt. Ohne Yoga wäre es sicher einfacher gewesen. Einfach im System mit schwimmen und tun was einem gesagt wird, ohne die Dinge stets kritisch zu hinterfragen- ohne mein Handeln, Reden und Agieren kritisch hinterfragen zu müssen. Aber Yoga macht durchlässig für alle Stimmen die in einem schwingen und man kann sich nicht einfach die Ohren zuhalten, wenn sie anfangen sich zu melden.
Ende letzten Jahres habe ich angefangen mich aus dem Gleichgewicht zu fühlen und merkte auch bei der Asana-Praxis Schwierigkeiten bei den Gleichgewichtsübungen, zunehmende Gereiztheit und inneren Zwiespalt. So entschloss ich mich im Frühling 2010 Yoga Urlaub in Bad Meinberg zu machen und die Tage dafür zu nutzen mein inneres und äußeres Gleichgewicht wieder herzustellen. Die ayurvedische Entgiftung sollte mich dabei unterstützen. Statt der gewünschten Harmonisierung kamen allerdings zuerst Kopfschmerzen und anschließend üble Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich, die eigentlich nur beim Satsang erträglich waren. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob die Schmerzen vom vielen Sitzen auf dem Boden herrührten oder ob sich mein Muladhara-Chakra wieder aufgebaut hat, um mir wieder Stabilität, Erdung und Sicherheit zu geben. Der Urlaub in Bad Meinberg war trotzdem sehr erhebend und erdend. Auf der Rückreise hatte ich schon das Gefühl wieder in mir verankert zu sein. Als mein Freund mich von Bahnhof abholte, sagte er, dass ich einen ganz anderen Ausdruck habe als bei der Abreise. In der Nacht meiner Heimkehr entstand unsere kleine „Yogimaus“, die in ca. 4 Wochen zur Welt kommen und von uns freudigst erwartet wird.
In den letzten Wochen zu Hause versuche ich möglichst viel zu meditieren, die Satsangs und Voträge per Internet mit zu erleben und mich mit viel positiver Kraft auf das kommende Erlebnis und den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.
Ich bin gespannt was der Weg in den nächsten Jahren noch mit sich bringen wird und bereits dankbar für alles, was er geändert bzw. eröffnet hat.
Vielen Dank für die tollen Möglichkeiten, die ihr auch auf die Entfernung kostenlos ermöglicht. Macht weiter so.
Alles Gute und herzliche Grüße
Om Shanti
U.
(kam per Email Nachricht)

eigentlich war es anders. Yoga ist zu mir gekommen. Welch ein SEGEN!

2007: seit meinem 5. Lebensjahr versuchte ich etwas in meinem Leben zu verändern. Und noch jetzt - mit 50 Jahren - war ich an einem Platz, an dem ich nicht wirklich sein wollte, jeden Tag. Ich wünschte mir Dinge zu leben, die ich nicht wagte nach außen zu bringen. Außerdem immer wieder Probleme mit meinen Emotionen in der Beziehung zu meinem Lebensgefährten.
Wie kann ich es schaffen meine "Sicherheiten" aufzugeben? Mein Geist war unruhig - ich litt unter Schlafstörungen und Ängsten, deren Deckelung mir mehr und mehr Probleme bereitete.

Im Februar 2007 verbrachte ich 3 Wochen in Südindien, ich hatte die Ehre von meiner damaligen Firma symbolisch ein Haus für Heartkids (www.heartkids.de), ein Hilfsprojekt in Tiruvannamalei zu überbringen für das ich mich eingesetzt hatte.
Ich fand viel mehr, war täglich im Ramana Ashram, lernte liebevolle, interessante Menschen kennen. Ich sah die Seligkeit und den Frieden in den Augen vieler Saddhus und materiell armer Menschen. Was war es, was mir fehlte - WIE KANN ICH MEIN LEBEN IN POSITIVER WEISE VERÄNDERN?

In Tiruvannamalei, dem Ort, an dem Ramana lebte, lernte ich die Ayurveda-Massagen kennen. In Auroville berührte mich der Geschichte von Sri Aurobindo - was hatte dieser Mann geschafft? - wie hat er es gemacht? Ich saß meditierend im Matrimandir (dem Wahrzeichen Aurovilles) und war berührt von dem lichtdurchfluteten Raum, in dem es NICHTS gab, außer den Menschen, die hier auf ihren Kissen sitzend meditierten. Ich lernte kraftvolle, authentische Menschen kennen, die mit viel Freude ihre tägliche Arbeit verrichteten. Ich fühlte mich saft- und kraftlos und kaufte mir mein erstes Yogabuch von Sri Aurobindo.
Ich hatte keine Idee davon, dass ich meine zukünftigen Themen schon "im Gepäck" hatte, als ich die Heimreise antrat. Ich bestellte mir Unterlagen über eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin - nein, nicht Ayurveda. Die Informationsunterlagen lagen auf meinem Schreibtisch, als mich einige Tage später eine Kollegin fragte, ob ich mitkommen wolle zum Mantrasingen ins Yoga Vidya Zentrum nach Waghäusel. Ich kannte das Zentrum nicht, willigte ein - denn ich liebte es, zu singen. Im Anschluss an den Satsang berichtete Gerald, der neben mir saß, er habe gerade mit der Ayurveda-Gesundheitsberater-Ausbildung begonnen. Ich hielt inne: warum erzählte er mir das? Ich habe zuhause Unterlagen zu diesem Thema liegen. Ich musste prüfen, ob es ein Zeichen war. 1 Tag später saß ich in der Ausbildung mit Jana (Jürgen Wloka) und blieb. Ich war richtig hier - Jana berührte mich - er war mein Lehrer.

In meiner Firma spitzte sich die Lage zu - ich konnte nicht mehr, mein Körper streikte - ein Burnout. Ich wollte auch nicht mehr, Resignation, Hoffnungslosigkeit, Angst, Tod? Ich zog mich ganz zurück - nur montagsabends die Gesundheitsberaterausbildung besuchte ich weiter. Ich traf eine Entscheidung "ICH TUE ALLES, UM MEIN LEBEN ZU VERÄNDERN".

In der Gesundheitsberatung fand ich es zunächst lästig, dass Yoga ein Bestandteil der Ayurveda-Ausbildung war. Was war eigentlich Yoga? Dann geschah etwas. Nach der 2. oder 3. Yogastunde mit Jana - ich erinnere mich genau, als ich nach Abschluss der Stunde den Raum verließ, fühlte ich eine unglaubliche Stille in mir und ich wusste... DAS IST ES! Diese Erkenntnis traf mich tief.
Am Tag danach meldete ich mich zu einem Yogakurs-Anfängerkurs an. 2 Monate später war klar: DARÜBER MÖCHTE ICH MEHR WISSEN.

Ich meldete mich für die 2-jährige Yogalehrerausbildung bei Volker Kirrmeier in Waghäusel an. Bei unserem ersten Gespräch sagte ich ihm, dass ich diese Ausbildung nur für mich mache und nicht unterrichten wolle. Dazu muss man wissen, dass alleine der Gedanke, vor Menschen zu stehen und ihnen zu sagen, was sie tun sollen, mir sehr viel Angst machte.

Das Leben unterstützt mich seit meiner Entscheidung in unglaublicher Weise. Kurz nach der Prüfung zur Ayurveda-Gesundheitsberaterin gab es in meiner Firma ein Programm für Mitarbeiter, in dem sie sich um einen Aufhebungsvertrag bewerben konnten - gegen Abfindung - gerade, als ich überlegt hatte, wie ich langfristig meine neuen Themen mit Leben füllen könnte, für die ich im Grunde keine Zeit hatte. Ich war einfach nur dankbar. Nun konnte ich den nächsten Schritt machen. 4 Wochen Italien zum italienisch lernen - es war immer mein Wunsch für "wenn ich einmal Zeit habe". Ich praktizierte Yoga, Pranayama, Meditation (wie verrückt)... in Italien in einem Park hoch über dem Meer, morgens früh vor dem Italienischunterricht. Ich hatte keinen anderen Platz zum praktizieren und entschied mich, bei mir zu bleiben. Ich erinnere mich an die Blicke des Gartenpersonals, so etwa, als würden sie eine neue Tiergattung beobachten. Doch siehe da - sie wurden von Tag zu Tag freundlicher.
Ein Jahr später - Praxiswoche in Bad Meinberg. Viel Anstrengung für meinen zuvor "trägen" Körper - ich erinnerte mich daran, dass ich mein Leben verändern wollte und machte weiter. Dann eine Stimme in mir "hier würde ich gerne einmal eine Zeitlang leben". 4 Wochen später entdeckte ich im Newsletter das Sadhaka-Programm. 3 Monate weg ? Wie sollte es möglich sein? Ich dachte darüber nach - mir war klar, dass es einiges verändern würde und so arbeitete alles in mir darauf hin. Von Februar bis Ende Mai nahm ich am Sadhaka Programm teil.

Insgesamt habe ich 10 kg abgenommen in dieser Zeit - bei gutem Appetit und ohne Hungern.
Ich habe lange keine Erkältung mehr gehabt, keinen Herpes mehr und fühle mich stabil im Leben. Mein Traum, ein großes, bezahlbares Haus zu finden mit Praxisräumen und einem schönen Yogaraum hat sich gerade vor 6 Wochen erfüllt. Ich habe diesmal groß geträumt, trotz der Stimmen im Außen, die mir erklärten, dass das Hirngespinste seien.
Heute ist der 7.1.2011 - in 8 Tagen ist meine theoretische Yogalehrerprüfung in Bad Meinberg. Meinen ersten Anfängerkurs habe ich übrigens im Dezember 2010 abgeschlossen. Ich habe meine Angst überwunden - ich sitze vor der Gruppe, schaue auf das Foto von Sivananda und singe OM. Dann fühle ich mein Herz schlagen und bin ganz bei mir, denn es ist wahr, was ich hier mache. Das bin ich. Wer sollte etwas dagegen haben ?
Also - wer auch immer meine Geschichte liest - Daumen drücken für die Prüfung am - die ich innendrin schon bestanden habe.
Und für den Kopf: alle haben sich für den 2. Kurs angemeldet - so schlimm kann es also nicht gewesen sein.
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Als Kind hatte ich eine große Sehnsucht nach Gott. Auf meine frage, wo denn der liebe Gott sei, im Alter von etwa 5 Jahren, antwortete meine Oma "in deinen Händen, wenn du betest". Ich habe eine Weile versucht schnell und unverhofft die Hände zu öffnen, in der Hoffnung "ihn" zu überlisten, doch irgendwie war ich nie schnell genug.
Die geschichte fiel mir im Yoga wieder ein... beim NAMASTE

Herzliche Grüße - HARI OM TAT SAT
R.
(kam per Email nachricht)
ich habe etwa mit Anfang 20 (das ist nun dreißig Jahre her) an dem ersten Yoga-Kurs über die VHS teilgenommen....und bin einmal wöchentlich dabei geblieben.
Ich lebte damals in einem kleinen Hessendörfchen nahe dem Sauerland und wurde anfangs etwas belächelt.
Da mir die Stunden immer gut taten und sich natürlich auch mit der Zeit eine innere Wandlung vollzog, blieb ich dabei. Ich freundete mich mit einigen der anderen Kursteilnehmer an und in den
Ferien, wenn keine Yogastunden angeboten wurden, unternahmen wir größere Wanderungen. Der Kontakt mit anderen spirituellen Menschen war wichtig für mich, aber ich lebte fast in zwei Parallelwelten. Auf der einen Seite mein Leben mit der Familie, eingebunden in das dörfliche Geschehen, andererseits der für mich wichtige Kontakt zur Yogagruppe.
Rückblickend war der Bruch fast unvermeidlich, ich wurde zunehmend von meinen Dorfleuten ausgegrenzt oder verbal angegriffen besonders als ich mich entschloß, selbst die Yogalehrer-Ausbildung zu machen.
Ich habe über Bekannte von Yoga-Vidya erfahren, habe im Westerwald an einem Yogalehrer-Vorbereitungswochenende teilgenommen und war sofort begeistert. Ich wusste einfach: "Das ist es....."
Na ja, alles nahm dann so seinen Lauf....ich wurde dann tatsächlich Teilnehmerin der ersten Yogalehrer-Ausbildung in Bad Meinberg und einige Jahre später Mitarbeiterin im Team Zahlungsverkehr. Mit meinem damaligen Teamkollegen Uli Buschmann verbindet mich immer noch eine tiefe Freundschaft und wir sind regelmäßig in Kontakt.

Es gibt sicher noch viel mehr zu erzählen, aber ich möchte nicht so weit ausschweifen und das Thema lautet ja auch "Wie bin ich zum Yoga gekommen".

Also, das ist so kurz gefasst meine Geschichte, ich praktiziere nach wie vor regelmäßig Hatha-Yoga und werde demnächst auch selbst wieder unterrichten....

Om shanti
und liebe Grüße

P.
(kam per Email)

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